Schweiz

Flüh SO: Einbruch in Einfamilienhaus – Chilene (25) nach Fahndung festgenommen

Nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus in Flüh ist es der Polizei dank guter kantons- und grenzüberschreitender Zusammenarbeit gelungen, einen mutmasslichen Einbrecher anzuhalten. Am Donnerstag, 13. November 2025, kurz vor 19 Uhr, wurde der Kantonspolizei Solothurn gemeldet, dass in Flüh in ein Einfamilienhaus eingebrochen werde.

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Roggwil TG: Notfall im Postauto – Lenker (60) steuert Bus in Leitplanke, Passagier verletzt

Nach einem Selbstunfall auf dem Autobahnzubringer in Roggwil musste am Freitag ein Buschauffeur ins Spital gebracht werden. Der 60-jährige Fahrer eines Postautos wollte um 14.15 Uhr über die Einfahrt Arbon Süd auf den Autobahnzubringer A23 in Richtung St. Gallen fahren.

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Kanton St.Gallen: Fünf alkoholisierte Männer aus dem Verkehr gezogen – mehrere Unfälle

In der Nacht von Freitag auf Samstag (15.11.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen zwei fahrunfähige und alkoholisierte Männer angehalten. Drei weitere Männer verursachten alkoholisiert Verkehrsunfälle.

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Kapo Schwyz: Polizei unterstützt bei Flurbrand – auch abseits der Strasse im Einsatz

Überall für euch da – auch in unwegsamem Gelände! Ob bei Bergrettungen, Suchaktionen oder wie in diesem Fall bei der Unterstützung der Feuerwehr während eines Flurbrandes: Die Kantonspolizei Schwyz ist nicht nur auf, sondern auch neben den Strassen für eure Sicherheit da.

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Stadt Schaffhausen SH: Polizei warnt vor Onlinebetrug – Täter erbeuten 150'000 Franken

In den letzten Tagen sind bei der Schaffhauser Polizei erneut vermehrt Meldungen von Betrugsversuchen eingegangen. In zwei Fällen wurden Personen im Kanton Schaffhausen Opfer der Betrugsmasche. Die Täterschaft erbeutete dabei rund 150'000 Schweizer Franken.

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Kapo Solothurn: Mini-Detektive unterwegs – Kinder erleben echten Polizeialltag

Rund 40 Mini-Detektive aus unserem Korps haben am Zukunftstag die Schanzmühle und Umgebung ganz genau unter die Lupe genommen. Ob Spurensuche, Funksprüche oder das rechtzeitige Avisieren des Diensthundeführers und seiner Cheyla – die Kids hatten alles im Griff.

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Heiden AR: Einbruch am frühen Abend – Fahndung erfolglos, Täter verschwunden

In Heiden ist am frühen Freitagabend, 14. November 2025, eine unbekannte Täterschaft in ein Wohnhaus eingebrochen. Der Täterschaft gelang es, die Liegenschaft unerkannt zu verlassen. Die sofort eingeleitete, polizeiliche Fahndung blieb ohne Erfolg.

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St.Gallen SG: Erlebnisse bei der Feuerwehr – Zukunftstag 2025 zeigt spannende Einsätze

Am 13.11.2025 durften wir beim Zukunftstag der Stadt St.Gallen wieder viele neugierige Kids begrüssen. Ein erlebnisreicher Vormittag mit spannenden Einblicken: Draussen wurden die Elemente Feuer & Wasser entdeckt und im Gebäude ging es von der Fahrzeughalle bis hin zu einem Ausblick in luftiger Höhe.

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Kägiswil OW: Autofahrer prallt gegen Mauer der Autobahnunterführung – mit Rettung ins Spital

Am Abend des 11.11.2025, 20:30 Uhr, kam es zu einem Selbstunfall eines Autolenkers auf der Kernserstrasse in Kägiswil. Der Lenker prallte mit seinem Auto frontal gegen die Mauer der Autobahnunterführung.

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Niederglatt SG: Schwerer Crash – Frau (26) eingeklemmt, Baby (3 Monate) verletzt

Am Freitag (14.11.2025), kurz vor 21:45 Uhr, ist es auf der Hauptstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen. Vier Personen wurden verletzt.

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Wetter am Samstag, 15.11.2025: Föhn bringt bis 20 Grad – am Abend Wolken, lokale Schauer

Die Schweiz befindet sich auf der Vorderseite eines Tiefs westlich von Portugal in einer südwestlichen Höhenströmung. In den Alpen herrscht eine kräftige Föhnströmung, die sich im Verlauf des Samstags abschwächt. Am Samstag und Sonntag strömt von Südwesten sukzessive feuchtere Luft in unser Land, wobei die Niederschlagsbereitschaft insbesondere im Westen und Süden zunimmt.

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Frick AG: Neue Polizistin und neuer Gemeindeverantwortlicher treten Dienst an

Die Polizei Oberes Fricktal freut sich bekannt geben zu können, dass zwei neue Mitarbeitende ab 1. November 2025 ihren Dienst bei der Polizei Oberes Fricktal aufgenommen haben: Pol Michael Dietschi und ZA Dijana Karaqi. Pol Michael Dietschi war zuvor als Polizist bei der Kantonspolizei Aargau im Polizeiposten Frick tätig.

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Aarau AG: Grossübung bei Swissgrid – Polizei trainiert Ernstfall bei kritischer Infrastruktur

Anhand eines Bedrohungsszenarios bei der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid übt die Kantonspolizei Aargau mit Unterstützung mehrerer Partnerorganisationen für den Ernstfall. Die ganztägige Übung findet am 27. November 2025 in Aarau statt, insbesondere im Bereich des Hauptsitzes von Swissgrid.

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Cadempino TI: Maschine überhitzt – 40 Personen evakuiert, vier Mitarbeiter verletzt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz nach 6 Uhr bei einer Firma zur Herstellung von Mikroteilen an der Via Ponteggia in Cadempino zu einem Brandausbruch kam. Nach ersten Erkenntnissen geriet aus noch zu klärenden Gründen eine Produktionsmaschine durch Überhitzung in Brand und verursachte dichte Rauchentwicklung.

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Erlenbach BE: Velofahrer stürzt auf Gleise – Rega bringt Schwerverletzten ins Spital

Am Donnerstagnachmittag ist in Erlenbach im Simmental ein schwer verletzter Mann mit einem Velo auf den Bahngeleisen aufgefunden worden.

Der Mann wurde von einem Helikopter der Rega ins Spital gebracht und befindet sich in kritischem Zustand. Der Unfall wird untersucht.

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Meilen ZH: Polizei fasst drei junge Männer nach brutalen Übergriffen an Halloween

Die Kantonspolizei Zürich verhaftete in der Woche nach Halloween drei weitere junge Männer, die dringend verdächtigt werden, in der Halloween-Nacht in Meilen unter anderem Raubstraftaten begangen zu haben. Etwa um 22.40 Uhr hatte eine Gruppierung von jungen Männern an der Rainstrasse in kurzem Zeitabstand andere Jugendgruppierungen angegriffen. Sie bedrohten sie, gingen sie tätlich an und verletzten sie teilweise.

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Balsthal SO: Frau auf Fussgängerstreifen angefahren und schwer verletzt – Zeugenaufruf

In Balsthal hat sich am Donnerstagabend, 13. November 2025, eine Kollision zwischen einem Lieferwagen und einer Fussgängerin ereignet. Dabei ist die Fussgängerin schwer verletzt worden. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen.

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Schweiz: So reagierst du richtig bei einem Geisterfahrer auf der Autobahn

Ein Geisterfahrer auf der Autobahn? Bleib ruhig und handle richtig: Ruf sofort die 117 an – der Polizeinotruf ist rund um die Uhr erreichbar. Lass dem Fahrzeug Platz und halte Abstand. Merke dir Standort, Fahrtrichtung und wenn möglich die Geschwindigkeit des Falschfahrers.

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Winterthur ZH: Einbrecherduo flüchtet aus Hotelzimmer – Fahnder stoppen Georgier

Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagmorgen (11.11.2025) in Winterthur zwei Männer verhaftet und mutmassliches Einbruchswerkzeug sowie Deliktsgut sichergestellt. Als Fahnder der Kantonspolizei Zürich am Dienstagmorgen eine Kontrolle in einem Hotelzimmer in Winterthur durchführen wollten, versuchten zwei Männer über ein Fenster zu flüchten. Die beiden Georgier im Alter von 33 und 35 Jahren konnten gestoppt und arretiert werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.