Schweiz

Reinach BL: Auto auf Parkplatz Fiechten ausgebrannt – Polizei sucht Zeugen

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 9. / 10. Juli 2025, kurz vor 00.30 Uhr, kam es auf dem Parkplatz Fiechten an der Zihlackerstrasse in Reinach BL zu einem Fahrzeugbrand. Verletzt wurde niemand. Der Personenwagen wurde beim Brand komplett zerstört.

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Rega: Erfolgreicher Lehrabschluss – neue Lehrstellen ab 2026 verfügbar

Wir gratulieren unseren Lernenden! Unsere beiden KV-Lernenden sind durchgestartet und haben das Qualifikationsverfahren mit Bravour bestanden.

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Biel BE: Auto kracht in Schaufenster – vier Verletzte bei Selbstunfall

Am Mittwochnachmittag ist es in Biel zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Auto kollidierte mit einem Schaufenster eines Gebäudes. Vier Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Der Unfall wird untersucht.

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Yverdon VD: Wilde Verfolgungsjagd auf A9b – Luxuswagen kracht in Parapet

Am Dienstagmorgen, 8. Juli 2025, wurde ein gestohlener Luxuswagen auf der Autobahn A1 bei Yverdon entdeckt – es folgte eine wilde Verfolgungsjagd. Das Fahrzeug krachte schliesslich auf der A9b bei Montcherand in das Parapet. Zwei französische Staatsangehörige wurden verhaftet, verletzt wurde niemand.

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Wetterbericht für den 10. Juli: Sonniges Sommerwetter von Graubünden bis ins Tessin

Die Schweiz zeigt sich morgen von ihrer sommerlichsten Seite – mit viel Sonnenschein und nur wenigen Wolken am Himmel. Von der Deutschschweiz über das Wallis bis ins Engadin bietet das Wetter beste Bedingungen für Aktivitäten im Freien: klare Sicht auf die Alpen, angenehme Temperaturen in den Niederungen und nur leichte Winde. Besonders in den höheren Lagen locken stabile Verhältnisse und eine hohe Nullgradgrenze, ideal für Wanderungen oder Bergtouren.

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Schweizer Armee – ein umfassender Überblick

Die Schweizer Armee ist ein zentrales Element der Schweizerischen Eidgenossenschaft und prägt das Selbstverständnis des Landes seit Jahrhunderten. Als Milizarmee, die auf dem Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht basiert, unterscheidet sie sich in vielerlei Hinsicht von den Berufsarmeen anderer Staaten. Die Armee ist nicht nur für die Verteidigung der Neutralität und Souveränität der Schweiz zuständig, sondern übernimmt auch zahlreiche Aufgaben im Bereich der Katastrophenhilfe, der Friedensförderung und des Schutzes kritischer Infrastrukturen. In diesem Artikel werden die Geschichte, die Organisation, die Aufgaben, die Ausrüstung, die aktuellen Herausforderungen und die gesellschaftliche Bedeutung der Schweizer Armee ausführlich dargestellt.

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Châtel-Saint-Denis FR: Drei Verletzte bei Frontalkollision – Rega fliegt Lenker ins Spital

Gestern Nachmittag ereignete sich in Châtel-Saint-Denis ein Verkehrsunfall. Drei Autos waren beteiligt, drei Personen wurden verletzt. Die Umstände des Unfalls werden derzeit untersucht.

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Winterthur ZH: 27 Männer nach Extremisten-Schlägerei bei Gewerbeschule kontrolliert

Am Samstag, 5. Juli 2025, kam es in der Winterthurer Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen mutmasslich rechts- und linksextremen Gruppierungen. Die Polizei kontrollierte kurz darauf 27 Männer und wies sie weg. Die Stadtpolizei Winterthur ermittelt zu den Hintergründen und sucht Zeuginnen und Zeugen.

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Zürich ZH: Phishing per Post – gefälschte Ledger-Briefe zielen auf Krypto-Wallets

Cyberkriminelle versenden derzeit gefälschte Ledger-Briefe per Post, um über einen QR-Code an die Seed Phrase von Krypto-Wallets zu gelangen. Phishing, Fake Website, Betrug – diese Masche zielt auf den Diebstahl von Kryptowährungen.

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St.Gallen SG: 79-Jährige baut Selbstunfall nach Sekundenschlaf – Führerausweis weg

Am Dienstag (08.07.2025) hat eine Frau auf der Lehnstrasse einen Selbstunfall verursacht. Sie kollidierte mit einem parkierten Auto, mutmasslich infolge eines Sekundenschlafs. Die 79-Jährige wurde leicht verletzt und als fahrunfähig eingestuft. Es entstand Sachschaden.

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Kapo St.Gallen: 46 Unfälle auf Fussgänger-Streifen wegen Missachtung des Vortritts

Im Jahr 2024 ereigneten sich im Kanton St.Gallen 46 Unfälle aufgrund Nichtgewähren des Vortritts bei Fussgängerstreifen. Das sind vier Fälle weniger als im Vorjahr.

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Zürich ZH: Hofwiesenstrasse stadteinwärts bis Ende August gesperrt wegen Bauarbeiten

Von Montag, 14. Juli 2025, 9 Uhr, bis Freitag, 29. August 2025, 18 Uhr, ist die Hofwiesenstrasse zwischen den Hausnummern 27 und 45 auf der Fahrspur stadteinwärts gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Zeppelinstrasse. Eine Umfahrung ist über die Buchegg-, Wehntaler- und Schaffhauserstrasse möglich.

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Zürich ZH: Online-Polizeiposten wird nach erfolgreichem Pilotprojekt definitiv eingeführt

Die Kantonspolizei Zürich hat während eines Jahres einen neuen Online-Polizeiposten getestet. Das Pilotprojekt, das im Juli 2024 startete, hat in den vergangenen zwölf Monaten einen beachtlichen Erfolg erzielt. Aufgrund der hohen Nachfrage und der positiven Resonanz aus der Bevölkerung wird das Angebot nun definitiv eingeführt. Seit Februar 2025 ist auch die Stadtpolizei Zürich mit dabei, um dieses innovative Angebot weiter zu stärken.

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A6 Thun-Süd–Spiez BE: Nachtsperrungen wegen Bauetappe Richtung Spiez

Im Rahmen der Gesamterneuerung zwischen Thun-Süd und Spiez wird 2024 und 2025 der Abschnitt von Thun-Süd bis Gesigen saniert. Nun sind die Arbeiten auf der Seite der Fahrtrichtung Thun abgeschlossen. In den nächsten Wochen werden die Baustelle und die Verkehrsführung umgelegt, sodass die Seite der Fahrtrichtung Spiez in Angriff genommen werden kann. Dafür kommt es zu gewissen Einschränkungen. Nicht als Teil dieses Projekts, aber im gleichen Zeitraum finden beim Zubringer Steffisburg sowie auf der A8 bei Interlaken verschiedene Arbeiten statt, die ebenfalls zu gewissen Einschränkungen führen.

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Scherzingen TG: Marokkaner nach Autoeinbruch in flagranti festgenommen

Am Dienstagabend nahmen Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau einen Tatverdächtigen in Scherzingen fest, nachdem ein Auto durchsucht worden war. Gegen 21.40 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass zwei Männer an der Seestrasse ein parkiertes Auto durchsucht hätten.

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Eggersriet SG: Rollerfahrerin stürzt in Kurve und prallt frontal gegen Auto

Am Dienstag (08.07.2025), kurz nach 17:45 Uhr, ist es auf der St. Gallerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Roller gekommen. Eine 30-jährige Frau wurde dabei eher leicht verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Julierpass GR: Australierin fährt auf falscher Seite – Crash mit Auto und Spitalflug

Auf dem Julierpass ist am Dienstagnachmittag eine Motorradfahrerin auf der falschen Strassenseite gefahren. Sie kollidierte mit einem Personenwagen aus der Gegenrichtung und stürzte.

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Einsiedeln SZ: Bauarbeiter stürzt bei Fassadenarbeiten von Leiter und wird verletzt

Am Dienstag, 9. Juli 2024, stürzte ein Bauarbeiter auf einer Baustelle in Einsiedeln SZ. Der Mann war kurz vor 14.00 Uhr an der Zürichstrasse mit Fassadenarbeiten beschäftigt, als er von einer Leiter rund zwei Meter in die Tiefe fiel.

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Schaffhausen SH: 35-Jährige bei Auffahrunfall mit Kleinbus verletzt

Stadt SH: Autofahrerin bei Kollision mit Kleinbus verletzt Am Dienstagnachmittag (08.07.2025) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Kleinbus ereignet. Dabei wurde die Autofahrerin verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Obwalden OW: Sicher mit dem Auto in die Ferien – das gilt es im Ausland zu beachten

Mit dem Auto in die Ferien – das gilt es zu beachten! Viele verreisen in den Sommerferien mit dem eigenen Fahrzeug. Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es ratsam, sich vor Beginn der Reise gut zu informieren, welche Gesetze und Regeln in den jeweiligen Ländern gelten. Auch kann einiges bereits vor Beginn der Reise organisiert werden – wie beispielsweise Umweltplaketten oder Vignetten.

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Schmerikon SG: Kapo sucht Sachbearbeiter/in für Betäubungsmitteldelikte (80–100 %)

Sinnstiftende Ermittlungsarbeit, Teamspirit und Verantwortung im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität? Für unsere Aussenstelle in Schmerikon suchen wir eine Sachbearbeiterin oder einen Sachbearbeiter Betäubungsmitteldelikte (w/m/d) mit einem Pensum von 80–100 %.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.