Schweiz

Niederlenz AG: Brand im Altersheim – Dach in Flammen, mehrere Zimmer unbewohnbar

In einem Altersheim in Niederlenz brach in der Nacht ein Brand aus. Verletzt wurde niemand. Der Schaden ist allerdings beträchtlich. Betroffen war das Altersheim am Hungeligraben in Niederlenz. Anwohner sahen am Dienstag, 1. Juli 2025, kurz nach 21.30 Uhr schwarzen Rauch aus dem Dach aufsteigen und alarmierten die Feuerwehr.

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Wetterbericht zum 02. Juli: Ein Hochsommertag mit Schattenseiten

Der morgige Mittwoch zeigt sich von seiner sonnigen und warmen Seite – vielerorts werden Temperaturen über 30 Grad erreicht. Doch die Wärme bringt auch Schwüle und damit eine zunehmende Gewittergefahr mit sich. Während der Vormittag noch ruhig verläuft, kann es ab dem Nachmittag lokal zu kräftigen Schauern oder Gewittern kommen – vor allem in den Bergen, später vereinzelt auch im Flachland.

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Buckten BL: Einbruch in Garage – Lamborghini gestohlen, Schusswaffeneinsatz, Festnahme

In der Nacht von Montag, 30. Juni, auf Dienstag, 1. Juli 2025, kurz nach 02.30 Uhr, wurde in eine Autogarage an der Hauptstrasse in Buckten BL eingebrochen. Die mutmassliche Täterschaft flüchtete anschliessend mit einem entwendeten Fahrzeug. Die Polizei Basel-Landschaft konnte vor Ort eine Person festnehmen.

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Urnerboden GL: "Super Biker" lockt Töfffahrer – Polizei setzt auf Sicherheit mit Kaffee & Kuchen

Am Samstag, 28. Juni 2025, fand auf dem Urnerboden bei sommerlichen Temperaturen die Motorrad-Präventionsaktion "Super Biker" statt. Eine grosse Anzahl Motorradfahrende besuchte den Aktionsplatz, um sich mit den Motorradpolizisten und den Fahrzeugexperten über das Thema "Sicherheit auf dem Töff" auszutauschen.

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Brünigpass: Das Tor zwischen Berner Oberland und Obwalden

Der Brünigpass (schweizerdeutsch „dr Brüenig“) liegt auf 1008 Metern über Meer und zählt zu den bedeutendsten Alpenpässen der Zentralschweiz. Er verbindet Meiringen im Berner Oberland mit Lungern im Kanton Obwalden – und damit gleich zwei sprachlich und kulturell unterschiedliche Regionen der Schweiz. Gleichzeitig ist der Brünig ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: Die modern ausgebaute Passstrasse (Teil der Nationalstrasse A8) sowie die meterspurige Zentralbahn zwischen Luzern und Interlaken machen ihn ganzjährig befahrbar und für Bahn- wie Autofahrende zu einem der meistgenutzten Übergänge der Nord-Süd-Achse im Alpenraum. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die verschiedenen Facetten des Brünigpasses – vom infrastrukturellen Aufbau über geschichtliche Entwicklungen bis hin zu Freizeitangeboten, Naturerlebnissen und seiner Bedeutung als kulturelle Schnittstelle mitten in den Schweizer Alpen.

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Niederbuchsiten SO: Sekundenschlaf führt zu Kollision – Gartenzaun zerstört

Auf der Wolfwilerstrasse in Niederbuchsiten ereignete sich am Montagabend, 30. Juni 2025, eine seitlich-frontale Kollision zwischen zwei Autos. Dabei wurde auch ein Gartenzaun umgerissen. Eine Person wurde zur Kontrolle in ein Spital gebracht.

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Sennwald SG: Selbstunfall auf A13 – Auto kracht in Signalisation und Mittelleitplanke

Am Dienstag (01.07.2025), kurz vor 9 Uhr, ist es auf der Autobahn A13 in Fahrtrichtung Sennwald zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Ein 33-jähriger Mann prallte mit seinem Auto zunächst gegen eine Autobahnsignalisation und im Anschluss gegen die Mittelleitplanke. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren zehntausend Franken.

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Rapperswil-Jona SG: Auto prallt frontal in Lieferwagen – 19-Jähriger verletzt

Am Dienstag (01.07.2025), kurz nach 7 Uhr, ist es auf der Seedammstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen. Ein 19-jähriger Mann wurde dabei leicht verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden im Wert von insgesamt rund 45'000 Franken.

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Urnerboden GL: "Super Biker" zieht Töfffahrer an – Polizei setzt auf Prävention

Am Samstag, 28.06.2025, fand auf dem Urnerboden bei sommerlichen Temperaturen die Motorrad-Präventionsaktion "Super Biker" statt. Eine grosse Anzahl Motorradfahrende besuchte den Aktionsplatz, um sich mit den Motorradpolizisten und den Fahrzeugexperten über das Thema "Sicherheit auf dem Töff" auszutauschen.

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Payerne VD: 79-jährige Frau auf Zebrastreifen von Traktor erfasst – tödlich verletzt

Am Montag, 30. Juni 2025, gegen 10:05 Uhr, kam es in Payerne auf der Rue Guillermaux zu einem tödlichen Verkehrsunfall zwischen einem landwirtschaftlichen Traktor und einer Fussgängerin. Die Frau verstarb noch am Unfallort. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

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Altdorf UR: Neue Fachstellen gegen Gewalt – Polizei Uri verstärkt Schutzsystem

Die Kantonspolizei Uri nimmt per heute, 1. Juli 2025, zwei neue Fachstellen in Betrieb genommen: die Fachstelle Kantonales Bedrohungsmanagement (FS KBM) und die Fachstelle Häusliche Gewalt (FS HG). Mit diesen Einrichtungen schafft der Kanton Uri wichtige Grundlagen für den frühzeitigen Schutz gefährdeter Personen und den gezielten Umgang mit potenziell bedrohlichen Situationen.

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Biel BE: Öffentlichkeitsfahndung nach Raubüberfall auf Tankstellenshop läuft an

Im Rahmen eines laufenden Strafverfahrens zu einem Raubüberfall auf einen Tankstellenshop in Biel, der sich gegen Ende Juni ereignet hatte, hat die zuständige Staatsanwaltschaft eine Öffentlichkeitsfahndung verfügt. Sollte innert Wochenfrist keine Hinweise zur Identität des mutmasslichen Täters eingehen, werden in einem ersten Schritt verpixelte Fotos publiziert.

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St.Gallen SG: Drohnenverbot rund um Kybunpark an Spieltagen der Women’s EURO

Die Regierung des Kantons St.Gallen hat an den Spieltagen der Women’s Euro 2025 in St.Gallen den Erlass einer Flugverbotszone für unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen) rund um den Kybunpark verfügt. Diese Massnahme dient zur Gewährleistung der Sicherheit des Publikums. Verstösse gegen das Flugverbot werden zur Anzeige gebracht.

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Lütisburg SG: Auto und Lieferwagen kollidieren frontal – zwei Personen verletzt

Am Dienstag (01.07.2025), kurz vor 6 Uhr, ist es auf der Toggenburgerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lieferwagen und einem Auto gekommen. Dabei wurden eine 20-jährige Frau sowie ein 44-jähriger Mann leicht verletzt. Beide Personen wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Schmerikon SG: Schopf in Flammen – Feuer beschädigt Einfamilienhaus

Am Montag (30.06.2025), kurz nach 15 Uhr, ist es an der Obstwachsstrasse zu einem Brand eines Schopfanbaus an einem Einfamilienhaus gekommen. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Durch den Brand wurden der Schopf komplett und Dachteile des Einfamilienhauses zerstört. Es entstand Sachschaden von rund 200‘000 Franken.

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Ennetbühl SG: Töfffahrer stürzt in Kurve und prallt in Randleitpfosten – verletzt ins Spital

Am Montag (30.06.25), kurz nach 17:15 Uhr, ist es auf der Schwägalpstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen. Der 30-jährige Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Appenzell AI: Kinder glänzen bei Veloprüfung – fast alle bestehen fehlerfrei

Von den rund 200 Teilnehmenden bestanden fast alle die Prüfung fehlerlos. Letzte Woche fanden die jährlichen Veloprüfungen für Schülerinnen und Schüler aus Appenzell Innerrhoden in der Olma-Halle 3 in St. Gallen statt.

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Zürich ZH: Spürhund Gino sichert Frachtschalter – Einsatz mit Nase und Herz

Vom Rollfeld ins Büro – Gino nimmt seinen Auftrag sehr ernst. Am Flughafen Zürich sorgt Gino am Frachtschalter dafür, dass alles seine Ordnung hat… bevor er sich auf dem Flughafengelände wieder den verdächtigen Paketen und Gepäckstücken widmet.

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Stans NW: Camper Day zieht 80 Fahrzeuge an – Präventionsaktion ein voller Erfolg

Der erste "Camper Day" im Kanton Nidwalden war ein voller Erfolg! Am Samstag, 28. Juni 2025, organisierte die Kantonspolizei Nidwalden in Stans, in Zusammenarbeit mit dem TCS Camping Club Waldstätte und dem Verkehrssicherheitszentrum OW/NW erstmals einen "Camper Day". Zahlreiche Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzende nutzten die Gelegenheit, ihre Fahrzeuge kostenlos und unverbindlich bei der Fahrzeugwaage beim Polizeigebäude wiegen zu lassen.

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Ostermundigen BE: Neues Tram wird ÖV-Knotenpunkt – Baujahrzehnt gestartet

Mit dem Tram Bern – Ostermundigen (TBO) entsteht beim Bahnhof Ostermundigen ein äusserst attraktiver ÖV-Knoten für Bahn, Tram und Bus. Bis 2040 dürften die Passagierfrequenzen überdurchschnittlich um 56 Prozent wachsen, die Zahl der Umsteigenden um 66 Prozent. Die neue Tramlinie leistet einen entscheidenden Beitrag für einen nachhaltigen Verkehr in Stadt und Agglomeration. Die Stadt Bern nutzt den Tramlinienbau für die Aufwertung des Strassenraums. Für die Entwicklung von Ostermundigen ist das Tram ein Katalysator.

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Staad SG: Betrunkener (51) verursacht Kollision und flüchtet – Führerausweis weg

Am Sonntag (29.06.2025), kurz vor 11 Uhr, ist es auf der Hauptstrasse zu einer Streifkollision zwischen zwei Autos gekommen. Der 51-jährige unfallverursachende Fahrer war in alkoholisiertem Zustand unterwegs und entfernte sich von der Unfallstelle. Er konnte später ermittelt werden.

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Schänis SG: Betrunken Unfall gebaut und geflüchtet – Führerausweis weg

Am Sonntag (29.06.2025), kurz nach 12:45 Uhr, ist es auf der Hauptstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Auto gekommen. Der 56-jährige Unfallverursacher versuchte, den Unfallort zu verlassen, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Er war in alkoholisiertem Zustand unterwegs.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.