Ein technischer Defekt in einem parkierten Auto war die Ursache des Brandes in einer Tiefgarage in Möhlin.
Die Ermittlungen zum Brand in einer Tiefgarage in Möhlin vom 2. Juli sind abgeschlossen.
Am Dienstag (22.07.2025), kurz nach 21:30 Uhr, ist es auf der Feldhofstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Roller gekommen.
Ein 45-jähriger Mann kam mit seinem Roller in alkoholisiertem Zustand von der Fahrbahn ab und prallte damit gegen ein parkiertes Auto. Er wurde dabei leicht verletzt.
Am Dienstag (22.07.2025), kurz vor 10 Uhr, ist es auf der Bahnhofstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen.
Die 66-jährige Velofahrerin wurde dabei unbestimmt verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Eine Automobilistin verlor auf der A1 die Kontrolle über ihren Wagen.
Dieser kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die Lenkerin wurde ins Spital gebracht.
Ein Berggänger ist am Dienstagnachmittag, 22. Juli 2025, am Kleinen Mythen tödlich verunglückt.
Beim Abseilen an der Ostseite stürzte ein 72-jähriger Mann aus bislang ungeklärten Gründen in die Tiefe.
Drei ehemalige Studierende von Schutz & Rettung Zürich haben die Berufsprüfung erfolgreich bestanden.
Sie dürfen sich ab sofort Transportsanitäterinnen mit eidgenössischem Fachausweis nennen.
Die Rega-Basis in Basel hat ihren neuen Rettungshelikopter in Betrieb genommen.
Die neue Maschine bietet modernste Technik und verbesserte Arbeitsbedingungen für die Rettungsteams.
Zum zweiten Mal innert zwei Tagen hat in Mürren im Berner Oberland die Erde gebebt.
Das Erdbeben vom Dienstag erreichte eine Magnitude von 3,3 auf der Richterskala.
Die Schweiz gelangt zunehmend unter Zwischenhocheinfluss. Am Mittwoch führt eine Südwestströmung etwas wärmere und allmählich wieder labiler geschichtete Luft zum Alpenraum.
Am Donnerstag bestimmt ein Höhentief über Frankreich das Wettergeschehen. Mit mässigen südwestlichen Höhenwinden gelangt feuchte und instabil geschichtete Luft insbesondere zur Alpensüdseite und zu den Alpen.
Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz nach 12 Uhr im Mappo-Morettina-Tunnel zu einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen gekommen ist.
Eine 26-jährige italienische Automobilistin aus Italien war von Locarno in Richtung Bellinzona unterwegs.
Am Sonntag, 20. Juli 2025, kam es am frühen Nachmittag in der Region Dents de Morcles zu einem schweren Basejump-Unfall.
Ein Mann verlor dabei sein Leben. Die Bundesanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet.
Am Dienstag, 22. Juli 2025, gegen 5.50 Uhr, brach in einem Verwaltungs- und Logistikgebäude des Golf de Lavaux in Puidoux ein Brand aus.
Das Obergeschoss des Gebäudes, das zum Zeitpunkt des Vorfalls unbesetzt war, wurde vollständig zerstört. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert, eine Untersuchung durch die diensthabende Staatsanwältin eingeleitet.
Auf der Bahnhofstrasse in Subingen hat sich am Dienstagnachmittag, 22. Juli 2025, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet.
Dabei ist die Fahrzeuglenkerin leicht verletzt worden.
Die Schweizer Armee vereinfacht den Prozess zur Beantragung der Ausbildungsgutschrift: Angehörige der Armee, die eine Kaderlaufbahn eingeschlagen haben, können ihr Gesuch neu vollständig digital einreichen.
Damit wird ein weiterer Schritt in Richtung eines modernen, serviceorientierten Dienstmanagers umgesetzt.
Ein 71-jähriger Mann ist am Sonntagabend (20.7.2025) von seiner Ehefrau getötet worden.
Am Montagnachmittag meldete sich eine 69-jährige Schweizerin beim Hausarzt und teilte mit, dass sie Ihren Ehemann am Vorabend getötet habe.
Am Dienstagnachmittag geriet in Tänikon bei Ettenhausen eine Scheune aufgrund von Abflammarbeiten mit einem Gasbrenner in Brand.
Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden, dürfte aber im sechsstelligen Bereich liegen.
Am Sonntagabend ist in Moosseedorf eine Frau Opfer von einem sexuellen Übergriff geworden.
Drittpersonen konnten der Frau zu Hilfe kommen. Sie wurde leicht verletzt. Der unbekannte Täter flüchtete. Die Kantonspolizei Bern hat umfassende Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
Nach einem Einbruch in ein Waffengeschäft in Evionnaz am Montag, 21. Juli 2025, und der anschliessenden Flucht der Täterschaft konnte die Kantonspolizei Wallis am späteren Nachmittag einen Verdächtigen anhalten.
Am heutigen Vormittag wurde zudem eine zweite tatverdächtige Person festgenommen. Eine dritte Person ist weiterhin flüchtig.
Am Dienstag, 22. Juli 2025, ca. 14.00 Uhr, verlor ein 93-jähriger Fahrzeuglenker eines Personenwagens auf der Hauptstrasse durch Hätzingen/GL Richtung Linthal aus unbekannten Gründen die Beherrschung über sein Fahrzeug und prallte in eine angrenzende Hausmauer.
Durch den Aufprall erlitt er unbestimmte schwerere Verletzungen und musste durch die Ambulanz ins Kantonsspital Glarus überführt werden.
Gestern Abend kam es in Freiburg zu einem handgreiflichen Streit zwischen einem Ehepaar. Dabei wurde die Frau von ihrem Mann durch mehrere Messerstiche verletzt.
Das Opfer musste mit einer Ambulanz in ein Spital gebracht werden. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet.
Am Sonntagabend ist beim Bahnhof in Bern eine Frau verletzt worden, nachdem ein Mann mit der Frau zusammenstiess.
Die Kantonspolizei Bern sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
In einem Holzschopf ist ein Mottbrand ausgebrochen, der zu einer starken Rauchentwicklung führte.
Durch die Feuerwehr konnte der Brand rasch gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.
Ein seit dem 9. Juli 2025 in Zermatt vermisster Wanderer aus Japan wurde am Sonntag, 21. Juli 2025, tot aufgefunden.
Am Sonntagmittag, 21. Juli 2025, entdeckte ein Helikopterpilot bei einem Versorgungsflug unterhalb des Riffelhorns einen leblosen Körper.
Am Montag ist in Vals ein Mann einen steilen und steindurchsetzten Abhang hinuntergestürzt.
Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu, welchen er am Unfallort erlag.
Auf der Pilatusstrasse in der Stadt Luzern ist es am Montagnachmittag zu einer Kollision zwischen einem vbl-Bus und einem Auto gekommen.
Die Autofahrerin sowie ein Kleinkind im Bus wurden leicht verletzt.
Ab dem 23. Juli 2025 werden die Überführungen Schachenstrasse und Luterbachstrasse in mehreren Nächten ausgehoben und abgebrochen.
Zuvor wurden zwei provisorische Brücken errichtet.
Der am vergangenen Donnerstag in Baden entwichene Häftling ist nach wie vor flüchtig.
Die Kantonspolizei sucht weiterhin Augenzeugen und mahnt zu erhöhter Wachsamkeit.
Am Montagabend (21.07.2025) ist es an der Ruhbergstrasse zu einem Polizeieinsatz gekommen, weil ein Mann angeblich mit einer Waffe auf einem Balkon stand.
Die Stadtpolizei St.Gallen konnte den 26-Jährigen anhalten. Es wurde niemand verletzt. Bei der Hausdurchsuchung wurden zwei Waffen sowie Betäubungsmittel sichergestellt. Der Mann wird angezeigt.
Beim Brand von mehreren Fahrzeugen entstand in der Nacht zum Dienstag in Romanshorn Sachschaden. Verletzt wurde niemand.
Kurz nach 1.30 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass mehrere Fahrzeuge an der Mittliszelgstrasse brennen.
Am Montag (21.07.2025), kurz vor 16:30 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen auf der Uznacherstrasse anlässlich einer Geschwindigkeitskontrolle ein Motorrad mit einer Geschwindigkeit von 152 km/h bei erlaubten 80 km/h ausserorts gemessen.
Es konnte beim Parkplatz Rittmaren zu einer Kontrolle angehalten werden.
Am Montag (21.07.2025), kurz vor 15:30 Uhr, ist es auf der Grynaustrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Traktor und einem Velo gekommen.
Der 79-jährige Velofahrer wurde dabei eher leicht verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Samstagmorgen, 19. Juli 2025, ereignete sich in Winterthur ein Selbstunfall mit einem Personenwagen, bei dem der Lenker sowie der Beifahrer verletzt wurden.
Der Fahrer wird wegen eines mutmasslichen Raserdelikts angezeigt.
„Schweiz aktuell“ live aus dem Rega-Center: Einblick in den Einsatzalltag
Die Sommerserie von „Schweiz aktuell“ steht unter dem Motto „Im Einsatz“ und bietet spannende Einblicke in die Arbeit der Rega-Einsatzzentrale sowie der Ambulanzjetcrews.
Save the Date: 20. September 2025 – Rettung, Sicherheit und Mobilität erleben!
Am Samstag, 20. September 2025, findet auf dem Stierenmarktareal in Zug von 10 bis 17 Uhr ein grosser Erlebnistag rund um die Themen Rettung, Sicherheit und Mobilität statt.
Ein Tiefdruckkomplex über den Britischen Inseln führt aus Westen etwas weniger feuchte Luft zur Schweiz, allerdings ist die Luftmasse anfangs weiterhin instabil geschichtet.
Im Verlauf des Dienstags baut sich über der Schweiz ein Zwischenhoch auf. Am Mittwoch gelangt der Alpenraum wieder zunehmend in eine labile und feuchte Südwestströmung.
Das 59. Montreux Jazz Festival (MJF) endete am Sonntagmorgen, 20. Juli 2025, nach 16 Tagen mit über 250'000 Besucherinnen und Besuchern in festlicher Atmosphäre.
Die zweite und letzte Ausgabe der «Scène du Lac» ist Geschichte. Trotz einer Zunahme an Diebstählen und Schlägereien im Vergleich zum Vorjahr verlief das Festival dank verstärkter Sicherheitsmassnahmen ohne grössere Zwischenfälle. Die Koordination aller Einsatzkräfte erfolgte über das Zentrum CECo in Clarens.
Am Montag, 21. Juli 2025, um 12.52 Uhr, ereignete sich im Raum Mürren BE ein Erdbeben der Stärke 4,2 auf der Richterskala.
Wie der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich mitteilte, lag das Epizentrum in der Nähe von Mürren im Berner Oberland.
Montag, 21. Juli 2025, gegen 05:50 Uhr, brach in einem Bauernhof in St-Triphon ein Brand aus.
Das Vieh konnte evakuiert werden, einige Gänse starben jedoch in den Flammen.
Am Montag, 5. Mai 2025, starteten in Burgdorf / Wynigen von Grafenscheuren bis zum Knoten Bickigen/Lorraine die Bauarbeiten für die neue Veloverbindung.
Ab Freitag, 25. Juli, bis am Sonntag, 10. August 2025, wird in diesem Bereich der alte Betondurchlass Oesch abgebrochen und neu gebaut.
Auf der Thunstrasse in Blumenstein wird auf dem Abschnitt ab Kreisel Blumenstein bis zum Abzweiger Uebeschi ein neuer Belag eingebaut.
Deshalb wird die Strasse am Samstag, 26. Juli 2025, für sämtlichen Verkehr gesperrt.
Am Montag, 27. Juli 2025, gegen 10.00 Uhr, war ein 16-jähriger Velofahrer aus Biel auf der Route du Lac in Richtung Colombier unterwegs.
Auf Höhe des Parkplatzes "Fontenette" prallte der Jugendliche aus noch ungeklärten Gründen gegen einen Blumentopf und stürzte auf die Fahrbahn.
Am Montagmittag, 21. Juli 2025, ist es in Schwellbrunn zu einem Verkehrsunfall gekommen.
Es wurde niemand verletzt, an den Fahrzeugen entstand Totalschaden.
In der Nacht auf Montag, 21. Juli 2025, fuhr ein unbekannter Fahrzeuglenker auf der Kantonsstrasse von Niederurnen Richtung Bilten.
Nach der Kehrrichtverbrennungsanlage Linth fuhr der unbekannte Lenker rechtsseitig der Strasse mehrere Zaunpfosten um und entfernte sich von der Unfallstelle, ohne der Kantonspolizei Glarus den Unfall zu melden.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.