Schweiz

Muttenz BL: Citroën prallt nach Crash mit Lastwagen in Leitplanke – Lenkerin verletzt

Am Donnerstagnachmittag, 11. September 2025, kurz vor 14.00 Uhr, kollidierte auf der Autobahn A2 bei Muttenz BL, ein Personenwagen mit einem Lastwagen. Die Personenwagenlenkerin wurde dabei leicht verletzt.

Weiterlesen

Kanton Bern: Falsche Polizisten erbeuten 21’700 Franken – Kurier festgenommen

Kanton Bern: Vermehrt Telefonanrufe von falschen Polizisten – ein mutmasslicher Kurier angehalten Seit Anfang September verzeichnet die Kantonspolizei Bern erneut eine Zunahme betrügerischer Telefonanrufe durch falsche Polizisten. In einem Fall erbeutete die Täterschaft 21’700 Franken. Ein mutmasslicher Kurier konnte angehalten werden. Die Polizei ruft zur Vorsicht auf und gibt Verhaltenstipps.

Weiterlesen

Glarus GL: Parkiertes Auto massiv beschädigt – Polizei sucht Zeugen

Am Mittwoch, 10. September 2025, zwischen 08.00 Uhr und 17.30 Uhr ereignete sich an der Ägidius-Tschudi-Strasse 12 in Glarus ein Verkehrsunfall. Eine unbekannte Täterschaft kollidierte mit einem parkierten Auto und beschädigte dieses erheblich.

Weiterlesen

Dielsdorf ZH: Motorradfahrer (18) kollidiert mit Lieferwagen – lebensgefährlich verletzt

Bei einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lieferwagen hat sich der Zweiradlenker am späten Mittwochabend (10.9.2025) in Dielsdorf schwere Verletzungen zugezogen. Gegen 22.30 Uhr ist ein 18-jähriger Motorrad-Lernfahrer mit seinem Motorrad auf der Wehntalerstrasse von Regensdorf Richtung Dielsdorf gefahren.

Weiterlesen

Altdorf UR: FlaMa-Markierungen nur bei trockenem Wetter – Nachtarbeiten geplant

Die neuen Markierungen im Rahmen der flankierenden Massnahmen (FlaMa) können nur bei trockenem Wetter aufgebracht werden. "In den letzten Tagen mussten wir die Arbeiten immer wieder verschieben – das hat leider zu Verzögerungen geführt", sagt Kantonsingenieur Marcel Achermann von der Baudirektion Uri. Um die Arbeiten dennoch möglichst zeitnah umzusetzen, hat die Baudirektion entschieden, auch in der Nacht von Freitag auf Samstag zu arbeiten.

Weiterlesen

Schweizer Armee: Soldaten der Panzerschule 21 teilen ihre Erfahrungen in Thun

An einem sonnigen Tag in der Kaserne Thun haben Milizsoldaten der Panzerschule 21 ihre Erfahrungen geteilt. Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere berichteten vor der Kamera über ihre einzigartigen Eindrücke und gaben so einen schnellen Einblick in die Welt der Armee und der Panzerschule 21.

Weiterlesen

Kanton Basel-Landschaft: Polizei mahnt zum Schulstart zu Vorsicht im Strassenverkehr

Ein grosser Tag für unsere kleinen Heldinnen und Helden Am Montag heisst es für tausende Kinder in der ganzen Schweiz: Schulstart! Einige kennen ihren Schulweg schon – für viele andere ist es das erste Mal. Darum unsere Bitte an euch:

Weiterlesen

Oberbuchsiten SO: Crash auf der A1 Richtung Zürich – Verletzte und lange Staus

Auf der Autobahn A1 bei Oberbuchsiten ist es am Mittwoch, 10. September 2025, zu einer Auffahrkollision mit zwei beteiligten Fahrzeugen gekommen. Dabei wurde eine Person leicht bis mittelschwer verletzt und musste in ein Spital gebracht werden.

Weiterlesen

Baar ZG: Nachtarbeiten auf der Blickensdorferstrasse vom 11. bis 13.09.2025

An der Blickensdorferstrasse im Abschnitt Lorzenbrücke bis Alte Kappelerstrasse in Baar sind wegen Belagsschäden dringende Reparaturarbeiten notwendig. Die Belagsarbeiten beginnen am Donnerstagabend, 11. September 2025 und dauern voraussichtlich bis Samstagmorgen, 13. September 2025. Um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, erfolgen die Arbeiten nachts.

Weiterlesen

Apples VD: 84-Jährige stirbt nach schwerem Verkehrsunfall auf Parkplatz im Spital

Die 84-jährige Schweizerin, die Opfer eines schweren Verkehrsunfalls mit einem Personenwagen wurde, ist im CHUV an ihren Verletzungen verstorben. Zur Erinnerung: Am Sonntag, 7. September 2025, gegen 20.00 Uhr, wurde die Centrale Vaudoise Police (CVP) über einen Unfall auf dem Aussenparkplatz der Fondation Commandant Baud in Apples informiert.

Weiterlesen

Göschenen UR: Motorradfahrer stürzt im Urnerloch-Tunnel und verletzt sich

Gestern Mittwoch, 10. September 2025, gegen 09.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Motorrads mit Urner Kontrollschild von Andermatt herkommend in Richtung Göschenen. Im sogenannten "Urnerloch" kam er aus derzeit noch nicht abschliessend geklärten Gründen zu Fall und kollidierte mit dem rechtsseitigen Tunnelbankett sowie der Tunnelwand.

Weiterlesen

Villeneuve VD: Zwei Männer verletzt – einer durch Schusswaffe, Täter flüchtig

Am Dienstag, 9. September 2025, wurden in Villeneuve zwei junge Männer verletzt, einer davon durch eine Schusswaffe, bei einer Auseinandersetzung mit weiteren Personen. Die Opfer wurden notfallmässig ins Spital gebracht, ihr Leben ist nicht in Gefahr. Die Täter sind flüchtig. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet.

Weiterlesen

Döttingen AG: Regionalpolizei leistet Erste Hilfe vor Rettungsdienst

Wenn unsere Patrouille schneller am Einsatzort ist als der Rettungsdienst, werden wir durch die Kantonale Notrufzentrale regelmässig für den Erstangriff zu medizinischen Notfällen aufgeboten, so wie gestern in Döttingen. Mit unseren Kenntnissen und der mitgeführten Notfallausrüstung können wir so einen wichtigen Beitrag zur schnellst- und bestmöglichen Behandlung der Patienten leisten.

Weiterlesen

Zug ZG: Action Day mit Polizei, Feuerwehr, Rettung und ZVB am 20. September

Der Countdown läuft… Am Samstag, den 20. September 2025, könnt ihr die Zuger Polizei, die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug, den Rettungsdienst Zug, die Zugerland Verkehrsbetriebe und die Zivilschutzorganisation des Kantons Zug hautnah erleben. Von 10:00 bis 16:00 Uhr verwandelt sich das Stierenmarktareal in Zug in einen Ort voller Action, Informationen und Spass für die ganze Familie.

Weiterlesen

St.Gallen SG: 80 Einsatzkräfte trainieren Ernstfall im Bundesverwaltungsgericht

Grossübung in St.Gallen: Am Mittwoch, 10. September 2025, übten rund 80 Einsatzkräfte im Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen ein Bedrohungsszenario. Von Sprengstoff über bewaffnete Täter bis hin zu einem Brand und der Evakuierung des gesamten Gebäudes – die Übung zeigte, wie wichtig eingespielte Zusammenarbeit und klare Abläufe im Ernstfall sind.

Weiterlesen

Schwyz SZ: Polizei startet Kampagne "Genug Betrug!" mit Infoanlässen

Kanton Schwyz: Genug Betrug! – Die Polizei baut ihre Präventionsmassnahmen aus Im vergangenen Jahr sind die gemeldeten Betrugsereignisse im Kanton Schwyz deutlich angestiegen. Im Jahr 2024 wurden 575 Delikte zur Anzeige gebracht. Gleichzeitig wird auch eine grosse Dunkelziffer angenommen. Aus Scham erstatten Betroffene oftmals keine Anzeige bei der Polizei. Die Kantonspolizei Schwyz verstärkt daher ihre Präventionsarbeit im Bereich der Betrugs-Delikte und lanciert die Kampagne «Genug Betrug!».

Weiterlesen

Ascona TI: Sieben Festnahmen nach Luxus-Diebstahl und Versicherungsbetrug

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass im Rahmen einer Untersuchung zu einem Diebstahl von Luxusartikeln im Locarnese in den letzten Monaten sechs Personen verhaftet und eine weitere Person festgenommen wurden. Die Ermittlungen, an denen mehrere Polizeikorps aus der Schweiz beteiligt waren, nahmen ihren Anfang nach einem Einbruchsdiebstahl in einem Geschäft in Ascona. Dort waren am 18. April zahlreiche hochwertige Taschen im Wert von mehreren Hunderttausend Franken entwendet worden.

Weiterlesen

Wetter am Donnerstag, 11.09.2025: Freundlich und mild – Schauer in den Alpen möglich

Die Schweiz liegt auf der Vorderseite einer Tiefdruckzone mit Zentrum nordwestlich der Britischen Inseln. Mit einer südwestlichen Höhenströmung wird zunächst noch feuchtlabile Mittelmeerluft zu den Alpen geführt. Am Donnerstag dreht die Höhenströmung auf West, ein schwacher Zwischenhocheinfluss sorgt für eine gewisse Stabilisierung und Abtrocknung der Luftmasse. In der Nacht auf Freitag erreicht aus Westen eine schwache Störung die Alpennordseite.

Weiterlesen

Sool GL: Auto stürzt 40 Meter in die Tiefe – zwei Frauen (52, 72) schwer verletzt

Am Mittwoch, 10. September 2025, ca. 11.00 Uhr, ereignete sich auf der Sernftalstrasse, in der Galerie, ein Selbstunfall. Eine 52-jährige Lenkerin fuhr mit ihrem Personenwagen von Schwanden in Fahrtrichtung Engi.

Weiterlesen

Schweiz: Swisscom-Phishing – Betrüger wollen Kreditkarten-Daten ergaunern

Cyberkriminelle versenden E-Mail-Nachrichten, die angeblich von Swisscom stammen, und geben vor, dass eine Aktualisierung der Zahlungsinformationen erforderlich sei. Ziel der Betrüger ist es, Zugang zu den Kreditkartendaten potenzieller Opfer zu erhalten.

Weiterlesen

Schaffhausen SH: Vortritt missachtet – Kollision auf Mühlentalstrasse mit Feuerwehreinsatz

Am Mittwochnachmittag (10.09.2025) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Personen wurden dabei keine verletzt. Aufgrund auslaufender Fahrzeugflüssigkeit musste die Feuerwehr der Stadt Schaffhausen ausrücken.

Weiterlesen

Kanton Bern: Neuer Vertrag stärkt Bergrettung – 320'000 Franken pro Jahr bis 2030

Am Mittwoch haben die Kantonspolizei Bern und die Alpine Rettung Schweiz (ARS) einen neuen, fünfjährigen Leistungsvertrag unterzeichnet. Damit wird die seit rund 25 Jahren bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Bergrettung im Kanton Bern nachhaltig gestärkt.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.