Schweiz

Wichtrach BE: Wohnhaus in Vollbrand – sieben Verletzte, eine Person schwer

Am Sonntagabend ist in Wichtrach in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ein Brand ausgebrochen. Am Sonntagabend ist in Wichtrach in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ein Brand ausgebrochen.

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Wetter am Montag, 17.11.2025: Schnee bis 500 m, nasskalt und windig

Die Schweiz befindet sich auf der Vorderseite eines Tiefs mit Zentrum nordwestlich von Portugal. Dieses führt mit einer mässigen südwestlichen Strömung am Sonntag schubweise feuchte und recht milde Luft zu den Alpen. Am Montag dreht die Höhenströmung auf Nordwest und mit einer Kaltfront wird feuchte und deutlich kühlere Luft zur Alpennordseite transportiert und am Alpennordhang gestaut. Auf der Alpensüdseite kommt Nordwind auf. Am Dienstag sorgt Zwischenhocheinfluss für eine vorübergehende Abtrocknung der Luftmasse, wobei in der Grundschicht Feuchtigkeit zurückbleibt.

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Stadt St.Gallen SG: Brand unter Sporthalle – Feuerwehr evakuiert Halle und löscht rasch

Am Samstagnachmittag, um 14.59 Uhr, ging bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale ein Brandmeldealarm der Parkgarage Kreuzbleiche ein. Am Samstagnachmittag, um 14.59 Uhr, ging bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale ein Brandmeldealarm der Parkgarage Kreuzbleiche ein.

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Ried-Mörel VS: Traktor-Unfall auf Flurstrasse – 62-Jähriger stirbt trotz Rettungseinsatz

Am Samstag, dem 15. November 2025, ereignete sich auf einem ländlichen Weg in Ried-Mörel ein Arbeitsunfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug. Am Samstag, dem 15. November 2025, ereignete sich auf einem ländlichen Weg in Ried-Mörel ein Arbeitsunfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug.

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Kapo Zürich: Nachwuchs entdeckt, wie Pässe per UV-Licht geprüft werden – Zukunftstag 2025

Am Zukunftstag durften Kinder der Kantonspolizei Zürich entdecken, wie Reisepässe überprüft werden. Am Zukunftstag (13.11.2025) durften Kinder der Kantonspolizei Zürich entdecken, wie Reisepässe überprüft werden.

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Schwägalp AR: 18-Jähriger prallt in Leitplanke – Auto Totalschaden, Insassen unverletzt

In der Nacht auf Sonntag, 16. November 2025, ist es auf der Schwägalp zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. In der Nacht auf Sonntag, 16. November 2025, ist es auf der Schwägalp zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen.

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Wallbach AG: Polizei stoppt mutmassliche Jung-Einbrecher (10/13) aus Italien & Rumänien

Dank der Meldung eines Augenzeugen nahm die Kantonspolizei in Wallbach mutmassliche Einbrecher fest - drei Jugendliche ohne Wohnsitz in der Schweiz. Dank der Meldung eines Augenzeugen nahm die Kantonspolizei in Wallbach mutmassliche Einbrecher fest - drei Jugendliche ohne Wohnsitz in der Schweiz.

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Kanton St.Gallen: Promillefahrten, Drogen und fehlende Ausweise – mehrfacher Polizeieinsatz

Kanton St.Gallen: Fahrunfähige und alkoholisierte Verkehrsteilnehmer. Zwischen Samstagnachmittag und Sonntagmorgen (16.11.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen diverse Verkehrsteilnehmer angehalten, die alkoholisiert oder fahrunfähig unterwegs waren.

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Frauenfeld TG: Betrunkener Autofahrer (Türke) mit 0.91 mg/l gestoppt – Ausweis weg

Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am frühen Sonntagmorgen in Frauenfeld einen alkoholisierten Autofahrer gestoppt. Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am frühen Sonntagmorgen in Frauenfeld einen alkoholisierten Autofahrer gestoppt.

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Stadt Luzern LU: Zwei Luzerner trainieren für Profi-Feuerwehr – Ausbildung voller Action

Joel und Gino stecken mitten in ihrer 18-monatigen Ausbildung an der Höheren Fachschule für Rettungsberufe (HFRB) in Zürich. Joel und Gino stecken mitten in ihrer 18-monatigen Ausbildung an der Höheren Fachschule für Rettungsberufe (HFRB) in Zürich.

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Stadt St.Gallen SG: Auto brennt in Parkgarage – 70 Personen evakuiert, eine Person verletzt

Am Samstagnachmittag (15.11.2025) ist in der Parkgarage Kreuzbleiche ein Auto in Brand geraten. Am Samstagnachmittag (15.11.2025) ist in der Parkgarage Kreuzbleiche ein Auto in Brand geraten.

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Teufen AR/St.Gallen SG: Innovative Velobrücke soll Engpass bei Liebegg künftig umgehen

Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen, die Stadt St.Gallen sowie die Gemeinde Teufen planen und realisieren gemeinsam die Velohauptverbindung Teufen – St.Gallen. Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen, die Stadt St.Gallen sowie die Gemeinde Teufen planen und realisieren gemeinsam die Velohauptverbindung Teufen – St.Gallen.

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Liestal BL: 70 Interessierte strömen zum letzten Info-Event der Polizei Basel-Landschaft

Am Vormittag des 15.11.2025 fand in der Gutsmatte in Liestal der letzte Informationsanlass zum Polizeiberuf in diesem Jahr statt. Am Vormittag fand in der Gutsmatte in Liestal der letzte Informationsanlass zum Polizeiberuf in diesem Jahr statt.

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Wetter am Sonntag, 16.11.2025: Nass, mild und föhnige Abschnitte in vielen Regionen

Die Schweiz befindet sich auf der Vorderseite eines Tiefs mit Zentrum nordwestlich von Portugal. Dieses führt mit einer mässigen südwestlichen Strömung am Sonntag schubweise feuchte und recht milde Luft zu den Alpen. Am Montag dreht die Höhenströmung auf Nordwest und mit einer Kaltfront wird feuchte und deutlich kühlere Luft zur Alpennordseite transportiert und am Alpennordhang gestaut. Auf der Alpensüdseite kommt Nordwind auf.

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Stadt Basel BS: Afghane (24) und Ivorer (17) rauben Mann aus – Opfer verletzt im Spital

Am Freitag, 14. November 2025, circa 23.40 Uhr, haben zwei Unbekannte einen Mann im Unteren Rheinweg beraubt und dabei verletzt. Während einer umgehend eingeleiteten Fahndung konnte die Kantonspolizei später die beiden Tatverdächtigen anhalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft sowie der Jugendanwaltschaft Basel-Stadt festnehmen.

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Andelfingen ZH: Heftiger Crash – 6 Verletzte, Kind und Baby per Helikopter ins Spital

Bei einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen sind am Samstagnachmittag (15.11.2025) in Andelfingen mehrere Erwachsene und Kinder verletzt worden. Gegen 13.20 Uhr ist ein 52-jähriger Mann auf der Weinlandstrasse in Richtung Schaffhausen gefahren.

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Zürich ZH: Unbewilligte Demo im Kreis 4 bleibt friedlich – teils vermummt, Pyro gezündet

Am Samstagnachmittag, 15. November 2025, kam es im Kreis 4 zu einer unbewilligten Demonstration mit mehreren hundert Personen. Diese verlief friedlich und ohne Zwischenfälle. Es kam zu Verkehrseinschränkungen. Die Stadtpolizei Zürich wurde beim Einsatz von der Kantonspolizei Zürich unterstützt.

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Birmensdorf ZH: Feierliche Entlassung von 2000 Armeeangehörigen im Reppischtal

Bis Freitag (14.11.2025) fand auf dem Waffenplatz Reppischtal die feierliche Entlassung aus der Armee und Militärdienstpflicht statt. Zu Beginn der Entlassungswoche wurden 345 Armeeangehörige der Bezirke Winterthur und Zürich entlassen. Neben der Materialabgabe stand eine feierliche Zeremonie mit Sicherheitsdirektor Mario Fehr im Zentrum.

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Les Pommerats JU: Frontalkollision in Kurve – zwei Personen verletzt und hospitalisiert

Am Freitagabend gegen 23:00 Uhr fuhr ein Autofahrer auf der Hauptstrasse von Les Pommerats in Richtung Saignelégier. Als er eine Linkskurve nahe des Ortsteils „Les Vieux Prés du Culat“ verliess, geriet er nach links und kollidierte seitlich mit zwei Autos, die in Richtung Goumois bergab fuhren.

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Liestal BL: Berufserkundungstag bei der Polizei – 50 junge Leute schnuppern Einsatzluft

Rund 50 hochmotivierte junge Frauen und Männer lassen sich heute bei der Polizei Basel-Landschaft über den Polizeiberuf informieren. Sie werfen einen Blick hinter die Kulissen, sichern Spuren bei der Forensik, besuchen die Einsatzleitzentrale, nehmen an einem Diensthundetraining teil und schauen, wie ein Patrouillenfahrzeug von innen aussieht.

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Liestal BL: Polizei warnt vor Fake-Inseraten – TWINT-Betrüger locken mit Tiefpreisen

Auf Ricardo, Tutti, Anibis oder Facebook Marketplace tauchen immer wieder Fake-Inserate auf. Die Täter locken mit extrem tiefen Preisen und schneller Abwicklung. Nach der Vorauszahlung per TWINT oder Überweisung erhält man jedoch keine Ware.

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Basel BS: Brandstiftung in Rückgabedepot – Flammen erfassen Autos und Büro

Am Samstag, 15. November 2025, kurz nach 03.30 Uhr, haben die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt und die Milizfeuerwehr Basel-Stadt zu einem Brand bei einer Liegenschaft am Giessliweg ausrücken müssen. Sie brachten das Feuer rasch unter Kontrolle und konnten es löschen. Es gab keine Verletzten. Die Kantonspolizei Basel-Stadt sperrte den Einsatzort ab.

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Flüh SO: Einbruch in Einfamilienhaus – Chilene (25) nach Fahndung festgenommen

Nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus in Flüh ist es der Polizei dank guter kantons- und grenzüberschreitender Zusammenarbeit gelungen, einen mutmasslichen Einbrecher anzuhalten. Am Donnerstag, 13. November 2025, kurz vor 19 Uhr, wurde der Kantonspolizei Solothurn gemeldet, dass in Flüh in ein Einfamilienhaus eingebrochen werde.

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Roggwil TG: Notfall im Postauto – Lenker (60) steuert Bus in Leitplanke, Passagier verletzt

Nach einem Selbstunfall auf dem Autobahnzubringer in Roggwil musste am Freitag ein Buschauffeur ins Spital gebracht werden. Der 60-jährige Fahrer eines Postautos wollte um 14.15 Uhr über die Einfahrt Arbon Süd auf den Autobahnzubringer A23 in Richtung St. Gallen fahren.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.