Schweiz

Egerkingen SO: 22-Jährige kracht mit Auto frontal in entgegenkommenden Lastwagen

Zwischen Egerkingen und Hägendorf hat sich am Mittwochmorgen, 13. Mai 2026, eine seitlich-frontale Kollision zwischen einem Sattelmotorfahrzeug und einem Auto ereignet. Dabei wurde die Autofahrerin leicht verletzt. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen.

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Lausanne VD: Internationale Polizeiaktion gegen Drogenhandel und Geldwäscherei

Am Dienstag, 28. April 2026, wurde im Rahmen eines Strafverfahrens der Staatsanwaltschaft und der Waadtländer Kantonspolizei eine internationale Polizeioperation gegen ein Netzwerk durchgeführt, das im Drogenhandel und in der Geldwäscherei aktiv war. Die Ermittlungen dauerten mehrere Jahre an.

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Birsfelden BL: 77-jährige Fussgängerin erliegt nach Velo-Unfall ihren Verletzungen

Am frühen Samstagabend, 09. Mai 2026, kurz vor 17.30 Uhr, geriet eine Radfahrerin im Bereich der Verzweigung Hofstrasse / Kirchstrasse in Birsfelden auf das rechtsseitige Trottoir (>>Polizei.news berichtete<<) und kollidierte dort mit einer Fussgängerin. Diese wurde dabei schwer verletzt.

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Schweiz: Neuer Gesetzesartikel verbietet Gewalt in der Erziehung & stärkt Kinderschutz

Ab dem 1. Juli ist die gewaltfreie Erziehung von Kindern ausdrücklich im Schweizer Zivilrecht verankert. Der neue Gesetzesartikel markiert einen bedeutenden Schritt, insbesondere auch vor dem Hintergrund steigender Zahlen von Kindesmisshandlungen.

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Schattdorf UR: Mofalenker bei Selbstunfall auf Gotthardstrasse leicht verletzt

Gestern Dienstag, 12. Mai 2026, um 13.40 Uhr, ereignete sich an der Gotthardstrasse in Schattdorf ein Verkehrsunfall. Aus derzeit unbekannten Gründen stürzte der Lenker eines Mofas mit Urner Kontrollschild auf der Höhe der Kleintierpraxis Adlergarten.

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Zug ZG: Streit in Asylunterkunft endet mit lebensbedrohlicher Stichverletzung

Bei einer tätlichen Auseinandersetzung erlitt eine Person eine Stichverletzung und musste mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Sein Kontrahent konnte vor Ort festgenommen werden. Die Ermittlungen sind im Gange.

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Buchrain LU: Auto schleudert auf A14 und kracht mit Heck in Leitplanke

Auf der Autobahn A14, Fahrtrichtung Zug, geriet am Montag (11. Mai 2026, kurz vor 22:00 Uhr) ein Auto aus noch ungeklärten Gründen ins Schleudern und prallte mit dem Heck gegen die rechte Leitplanke. Die Autofahrerin verletzte sich beim Unfall leicht.

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Emmen LU: Autofahrer kollidiert beim Rückwärtsfahren mit Linienbus in Emmen

Am Montag (11. Mai 2026, ca. 22:15 Uhr) kam es auf der Rüeggisingerstrasse in Emmen zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Bus. Ein Autofahrer fuhr rückwärts aus einem Parkfeld und kollidierte dabei mit dem Linienbus, welcher von der Haltestelle Kasernenstrasse in Richtung Waldibrücke fuhr.

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Greppen LU: Autofahrer gerät auf Gegenfahrbahn und kollidiert mit zwei Autos

Ein Autofahrer fuhr am Dienstagmorgen (12. Mai 2026, ca. 05:50 Uhr) von Küssnacht in Richtung Weggis. Eingangs Greppen geriet er aus noch ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn, wo es zu einer Streifkollision mit einem entgegenkommenden Auto kam.

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Waldkirch SG: Tote Fische und Krebse im Hasenbergweiher – Ursache noch unklar

Am Samstagabend (09.05.2026) hat eine Drittperson der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen mehrere tote Fische und Krebse im Hasenbergweiher gemeldet. Die örtliche Feuerwehr hat über mehrere Stunden Frischwasser in den Weiher gepumpt. Die Ursache wird derzeit abgeklärt.

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Rapperswil-Jona SG: Algerier beim Einbruch in Geschäft in flagranti festgenommen

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (13.05.2026) hat ein privater Sicherheitsdienst der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen einen Einbruch in ein Geschäft gemeldet. Der 26-jährige Algerier ist durch die Polizei im Gebäude festgenommen worden.

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Montagny-la-Ville FR: Drei Nordmazedonier nach Einbruch und Waffenfund verhaftet

Am Freitagabend wurden in Corcelles-près-Payerne (VD) drei mutmassliche Täter angehalten, nachdem sie kurz zuvor in Montagny-la-Ville einen Einbruch verübt hatten. Ihnen könnten weitere Fälle zur Last gelegt werden. Sie wurden in Untersuchungshaft genommen, und unter der Leitung der Staatsanwaltschaft wurde eine Untersuchung eingeleitet.

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Chur GR: 54-Jähriger kracht in Baumeinfassung und fährt einfach weiter

In Chur ist es auf der Loëstrasse Höhe Sonnenbergstrasse zu einem Selbstunfall gekommen. Am Dienstagnachmittag (12.05.2026) kurz nach18:00 Uhr fuhr ein 54-jähriger Personenwagenlenker stadtauswärts auf der Loëstrasse.

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Kestenholz SO: Nach Bremsmanöver auf A1 schleudert Lenkerin in Wildschutzzaun

Eine Automobilistin hat am Dienstag, 12. Mai 2026, kurz vor Mitternacht, auf der Autobahn A1 bei Kestenholz die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren, ist ins Schleudern geraten und schliesslich mit einem Wildschutzzaun kollidiert. Gemäss Aussagen der Frau sei sie verunfallt, nachdem sie von einem derzeit unbekannten Autofahrer ausgebremst worden sei. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen.

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Göschenen UR: Nächtliche Sperrungen auf der A2 wegen Unterhaltsarbeiten

Das Amt für Betrieb Nationalstrassen (AfBN) teilt mit, dass in den Wochen 21 und 22 auf der Autobahn A2 zwischen Amsteg und Göschenen sowie in der Schöllenen Unterhalts- und Reinigungsarbeiten durchgeführt werden. Die Arbeiten finden nachts jeweils zwischen 22:00 und 05:00 Uhr statt.

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Rickenbach bei Wil TG: Italienerin (57) schläft am Steuer ein und kracht in Mittelinsel

Bei einem Selbstunfall in Rickenbach bei Wil wurde in der Nacht zum Mittwoch eine Autofahrerin leicht verletzt. Sie musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Kaiseraugst AG: Motorradfahrer prallt auf A3 in Lieferwagen – Rückstau im Berufsverkehr

Im dichten Berufsverkehr fuhr ein Motorradfahrer am frühen Dienstagabend auf der A3 auf einen Lieferwagen auf. Er erlitt mittelschwere Verletzungen.

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Stadt St.Gallen SG: Schwerer Arbeitsunfall auf Baustelle – Metallbauer stürzt von Leiter

Am Dienstagmittag (12.05.2026) ist ein 29-jähriger Metallbauer bei Arbeiten auf einer Baustelle an der Dunantstrasse von einer Leiter gestürzt und dabei erheblich verletzt worden. Er wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Chur GR: Fahrunfähige Lenkerin (21) kracht nachts in Kandelaber – Blutprobe angeordnet

In Chur ist es auf der Gürtelstrasse Höhe Haus Nr. 8 zu einem Selbstunfall gekommen. Am Mittwochmorgen (13.05.2026) kurz nach 02:10 Uhr fuhr eine 21-jährige Personenwagenlenkerin auf der Gürtelstrasse Richtung Oberalpstrasse.

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Wetter am Mittwoch, 13.05.2026: Erst sonnig, später Regen und Schnee ab 1'300 Metern

Zwischen einem Hochdruckgebiet über dem Atlantik und einem Tief über der Nordsee liegt die Schweiz in einer West- bis Nordwestströmung. Zunächst ist unser Wetter noch von trockener Polarluft bestimmt. Im Laufe des Mittwochs gelangen wir aber allmählich in den Einflussbereich des Tiefs über der Nordsee. Damit erreicht uns bis am Freitag aus Westen wieder zunehmend instabile, feuchte und weiterhin kühle Luft.

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Porrentruy JU: Brand in Wäscherei löst nächtlichen Feuerwehreinsatz aus

Am Dienstag, dem 12. Mai 2026, gegen 23:40 Uhr, brach in der Wäscherei eines Gebäudes in der Rue du Creugenat in Porrentruy ein Feuer aus. Das Feuer entstand aufgrund eines technischen Problems mit einem elektrischen Lufttrockner, wodurch Rauch im Keller des Gebäudes freigesetzt wurde.

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Näfels GL: Polizei sucht Zeugen nach mysteriösem Selbstunfall mitten in der Nacht

Am Dienstag, 03. März 2026, ca. 23.30 Uhr, ereignete sich in Näfels auf der Strasse Mühlhäusern ein Selbstunfall mit einem Personenwagen. Die Kantonspolizei Glarus informierte damals über das Ereignis. Der genaue Unfallhergang konnte bislang jedoch nicht abschliessend geklärt werden.

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Effretikon ZH: Unverpixeltes Fahndungsbild führt zu Festnahme eines Schweizers (19)

Nach der Veröffentlichung eines zweiten Zeugenaufrufs mit einem unverpixelten Bild des Tatverdächtigen konnte dieser verhaftet werden. Am Sonntagmorgen (31.8.2025) kam es nach 06.00 Uhr bei der Raiffeisenbank an der Bahnhofstrasse 21 in Effretikon zu einem tätlichen Angriff auf einen 42-jährigen Mann.

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Widnau SG: 79-jähriger Schweizer kracht in Betonwand und fährt einfach weiter

Am Montagabend (11.05.2026) hat ein 79-jähriger Autofahrer einen Selbstunfall auf der Bahnhofstrasse verursacht. Anschliessend entfernte er sich von der Unfallstelle. Er wurde durch eine Polizeipatrouille an seinem Wohnort angetroffen und als fahrunfähig eingestuft. Er musste den Führerausweis abgeben.

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Rapperswil-Jona SG: Velofahrer kollidiert beim Überholen mit Auto und wird verletzt

Am Montagnachmittag (11.05.2026) ist es auf der Kreuzstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem 15-jährigen Velofahrer gekommen. Der Rettungswagen brachte den eher schwer verletzten 15-Jährigen ins Spital. Der Unfallhergang wird durch die Kantonspolizei St.Gallen abgeklärt.

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Altstätten SG: Holzasche löst Brand in Schrebergarten aus – 81-Jähriger angezeigt

Am Montagabend (11.05.2026) ist es nahe der Lehmlochstrasse zu einem Brand in einem Schrebergarten gekommen. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Als Ursache steht zu früh entsorgte Holzasche im Vordergrund.

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St.Gallen: Mehrere Einbrüche im Kanton – Tunesier nach Bootsdiebstahl gefasst

Zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen (12.05.2026) ist es zu mehreren Einbruch- und Einschleichdiebstählen im Kanton St.Gallen gekommen. Unbekannte Täterschaften brachen unter anderem in zwei Geschäfte, eine Hobbywerkstatt, eine Autogarage und in ein Industriegebäude ein. In Rorschach wurden zwei Täter beim Einschleichediebstahl auf ein Boot durch den Bootsbesitzer überrascht. Die Polizei konnte ein mutmasslichen Täter festnehmen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.