Toter auf Baustelle, Messerangriff und Betrug – die fünf Polizeinews des Tages
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Ein Mann auf einer Bieler Baustelle starb durch stumpfe Gewalt, ein 47-Jähriger wird nach einem Teppichmesser-Angriff auf seine Ex-Partnerin wegen versuchten Mordes angeklagt und Telefonbetrüger verursachen im Kanton St.Gallen rund 750’000 Franken Schaden: Der 23. September 2026 brachte mehrere besonders schwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch die Anklage gegen drei Männer nach einem Sexualdelikt in Bern sowie die Festnahme zweier 16-Jähriger nach dem Diebstahl von Luxusautos beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
- Biel BE: Ein auf einer Baustelle aufgefundener Mann starb durch stumpfe Gewalteinwirkung. Ein Mann wurde in Polen angehalten.
- Brittnau AG: Nach einem Teppichmesser-Angriff auf seine Ex-Partnerin ist ein 47-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt.
- Bern BE: Drei Männer sind nach Ermittlungen zu einem Sexualdelikt angeklagt. Gegen einen Jugendlichen läuft ein separates Verfahren.
- Kanton St.Gallen: Telefonbetrüger verursachten seit Anfang August einen erfassten Schaden von rund 750’000 Franken.
- Ajoie JU: Zwei 16-Jährige wurden nach dem mutmasslichen Diebstahl von Luxusautos festgenommen.
Biel BE: Mann auf Baustelle starb durch stumpfe Gewalt
Der Mann, der am 14. September im Bereich einer Baustelle am Beaumontweg in Biel leblos aufgefunden wurde, ist gemäss rechtsmedizinischer Untersuchung infolge stumpfer Gewalteinwirkung gestorben. Nach den bisherigen Erkenntnissen steht eine Dritteinwirkung im Vordergrund.
Ein Mann, der kurz vor dem Tod mit dem Verstorbenen unterwegs gewesen sein soll, wurde nach einer internationalen Fahndung in Polen angehalten. Er befindet sich dort in Haft; ein Auslieferungsverfahren wird geprüft. Die Identität des Verstorbenen ist noch nicht abschliessend geklärt.
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Brittnau AG: Anklage wegen versuchten Mordes nach Teppichmesser-Angriff
Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm hat gegen einen 47-jährigen Mann Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Ihm wird vorgeworfen, seine ehemalige Partnerin im Juli 2025 mit einem Teppichmesser im Kopf- und Halsbereich angegriffen und ihren Tod in Kauf genommen zu haben.
Die Frau erlitt schwere Gesichtsverletzungen und musste notoperiert werden. Der zunächst flüchtige Beschuldigte wurde zwei Tage später in Zürich festgenommen. Das Verfahren ist beim Bezirksgericht Zofingen hängig. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
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Bern BE: Drei Männer nach Sexualdelikt angeklagt
Nach umfangreichen Ermittlungen zu einem Sexualdelikt vom Juni 2025 hat die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland gegen drei erwachsene Männer Anklage erhoben. Ihnen wird Missbrauch einer urteilsunfähigen oder zum Widerstand unfähigen Person, eventuell Vergewaltigung, vorgeworfen.
Die Ermittlungen führten zur Identifikation von insgesamt vier mutmasslichen Tätern im Alter zwischen 16 und 21 Jahren. Die drei Erwachsenen befinden sich in Haft. Das Verfahren gegen den jugendlichen Beschuldigten wird von der Jugendanwaltschaft geführt.
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Kanton St.Gallen: Telefonbetrüger verursachen rund 750’000 Franken Schaden
Seit Anfang August beläuft sich die erfasste Deliktsumme durch Telefonbetrug im Kanton St.Gallen auf rund 750’000 Franken. Die Täter setzen ihre Opfer mit erfundenen Notfällen, Angst und Zeitdruck unter Druck und verlangen häufig Stillschweigen.
Die Kantonspolizei rät, verdächtige Gespräche sofort zu beenden, niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben und angeblich betroffene Angehörige selbst anzurufen. Wer bereits Vermögenswerte verloren hat oder noch mit den Tätern in Kontakt steht, soll umgehend die Polizei verständigen.
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Ajoie JU: Zwei 16-Jährige nach Diebstahl von Luxusautos festgenommen
Zwei in Frankreich wohnhafte Jugendliche sind nach einer grenzüberschreitenden Fahndung festgenommen worden. Die beiden 16-Jährigen stehen im Verdacht, zwei Luxusfahrzeuge im Kanton Luzern gestohlen und weitere Garagen angegangen zu haben.
Die Kantonspolizei Jura und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit suchten gemeinsam mit einem Diensthund nach den Verdächtigen. Einer wurde nach der Flucht auf einem E-Trottinett gefasst, der andere in einem Gebäude in Boncourt entdeckt. Ein Fahrzeug wurde in Bure und das zweite später in Frankreich aufgefunden.
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Der 23. September 2026 im Überblick
Die fünf Fälle zeigen die Bandbreite der Polizeiereignisse dieses Mittwochs: ein mutmassliches Tötungsdelikt mit internationaler Fahndung, zwei schwerwiegende Anklagen, Telefonbetrug mit hohem finanziellem Schaden und die Festnahme zweier Jugendlicher nach dem Diebstahl von Luxusautos.
Bei mehreren Fällen dauern die Ermittlungen oder gerichtlichen Verfahren weiter an. Für sämtliche Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Quelle: Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland, Staatsanwaltschaft Aargau, Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Kantonspolizei St.Gallen, Kantonspolizei Jura