Schweiz

Fahrweid ZH: Umfahrung kommt – Start der Bauarbeiten im Frühjahr 2026

Um das Quartier Fahrweid vom Durchgangsverkehr zu entlasten, realisiert das kantonale Tiefbauamt eine Umfahrung. Das Projekt war jedoch durch zwei Beschwerden gegen die Festsetzung blockiert. Inzwischen konnte aber mit den Beschwerdeführenden eine Einigung erzielt werden, so dass mit den Bauarbeiten Frühjahr 2026 begonnen werden kann. Es ist vorgesehen, die Umfahrung Ende 2028 dem Verkehr zu übergeben.

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Bassecourt JU: Kollision bei Autobahnausfahrt – Wagen landet auf dem Dach

Am Samstag, dem 11. Oktober 2025, ereignete sich gegen 13:00 Uhr an der A16-Ausfahrt in Bassecourt ein Verkehrsunfall. Aus noch zu klärenden Gründen kollidierte ein von der Autobahn abfahrendes Fahrzeug mit einem in Richtung Bassecourt fahrenden PW.

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Schweiz: Hundetransport im Auto – Vorschriften, Pflichten und sichere Lösungen

Der Herbst lädt ein zu Spaziergängen in der Natur – und viele Hundebesitzerinnen und -besitzer fahren mit ihrem Vierbeiner gezielt an Orte, wo sich Laub, Wald und Wiesen besonders stimmungsvoll zeigen. Doch schon die Fahrt dorthin birgt Risiken, wenn der Hund nicht korrekt im Auto gesichert ist. Vielen ist nicht bewusst: In der Schweiz gelten konkrete rechtliche Vorgaben für den Tiertransport im Privatfahrzeug. Wer sie missachtet, gefährdet nicht nur das Tier, sondern auch sich selbst und andere Verkehrsteilnehmende – und riskiert im Ernstfall rechtliche Konsequenzen.

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Herzogenbuchsee BE: Töfffahrer prallt in Auto – schwer verletzt per Helikopter ins Spital

Am Samstagmittag ist es in Herzogenbuchsee zu einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der Motorradfahrer verletzte sich dabei schwer und wurde mit einem Helikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital gebracht. Am Samstag, 11. Oktober 2025, kurz nach 12.05 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Bern die Meldung über einen Verkehrsunfall auf der Zürichstrasse in Herzogenbuchsee.

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Genf GE: Waadtländer Kantonspolizei präsentiert sich am Polizeitag in Palexpo

Die Kantonspolizei Waadt nimmt heute am Polizeitag der Kantonspolizei Genf in Palexpo teil. Interessierte Besucherinnen und Besucher können die Beamtinnen und Beamten noch bis 17:00 Uhr am Stand der Police cantonale vaudoise treffen und mehr über die Arbeit, Ausrüstung und Ausbildung der Polizei im Kanton Waadt erfahren.

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La Chaux-de-Fonds NE: Brand in Wohnhaus – Feuerwehr rettet drei Personen, zwei verletzt

Am frühen Samstagmorgen ist in einem Wohnhaus an der Avenue des Eplatures 66 in La Chaux-de-Fonds ein grösserer Brand ausgebrochen. Zwei der fünf evakuierten Bewohner mussten wegen Verbrennungen ins Spital gebracht werden, konnten dieses jedoch rasch wieder verlassen. Die Gemeindebehörden kümmerten sich um die Unterbringung der Betroffenen.

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Gorgier NE: Töfffahrerin (49) prallt in Kurve gegen Randstein und stürzt schwer

Am Samstag, 11. Oktober 2025, gegen 2.45 Uhr, fuhr eine 49-jährige Töfffahrerin aus dem Kanton Freiburg auf der Kantonsstrasse von Chez-le-Bart in Richtung Gorgier. In einer Linkskurve kam sie mit ihrem Motorrad rechts an den Randstein, verlor die Kontrolle und stürzte.

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Ilanz/Glion GR: Tankanhänger kippt auf Seite – Bergung mit Kranwagen dauert Stunden

Am späteren Freitagnachmittag ist bei einem Kreisel in Ilanz/Glion ein Tankanhänger gekippt. Verletzt wurde niemand. Ein 44-jähriger Lastwagenlenker fuhr gegen 15.45 Uhr mit einem Anhängerzug die Via da Lumnezia aufwärts, um in die Via Santeri zu gelangen.

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Schweizer Armee: Arbeitgeberpräsident und Armeechef fordern Verständnis für Militärdienst

Der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, und Severin Moser, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, haben sich in einem offenen Brief an die Schweizer Wirtschaft gewandt. Sie fordern die Unternehmen auf, den Militärdienst ihrer Mitarbeitenden stärker zu unterstützen und mehr Verständnis für die Dienstpflicht zu zeigen.

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Chur GR: Polizeieinheit trainiert Kameradenhilfe unter realistischen Bedingungen

Im Rahmen eines Spezialtrainings übt die Kantonspolizei Graubünden die Kameradenhilfe unter realistischen Bedingungen. Das Training dient der Sicherheit im Einsatz: Polizistinnen und Polizisten lernen, verletzte Kolleginnen und Kollegen unter Belastung korrekt zu sichern, medizinisch zu versorgen und gleichzeitig die Lage zu stabilisieren.

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Kanton St.Gallen: Mehrere alkoholisierte Lenker – 32-Jähriger flüchtet vor Polizei

Zwischen Freitagnachmittag und Samstagmorgen (11.10.2025) verzeichnete die Kantonspolizei St.Gallen mehrere Einsätze mit Alkohol und Fahrunfähigkeit im Strassenverkehr. In einem Fall flüchtete ein Automobilist, in einem anderen Fall kam es zu einem Selbstunfall.

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St.Gallen SG: Jugendstreit eskaliert – 13-jähriger Kosovare verletzt Syrer (15) mit Messer

Am Freitagabend (10.10.2025), kurz vor 21:30 Uhr, ist es vor dem McDonald’s am Bahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen gekommen. Ein 15-jähriger Syrer wurde dabei mit einem Messer am Oberarm verletzt. Der mutmassliche Täter, ein 13-jähriger Kosovare, konnte festgenommen werden.

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Bellinzona TI: Polizei kündigt neue Geschwindigkeitskontrollen im Kanton an

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien des Kantons Tessin führen im Rahmen der Verkehrssicherheitsprävention erneut Geschwindigkeitskontrollen durch. Überhöhte Geschwindigkeit zählt weiterhin zu den Hauptursachen für Verkehrsunfälle, oft mit schweren oder gar tödlichen Folgen. Die Polizei ruft daher alle Fahrzeuglenkenden auf, die Tempolimiten strikt einzuhalten – zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmender.

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Ammerswil AG: Betrunkener Autofahrer schläft ein und kracht in Scheunentor

Fast eine Stunde später, kurz vor 5 Uhr morgens, fuhr ein 24-jähriger Automobilist auf der Lenzburgerstrasse in Ammerswil. In einer leichten Rechtskurve geriet er auf die Gegenfahrbahn, überquerte diese und kollidierte schlussendlich mit einem Scheunentor.

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Birmenstorf AG: 21-Jähriger schläft am Steuer ein und prallt frontal gegen Baum

Am Samstagmorgen, dem 11. Oktober 2025, kurz nach 4 Uhr, fuhr ein 21-jähriger Automobilist auf der Fislisbacherstrasse von Schwaderloch kommend in Richtung Rütihof. In einer Linkskurve geriet er mit seinem Fahrzeug neben die Fahrbahn, touchierte einen Kandelaber und kollidierte frontal mit einem Baum.

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Gerlafingen SO: Zwei Frauen auf Fussgängerstreifen von Auto erfasst

In der Nähe des Bahnhofs in Gerlafingen kam es am Freitagabend, 10. Oktober 2025, um ca. 19.30 Uhr, zu einer Kollision zwischen einem Auto und zwei Fussgängerinnen. Zur Klärung des Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen, welche sachdienliche Hinweise zum Vorfall machen können.

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Neuenhof AG: Raser mit 139 km/h betrunken unterwegs – Ausweis weg

Die Kantonspolizei führte in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Geschwindigkeitskontrolle im Ausserortsbereich in Neuenhof durch. Ein PW-Lenker war mit 139 km/h unterwegs. Zudem stand der Lenker unter Alkoholeinfluss. Ihm wurde der ausländische Führerausweis abgenommen.

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Obwalden: Polizei reagiert humorvoll auf KI-Idee – Musik statt Radar im Tunnel Sachseln

Wir haben den Beitrag vom @aktuellobwalden gestern gelesen und waren überrascht, wie kreativ doch die Idee der Redaktion und KI war. So abwegig wäre das aber gar nicht, da in unseren Kreisen doch der eine oder der andere jodelt.

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24-jährige Mutter von drei kleinen Kindern tot in Wohnung gefunden – Ehemann stellt sich

Dorsten (Deutschland). In Dorsten-Barkenberg wurde am Freitagmittag (10.10.2025) eine 24-jährige Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Polizei hatte zuvor mit Hochdruck nach dem 26-jährigen Ehemann gefahndet. Am Nachmittag stellte sich der Mann. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

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St.Gallen SG: Autofahrerin gerät wegen Nebel auf Gegenfahrbahn – Frontalcrash

Am Freitag (10.10.2025) ist eine Automobilistin auf der Speicherstrasse aufgrund des dichten Nebels auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Eine Fahrerin wurde dabei verletzt. Wegen des Unfalls war der Bahnverkehr für rund zwei Stunden unterbrochen. Beide Autos erlitten Totalschaden.

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Luzern LU: Polizei warnt vor Telefonbetrügern – drei Personen um viel Geld gebracht

Immer wieder ist es in den letzten Tagen zu Betrugsversuchen per Telefon gekommen. Bei der Luzerner Polizei gingen diesbezüglich mehrere Dutzend Meldungen ein. In den allermeisten Fällen blieb es beim Versuch. In drei Fällen waren die Betrüger erfolgreich.

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Zürich ZH: Rentnerin von Tram überrollt – beim Überqueren der Gleise tödlich verletzt

Am Freitagnachmittag, 10. Oktober 2025, kollidierte im Kreis 12 ein Tram mit einer Fussgängerin. Diese wurde dadurch schwer verletzt und musste in kritischem Zustand in ein Spital gebracht werden, wo sie kurze Zeit später verstarb.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.