Schweiz

Roggwil TG: Frontalcrash mit Lkw auf A23 – Autofahrer (†) eingeklemmt und tödlich verletzt

Ein Auto und ein Lastwagen kollidierten am Dienstagmorgen auf dem Autobahnzubringer A23 bei Roggwil. Der Autofahrer wurde so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb.

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Schaffhausen SH: Feuerlöscher in Tiefgarage geleert – Polizei sucht Zeugen

Am frühen Freitagabend (09.05.2025) hat eine unbekannte Täterschaft einen Pulver-Feuerlöscher in einer Tiefgarage in der Stadt Schaffhausen mutwillig und ohne Grund geleert. In der Folge musste die Tiefgarage von der Feuerwehr der Stadt Schaffhausen gelüftet werden. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu dieser Sachbeschädigung.

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Luzern LU: Motorradfahrer flüchten vor Polizei mit riskanten Manövern – Zeugen gesucht

In der Nacht auf Montag sind zwei Motorradfahrer durch ihr Fahrverhalten in der Stadt Luzern aufgefallen. Als die Luzerner Polizei die beiden zur Kontrolle anhalten wollte, flüchteten sie mit übersetzter Geschwindigkeit und mit gefährlichen Fahrmanövern. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.

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Genf GE: Polizei veröffentlicht Liste mit sichergestelltem Schmuck vom 30. April

Am 30. April 2025 hat die Genfer Kriminalpolizei Fotos von Schmuckstücken und Wertgegenständen sichergestellt, die im Rahmen laufender Ermittlungen entweder gefunden oder beschlagnahmt wurden. Die Gegenstände wurden der Schmuckabteilung der Einbruch- und Diebstahlbekämpfungsbrigade (BRCV) übergeben.

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Schaffhausen SH: Festnahme nach Drohung gegen Schulhaus – Anruf kam aus dem Ausland

Die Schaffhauser Polizei hat im Zusammengang mit dem gestrigen Grosseinsatz beim Schulhaus Gräfler in der Stadt Schaffhausen eine Person verhaftet. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass die telefonische Drohung nicht ernstgemeint war und aus dem Ausland abgesetzt wurde.

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Sursee LU: Schleuderunfall auf A2 – Trümmer beschädigen Autos auf Gegenfahrbahn

Ein Autofahrer ist am Montagabend auf der Autobahn A2 bei Sursee ins Schleudern geraten und gegen die Mittelleitplanke geprallt. Der Fahrer wurde beim Selbstunfall leicht verletzt. Zwei entgegenkommende Autos wurden durch Trümmerteile beschädigt.

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Schweiz: "Vision Zero" – BFU kämpft gegen tödliche Unfälle bei Kindern

Unfälle sind eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern in der Schweiz. Jedes Jahr verlieren 28 Kinder und Jugendliche ihr Leben durch einen Unfall.

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Balgach SG: 33-Jährige prallt auf bremsendes Auto – zwei Verletzte, hoher Schaden

Am Montag (12.05.2025), kurz nach 10:15 Uhr, ist es auf der Hauptstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine 33-jährige und eine 35-jährige Frau wurden dabei leicht verletzt und anschliessend vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Kanton Aargau: 45 Kilo Kokain, Millionenumsatz – Anklage im Fall "Presidente"

Die umfangreichen Untersuchungen der Kantonalen Staatsanwaltschaft im Fall "Presidente" neigen sich dem Ende zu. Mit den Anklagen gegen den Hauptbeschuldigten und seine ehemalige Partnerin überweisen die Strafverfolgungsbehörden nun auch das Verfahren gegen den Drahtzieher im lose organisierten Drogenring an das Gericht.

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Rapperswil-Jona SG: Junge im Waldspielgarten zwischen Rundhölzern eingeklemmt

Am Montag (12.05.2025), kurz vor 10:45 Uhr, ist es im Waldstück Sommenberg zu einem Unfall gekommen. Dabei wurde ein sechsjähriges Kind zwischen zwei Rundhölzern eines Rundholzhaufens eingeklemmt. Es wurde dabei unbestimmt verletzt und anschliessend mit der Rega ins Spital geflogen.

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Gunzgen SO: Aktion "Auszeit" bringt Chauffeure und Polizei an einen Tisch

Am Mittwoch, 21. Mai 2025, lädt die Kantonspolizei Solothurn Chauffeusen und Chauffeure zum gegenseitigen Austausch ein. Zum vierten Mal findet die Aktion "Auszeit" von 8-14 Uhr auf dem Rastplatz Gunzgen-Süd der Autobahn A1 statt.

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Müllheim TG: 16-jähriger Motorradfahrer bei Frontalcrash mit Auto verletzt

Bei einer Kollision mit einem Auto wurde am Montag in Müllheim ein Motorradfahrer leicht bis mittelschwer verletzt. Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Winterthur ZH: Entwarnung nach Polizeieinsatz wegen verdächtigem Gegenstand

Ein verdächtiger Gegenstand unter einem Auto hat am Montagnachmittag, 12. Mai 2025, zu einem grösseren Polizeieinsatz an der Obermühlestrasse geführt. Das Gebiet wurde nach einer weiträumigen Sperrung aus Sicherheitsgründen wieder geöffnet. Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich haben den Gegenstand untersucht, er hat sich als ungefährlich herausgestellt.

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Zürich ZH: Ausbau der Velovorzugsroute bringt Tempo 30 und weniger Autoverkehr

Ab August 2025 setzt die Stadt zwischen der Stauffacherstrasse und der Kasernenstrasse den nächsten Abschnitt einer Velovorzugsroute um. Auf weiteren 1,25 Kilometer erhalten die Velofahrenden meist Vortritt und viel Platz. Im Frühling 2026 wird diese neue Veloverbindung Richtung Stadttunnel bereit sein.

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Vermisste Wanderin (62) im Glaubenberg OW – erfolgreiche Rettung durch Armeehelikopter

Am Sonntag, 11.05.2025, kurz nach 22 Uhr meldete eine Person der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Obwalden, dass eine Nachbarin am Sonntag zu einer Wanderung in den Glaubenberg OW aufgebrochen war und noch nicht zurückgekehrt sei. Durch die Alpine Rettung Schweiz Sarneraatal und Entlebuch wurden die Wanderwege rund um den Bereich Feuerstein abgesucht. Da die Vermisste nicht aufgefunden werden konnte, wurde für die Suche aus der Luft ein Armeehelikopter aufgeboten.

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Rapperswil SG: Motorradfahrer (26) flüchtet vor Polizei – Unfall mit Patrouillenauto

Am Samstag (10.05.2025), kurz vor 21 Uhr, ist ein 26-jähriger Mann mit seinem Motorrad im Bereich der Spinnereistrasse verunfallt, nachdem er bei der St.Gallerstrasse ein polizeiliches Haltezeichen missachtet hatte und geflüchtet war. Beim Unfall kam es zu einer Kollision mit einem Patrouillenfahrzeug der Kantonspolizei St.Gallen. Die Umstände des Unfalls sind Gegenstand laufender Abklärungen.

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Bern BE: Brand in Tagesschule – Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen

Am frühen Montagmorgen ist in Bern auf einem Schulareal bei einem Unterstand und im Gebäude einer Tagesschule ein Brand ausgebrochen. Es wurde niemand verletzt. Den ersten Ermittlungen zufolge wird von Brandstiftung ausgegangen. In diesem Zusammenhang werden Zeugen gesucht.

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Fischbach LU: Pfefferspray-Angriff bei Einbruch – drei Nordafrikaner (26 - 31) verhaftet

Am frühen Freitagmorgen (02. Mai 2025 ca. 02:30 Uhr) hat die Luzerner Polizei in Fischbach drei mutmassliche Einbrecher festgenommen. Zuvor wären die Männer im Gebiet Oberreiferswil in ein Haus und in ein unverschlossenes Auto eingestiegen und haben Lebensmittel gestohlen.

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Schaffhausen SH: Droh-Anrufe – Polizei evakuiert Schulhaus Gräfler mit Grossaufgebot

Die Schaffhauser Polizei ist derzeit mit einem Grossaufgebot wegen einer möglichen Gefahrenlage beim Schulhaus Gräfler in der Stadt Schaffhausen vor Ort. Am Montag (12.05.2025) um 11:41h hat sich eine unbekannte Person telefonisch bei der Einsatzzentrale der Schaffhauser Polizei gemeldet und eine Gefahrenlage beim Schulhaus Gräfler in der Stadt Schaffhausen angedroht. Kurze Zeit später meldete zudem ein Schüler im Auftrag seiner Lehrerein, dass diese eine telefonische Drohung erhalten habe.

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Kanton Zug: Verletzte bei Unfällen, Brände in Garagen – Polizei zieht Bilanz zum Wochenende

Am vergangenen Wochenende hatten die Einsatzkräfte einiges zu tun. Neben mehreren Verkehrsunfällen wurden drei Autofahrer gestoppt und verzeigt, die unnötigen Lärm verursacht haben. Weiter ist es zu zwei Bränden gekommen, die glücklicherweise glimpflich ausgingen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.