Schweiz

Niederwangen BE: Gestohlener Lieferwagen – zwei Jugendliche nach Flucht gestoppt

Am Mittwochmorgen hat sich ein Lenker eines Lieferwagens einer Polizeikontrolle im Kanton Freiburg entzogen und ist über die Autobahn A1 in Richtung Bern geflohen. Der Lieferwagen verunfallte im Zuge der Fluchtfahrt in Niederwangen. Zwei Jugendliche konnten angehalten werden.

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Corseaux VD: Kleinflugzeug überschlägt sich bei Notwasserung im Genfersee

Am Dienstag, 12. August 2025, gegen 15.55 Uhr, ereignete sich auf dem Genfersee auf Höhe von Corseaux/VD ein Flugunfall. Ein zweisitziges Flugzeug musste auf dem See notwassern, als es zum Flugplatz Bex/VD zurückkehrte, von wo es am Vormittag gestartet war. Die beiden Insassen konnten sich selbst aus dem Flugzeug befreien.

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Schweiz: Polizei warnt vor neuer Betrugswelle mit Phishing, Vishing und Spoofing

Cyberkriminelle nutzen zuvor erschlichene Informationen, um glaubwürdige Anrufe im Namen von Finanzinstituten bei ihren Opfern zu tätigen. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und ruft zur Vorsicht auf.

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Brunnen SZ: Gleitschirmpilot stürzt aus zehn Metern Höhe und wird schwer verletzt

Am Dienstagabend, 12. August 2025, startete ein 43-jähriger Mann um 19.45 Uhr mit seinem Gleitschirm auf dem Fronalpstock. Beim Landeanflug auf den Auslandschweizerplatz in Brunnen geriet er in Turbulenzen und stürzte aus einer Höhe von etwa zehn Metern zu Boden.

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Lausanne VD: Polizei lanciert Schulweg-Kampagne "Luege, brämse, halte"

Zur Schuleröffnung im August 2025 startet die Polizei Waadt gemeinsam mit dem Touring Club Schweiz (TCS) und dem Fonds für Verkehrssicherheit eine neue Präventionskampagne. Unter dem Motto «Beobachten, verlangsamen, anhalten» soll die Aufmerksamkeit im Strassenverkehr, besonders in der Nähe von Schulen, erhöht werden.

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Sommer, Sonne und sicheres Schwimmen – Präventionstipps der Kapo St. Gallen

Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne vom Himmel lacht, lockt ein Bad im See, im Schwimmbad oder im Fluss. Das kühle Wasser verspricht Erfrischung, doch wer die Gefahren unterschätzt, bringt sich schnell in eine lebensbedrohliche Lage. In der Schweiz kommt es jedes Jahr zu tausenden von Unfällen beim Schwimmen, und leider enden einige davon tödlich. Besonders Kinder sind gefährdet, da sie oft schneller und leiser in Not geraten, als Erwachsene dies bemerken. Wichtige Tipps für den sicheren Aufenthalt am und im Wasser präsentieren Polizei.news und die Kantonspolizei St. Gallen.

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Delsberg JU: Polizei lanciert Schulweg-Kampagne "Luege, Brämse, Halte"

Während die Sommerferien zu Ende gehen, bereiten sich die Kinder darauf vor, ab Montag, 18. August, wieder zur Schule zu gehen. Die Kantonspolizei Jura unterstützt die nationale Kampagne des Touring Club Schweiz «Beobachten, verlangsamen, anhalten». Ziel ist es, die Autofahrenden für ein angepasstes Verhalten im Strassenverkehr zu sensibilisieren, insbesondere in der Nähe von Schulhäusern.

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Winterthur ZH: 37-jähriger Brasilianer tötet Deutschen (51) im Püntenareal Wyden

In der Nacht auf Dienstag ist es im Winterthurer Püntenareal Töss Wyden 2 im Zuge eines Streites zu einem Tötungsdelikt gekommen. Die Kantonspolizei Zürich verhaftete den mutmasslichen Täter nach kurzer Flucht.

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Kanton Waadt: Strassensperrungen wegen Tour de Romandie Féminin 2025

Aufgrund der Tour de Romandie Féminin 2025 ist am Freitag, 15. August, und Sonntag, 17. August, mit Verkehrsbehinderungen auf verschiedenen Strassen im Kanton Waadt zu rechnen. Am Freitag, 15. August 2025, wird die Strasse zwischen Huémoz und Villars-sur-Ollon wegen des Einzelzeitfahrens der Frauen von 07:00 bis 16:00 Uhr komplett gesperrt.

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Netstal/Näfels GL: Sprengungen am Wiggisalpweg nach Unwetterschäden

Zwischen Netstal und Näfels werden am Wiggisalpweg in den kommenden Tagen Sprengarbeiten durchgeführt. Grund sind die Unwetterschäden vom 26. Juli 2025, welche den Zugangsweg zur Wiggisalp auf Teilabschnitten stark beschädigt oder zerstört haben. Der Weg ist für den Alpabtrieb und den sicheren Transport der Schafe ins Tal unerlässlich und muss deshalb umgehend instand gestellt werden.

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Mägenwil AG: Betrunkener Fahrer flüchtet nach Crash – Polizei stoppt ihn auf A1

In der Nacht auf Sonntag flüchtete ein Autofahrer, nachdem er eine Auffahrkollision verursacht hatte. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, verlor das Fahrzeug jedoch kurzzeitig aus den Augen. Letztlich konnte der Unfallverursacher in Mägenwil angehalten werden. Der Fahrer war stark alkoholisiert und wurde vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Strafuntersuchung.

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La Chaux-de-Fonds NE: 67-Jähriger stirbt nach tragischem Unfall im Schwimmbad Les Mélèzes

Am Dienstag, 12. August 2025, verlor ein 67-jähriger Mann nach einem schweren Unfall im Schwimmbad Les Mélèzes in La Chaux-de-Fonds sein Leben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet, um die genauen Umstände zu klären.

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Altenklingen TG: 74-Jährige prallt frontal in Auto – zwei Verletzte, Rega im Einsatz

Bei einer Frontalkollision zwischen zwei Autos wurden am Dienstagnachmittag in Altenklingen zwei Personen verletzt. Eine Frau und ein Mann mussten ins Spital gebracht werden. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Brunegg AG: 22-jähriger Biker landet nach Frontalkollision auf Autodach

Am Sonntagnachmittag kollidierte ein Motorradfahrer frontal mit der Seite eines Personenwagens. Durch den Aufprall landete der Motorradfahrer auf dem Dach des Personenwagens. Mit mittelschweren Verletzungen wurde er mittels Ambulanz in ein Spital eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand grosser Sachschaden.

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Schweizer Armee: Luftwaffe trainiert mit Frankreich in Luxeuil für Luftverteidigung

Vom 11. bis 15. August 2025 absolvieren Angehörige der Luftwaffe ein Training im französischen Luxeuil (FRA). Die Übung trägt den Namen "PALUX" und dient dem gezielten Vergleich und der Weiterentwicklung eigener Fähigkeiten in Zusammenarbeit mit der französischen Luftwaffe. Im Vordergrund stehen der Erfahrungsaustausch und die Förderung der Interoperabilität zwischen den beiden Luftstreitkräften.

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Flawil SG: Motorradfahrer (23) bei Kollision mit Auto schwer gestürzt

Am Dienstag (12.08.2025), kurz nach 4:45 Uhr, ist es auf der Toggenburgerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Ein 23-jähriger Motorradfahrer wurde unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Zürich ZH: Street-Parade-Bande aus Kolumbien mit über 40 gestohlenen Handys verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat am Samstag (9.8.2025) während der Street Parade in Zürich vier Personen bei Diebstählen von Mobiltelefonen ertappt und verhaftet. Die anschliessenden intensiven Ermittlungen haben zu zwei weiteren Verhaftungen sowie der Sicherstellung von über 40 Mobiltelefonen geführt.

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Altdorf UR: Algerier (24) nach nächtlichen Diebstählen festgenommen – Einreisesperre

Heute Dienstag, 12. August 2025, zwischen 02.30 und 04.30 Uhr, wurden der Kantonspolizei Uri drei Diebstähle an der Krebsriedgasse in Altdorf gemeldet. Bei einem dieser Delikte wurden eine geringe Menge Bargeld sowie mehrere Debitkarten gestohlen. Ansonsten blieb es bei Diebstahlversuchen.

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Luzern LU: Nordmazedonier (24) nach antisemitischer Attacke auf Studenten ermittelt

Am 19. Juli 2025 hat sich im Bahnhof Luzern eine verbale Auseinandersetzung zwischen einem vorerst unbekannten Mann und einer Gruppe jüdischer Studenten ereignet. Der mutmassliche Täter konnte in der Zwischenzeit ermittelt werden. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Luzern.

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Emmenbrücke LU: Autodiebe gefasst – Diensthund IQ findet flüchtigen Kosovaren

In Emmenbrücke ist am Sonntagabend ein Auto entwendet worden. Nachdem das Fahrzeug am Montagmorgen durch eine Polizeipatrouille gesichtet worden war, flüchtete die zunächst unbekannte Täterschaft. Kurze Zeit später konnten drei Personen festgenommen werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.