Schweiz

Solothurn SO: Autofahrerin nach Ablenkung in Stützmauer geprallt – Totalschaden

Eine Automobilistin hat am Donnerstagmorgen, 19. März 2026, auf der Bürenstrasse in Solothurn einen Selbstunfall verursacht. Die Fahrzeuglenkerin blieb unverletzt, das Auto erlitt Totalschaden. Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte Ablenkung während der Fahrt unfallursächlich sein.

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Winterthur ZH: Entlaufener Labrador dank Chip wieder mit Herrchen vereint

Am Mittwochnachmittag, 18. März 2026, ging kurz nach 13.30 Uhr auf der Einsatzzentrale die Meldung ein, dass eine Frau vor ihrer Haustüre einen herrenlosen Hund angetroffen habe und dieser nun bei ihr in der Wohnung sei. Eine Patrouille konnte über den Chip des Hundes den Besitzer ausfindig machen, der schon auf der Suche nach seinem Labrador war.

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Schweiz: Verkehrsunfälle fordern 214 Leben – Zahl der Schwerverletzten steigt

Im Jahr 2025 haben in der Schweiz 214 Menschen bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren. 3935 Personen wurden schwer verletzt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der getöteten Menschen gesunken (- 36), während die Zahl der Schwerverletzten zugenommen hat (+ 143). Dies geht aus der Strassenverkehrsunfall-Statistik 2025 des Bundesamts für Strassen (ASTRA) hervor.

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Beromünster LU: Auto brennt während Fahrt – zweites Fahrzeug ebenfalls zerstört

Am Mittwoch (18. März 2026, kurz nach 14:15 Uhr) meldete eine Autofahrerin, dass sie während der Fahrt in Richtung Beromünster Rauchgeruch in ihrem Fahrzeug wahrgenommen habe und dieses daraufhin abgestellt habe. Kurze Zeit später begann das Auto zu brennen.

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Buttisholz LU: Auto überschlägt sich und landet über Bach – Fahrer verletzt

Am Donnerstag (19. März 2026, kurz vor 06:00 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Kantonsstrasse in Richtung Buttisholz. Im Gebiet Luternau geriet das Auto mit den rechten Rädern über den Fahrbahnrand hinaus, prallte gegen ein Kurvensignal und fuhr die Böschung hinunter.

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Mendrisiotto TI: Grosskontrolle auf Baustellen – Dutzende Arbeiter überprüft

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass am 17. März 2026 eine Kontrollaktion auf sieben aktiven Baustellen in der Region Mendrisiotto durchgeführt wurde. Die Aktion erfolgte in Zusammenarbeit mit Inspektoren der Arbeitsinspektion und der Kantonalen Gemeinsamen Kommission für Bauwesen und verwandte Branchen.

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Villars-sur-Glâne FR: Feuer im Keller gelegt – Polizei nimmt Jugendlichen (15) fest

Gestern Vormittag kam es im Keller eines Wohnhauses in Villars-sur-Glâne zu einer Rauchentwicklung. Zwei Kellerräume wurden beschädigt. Erste Ermittlungsergebnisse deuten darauf hin, dass es sich um Brandstiftung handelte; ein Jugendlicher wurde festgenommen und wird bei der zuständigen Behörde angezeigt.

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Auw AG: Tödlicher Frontalcrash – Töfffahrer (57) stirbt nach Kollision mit Personenwagen

Am Mittwochabend geriet ein Motorradlenker auf der Alikonerstrasse in Auw auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Personenwagen. Der 57-Jährige erlitt dabei tödliche Verletzungen.

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Kapo Aargau: Erpressung mit intimen Bildern – Polizei gibt wichtige Tipps (Video)

Sextortion ist leider ein leidiges und ein sich täglich wiederholendes Thema. Viele Fälle bleiben aus Scham unbekannt, da sich die finanziell geschädigten (vorwiegend) Männer nicht trauen, eine Anzeige zu erstatten.

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Kapo St.Gallen: Polizeihunde im Einsatz – Teamarbeit mit feinem Spürsinn

Hund und Mensch sind ein unschlagbares Team. Sie sind da, wenn’s drauf ankommt – oder eben dann, wenn’s den richtigen Riecher braucht.

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Herzogenbuchsee BE: Rettungsübung im Önzbergtunnel – Einsatzkräfte proben Ernstfall

Am Samstag, 21. März 2026, findet eine Rettungsübung im Önzbergtunnel statt, der sich auf der Bahn-2000-Strecke (zwischen Olten und Bern) befindet. Die SBB und Einsatzkräfte der Kantone Bern und Solothurn üben gemeinsam die Rettungsabläufe im Ereignisfall. Auf den Reiseverkehr hat die Übung keinen Einfluss, weil die Strecke wegen Bauarbeiten ohnehin gesperrt ist.

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Altstätten SG: Kollision mit Anhänger – Polizei sucht dringend Zeugen

Am Mittwochabend (18.03.2026) hat sich auf der Staatsstrasse ein Unfall zwischen einem Auto und einem Lieferwagen mit Anhänger ereignet. Durch den Unfall ist niemand verletzt worden, es entstand jedoch Sachschaden. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Balterswil TG: Vermisster 79-Jähriger verletzt in Stachelbusch entdeckt

In der Nacht zum Donnerstag konnte ein Vermisster in Balterswil durch Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau aufgefunden werden. Er wurde leicht bis mittelschwer verletzt durch die Rega ins Spital gebracht.

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Stadt Bern BE: Lastwagen verliert Öl im Neufeldtunnel – Verkehrsbehinderungen

Am Mittwochabend hatte ein Lastwagen im Neufeldtunnel eine Panne. Dabei lief Öl aus und der Tunnel war für mehrere Stunden nur beschränkt befahrbar. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

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Axenstrasse UR: Nächtliche Totalsperrung – wichtige Verbindung mehrere Nächte dicht

Die Axenstrasse ist eine wichtige Verkehrsverbindung der Zentralschweiz und der Nord-Süd-Achse. Damit die Strecke sicher und verfügbar bleibt, werden die Unterhaltsarbeiten vom Amt für Betrieb Nationalstrassen (AfBN) im April 2026 mit nächtlichen Totalsperrungen durchgeführt.

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Kanton Basel-Landschaft: Über 100 Fahrer ohne Gurt erwischt – Polizei greift durch

Roadpol-Kontrollen im Kanton! In der vergangenen Woche haben wir im Rahmen der Schwerpunktaktion "Roadpol" kantonsweit Verkehrskontrollen mit Fokus auf die Gurttragpflicht durchgeführt.

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Kanton St.Gallen: Polizei warnt – alte Waffen gehören nicht in den Müll (Video)

Alte Waffen gehören nicht in den Müll! Wer zum Beispiel auf dem Estrich eine Waffe findet und sie loswerden möchte, kann sie unkompliziert bei jeder Polizeistation abgeben.

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Zuger Polizei: Polizei-Aspiranten trainieren Rettungseinsätze bei Feuerwehr

Raus aus der Polizeiuniform, rein in die Feuerwehr-Ausrüstung. Unsere Aspirantinnen und Aspiranten durften im Rahmen ihrer Ausbildung einen spannenden Einblick in die Arbeit der Stützpunktfeuerwehr Zug gewinnen.

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Wetter am Donnerstag, 19.03.2026: sonnig, trocken und mässige Bise bei bis 17 Grad

Die Schweiz liegt am Südrand eines kräftigen Hochdruckgebietes, welches sich von den Britischen Inseln bis nach Osteuropa erstreckt. Eine mässige Bisenströmung führt bis am Freitag trockene Luft zum Alpenraum. Am Samstag nähert sich aus Osten ein Kaltlufttropfen der Schweiz, wodurch etwas feuchtere und instabilere Luft zu uns gelangt.

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Basel BS/BL: Grosse Polizeiaktion im Dreiländereck – mehrere Festnahmen

Im Rahmen der trinationalen Zusammenarbeit führten die Einsatzkräfte der "TriNat Süd" heute Nacht eine grossangelegte Aktion gegen Vermögensdelikte durch. In den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft wurden auf den Ausfahrtsachsen nach Frankreich und Deutschland Kontrollen durchgeführt.

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Autobahn A5 / NE: Drei Fahrzeuge kollidieren kurz vor der Ausfahrt Monruz – ein Verletzter

Am Mittwoch, dem 18. März, ereignete sich gegen 14:35 Uhr auf der Autobahn A5 in Richtung Biel/Bienne, kurz vor der Ausfahrt Monruz, ein Unfall mit drei Fahrzeugen. Ein Fahrzeuginsasse wurde verletzt und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus Pourtalès in Neuchâtel gebracht.

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Peseux NE: Unfall beim Rathaus – Lenker (70) fährt Fussgängerin an

Am Mittwoch, 18. März, gegen 16:50 Uhr, fuhr ein 70-jähriger Einwohner von Littoral mit seinem Auto auf der Grand'Rue in Peseux in westlicher Richtung. Am Fussgängerüberweg in der Nähe des Rathauses erfasste er eine 34-jährige Einwohnerin von Littoral, die die Strasse überquerte.

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Le Sentier VD: Brandstiftung in der Kirche – Pfarrer nach Rauchvergiftung hospitalisiert

Am Sonntag, dem 15. März 2026, brach in der Kirche „Le Sentier“ ein Feuer aus. Es wurde vom Pfarrer unter Kontrolle gebracht, der jedoch durch den Rauch beeinträchtigt wurde und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

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Paudex VD: 23-Jähriger rast mit 117 km/h durch 50er-Zone – Anzeige folgt

Am Freitag, 13. März 2026, wurde auf der Route du Lac in Paudex ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 117 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge gemessen. Der Lenker wurde als Raser beim zuständigen Staatsanwalt angezeigt. Die Waadtländer Polizeikorps erinnern daran, dass Raserdelikte streng bestraft werden und nicht angepasste Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit Verletzten ist.

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Schweiz: Fake-Swissquote-Mails im Umlauf – Betrüger greifen Kontodaten ab

Cyberkriminelle versenden E-Mails, die vorgeben, von Swissquote zu stammen. Ziel dieser Nachrichten ist es, Swissquote-Nutzende auf eine gefälschte Website zu führen, um dort Login-Daten sowie Angaben zur Mehrfaktorauthentifizierung abzugreifen.

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Liestal BL: Totalsperrung auf A22 – nächtliche Arbeiten sorgen für Umleitungen

A22 Liestal Nord–Liestal Süd: Nachtsperrungen für Arbeiten an Entwässerungsleitungen Auf der A22 zwischen den Anschlüssen Liestal Nord und Liestal Süd werden Ende März Untersuchungen an den Entwässerungsleitungen durchgeführt. Dafür sind nächtliche Totalsperrungen erforderlich.

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Stadt Luzern LU: Selbstunfall auf Grüneggstrasse – E-Bikefahrerin verletzt

Am Dienstag (17. März 2026, ca. 16:40 Uhr) ging die Meldung ein, dass auf der Grüneggstrasse in der Stadt Luzern eine verletzte E-Bikefahrerin aufgefunden wurde. Die Frau wurde durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren.

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Stadt St.Gallen SG: Autofahrer erfasst 86-Jährige beim Rückwärtsfahren – Frau verletzt

Am Dienstagnachmittag (17.03.2026) kurz nach 14 Uhr hat ein 45-jähriger Autofahrer beim Rückwärtsfahren eine 86-jährige Fussgängerin auf der Vadianstrasse erfasst. Die Frau wurde dabei mässig verletzt.

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Stadt St.Gallen SG: E-Bike-Fahrerin prallt in Auto – nach Auffahrunfall verletzt

Am Dienstagmorgen (17.03.2026) gegen 11.30 Uhr ist es an der Wassergasse zu einer Auffahrkollision zwischen einem Autofahrer und einer E-Bike-Fahrerin gekommen. Eine 34-jährige Frau wurde dabei leicht verletzt und musste ins Spital gebracht werden.

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Ettiswil LU: Autofahrerin prallt gegen Baum – Unfall endet im Spital

Eine Autofahrerin fuhr am Dienstag (17. März 2026, ca. 18:00 Uhr) in Ettiswil im Gebiet Ettiswilermoos auf einer Nebenstrasse. In einer Rechtskurve geriet das Auto aus noch ungeklärten Gründen links von der Strasse ab, prallte mit der linken Frontecke gegen einen Baum und kam einige Meter weiter auf der Strasse zum Stillstand.

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Seedorf UR: Brücke beschädigt – wichtige Strasse droht komplett gesperrt zu werden

Im Rahmen der ordentlichen Bauwerksüberwachung wurde am 11. September 2025 festgestellt, dass beim Objekt K22-081 (Lehnenbrücke 5), unmittelbar nördlich des Harderbandtunnels, bei Stütze 31 einer der beiden Anker ausgefallen ist. Die Instandsetzungsarbeiten an der Lehnenbrücke 5 sind aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich und müssen umgehend ausgeführt werden.

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Egerkingen SO: Nachtarbeiten auf A1 sorgen für Lärm – Bauarbeiten dauern Wochen

A1 Luterbach-Härkingen 6-Streifen-Ausbau: Nachtarbeiten bei der Überführung Gäustrasse Im Zusammenhang mit Bauarbeiten am Autobahnanschluss Egerkingen werden in den kommenden Wochen nächtliche Arbeiten im Bereich der Überführung Gäustrasse durchgeführt. Dabei ist mit erhöhten Lärm- und Lichtemissionen zu rechnen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.