Schweizer Armee: Kaderausbildung rüstet sich für neue Bedrohungen und Technologiewandel
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(Luzern LU). Am Freitag, 18.09.2026, fand der Jahresrapport und Pensioniertentag der Höheren Kaderausbildung der Armee (HKA) in Luzern statt.
Rund 200 Mitarbeitende und Gäste erlebten ein vielfältiges Programm mit interaktiven Beiträgen, aufschlussreichen Referaten und einer praxisnahen Demonstration eines Bodenroboters.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Anlass: Jahresrapport und Pensioniertentag der Höheren Kaderausbildung der Armee
- Motto: «Adaptiv. Vernetzt. Souverän.»
- Teilnehmende: Rund 200 Mitarbeitende und Gäste
- Schwerpunkte: Sicherheitslage, Transformation, Kaderausbildung und technologische Entwicklung
- Praxis: Demonstration eines Bodenroboters
- Ziel: Ausbildung und Einsatz künftig stärker koordinieren
Der diesjährige Jahresrapport der Höheren Kaderausbildung der Armee stand unter dem Motto «Adaptiv. Vernetzt. Souverän.».
Die drei Begriffe beschreiben zusammen, was in der Ausbildung täglich gefordert ist – ein sich ständig wandelndes Umfeld berücksichtigen, innerhalb der Armee wie mit der Gesellschaft eng zusammenarbeiten und dabei Handlungsfähigkeit sowie Klarheit bewahren.
Sicherheitslage verändert die Kaderausbildung
Den Auftakt zum Jahresrapport bildete die Ansprache des Kommandanten der Höheren Kaderausbildung der Armee.
Divisionär René Wellinger hob die aktuelle sicherheitspolitische Weltlage sowie die Ausrichtung der Armee am Verteidigungsauftrag hervor und zeigte auf, welche Veränderungen sich daraus für die Kaderausbildung ergeben.
Mit dem Szenario LU-25 und der Weiterentwicklung des Führungssimulators hat die Höhere Kaderausbildung der Armee in dieser Hinsicht bereits wichtige Schritte unternommen.
Besonders strich Divisionär René Wellinger die ausserordentlichen Leistungen vieler Mitarbeitenden der Organisation heraus und zeigte sich überzeugt, dass die Höhere Kaderausbildung der Armee für die anstehenden Veränderungen im Rahmen der Transformation bereit ist.
Anforderungen an militärische Führungskräfte verändern sich
In einer abwechslungsreichen Kombination aus kurzen Videobeiträgen und Interviews mit Mitarbeitenden der Höheren Kaderausbildung der Armee führten die direktunterstellten Kommandos die wichtigsten Entwicklungen in ihren Bereichen aus und gingen auf die grössten zukünftigen Herausforderungen ein.
Die Beiträge kamen zur Erkenntnis, dass sich die Anforderungen an militärische Führungskräfte laufend verändern, nicht zuletzt durch die Bedrohungslage und Technologie, und Eingang in die Ausbildung finden müssen.
Transformation soll Ausbildung und Einsatz stärker verbinden
Im Anschluss sprach der Chef Kommando Ausbildung, Korpskommandant Gregor Metzler, zum Publikum.
Als Delegierter für die Transformation der Armee informierte er die Anwesenden aus erster Hand über seinen Auftrag, basierend auf den Leitlinien des Bundesrates für die Verteidigung.
In der aktuellen Situation stellt sich die wichtige Frage, auf welche Armee sich die Ausbildung auszurichten hat.
Im Fokus soll dabei die echte Armee mit den heutigen Mitteln und Fähigkeiten stehen, welche effektiv auch zum Einsatz gelangen können.
Die Transformation der Armee wird sicherstellen, dass die Bereiche Ausbildung und Einsatz zukünftig stärker koordiniert werden, wobei die Kaderausbildung und Steuerung eine zentrale Rolle einnehmen wird.
Technologischer Wandel fordert rasche Anpassungsfähigkeit
In einem Gastreferat aus dem Bereich Wissenschaft und Technologie der armasuisse knüpfte Dr. Mark Höpflinger an die vorgängigen Ausführungen an und unterstrich die Geschwindigkeit des sich verändernden Umfelds sowohl aus technologischer wie auch militärischer Perspektive.
Eine rasche Anpassungsfähigkeit und eine umfassende Vernetzung sind unabdingbar, um souverän auf zukünftige Herausforderungen reagieren zu können – getreu dem diesjährigen Motto des Jahresrapportes.
Wellinger gibt Ausblick auf die nächsten Schritte
Der letzte Teil des Jahresrapportes war dem Ausblick des Kommandanten der Höheren Kaderausbildung der Armee gewidmet.
Mit den Kernbotschaften zeigte Divisionär René Wellinger auf, welche Stossrichtungen und Zielsetzungen die Höhere Kaderausbildung verfolgt und wies mit Nachdruck darauf hin, dass die anstehenden Veränderungen den Einsatz und die Bereitschaft aller Mitarbeitenden benötigen.
Im Rahmen des Ausblicks stellte sich zudem der Chef Kommando Ausbildung, Korpskommandant Gregor Metzler, den offenen Fragen aus dem Plenum.
Bodenroboter sorgt für praxisnahen Abschluss
Nach dem Rapport konnten sich die Mitarbeitenden und Gäste untereinander austauschen sowie die Kameradschaft pflegen.
Gleichzeitig fand unter der Leitung von Dr. Mark Höpflinger eine Demonstration eines Bodenroboters statt, welche den Teilnehmenden dessen Möglichkeiten hautnah und eindrücklich erlebbar machte.
Quelle: Schweizer Armee
Bildquelle: © VBS/DDPS, Stefan Meienhofer