In der Nacht auf Dienstag, 17. Februar 2026, ist es in Gais zu einem Brand gekommen. Ein heimkehrender Bewohner entdeckte das Feuer und bekämpfte dieses unverzüglich.
Im Kanton Bern verzeichnet die Kantonspolizei Bern seit letzter Woche deutlich mehr Meldungen zu betrügerischen Telefonanrufen. In zwei Fällen erbeutete die unbekannte Täterschaft insgesamt 188’000 Franken.
Die Fachstelle Gesellschaft lädt am Mittwoch, 18. März 2026, um 18.30 Uhr im Soldenhoffsaal (Gerichtshausstrasse 25, 8750 Glarus) zu einem öffentlichen Referat der Soziologin Dr. Lea Stahel ein. Im Mittelpunkt steht das Thema "Hate Speech".
Der Liechtensteinische Lawinendienst hat die Lawinensituation in Malbun und Steg am Dienstagmorgen, 17. Februar 2026, beurteilt. Die Lawinengefahrenstufe 4 (gross), die vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos (SLF) ausgerufen wurde, gilt auch für Liechtenstein.
In der Nacht ist ein Mann in ein unverschlossenes Auto eingestiegen, um nach allfälligen Wertsachen zu suchen. Die Kantonspolizei nahm den 22-Jährigen fest.
In der Nacht auf Sonntag, 15.02.2026, konnten in Giswil zwei mutmassliche Einbrecher festgenommen werden. Sie werden verdächtigt kurz zuvor in eine Autogarage einen Einbruchversuch begangen zu haben.
Toja Rauch kam über einen Nebenjob im Rekrutierungszentrum Rüti zur Armee: Dort betreute sie die psychologische Tauglichkeitsabklärung am Computer. Ein Vortrag von Swissint an einer Karriere-Nacht brachte sie dann zur Erkenntnis: Das passt.
Am Sonntagnachmittag ist in Bern ein Mann von drei Unbekannten angegangen und ausgeraubt worden. Die Täter entwendeten Bargeld, gingen ihn tätlich an und flüchteten anschliessend zu Fuss.
Am Dienstag (16. Februar 2026, kurz vor 19:30 Uhr) fuhr ein Radfahrer auf der Brändistrasse in Horw in Richtung Allmendstrasse. Auf der Höhe der Liegenschaft Brändistrasse 5 betrat ein Fussgänger die Strasse, um diese zu überqueren.
Am Dienstag (16. Februar 2026, ca. 16:15 Uhr) fuhr eine Autofahrerin auf der Sternmattstrasse abwärts in Richtung Steghof. Bei der Einmündung bog sie nach links ab.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 13. Februar 2026 ein 21-jähriger Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz im Raum Lugano wegen des Verdachts des Drogenhandels festgenommen wurde. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurden verschiedene Betäubungsmittel sichergestellt.
Die Kantonspolizei meldet, dass in den letzten Stunden E-Mails an Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen verschickt wurden, in denen die Empfänger fälschlicherweise eines schweren Verbrechens beschuldigt werden. In der Nachricht werden sie aufgefordert, sich innerhalb von 72 Stunden mit den Behörden in Verbindung zu setzen.
Ein 22-jähriger Mann ist am vergangenen Freitag mutmasslich in ein Haus eingeschlichen und entwendete Uhren, Schmuck und andere Wertsachen. Als er das Haus verliess, wurde er von einem Bewohner überrascht.
Eine 30-jährige Neulenkerin verlor am Montagabend in Uerkheim die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kollidierte mit einem Zaun sowie einer Steinmauer. Verletzt wurde niemand.
Im Rahmen des Erhaltungsprojekts A2 Arsenalbrücke–Hergiswil werden auf dem Tunneldach Schlund in Kriens einzelne Bäume entfernt. Tunneldecken sind statisch nur für eine begrenzte Belastung ausgelegt.
Am frühen Sonntagmorgen nahm die Kantonspolizei Freiburg in Montbovon drei Personen fest, nachdem diese versucht hatten, in ein Haus einzudringen und kurz darauf einen Diebstahl in ein Restaurant begangen hatten. Die mutmasslichen Täter befinden sich in Untersuchungshaft und werden bei den zuständigen Behörden angezeigt.
Am frühen Montagabend (16.02.2026) ist eine 72-jährige Frau auf einem Fussgängerstreifen an der Wilerstrasse von einem Kleinbus angefahren worden. Sie wurde dabei unbestimmt verletzt.
Am Montag, dem 16. Februar, um 18:35 Uhr, fuhr eine 55-jährige Französin mit ihrem Pkw auf der Strasse zwischen St-Sulpice und Les Verrières. Kurz vor dem Ortsteil Haut de la Tour geriet sie nach rechts.
Am Montagnachmittag (16.02.2026) ereignete sich auf der Bachstrasse in der Stadt Schaffhausen eine Auffahrkollision mit drei Autos. Verletzt wurde niemand.
Bis Dienstagabend liegt die Schweiz unter einer starken bis stürmischen nordwestlichen Höhenströmung. Diese führt mit kräftigem Westwind feuchte, mässig kalte und labile Meeresluft zu den Alpen, wo sie sich staut und für anhaltende Niederschläge sorgt. Durch den starken Höhenwind werden die Niederschläge weit in die Alpen hineingetragen. Nur das Mittel- und Südtessin bleiben mit Nordwind wetterbegünstigt. In der Nacht zum Mittwoch trocknet die Luftmasse vorübergehend ab, tagsüber folgt aus Westen bereits eine nächste Störung mit Niederschlag.
Am Samstag, 28. März 2026 um 19.30 Uhr geht's im Stadtcasino Basel mit dem facettenreichen Jahreskonzert der Polizeimusik Basel richtig ab. Dieses Jahr sind auch der beliebte Chor Let's GOspel Tattoo und viele andere Überraschungen mit von der Partie.
Die Flughafen Zürich AG muss periodisch mit den grössten Airlines und Interessensvertretungen die Flughafengebühren neu verhandeln. Nun konnte eine Einigung erzielt werden.
Die Luzerner Fasnacht am Sonntag und am Güdismontag verläuft friedlich. Die zahlreichen Fasnachtsanlässe im Kanton Luzern zogen über das Wochenende mehrere zehntausend Personen an und verliefen grösstenteils friedlich und unfallfrei.
Eine E-Bikefahrerin fuhr am Samstag (14. Februar 2026, ca. 09:45 Uhr) auf der Stöckern-Strasse und fuhr dabei aus noch ungeklärten Gründen frontal gegen ein entgegenkommendes Auto. Die Zweiradfahrerin verletzte sich dabei.
Auf der Sottikestrasse in Willisau ist am Samstag (14. Februar 2026, ca, 15:15 Uhr) eine Velofahrerin selbstständig gestürzt. Die 72-Jährige verletzte sich dabei erheblich.
Am Samstag (14. Februar 2026, kurz vor 14:00 Uhr) ist es auf der Autobahn A14 nach dem Rathausentunnel in Fahrtrichtung Süden zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Verletzt wurde niemand.
Ein Autofahrer fuhr am Sonntag (15. Februar 2026, kurz vor 01:00 Uhr) bei der Einfahrt Rothenburg auf die Autobahn A2 in Richtung Süden. Im Bereich des Beschleunigungsstreifens verlor der Fahrer aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Auf der Pfaffnauerstrasse in Reiden fuhr am Samstag (14. Februar 2026, ca. 22:30 Uhr) ein Autofahrer gegen eine Signalisationstafel in der Strassenmitte. Im Anschluss fuhr er weiter, ohne sich um den Schaden zu kümmern.
Am Samstag, 15. Februar 2026, kam es in Peseux im Kanton Neuenburg zu einem Verkehrsunfall mit einer verletzten Person. Die Polizei ermittelt zum Unfallhergang und sucht Zeugen.
Ein Lieferwagen fuhr am Sonntag (15. Februar 2026, ca. 01:30 Uhr) von der Dorfstrasse in Rain herkommend auf einer Nebenstrasse in Richtung Weierhus. Nach der Liegenschaft Weierhus fuhr er mit der linken Frontecke gegen einen Holzstapel.
Im Buechwald in der Gemeinde Hasle ist ein Autofahrer am Sonntag (15. Februar 2026, ca. 06:00 Uhr) in einer Kurve linksseitig von der Strasse gekommen. Daraufhin fuhr das Auto durch ein steil abfallendes Waldstück.
Eine Autofahrerin bog am Montag (16. Februar 2026, ca. 00:15 Uhr) von der Surentalstrasse in Sursee nach links in Richtung Autobahneinfahrt, Fahrtrichtung Süden, ab. Dabei kam es zur Kollision mit einem Auto, welches auf der Surentalstrasse in Richtung Geuensee fuhr.
Am Montagmorgen (16. Februar 2026, ca. 07:00 Uhr) ging die Meldung ein, dass im Schönenboden in Sörenberg ein verunfalltes Auto stehe, welches gegen eine Scheune gefahren sei. Vor Ort konnten beim Auto zwei verletzte Personen vorgefunden werden.
Zwischen Sonntagabend und Montagmorgen (16.02.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen insgesamt neun Männer wegen des Verdachts auf Drogen- oder Alkoholkonsum als fahrunfähig eingestuft. Mehrere Führerausweise wurden abgenommen oder Fahrverbote ausgesprochen.
Die Kantonspolizei Bern hat am vergangenen Dienstag in der Region Bern gezielte Verkehrskontrollen zur Prävention von Einbruchsdelikten durchgeführt. Insgesamt wurden fünf Fahrzeuglenkende angezeigt und 12 Ordnungsbussen ausgestellt.
Die Generalstaatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) geben bekannt, dass ein 36-jähriger italienischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Italien am 12. Februar 2026 festgenommen wurde. Der Mann wurde von BAZG-Beamten am Grenzübergang Brusata di Novazzano angehalten, als er mit einem Fahrzeug mit italienischem Kennzeichen die Schweiz verliess.
Am Montag, dem 16. Februar 2026, gegen 7:30 Uhr, fuhr eine 30-jährige Frau aus der Region Littoral mit ihrem Pkw auf der RC 170 von Les Ponts-de-Martel in Richtung Le Locle. In einer Rechtskurve kollidierte ihr Fahrzeug mit dem Pkw eines 46-jährigen Mannes aus dem oberen Teil des Kantons, der in Richtung Les Ponts-de-Martel unterwegs war.
Kräftige Schneefälle haben am Furkapass und rund um Oberwald zu einer angespannten Lawinensituation geführt. Der gefallene Schnee ist schwer und wasserreich, wodurch sich die Schneedecke stark belastet hat.
Am Wochenende vom 7./8. Februar 2026 fand in der Mehrzweckhalle in Horw ein Fasnachtsanlass statt. Auf dem Gemeindehausplatz wurde ein junger Mann mutmasslich von einer unbekannten Person gestossen.
Am Montag, 16. Februar 2026, ist ein Zug der BLS AG auf der Strecke zwischen Goppenstein und Hohtenn entgleist. Nach aktuellem Stand wurden fünf Personen bei dem Unfall verletzt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.