Schweiz

Kapo Basel-Stadt: Emotionaler Abschied – "Reini" beendet nach 40 Jahren seinen Dienst

Die letzte Patrouille – ein Abschied nach 40 Jahren im Dienst. Nach 40 Jahren voller Einsatz, Hingabe und Leidenschaft war es am 27. März 2025 soweit: Unser lieber Kollege „Reini“ trat seine letzte Patrouille an.

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Kapo Graubünden: Fliegende Einsatzleiter und Drohnengruppe trainieren erstmals gemeinsam

Erstmals haben die Fliegenden Einsatzleiter gestern am 27.03.2025 gemeinsam mit der Drohnengruppe der Kantonspolizei Graubünden trainiert. Im Fokus standen Koordination, Technik und der gemeinsame Einsatz in realitätsnahen Szenarien.

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Lausanne VD: Polizeinachwuchs sammelt Praxiserfahrung im Streifendienst

Aktuell und noch bis morgen Nachmittag sind die angehenden Polizistinnen und Polizisten aus dem Kanton Waadt in den Strassen von Lausanne, Lucens und Moudon im Einsatz! Diese Praxiserfahrung ermöglicht es ihnen, ihr theoretisches Wissen zur bürgernahen Polizeiarbeit, das sie an der Polizeiakademie von Savatan erworben haben, direkt anzuwenden.

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St.Gallen SG: Diensthunde Faith und Ellut holen Spitzenplätze bei Polizeihundeprüfung

Erfolgreicher Tag für unsere Diensthunde: Bei der dezentralen Polizeihundeprüfung des Polizeihundeführervereins St.Gallen-Appenzell am 26. März 2025 haben unsere Hundeführer und ihre Vierbeiner ihr Können in verschiedenen Disziplinen unter Beweis gestellt. Unsere Diensthunde Faith und Ellut belegten den 1. und 2. Rang.

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Zürich ZH: Rumäne (47) gesteht Messerattacke auf Landsmann – Ermittlungen laufen weiter

Der Mann, der am frühen Donnerstagmorgen (27.3.2025) im Zürcher Kreis 1 einen Mann mit einer Stichwaffe am Oberkörper verletzt hatte (>>Polizei.news berichtete<<), stellte sich der Polizei. Etwa um 15.00 Uhr erschien ein 47-jähriger Rumäne in einer Wache der Stadtpolizei Zürich und erklärte, dass er in der vergangenen Nacht eine Auseinandersetzung mit einem Landsmann gehabt habe.

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Bulle FR: Spanische Staatsbürger gestehen mehrfaches Besprayen von Zügen

Am vergangenen Montag wurden drei mutmassliche Täter von Tags und Graffitis von der Kantonspolizei Freiburg angehalten. Sie gestanden, Züge in Bulle und Freiburg gesprayt und ähnliche Taten ausserhalb des Kantons begangen zu haben. Sie werden bei der zuständigen Behörde angezeigt.

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Arnegg SG: Einbruch in Einfamilienhaus an der Zehnstadelstrasse – Schmuck gestohlen

Am Donnerstagabend (27.03.2025), in der Zeit zwischen 17:40 Uhr und 23:10 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Zehnstadelstrasse eingebrochen. Sie verschaffte sich durch eine Terrassentür gewaltsam Zutritt in das Haus.

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Unterterzen SG: Hoher Sachschaden nach Brandstiftung an der Walenseestrasse

Am Mittwoch (26.03.2025), kurz nach 19:15 Uhr, ist es auf einem Areal an der Walenseestrasse zu einem Brand gekommen. >>Polizei.news berichtete<<. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Gemäss jetzigen Erkenntnissen wird von Brandstiftung ausgegangen. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Schweiz: Jeder fünfte kontrollierte Lastwagen beanstandet – Tausende Stilllegungen

Im letzten Jahr wurden insgesamt 127 093 Lastwagen, Sattelschlepper, Lieferwagen und Busse kontrolliert. Dabei kam es zu 25 318 Beanstandungen. In rund 5500 Fällen wurden die Fahrzeuge stillgelegt oder den Chauffeuren die Weiterfahrt verwehrt. Dies geht aus der Statistik der Schwerverkehrskontrollen der Bundesämter für Strassen (ASTRA) und für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hervor.

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St.Gallen SG: 26-jähriger Velofahrer flüchtet vor Polizei und stürzt bei Kollision

Am Donnerstag (27.03.2025) hat eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen einen Velofahrer ohne Licht angehalten. Zuvor hatte dieser zweimal versucht, vor der Polizei zu flüchten. Es kam zu einer Kollision, wobei der Mann stürzte und leicht verletzt wurde. Der 26-Jährige wird angezeigt.

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Teufen AR: Grauer BMW M3 fällt durch riskantes Fahrverhalten auf – Zeugen gesucht

Am vergangenen Montag, 24. März 2025, ist ein Autofahrer zwischen Bühler und Teufen durch gefährliche Überholmanöver aufgefallen. Der Vorfall wurde bei der Stadtpolizei St. Gallen gemeldet und angezeigt. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden sucht nun in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei St. Gallen Zeugen.

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Schaffhausen SH: Polizei sucht Zeugen nach Sachbeschädigung an parkierten Fahrzeugen

Am Mittwochnachmittag (26.03.2025) hat eine unbekannte Täterschaft je eine Scheibe von zwei parkierten Autos in der Stadt Schaffhausen eingeschlagen. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesen Sachbeschädigungen.

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Zürich ZH: Zwei Marokkaner (22, 24) nach Einbruchdiebstählen festgenommen

Die Kantonspolizei Zürich hat am Donnerstagmorgen (27.3.2025) im Hauptbahnhof Zürich zwei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, in der Stadt Zürich Einbruchdiebstähle begangen zu haben. Gegen 5 Uhr kontrollierten Fahnder der Kantonspolizei Zürich im Hauptbahnhof zwei Männer, die durch ihr Verhalten aufgefallen waren.

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Sitten VS: Syrer droht mit Selbstanzündung auf Hausdach – Polizei verhindert Suizidversuch

Am frühen Morgen erhielt die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Wallis eine Meldung über einen Mann, der sich auf dem Dach eines Gebäudes im Stadtzentrum von Sitten befand. Er drohte damit, sich selbst anzuzünden. Nach langen Verhandlungen gelang es der Kantonspolizei, ihn anzuhalten.

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Zentralschweizer Polizeikorps: Tipps für einen sicheren Start in die Velo- und E-Bike-Saison

Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger – der Frühling ist da und mit ihm beginnt die Zweiradsaison. Ob mit dem klassischen Fahrrad oder dem E-Bike: Ein sicherer Start in die Saison erfordert einige wichtige Vorbereitungen.

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Biberbrugg SZ: 19-jähriger Lernfahrer crasht gestohlenen PW bei Strolchenfahrt

Am Mittwochabend, 26. März 2025, ging um 23.45 Uhr bei der Kantonspolizei Schwyz die Meldung ein, dass auf der Einsiedlerstrasse in Biberbrugg ein Auto nach einer Selbstkollision quer auf der doppelspurigen Fahrbahn in Richtung Schindellegi stehe. Die ausgerückten Patrouillen trafen auf der Unfallstelle auf einen 19-jährigen Lernfahrer.

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Unterterzen SG: Autobrand greift auf Gebäude über – Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Am Mittwoch (26.03.2025), kurz nach 19:15 Uhr, ist es auf einem Areal an der Walenseestrasse zu einem Brand gekommen. Der Brand mehrerer Autos konnte rasch gelöscht werden. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Gemäss jetzigen Erkenntnissen wird von Brandstiftung ausgegangen.

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Worb BE: Tote (33) nach Wohnungsbrand identifiziert – Verdacht auf Tötungsdelikt

Die Frau, die am Montag nach einem Wohnungsbrand verstorben aufgefunden worden ist, wurde formell identifiziert. Es handelt sich um eine 33-jährige syrische Staatsangehörige. Nach aktuellem Kenntnisstand kann ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden. Ein Mann wurde in diesem Zusammenhang festgenommen.

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Stadt Chur GR: Blaulichtorganisationen proben Ernstfall – Einsatzübung

Am frühen Mittwochabend (26.03.2025) fand in Chur auf der Umfahrung Süd eine gross angelegte Einsatzübung statt, an der die Stadtpolizei Chur, die Feuerwehr Chur sowie die Rettung Chur und die Rega beteiligt waren. Ziel der Übung war es, die Bewältigung eines schweren Verkehrsunfalls mit mehreren verletzten Personen unter realistischen Bedingungen zu trainieren.

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Mörschwil SG: Unbekannte sprengen Geldautomaten – über CHF 100'000 Schaden

Am Donnerstagmorgen (27.03.2025), kurz nach 03:40 Uhr, hat eine unbekannte Täterschaft einen fest verbauten Geldautomaten an der Schulstrasse aufgesprengt. Die Täterschaft flüchtete gemäss jetzigen Erkenntnissen mit einem mutmasslich in der Nähe parkierten weissen Auto. Der Automat wurde stark beschädigt, Geld konnte keines gestohlen werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von weit über hunderttausend Franken. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.