Schweiz

Schweiz: Tausende Führerausweisentzüge – Tempo, Alkohol und Unaufmerksamkeit

Die Zahl der Führerausweisentzüge ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Hauptgründe für einen Entzug bleiben überhöhte Geschwindigkeit, Angetrunkenheit und Unaufmerksamkeit. Gleichzeitig nahm die Zahl der neu erworbenen Führerausweise für Personenwagen zu. Dies geht aus den Statistiken zu den Führerausweisen und Administrativmassnahmen hervor, die das ASTRA publiziert hat. Die Zahl der Führerausweisentzüge ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Hauptgründe für einen Entzug bleiben überhöhte Geschwindigkeit, Angetrunkenheit und Unaufmerksamkeit. Gleichzeitig nahm die Zahl der neu erworbenen Führerausweise für Personenwagen zu. Dies geht aus den Statistiken zu den Führerausweisen und Administrativmassnahmen hervor, die das ASTRA publiziert hat.

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Courchavon JU: Bewaffnete Täter überfallen Fabrik und legen Feuer – Grossfahndung läuft

Am Donnerstag, dem 5. März 2026, gegen 9:00 Uhr, wurde die Polizei des Kantons Jura über einen Raubüberfall in einer Fabrik in Courchavon informiert. Am Donnerstag, dem 5. März 2026, gegen 9:00 Uhr, wurde die Polizei des Kantons Jura über einen Raubüberfall in einer Fabrik in Courchavon informiert.

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Boltigen BE: Motorrad gerät auf Gegenfahrbahn und prallt frontal in Auto – Fahrer (37) stirbt

Am Mittwochabend ist es in Boltigen zu einer Frontalkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Der Motorradfahrer wurde dabei schwer verletzt und verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen.

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Schweizer Armee: Benedikt Roos besucht NATO & EU – militärische Kooperation vertieft

Vom 5. bis 6. März 2026 stattet der Chef der Armee, Korpskommandant Benedikt Roos, den Ständigen Missionen der Schweiz in Brüssel einen Arbeitsbesuch ab. Dieser ermöglicht es ihm, sich einen Überblick über die relevanten Akteure und Prozesse innerhalb der NATO und der EU zu verschaffen. Vom 5. bis 6. März 2026 stattet der Chef der Armee, Korpskommandant Benedikt Roos, den Ständigen Missionen der Schweiz in Brüssel einen Arbeitsbesuch ab. Dieser ermöglicht es ihm, sich einen Überblick über die relevanten Akteure und Prozesse innerhalb der NATO und der EU zu verschaffen.

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Stadt St.Gallen SG: Autofahrerin übersieht Mann (90) auf Fussgängerstreifen

Am Mittwochmorgen (04.03.2026) übersah eine 51-jährige Autofahrerin beim Linksabbiegen einen 90-jährigen Fussgänger auf einem Fussgängerstreifen. Der 90-Jährige wurde bei der Kollision leicht verletzt und ins Spital gebracht.

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Genf GE: Polizei testet Fahrkünste an der Messe "AutoXpérience" im Palexpo

Vom 5. bis 8. März 2026 lädt die Kantonspolizei Sie zur "AutoXpérience - Palexpo" ein, um Ihnen Präventionstipps zu geben und Ihre Fahrkünste zu testen. Bei dieser Veranstaltung wird die Polizei vor Ort sein, um die Öffentlichkeit für die Verkehrssicherheit zu sensibilisieren und mit den Besuchern über sicheres Fahrverhalten zu sprechen.

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La Chaux-de-Fonds NE: 77- und 84-jährige Lenkerin kollidieren an Kreuzung

Am Donnerstag, dem 5. März, gegen 9:20 Uhr, fuhr ein Pkw, gesteuert von einer 77-jährigen Frau aus den Bergen von Neuenburg, auf der Rue de Pouillerel in La Chaux-de-Fonds und wollte in die Rue Numa-Droz abbiegen. An der Kreuzung kam es zum Zusammenstoss mit dem Pkw einer 84-jährigen Frau, ebenfalls aus den Bergen von Neuenburg, die auf der Rue Numa-Droz in östlicher Richtung fuhr.

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Cham ZG: Heizöl gelangt in Erdreich und Lorze – mehrere Ölsperren errichtet

Beim Befüllen des Heizöltanks durch einen Tanklastwagen ist eine grosse Menge an Heizöl ausgelaufen und in die Lorze gelangt. Durch die Feuerwehr wurden mehrere Ölsperren errichtet und Teile des Heizöls abgesaugt. Zu einem Fischsterben ist es bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gekommen.

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Auenstein AG: Mysteriöses Knallgeräusch im Auenschutzgebiet – Zeugen gesucht

Im Auenschutzgebiet von Auenstein knallte es gestern Nachmittag aus noch unbekannten Gründen laut. Zwei voneinander unabhängige Paare spazierten zu dieser Zeit über die Wanderwege und wurden davon aufgeschreckt. Die Polizei sucht nun ein deutsch sprechendes Paar, was diesen Vorfall mitbekommen hat.

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Schaffhausen SH: Parkiertes Auto beschädigt – Verursacher flüchtet (Zeugenaufruf)

Am Montagnachmittag (02.03.2026) hat sich auf einem Parkplatz in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen einem Auto und einem unbekannten Fahrzeug ereignet. Die unfallverursachende Person hat sich in der Folge pflichtwidrig von der Unfallstelle entfernt. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall.

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Bern BE: YB gegen Thun – Verkehr rund ums Wankdorf Stadion eingeschränkt

Am Sonntagnachmittag findet in Bern das Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Thun statt. Aufgrund des Besucheraufkommens ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Es wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

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Kanton St.Gallen: Vier Lenker alkoholisiert oder fahrunfähig unterwegs

Am Mittwoch (04.03.2026) stellte die Kantonspolizei St.Gallen anlässlich von Patrouillenfahrten und Verkehrskontrollen im ganzen Kanton Personen in fahrunfähigem Zustand fest. Die Fehlbaren werden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen zur Anzeige gebracht.

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Glattbrugg ZH: 72-Jährige von Lastwagen erfasst und tödlich verletzt

Bei einem Verkehrsunfall mit einem Lastwagen ist am Mittwochmittag (4.3.2026) in Glattbrugg (Gemeinde Opfikon) eine Fussgängerin angefahren und tödlich verletzt worden. Gegen 13 Uhr ist ein 49-jähriger Lastwagenfahrer auf der Wallisellerstrasse in Richtung Wallisellen gefahren und rechts in die Sankt Annastrasse eingebogen.

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Manno TI: Raser mit bis zu 151 km/h in 80er-Baustelle gestoppt

Zwischen Januar und Ende Februar 2026 setzte die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei ihre Präventionsmassnahmen durch gezielte Kontrollen fort. Dabei lag der Schwerpunkt auf schweren Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz und Fahrerflucht lag.

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Kanton Luzern: Telefonbetrüger geben sich als Bank und Polizei aus

In den vergangenen Tagen sind bei der Luzerner Polizei wieder vermehrt Meldungen über Telefonbetrüger eingegangen. Die Täter geben sich dabei als Mitarbeitende eines Bankinstituts aus und versuchen so, an Konto- oder E-Banking-Daten der potenziellen Opfer zu gelangen. In anderen Fällen treten sie als Polizisten auf und versuchen die Angerufenen dazu zu bringen, Bargeld an einen Kurier zu übergeben. Die Luzerner Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche.

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Winterthur Töss ZH: Taxi missachtet Haltezeichen – rasante Flucht am Morgen

Töss – Am Donnerstagmorgen, 5. März 2026, kurz nach 7.30 Uhr, wollte eine Polizeipatrouille der Stadtpolizei Winterthur an der Zürcherstrasse eine 49-jährige Taxilenkerin anhalten. Die Frau missachtete jedoch die Haltezeichen und flüchtete mit deutlich übersetzter Geschwindigkeit durch eine 30er-Zone.

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Contone TI: Bauarbeiter (49) bei Schleifarbeiten von Güterzug erfasst – schwer verletzt

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass sich heute kurz vor 0:30 Uhr in Contone ein Arbeitsunfall ereignet hat. Laut ersten Ermittlungen arbeitete ein 49-jähriger italienischer Staatsbürger aus dem Leventina-Tal mit einer Schleifmaschine auf einer Eisenbahnbaustelle.

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Stadt Basel BS: Hunderte Fahrzeuge ohne Autobahnvignette kontrolliert

Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben kürzlich an drei verschiedenen Punkten an der Grenze in Basel kontrolliert, ob die ausreisenden Fahrzeuge über die erforderliche Vignette verfügten. Bei insgesamt 492 Fahrzeugen war dies nicht der Fall.

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Sarnen OW: Regierungen empfangen Militärkommandanten im Rathaus

Die Regierungen der Kantone Obwalden und Nidwalden haben am 3. März 2026 die militärischen Kommandanten mit besonderen Beziehungen zu den beiden Kantonen empfangen und abtretende Offiziere verabschiedet und geehrt. Im Mittelpunkt stand dabei der direkte Austausch zwischen Politik und Armee.

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Amsteg/Wassen UR: Gotthardstrasse mehrfach kurzzeitig wegen Felsräumungen gesperrt

Im Rahmen der Schutzmassnahmen für die Isenthalerstrasse werden von Montag, 9. März 2026, bis Mittwoch, 18. März 2026, tagsüber zwischen der Isleten und Isenthal Felsräumungsarbeiten ausgeführt. Ebenfalls am 9. März starten an der Gotthardstrasse zwischen Amsteg und Wassen Felsräumungsarbeiten.

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Wetter am Donnerstag, 05.03.2026: Sonne, Nebel und Saharastaub trüben teils Sicht

Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über Mittel- und Osteuropa bestimmt grundsätzlich das Wetter in der Schweiz. Die Luft auf der Alpensüdseite ist vor allem am Donnerstag noch feuchter. Im Laufe des Donnerstags erreicht mit einer schwachen südlichen Höhenströmung mit Saharastaub angereicherte Luft die Schweiz. Am Freitag dreht die Strömung zunehmend auf Südost und die Staubkonzentration erreicht wahrscheinlich ihren Höhepunkt, dürfte aber auch am Samstag noch ein Thema bleiben.

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Bossonnens FR: Mit 106 statt 50 km/h geblitzt – Auto beschlagnahmt

Gestern wurden in Bossonnens sowie auf der Autobahn A1, auf der Höhe Murten, zwei Automobilisten wegen massiver Geschwindigkeitsüberschreitungen geblitzt. Sie wurden kurz nach den Vorfällen angehalten, auf den Polizeiposten gebracht und ihre Fahrzeuge beschlagnahmt. Sie werden bei der zuständigen Behörde angezeigt.

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Winterthur ZH: Fünf Taschendiebe mit gestohlenen Bankkarten verhaftet

Die Stadtpolizei Winterthur hat am Dienstagnachmittag, 3. März 2026, am Bahnhof Oberwinterthur zwei mutmassliche Taschendiebe festgenommen. Wenige Minuten später ging den Fahndern am gleichen Ort eine weitere mutmasslich Diebesbande ins Netz. Die fünf Personen stehen im Verdacht, Bankkarten entwendet und damit missbräuchlich Bargeld bezogen zu haben.

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Erstfeld UR: 19-Jähriger stirbt nach Stromschlag in Gefahrenzone am Bahnhof

Heute Mittwoch, 4. März 2026, kurz nach 02.15 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Uri die Meldung über ein Ereignis beim Bahnhof Erstfeld ein. Gemäss ersten Erkenntnissen befand sich ein 19-jähriger somalischer Staatsangehöriger auf dem Gelände des Bahnhofs Erstfeld.

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Zürich ZH: Betrüger verschicken Fake-Mails im Namen der Kantonspolizei

Aktuell sind E-Mails im Umlauf, die angeblich von der Kantonspolizei Zürich stammen. Darin wird behauptet, dass im Rahmen eines behördlichen Verfahrens ein offizielles Dokument zugestellt worden sei. Diese Nachrichten stammen jedoch nicht von der Kantonspolizei Zürich, sondern sind Teil eines Betrugsversuchs.

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Schlieren ZH: Brutale Prügelei im Wohnquartier – Polizei setzt Destabilisierungsgerät ein

Die Kantonspolizei Zürich nahm am Dienstagnachmittag (3.3.2026) in Schlieren mehrere Männer fest, die auf offener Strasse aufeinander losgingen. Bei der Verhaftung musste ein Destabilisierungsgerät eingesetzt werden.

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Bern BE: Streit eskaliert – Angreifer schlägt mit Stuhl und Flasche zu

Am Montagabend wurde ein Mann in Bern tätlich angegangen und dabei schwer verletzt. Im Zuge der polizeilichen Intervention konnte die Kantonspolizei Bern in diesem Zusammenhang in Bern einen mutmasslichen Täter festnehmen. Die Ermittlungen sind im Gang.

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Martinach VS: Junger Autofahrer im Tunnel massiv zu schnell unterwegs

Am Samstag, 21. Februar 2026, beging ein Automobilist im Tunnel du Mont-Chemin in Martinach eine massive Geschwindigkeitsüberschreitung. Er wurde mit 173 km/h statt der erlaubten 80 km/h gemessen. Am Sonntag, 22. Februar 2026, wurde in Sitten zudem ein Fall von Kabotage aufgedeckt.

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Haag SG / A13: Pannenhilfe trifft Autofahrer (26) schlafend und fahrunfähig an

Am Mittwochmorgen (04.03.2026) traf der auf die Autobahn A13, Höhe Haag, gerufene Pannendienst auf einen in seinem Auto schlafenden Autofahrer. Nachdem die Panne des Autos behoben war, stellte der Mitarbeiter des Pannendienstes eine auffallend unsichere Fahrweise des Autofahrers fest. Die im Anschluss ausgerückte Patrouille stufte diesen als fahrunfähig ein.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.