Schweiz

Trogen AR: Sekundenschlaf führt zu Selbstunfall – Lenker verletzt und Ausweis weg

Am Mittwoch, 27. August 2025, ist es in Trogen zu einem Selbstunfall gekommen. Kurz vor 13.15 Uhr fuhr ein 38-jähriger Mann mit einem Personenwagen mit Anhänger von Wald in Richtung Trogen.

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Gisikon LU: 22-Jähriger verliert Kontrolle auf A14 – Ausweis gesperrt

Am Donnerstag (27. August 2025, kurz nach 21:00 Uhr) befuhr ein Autofahrer die Autobahneinfahrt auf die A14 in Gisikon, Richtung Luzern. Beim Beschleunigen verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, drehte sich und prallte mit der hinteren rechten Seite gegen die Mittelleitplanke.

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Emmenbrücke LU: Autofahrerin prallt auf A2 gegen Mittelwand – ins Spital gebracht

Am Donnerstag (28. August 2025, kurz nach 07:15 Uhr) fuhr eine Autofahrerin auf der Autobahn A2 Richtung Süden. In Emmenbrücke verlor sie aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über ihr Auto und prallte gegen die Mittelwand.

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Berikon AG: Nachtrag zum Tötungsdelikt – Ermittlungsstand veröffentlicht

Am Sonntag, 11. Mai 2025, kam es in Berikon zu einem schweren Gewaltdelikt, bei dem eine 15-Jährige tödlich verletzt wurde (>>Polizei.news berichtete<<). Eine 14-jährige Jugendliche wurde gleichentags unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Die Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau führt eine Strafuntersuchung wegen des Tötungsdelikts. Aufgrund des grossen öffentlichen Interesses erfolgt mit dieser Mitteilung ein Nachtrag zum Stand der Ermittlungen.

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Ennetbühl SG: 68-Jähriger stürzt mit Rennrad über Viehschranke – Rega-Einsatz

Am Mittwoch (27.08.2025), kurz nach 13 Uhr, ist es auf der Säntisalp-Wideralp-Strasse zu einem Selbstunfall mit einem Rennrad gekommen. Ein 68-jähriger Mann wurde unbestimmt verletzt. Die Rega brachte ihn ins Spital.

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St. Gallen SG: BAZG-Diensthund Buddy live an der OBA erleben (28.08.2025 - 31.08.2025)

Buddy und seine Kollegen vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sind an der OBA St. Gallen live vor Ort. Vom 28. bis 31. August 2025 haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Diensthund Buddy, seinen Hundeführer und weitere Teammitglieder zu treffen.

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Schwarzenbach SG: Fahrunfähige Lenkerin verursacht Unfall mit Lastwagen

Am Mittwoch (27.08.2025), kurz nach 16:45 Uhr, ist es auf der Wilerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Lastwagen gekommen. Eine 64-jährige Frau wurde als fahrunfähig eingestuft. Es entstand Sachschaden.

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Thal SG: 52 Bussen nach Missachtung von Fahrverbot bei Bahnunterführung Buriet

Am Dienstag (26.08.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen am Blattenweg eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Dies in Zusammenhang mit der laufenden Sanierung der Bahnunterführung in Buriet. Insgesamt wurden 52 Verkehrsteilnehmende gebüsst.

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Zug ZG: Polizei feiert Rückkehr der Aspiranten nach erstem Ausbildungsjahr

Ein Tag zum Feiern… …auf dem Weg zur Polizistin / zum Polizisten haben unsere neuen Kolleginnen und Kollegen einen wichtigen Meilenstein erreicht: Sie haben das erste Ausbildungsjahr an der interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch erfolgreich abgeschlossen.

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St. Gallen SG: Polizei warnt vor Online-Gefahren für Kinder

Pädokriminalität findet auch online statt! Kinder und Jugendliche sind im Netz täglich Gefahren ausgesetzt – Täter nutzen Chats, Games oder soziale Medien, um Kontakt aufzubauen.

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Uster ZH: Stadtpolizei büsst Elterntaxis auf dem Schulweg an der Wührestrasse

Während unserer Präsenz auf dem Schulweg an der Wührestrasse musste die Stadtpolizei Uster heute sogenannte Elterntaxis büssen und wegweisen. Stellenweise beeinträchtigten die am Strassenrand abgestellten Fahrzeuge sogar die Sicht der Kinder, die vor dem Fussgängerstreifen standen.

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Neuenburg NE: A5 nach Massenunfall mit fünf Fahrzeugen eine Stunde gesperrt

Am Mittwoch, 27. August 2025, um 17:30 Uhr ereignete sich auf der A5 im Osttunnel in Richtung Lausanne eine Kettenkollision mit fünf Fahrzeugen. Eine Ambulanz des DPS Neuenburg wurde angefordert, um eine Person zur Kontrolle ins Spital Pourtalès zu bringen.

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Wetter am Donnerstag, 28.08.2025: Gewitter, Starkregen und kurze Aufhellungen möglich

Die Schweiz liegt bis am Freitag auf der Vorderseite eines Tiefs (Ex-Hurrikan Erin) mit Zentrum nordwestlich von Irland in einer feuchtwarmen und instabilen Südwestströmung. Ein kleinräumiges Tief mit dem Namen "Augustin" verlagert sich ausserdem von den Balearen Richtung Ligurisches Meer und bewirkt, dass sich die Zufuhr von feuchter und instabiler Luft am Mittwochabend intensiviert und bis am Freitagmorgen anhält. In der Nacht auf Freitag überquert schliesslich eine Kaltfront die Schweiz. Dahinter fliesst am Freitag weniger feuchte Luft zur Alpennordseite, womit sich vorübergehend eine Wetterberuhigung einstellen dürfte.

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Basel BS: Verkehrsgarten am Wasgenring nach Umbau offiziell wiedereröffnet

Nach einer umfassenden Neugestaltung haben das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) und das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt (JSD) den Verkehrsgarten am Wasgenring offiziell wiedereröffnet. Zahlreiche Kinder, Eltern und Interessierte nutzten die Gelegenheit, die neue Anlage zu erkunden und ihre Fahr- und Verkehrskenntnisse gleich vor Ort zu testen.

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Kanton Bern: Polizei warnt vor falschen Bussgeld-Mails – Phishing im Umlauf

Aktuell sind betrügerische E-Mails mit angeblichen Bussgeldandrohungen im Umlauf. Dabei handelt es sich um einen Phishing-Versuch von Cyberkriminellen. Die Bevölkerung wird zur Vorsicht aufgerufen.

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Der Glaubenbielenpass: Panoramastrasse und Erlebnisregion in der Zentralschweiz

Der Glaubenbielenpass ist ein malerischer Gebirgspass in der Zentralschweiz, der die Kantone Obwalden und Luzern miteinander verbindet. Mit einer Höhe von 1‘611 Metern über dem Meeresspiegel zählt er zu den weniger bekannten, aber dennoch reizvollen Alpenübergängen. Die Passstrasse führt von Giswil im Kanton Obwalden über Sörenberg im Kanton Luzern bis nach Schüpfheim im Entlebuch. Diese Route bietet nicht nur atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt, sondern auch vielfältige Möglichkeiten für Naturerlebnisse, kulturelle Entdeckungen und sportliche Aktivitäten. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die verschiedenen Facetten des Glaubenbielenpasses.

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Olten SO: E-Trottinett-Lenker stürzt schwer auf Belchenstrasse – ins Spital gebracht

Auf der Belchenstrasse in Olten ist am Dienstagabend, 26. August 2025, der Lenker eines E-Trottinetts gestürzt. Dabei hat sich der Verunfallte erhebliche Verletzungen zugezogen. Er wurde durch den Rettungsdienst in ein Spital gebracht.

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Luzern LU: Unbekannter schlägt 14-Jähriger beim Vorbeifahren ins Gesicht (Zeugenaufruf)

Gestern Abend hat ein unbekannter Mann einer 14-jährigen Radfahrerin am Xylophonweg in Luzern beim Vorbeifahren mit seinem Rennvelo die Hand ins Gesicht geschlagen und sie dabei verletzt. Die Polizei sucht den unbekannten Mann oder Zeugen des Vorfalles.

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Regensdorf ZH: Zwei Einbrecher (28, 35) aus dem Kosovo bei Verkehrskontrolle verhaftet

Bei einer routinemässigen Verkehrskontrolle hat die Kantonspolizei Zürich am späten Dienstagabend (26.08.2025) in Regensdorf zwei Einbrecher festgenommen. Im Zuge der Kontrolle sahen sich die eingesetzten Polizisten aufgrund des auffälligen Verhaltens der Insassen veranlasst, das Fahrzeug einer vertieften Überprüfung zu unterziehen.

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Sutz BE: 40-jähriger Mann stirbt nach Badeunfall im Bielersee

Am Dienstagnachmittag ist es in Sutz zu einem Badeunfall gekommen. Drittpersonen konnten einen bewusstlosen Mann aus dem Wasser bergen. Trotz sofort eingeleiteten Rettungsmassnahmen verstarb der Mann kurze Zeit später im Spital. Die Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Mels SG: 17-jähriger Motorradfahrer bei Kollision mit Auto verletzt ins Spital gebracht

Am Dienstag (26.08.2025), kurz vor 21 Uhr, ist es auf der Zeughausstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Ein 17-jähriger Mann wurde dabei unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Thal SG: 9-jähriges Mädchen von Motorrad erfasst – verletzt ins Spital gebracht

Am Dienstag (26.08.2025), um 8:45 Uhr, ist es auf der Dorfstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Fahrrad gekommen. Ein 9-jähriges Mädchen verletzte sich unbestimmt und wurde ins Spital gebracht.

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Altstätten SG: Einbrecher stehlen Fahrzeug – gewaltsamer Zutritt in Firma über Fenster

Zwischen Montagabend und Dienstagmorgen (26.08.2025) ist eine unbekannte Täterschaft in eine Firmenhalle an der Fleubenstrasse eingebrochen. Sie verschaffte sich gewaltsam Zutritt durch ein eingeschlagenes Fenster.

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Eschenbach SG: Baustelle verschmutzt Bach mit Schlamm – keine Schäden an Fischen

Am Dienstag (26.08.2025), kurz nach 15 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass der Twirrenbach, im Bereich der Twirrenstrasse 150, mit Schlamm verschmutzt sei. Die ausgerückte Polizeipatrouille konnte eine Baustelle in der Nähe als Verursacherin eruieren.

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Ebnat-Kappel SG: Elektroschrott-Mulde in Flammen – Feuerwehr mit 60 Leuten im Einsatz

Am Dienstag (26.08.2025), kurz vor 17 Uhr, ist es in einer Recyclinganlage an der Steinenbachstrasse zu einem Brand gekommen. Ein Mitarbeiter bemerkte aus einer freistehenden Recycling-Mulde, die mit Elektroschrott gefüllt war, eine starke Rauchentwicklung und schlug umgehend Alarm.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.