Autofahren bei Dunkelheit: Fünf Tipps für eine sichere Fahrt
Bei Dunkelheit verändern sich die Bedingungen im Strassenverkehr. Hindernisse sind später erkennbar, Entfernungen lassen sich schwieriger einschätzen und entgegenkommende Scheinwerfer können blenden. Mit der richtigen Vorbereitung und einer angepassten Fahrweise lässt sich die Sicherheit erhöhen.
1. Geschwindigkeit an die Sichtweite anpassen
Nachts reicht das Abblendlicht häufig weniger weit als die Strasse vor dem Fahrzeug. Das Tempo sollte deshalb so gewählt werden, dass innerhalb der überblickbaren Strecke angehalten werden kann.
Besonders wichtig ist dies auf unbeleuchteten Landstrassen, bei engen Kurven und auf Strecken mit unübersichtlichen Fahrbahnrändern.
2. Scheinwerfer und Scheiben sauber halten
Verschmutzte Scheinwerfer können die Ausleuchtung der Fahrbahn verschlechtern. Schlieren auf der Frontscheibe verstärken zudem störende Reflexionen von Strassenlampen und entgegenkommenden Fahrzeugen.
Reinigen Sie deshalb regelmässig die Scheinwerfer sowie die Innen- und Aussenseite der Frontscheibe. Kontrollieren Sie auch die Funktion der gesamten Fahrzeugbeleuchtung.
3. Fernlicht richtig einsetzen
Fernlicht verbessert auf dunklen, übersichtlichen Strassen die Sicht auf grössere Distanzen. Es darf jedoch andere Verkehrsteilnehmende nicht blenden.
Blenden Sie rechtzeitig ab, wenn Fahrzeuge entgegenkommen oder vorausfahren. Achten Sie auch auf Fussgänger und Velofahrende. Automatische Fernlichtassistenten können unterstützen, entbinden aber nicht von der eigenen Verantwortung.
4. Müdigkeit ernst nehmen
Schwere Augenlider, häufiges Gähnen und Konzentrationsschwierigkeiten sind typische Warnzeichen von Müdigkeit. Auch Schwierigkeiten, sich an die letzten gefahrenen Kilometer zu erinnern, können ein Alarmsignal sein.
Wer müde wird, sollte die Fahrt an einem geeigneten Ort unterbrechen. Ein kurzer Schlaf kann vorübergehend helfen. Bei ausgeprägtem Schlafmangel ist jedoch ausreichend Schlaf notwendig. Offene Fenster und laute Musik ersetzen keine Erholung.
5. Auf Wildtiere und schlecht sichtbare Hindernisse achten
In der Dämmerung und nachts können Wildtiere unerwartet eine Fahrbahn überqueren. Besonders an Waldrändern und auf ländlichen Strassen ist erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll.
Reduzieren Sie bei eingeschränkter Sicht das Tempo und beobachten Sie die Fahrbahnränder. Taucht ein Tier plötzlich auf, ist kontrolliertes Bremsen in der Regel sicherer als ein unkontrolliertes Ausweichmanöver.
Gut zu wissen: Bei Tempo 80 legt ein Auto pro Sekunde rund 22 Meter zurück. Die tatsächlich benötigte Anhaltestrecke ist deutlich länger, weil zur Bremsstrecke auch der Reaktionsweg hinzukommt.
Praktischer Tipp: Nehmen Sie sich vor einer nächtlichen Fahrt zwei Minuten Zeit: Kontrollieren Sie die Beleuchtung, reinigen Sie bei Bedarf die Scheiben und prüfen Sie, ob Sie ausreichend ausgeruht sind.
Weitere Informationen: Weitere Verkehrsmeldungen und Sicherheitsthemen finden Sie in der Rubrik Unfälle bei Polizeinews Luzern.