Schweiz

Solothurn SO: Polizei begeistert bei HESO 2025 – Publikumsliebling war Diensthund "Nuni"

Zwar ist die Heso 2025 schon wieder Geschichte, aber sie schrieb auch schöne Geschichten. Wir danken euch allen für die Begegnungen auf Augenhöhe, die guten Gespräche, euer Interesse am Polizeiberuf und natürlich eure Begeisterung für unseren Polizeihund Nounours aka "Nuni".

Weiterlesen

Genf GE: Grossübung CEVA25 im Léman-Express-Tunnel – Zugverkehr unterbrochen

Die Sicherheitsübung CEVA25 findet vom Dienstag, 14. Oktober ab 18 Uhr bis Mittwoch, 15. Oktober 2025 ca. 3 Uhr auf der Bahnlinie zwischen Genève-Champel und der französischen Grenze statt. Ziel ist es, die Rettungsprozesse innerhalb und ausserhalb der Tunnel zu testen.

Weiterlesen

Neuenburg NE: Drei Unfälle am Fest – Trottinettfahrer schwer verletzt

Der körperliche Zustand der Fahrzeuglenkenden war die Ursache von zwei Unfällen rund um das Weinfest in Neuenburg – glücklicherweise ohne Verletzte. Bei einem dritten Unfall wurde jedoch ein Trottinettfahrer schwer verletzt.

Weiterlesen

Speicherschwendi & Walzenhausen AR: Unfälle durch fahrunfähige Lenker – Ausweise weg

In Speicherschwendi und in Walzenhausen haben sich am Dienstag, 30. September 2025, je ein Verkehrsunfall ereignet. Wegen Fahrunfähigkeit wurden in beiden Fällen den Fahrzeugführenden die Führerausweise abgenommen. Personen wurden keine verletzt.

Weiterlesen

Schweiz: TCS warnt vor gefährlichen Kindersitzen – akute Verletzungsgefahr

Im Rahmen des Kindersitztests des Touring Club Schweiz sind die Modelle Chipolino Olympus i-Size und Reecle 360 durchgefallen. Obwohl diese Modelle zwar die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und somit in Europa verkauft werden dürfen, haben die vom TCS durchgeführten Crashtests jedoch eine grosse Gefahr aufgezeigt. TCS-Tests sind anspruchsvoller als die Zulassungsnormen. Bei den Tests wurde festgestellt, dass sich die Sitzschalen von der Basisstation lösen können, wenn Kinder rückwärtsgerichtet angeschnallt sind. In einem solchen Fall werden Sitz und Kind durch den Fahrzeuginnenraum geschleudert, was ein hohes Verletzungsrisiko für das Kind mit sich bringt.

Weiterlesen

Crissier VD: Zwei Raser mit 137 und 123 km/h geblitzt – einer ohne Führerausweis

Am Freitag, 26. September 2025, wurden in Crissier zwei Fahrzeuge mit massiver Geschwindigkeitsüberschreitung kontrolliert. Einer wurde am Boulevard de l’Arc-en-Ciel, der andere an der Rue du Timonet gemessen. Die Geschwindigkeiten betrugen 137 km/h respektive 123 km/h. Einer der Lenker wurde dem Strafgericht angezeigt.

Weiterlesen

Basel BS: Polizei lädt zum Insta-Live-Chat am Dienstag ein

Nächste Woche ist es wieder soweit: Unser Live-Chat auf Instagram steht an! An jedem ersten Dienstag im Monat nehmen wir uns Zeit für eure Fragen – direkt, offen und live. Ob zum Polizeialltag, zur Ausbildung oder zu unseren verschiedenen Aufgaben: fragt uns, was euch interessiert.

Weiterlesen

Basel BS: Polizei stoppt 8 Fans mit Pyros vor Europa-League-Spiel

In der vergangenen Nacht kontrollierte die Kantonspolizei Basel-Stadt acht Personen, die bereits für das Europa-League-Fussballspiel am Donnerstag angereist waren. In deren Gepäck wurden verbotene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Es handelt sich dabei um einen Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz, der zur Anzeige gebracht wird.

Weiterlesen

Wetter am Mittwoch, 01.10.2025: Lokale Schauer im Osten, sonst sonnig mit Bise

Die Schweiz liegt zu Beginn der Woche zwischen einem Hoch über dem Atlantik und einer Tiefdruckzone über Südosteuropa. Die mässige Höhenströmung dreht von Nord allmählich auf Nordwest und führt am Dienstag etwas feuchtere und instabil geschichtete Luft zu den zentralen und östlichen Landesteilen. Auf Mittwoch gelangt unser Land an den südwestlichen Rand eines Hochs mit Kern bei Finnland in eine Bisenströmung.

Weiterlesen

Muttenz BL: Opel-Lenker (28) fliegt nach Crash auf A2 durch die Luft – betrunken

In der Nacht von Montag auf Dienstag, 29./30. September 2025, kurz vor 02.00 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Autobahn A2, in Fahrtrichtung Basel, einen Selbstunfall. Verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug wurde beim Unfall stark beschädigt.

Weiterlesen

Liestal BL: Deutscher Raser (18) mit 152 km/h statt 60 gestoppt – Führerausweis weg

Am Montag, 29. September 2025, kurz nach 20.00 Uhr, registrierte die Polizei Basel-Landschaft auf der Oristalstrasse in Liestal BL, Fahrtrichtung Büren, einen Motorradlenker, welcher mit massiv übersetzter Geschwindigkeit unterwegs war. Der Motorradlenker, ein 18-jähriger Deutscher, wurde im Rahmen einer mobilen Geschwindigkeitskontrolle mit einer Geschwindigkeit von 152 km/h gemessen.

Weiterlesen

Ostschweiz: Totalsperren und Ersatzbusse bei SOB und SBB im Herbst 2025

Wegen Bau- und Unterhaltsarbeiten auf mehreren Streckenabschnitten der SOB und SBB kommt es im Herbst 2025 in den Regionen St. Gallen–Degersheim und Rapperswil–Uznach zu temporären Streckensperrungen. Die Züge fallen aus. Es verkehren Ersatzbusse. Reisenden wird empfohlen, vor Antritt der Fahrt den Online-Fahrplan zu prüfen.

Weiterlesen

Liestal BL: 16 Polizeiaspiranten meistern harte Abschlussübung "Finale"

Teamgeist, Ausdauer und Nerven aus Stahl – das ist die Übung Finale! 16 frisch ausgebildete Polizistinnen und Polizisten haben vergangene Woche die Durchhalteübung "Finale" erfolgreich absolviert – der krönende Abschluss ihres ersten Ausbildungsjahres.

Weiterlesen

Sisikon UR: Startschuss für neue Axenstrasse – erste Sprengung des Erschliessungsstollens

Am Freitag, 26. September 2025, erfolgte in Sisikon ein wichtiger Meilenstein für die neue Axenstrasse: Mit der Segnung der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Mineure, und der ersten Sprengung wurde der Vortrieb des Erschliessungsstollens Dorni offiziell gestartet.

Weiterlesen

Neuheim ZG: Edlibachstrasse bis Ende November gesperrt – neuer Radstreifen entsteht

Die Edlibachstrasse in Neuheim wurde in den vergangenen sechs Monaten im Siedlungsgebiet sowie auf Höhe Hinterburgmühle umfassend saniert. Für die Bauarbeiten im Abschnitt Hinterburgstrasse–Im Blatt F muss die Strasse voraussichtlich bis Ende November gesperrt werden. Der Verkehr wird über die Hinterburgstrasse umgeleitet.

Weiterlesen

Sursee LU: Unfall auf A2 mit Arbeitsmaschine – Polizei stoppt auch drei alkoholisierte Lenker

Am Montagabend (29. September 2025, 20:00 Uhr) ereignete sich auf der Autobahn A2 bei Sursee ein Verkehrsunfall: Eine 28-jährige Autofahrerin prallte ins Heck einer Arbeitsmaschine, welche auf der Autobahn Unterhaltsarbeiten durchführte. Die Lenkerin wurde leicht verletzt.

Weiterlesen

Zürich ZH: Wasserrohrbruch legt Gubristtunnel lahm – Röhre wieder geöffnet

Aufgrund eines Wasserrohrbruchs musste die erste Röhre des Gubristtunnels (Fahrtrichtung St. Gallen) heute Vormittag für den Verkehr gesperrt werden. Anschliessend wurden sofortige Massnahmen eingeleitet, um die entstandenen Schäden am Strassenbelag zu reparieren und den Tunnel so schnell wie möglich wieder freigeben zu können.

Weiterlesen

Zürich ZH: 17-jährige Motorradlenkerin und Fussgängerin (22) bei Unfall verletzt

Am Dienstagmorgen, 30. September 2025, kam es auf der Triemlistrasse zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einer Fussgängerin. Die beiden am Unfall beteiligten Personen wurden dabei verletzt und mussten hospitalisiert werden.

Weiterlesen

Winterthur ZH: 16-Jähriger in Seen überfallen – Täter schlagen zu, rauben Bargeld und Natel

Ein 16-Jähriger meldete gestern um 21.30 Uhr, dass er von zwei jungen Erwachsenen überfallen worden sei. Die beiden Männer waren schwarz gekleidet und etwa 170 cm gross. Ein Täter hatte lange Haare, der andere einen Kurzhaarschnitt.

Weiterlesen

Degersheim SG: 17-jährige Töfffahrerin bei Selbstunfall verletzt ins Spital gebracht

Am Montag (29.09.2025), kurz nach 21:30 Uhr, ist es auf der Herisauerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen. Eine 17-jährige Frau wurde unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital.

Weiterlesen

Wil SG: Fahrunfähiger E-Scooter-Fahrer (39) kollidiert mit Auto und stürzt

Am Montag (29.09.2025), kurz vor 16:15 Uhr, ist es auf der St.Gallerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem E-Scooter und einem Auto gekommen. Ein 39-jähriger Mann wurde als fahrunfähig eingestuft. Es entstand Sachschaden.

Weiterlesen

Winterthur ZH: 9 mobile Foodstände erhalten Zuschlag – zwei neue Anbieter dabei

Die Stadtpolizei Winterthur hat die Ausschreibung für die mobilen Foodstände abgeschlossen. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden neue Standplätze definiert und ein Vergabekonzept anhand von Kriterien eingeführt. Interessierte mussten neu eine Bewerbung einreichen. Von 18 Gesuchen wurden 9 bewilligt. Zwei neue Anbietende ergänzen künftig das Angebot.

Weiterlesen

Polizei.news trauert: Polizeitaucher (44†) stirbt bei Einsatz in der Limmat

Die Nachricht vom Tod des 44-jährigen Polizeitauchers der Kantonspolizei Zürich bei einem Sucheinsatz in der Limmat berührt uns zutiefst. Sein Engagement für die Sicherheit anderer verdient höchsten Respekt.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.