Schweiz

Alpnach Dorf OW: Grossbrand zerstört Stall und Nebengebäude – Kälber gerettet

In einem Stall in Alpnach Dorf ist am Freitagnachmittag, 19.06.2026, ein Brand ausgebrochen. Das Vieh konnte gerettet werden. Personen wurden nicht verletzt. An der Scheune sowie an einem Nebengebäude entstand Totalschaden.

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Kanton Tessin: Polizei kündigt Tempokontrollen in über 30 Gemeinden an

Die Kantonspolizei Tessin und die Gemeindepolizeien führen vom 22. bis 28. Juni 2026 im gesamten Kantonsgebiet mobile und semistationäre Geschwindigkeitskontrollen durch. Mit den Kontrollen soll die Verkehrssicherheit erhöht und schwere Unfälle verhindert werden.

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Wetter am Samstag, 20.06.2026: Sonnig, sehr warm und lokale Gewitter in den Alpen

Die Schweiz befindet sich im Einflussbereich einer umfangreichen Hochdruckzone, welche sich vom Mittelmeer über den Alpenraum bis nach Nordwesteuropa erstreckt. Mit schwachen westlichen bis nordwestlichen Höhenwinden gelangt heisse bis sehr heisse und recht trockene Luft zu uns. Der Hochdruckeinfluss bleibt bis auf Weiteres erhalten.

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Vuadens FR: Räuber fesseln Frau, bedrohen sie mit Messer und rauben Tresor aus

Am vergangenen Samstag kam es in einer öffentlichen Einrichtung in Vuadens zu einem Raubüberfall. Es wurden mehrere Tausend Franken entwendet. Die vier mutmasslichen Täter wurden angehalten und vorläufig festgenommen. Sie werden bei der zuständigen Behörde angezeigt.

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Bellinzona TI: Wachtmeister Paolo Piatesi stoppt Geisterfahrer und erhält Ehrenmedaille

Für einen aussergewöhnlich mutigen Einsatz auf der Autobahn A2 bei Bellinzona ist der Wachtmeister Paolo Piatesi der Kantonspolizei Tessin mit der silbernen Ehrenmedaille für Lebensretter ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wurde ihm kürzlich in Bern von der Carnegie-Stiftung verliehen.

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Stadt St.Gallen SG: Velofahrer übersieht E-Scooter – 16-Jähriger erheblich verletzt

Am Donnerstagabend (18.06.2026) ist es an der Rorschacher Strasse im Bereich Neudorf zu einer Kollision zwischen einem Velofahrer und einem E-Scooter-Fahrer gekommen. Beide wurden verletzt und durch die Rettung ins Spital gebracht.

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Belp/Kehrsatz/Wabern BE: Polizei sucht Zeugen nach gefährlicher Fluchtfahrt

Am Sonntagmorgen ist ein Autofahrer in Belp vor einer Polizeikontrolle geflüchtet. Während der Fluchtfahrt durch Belp, Kehrsatz und Wabern war der Lenker mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und gefährdete dabei mehrere Verkehrsteilnehmende. Es werden Zeuginnen und Zeugen gesucht.

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Thun BE: Brandstifter gefasst – Mann und Jugendlicher in Untersuchungshaft

In zwei voneinander unabhängigen Fällen von Sachbeschädigungen durch Feuer zwischen April und Juni in Thun und im Mai in Interlaken konnte die Kantonspolizei Bern einen Erwachsenen und einen Jugendlichen festnehmen. Beide Personen befinden sich zurzeit in Untersuchungshaft.

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Filzbach GL: Autofahrerin gerät auf Gegenfahrbahn und kracht in Wohnmobil

Am heutigen Mittag um ca. 11.35 Uhr kam es auf der Autobahn A3 in Filzbach zu einer Frontalkollision zwischen einem Personenwagen und einem Wohnmobil. Verletzt wurde niemand, jedoch entstand an beiden Fahrzeugen teils erheblicher Sachschaden.

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Rüdlingen SH: Heftige Kollision bei Überholmanöver – Autos krachen ineinander

Am Donnerstagnachmittag, 18.06.2026, hat sich in Rüdlingen auf der Rafzerstrasse eine heftige Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Vorausgegangen war die Ausführung eines Überholmanövers eines beteiligten Autofahrers.

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Blendung nach der Tunnelausfahrt

Nach einer längeren Tunnelfahrt richtet sich der Blick vieler Fahrer automatisch auf die Ausfahrt. Das Ende des Tunnels ist in Sicht, die Fahrt scheint wieder einfacher zu werden. Doch gerade jetzt ist Aufmerksamkeit gefragt: Mit dem Wechsel vom Tunnel ins Tageslicht verändern sich die Sichtverhältnisse innerhalb weniger Sekunden. Abhängig von Wetterlage, Tageszeit und Verkehrssituation kann die Wahrnehmung kurzfristig beeinträchtigt sein. Der folgende Beitrag zeigt, warum die Tunnelausfahrt besondere Aufmerksamkeit erfordert und wie sich typische Fehler vermeiden lassen.

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Bettlach SO: Autofahrerin gerät auf Gegenfahrbahn – Kind mit Rega ins Spital

Auf der Grenchenstrasse in Bettlach hat sich am Donnerstagabend eine Frontalkollision zwischen zwei Autos ereignet. Dabei wurden beide Autolenkerinnen sowie ein Kind als Mitfahrer verletzt. Alle drei Personen mussten zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Spital gebracht werden.

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Wittenbach SG: Autodieb (Marokkaner) startet bereits Motor – Polizei greift ein

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (19.06.2026) hat eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen einen Mann beobachtet, der an der St.Gallerstrasse versuchte, parkierte Autos zu öffnen. Als er schliesslich ein unverschlossenes Auto öffnete und den Motor startete, wurde der 24-jährige Marokkaner durch die Polizisten in flagranti festgenommen.

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Stadt St.Gallen SG: Brandmeldeanlage warnt rechtzeitig vor Mottbrand im Dach

Am Donnerstagabend (18.06.2026) ist es an der Martinsbruggstrasse zu einem Mottbrand im Dach einer Firma gekommen. Die Berufsfeuerwehr St.Gallen konnte den Brandherd finden und löschen. Das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei St.Gallen ermittelt die Brandursache.

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Gossau SG: Jauche gelangt in Tobelbach – Feuerwehr muss Gewässer spülen

Am Donnerstagnachmittag (18.06.2026) ist es zu einer Verschmutzung des Tobelbachs bei Rüeggetschwil gekommen. Die örtliche Feuerwehr hat das verschmutzte Wasser abgepumpt und den Bach mit Frischwasser gespült. Nach ersten Erkenntnissen wird von einer undichten Rohrverbindung als Ursache ausgegangen.

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Stadt St.Gallen SG: 13-Jähriger stürzt nach Streifkollision mit Auto – Zeugen gesucht

Am Donnerstagnachmittag (18.06.2026) ist an der Rehetobelstrasse ein 13-jähriger Velofahrer von einer Person mit einem Auto angefahren worden. Der Junge wurde dabei leicht verletzt. Die Stadtpolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Aesch BL: Vier junge Männer rauben Fussgänger nach Streit in S-Bahn aus

In der Donnerstagnacht, 18. Juni 2026, kurz vor 23.30 Uhr, kam es beim Bahnhof Aesch BL zu einem tätlichen Angriff und Raub auf einen Fussgänger. Dabei wurde ein Mann von einer Gruppe junger Männer angegriffen, beraubt und verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Ueken AG: Motorfahrradfahrer verliert Kontrolle und stürzt in Bachbett

Am Donnerstagmittag verlor ein Motorfahrradlenker die Kontrolle über sein Fahrzeug und landete in einem Bachbett. Durch den Sturz zog er sich mittelschwere Verletzungen zu und musste mit einer Ambulanz in ein Spital eingeliefert werden.

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Koblenz AG: Einfamilienhaus steht in Vollbrand – Bewohner ins Spital gebracht

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag brach in einem Einfamilienhaus in Koblenz ein Brand aus. Das Haus stand kurze Zeit später in Vollbrand. Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Die beiden Bewohnenden wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar.

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Winterthur ZH: Autofahrer erfasst Velofahrerin und fährt einfach weiter – Polizei sucht Zeugen

Am Donnerstagabend, 18. Juni 2026, kam es in Winterthur zu einem Verkehrsunfall zwischen einer Fahrradlenkerin und einem Personenwagen. Der Unfallverursacher entfernte sich anschliessend von der Unfallstelle. Die Polizei sucht Zeugen.

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Wetter am Freitag, 19.06.2026: Gewitterrisiko steigt, sommerlich warm in der Schweiz

Das wetterbestimmende Hochdruckgebiet schwächt sich heute vorübergehend ab. Mit schwachen südwestlichen Höhenwinden gelangt weiterhin heisse Luft subtropischen Ursprungs zur Schweiz. Die Luftmasse ist jedoch vorübergehend etwas feuchter und instabil geschichtet. Dadurch nimmt die Gewitterneigung vorübergehend zu. Am Wochenende verstärkt sich der Hochdruckeinfluss wieder und die Gewitterneigung nimmt ab.

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Wetzikon ZH: Auto gerät auf Gegenfahrbahn und erfasst Velofahrer frontal

Bei einer Frontalkollision zwischen einem Personenwagen und einem Velo ist am Donnerstagnachmittag (18.06.2026) in Wetzikon der Zweiradfahrer schwer verletzt worden. Der Velofahrer musste nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Bilten GL: Ultraleichtflugzeug stürzt im Wald ab – Pilot von Rega gerettet

Am 17. Juni 2026 um ca. 13.45 Uhr ging bei der Kantonspolizei Glarus die Meldung über den Absturz eines Ultraleicht-Trike im Stellenwald bei Bilten ein. Der Pilot wurde durch die Rega geborgen und mit unbestimmten Verletzungen in ein Spital überführt.

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St.Gallen SG: Betrunkener E-Scooter-Fahrer rast mit 49 km/h durch die Innenstadt

Die Stadtpolizei St.Gallen hat am Dienstagabend (16.06.2026) einen 19-jährigen E-Scooter-Lenker angehalten, der mit 0.98 mg/l Atemalkohol unterwegs war. Zudem erreichte der E-Scooter eine zu hohe Geschwindigkeit. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und der Mann angezeigt.

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Wallisellen ZH: Vier Männer sollen Bekannten entführt und festgehalten haben

Ein Mann ist am Montagabend (15.06.2026) in Wallisellen von vier ihm bekannten Männern unter Androhung von ernsthaften Nachteilen gezwungen worden, zusammen mit ihnen in ein Fahrzeug zu steigen. Nach mehreren Stunden konnte er von der Polizei in Sicherheit gebracht werden. Er ist unverletzt.

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Kapo Solothurn: Polizei unterstützt Sicherheitseinsatz am G7-Gipfel in Genf

Vom 11. bis 18. Juni 2026 standen Angehörige der Kantonspolizei Solothurn im Rahmen des G7-Gipfels in Genf im Einsatz. Gemeinsam mit hunderten Einsatzkräften verschiedener Polizeikorps aus der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Frankreich sowie der Schweizer Armee trugen sie zur Sicherheit eines Anlasses von internationalem Interesse bei.

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Obstalden GL: Auto gerät auf Gegenfahrbahn und löst Frontalkollision auf A3 aus

Am Mittwoch, 17. Juni 2026, ca. 17.30 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 auf der Höhe der alten Walenseeraststätte ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Personenwagen. Verletzt wurde niemand, an allen Fahrzeugen entstand jedoch erheblicher Sachschaden.

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Kappel SO: Motorradfahrer prallt in Autoheck und erleidet erhebliche Verletzungen

Auf der Hägendorfstrasse in Kappel kam es am Mittwochabend, 17. Juni 2026, zu einer Auffahrkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto. Der Motorradlenker zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu, die eine Einweisung in ein Spital erforderlich machten.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.