Schweiz

Kantonspolizei St.Gallen: Grosskontrollen am Wochenende – zahlreiche Verstösse aufgedeckt

Zwischen Freitagnachmittag und Sonntagmorgen (09.02.2025) führte die Kantonspolizei St.Gallen Verkehrskontrollen, Patrouillenfahrten und Geschwindigkeitsmessungen durch. Dabei wurden mehrere fehlbare Verkehrsteilnehmer angehalten.

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Rüthi SG: Mann (30) ohne Führerausweis und Helm betrunken mit Motorrad verunfallt

Am Samstag (08.02.2025), gegen 13:30 Uhr, hat sich auf der Ringstrasse ein Selbstunfall mit einem Motorrad ereignet. Der 30-jährige Fahrer wurde unbestimmt verletzt. Er war in angetrunkenem Zustand und ohne Helm unterwegs. Das Motorrad war nicht eingelöst und er verfügte nicht über die entsprechende Führerausweiskategorie.

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Dornach SO: 45-Jähriger überschlägt sich mit Auto – Alkohol- und Drogentest positiv

Auf der Hochwaldstrasse in Dornach kam es am Samstagnachmittag, 8. Februar 2025, zu einem Selbstunfall mit einem Auto. Der Fahrzeuglenker blieb unverletzt. Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte der Lenker des Unfallautos in einem nicht fahrfähigen Zustand unterwegs gewesen sein.

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Schweiz: Fasnachts-Accessoire oder verboten? Diese Spielzeugwaffen landen bei der Polizei

Mit einer importierten Spielzeugwaffe an die Fasnacht? Aufgepasst! Was wie eine echte Waffe aussieht und nicht durchsichtig ist, fällt unter das Waffengesetz und darf nicht ohne Bewilligung in die Schweiz importiert werden.

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A5/Neuenburg NE: 40-jähriger LKW-Fahrer fährt auf bremsendes Auto auf

Am Freitag, 7. Februar, gegen 12:00 Uhr, ereignete sich auf der AR A5 in Richtung Lausanne ein Verkehrsunfall. Ein 40-jähriger Lastwagenfahrer aus Colombier fuhr auf der AR A5, als es auf Höhe der Einfahrt Serrières zu einer Kollision mit einem vorausfahrenden Auto kam.

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Kantonspolizei Zürich: Digitale Anzeigen – Stadt- und Kantonspolizei arbeiten zusammen

Die Stadtpolizei Zürich macht jetzt im Online-Polizeiposten mit der Kantonspolizei Zürich gemeinsame Sache! Ab sofort arbeiten zwei Mitarbeitende der Stadtpolizei Zürich mit uns zusammen, um Ihre Anzeigen direkt online entgegenzunehmen.

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Kantonspolizei Zürich: Die „Weisse Maus“ – Legendäre VW Käfer im Polizeidienst

Die Kantonspolizei Zürich setzt seit jeher auf innovative Einsatzfahrzeuge – so auch im Jahr 1956, als vier VW Käfer in den Dienst gestellt wurden. Die weissen Fahrzeuge, liebevoll „Weisse Maus“ genannt, prägten für viele Jahre das Strassenbild.

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Wynau BE: Brand in Mehrfamilienhaus – eine Person verletzt, Gebäude unbewohnbar

Am Samstagmittag (08.02.2025) ist es in Wynau im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand gekommen. Die ausgerückten Feuerwehren konnten das Feuer löschen. Eine Person wurde verletzt und ins Spital gebracht. Ermittlungen zur Brandursache und der Höhe des Sachschadens sind im Gang.

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Küsnacht ZH: 91-jährige Fussgängerin auf Fussgängerstreifen von Auto erfasst

Bei einer Kollision zwischen einer Fussgängerin und einem Personenwagen ist am Samstagnachmittag (8.2.2025) in Küsnacht die Fussgängerin schwer verletzt worden. Kurz nach 16.30 Uhr fuhr eine 33-jährige Frau mit ihrem Personenwagen auf der Zumikerstrasse talwärts.

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Aigle VD: 43-jähriger Italiener ignoriert Polizeikontrolle und flüchtet nach Frankreich

Am Montag, den 27. Januar 2025, gegen 17:50 Uhr, sollte ein Autofahrer in Aigle von der Chablais-Polizei kontrolliert werden. Der Mann entzog sich jedoch der Kontrolle, indem er die Sperre durchbrach und dabei mehrere Fahrzeuge beschädigte, darunter ein Polizeiauto.

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Kanton Tessin: PoLuMe-Projekt soll Verkehr bis 2050 entlasten

In den letzten Tagen sind unvollständige Informationen zum PoLuMe-Projekt in den Medien erschienen. Unabhängig von den Ergebnissen der vom ETH Zürich durchgeführten Analyse zur Priorisierung von Infrastrukturprojekten hält es das Bundesamt für Strassen (ASTRA) für notwendig, einige Punkte klarzustellen.

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Schweizer Armee: Spitzensportler treten bei den CISM Winter-Militärweltspielen in Luzern an

Nun ist es offiziell: Insgesamt 1'393 Teilnehmende aus 44 Nationen nehmen an den 5. CISM Winter-Militärweltspielen 2025 teil, die vom 23. bis 30. März 2025 in der Schweiz ausgetragen werden. Dieser internationale Grossanlass bringt die besten Wintersportlerinnen und Wintersportler der Streitkräfte zusammen und bietet eine einzigartige Plattform für sportlichen Wettkampf, Kameradschaft und den internationalen Austausch.

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Frick AG: Algerische Diebe (20, 29) stehlen Rucksack aus Ferienauto – Festnahme

Am Samstagmorgen belud eine Familie ihr Auto für die Ferien. Einen unbeobachteten Moment nutzten zwei Diebe aus und entwendeten aus dem Fahrzeug einen Rucksack.  Die beiden Personen flüchteten zu Fuss in unbekannte Richtung. Kurze Zeit später konnten am Bahnhof Frick die beiden mutmasslichen Diebe verhaftet werden.

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Zofingen AG: Frau überrascht mutmassliche Einbrecher – einer gefasst, zweiter flüchtig

Am Freitagmorgen versuchten zwei Personen in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einzudringen. In der Folge liessen die beiden Personen vom Vorhaben ab und flüchteten zu Fuss. Im Laufe der Fahndung konnte einer der beiden mutmasslichen Einbrecher angehalten werden.

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Wohlenschwil AG: Grossbrand in Bauernhaus – Dachstock zerstört, hoher Sachschaden

Am frühen Samstagmorgen geriet ein Dachstock in Brand. Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Verletzt wurde niemand. Am betroffenen Gebäude entstand grosser Sachschaden. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen zur Klärung der genauen Brandursache aufgenommen.

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Schönenwerd SO: Frau tot in Wohnung entdeckt – Polizei ermittelt wegen Gewaltdelikt

Am Freitagmittag, 7. Februar 2025, wurde in Schönenwerd eine Frau tot in einer Wohnung aufgefunden. Ein Gewaltdelikt steht derzeit im Vordergrund. Eine tatverdächtige Person wurde festgenommen. Umfangreiche Ermittlungen durch die Strafverfolgungsbehörden sind im Gang.

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Kanton Tessin: Zwei Zugreisende und ein Autofahrer wegen Kokainhandel festgenommen

Erfolgreiche Drogenfahndung mit grossen Sicherstellungen: Das Staatssekretariat, die Kantonspolizei und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) geben bekannt, dass in den vergangenen Tagen drei Personen im Zusammenhang mit Drogenhandel und -schmuggel festgenommen wurden. Dabei wurden erhebliche Mengen an illegalen Substanzen sichergestellt.

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Flums SG: 73-Jähriger prallt betrunken gegen Miniguard – Weiterfahrt untersagt

Am Samstagmorgen (08.02.2025), gegen 01:45 Uhr, verursachte ein 73-jähriger Autofahrer an der Unterdorfstrasse einen Selbstunfall. Er war in angetrunkenem Zustand unterwegs. Es entstand Sachschaden im Wert von einigen tausend Franken.

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Eichberg SG: Auto kollidiert mit Motorrad – 26-Jähriger verletzt ins Spital gebracht

Am Freitag (07.02.2025), gegen 16:15 Uhr, hat sich auf der Härdlistrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorrad ereignet. Der 26-jährige Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst überführte ihn ins Spital.

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Lodrino TI: 27-Jähriger nach blutiger Auseinandersetzung verstorben

Im Zusammenhang mit der gewalttätigen Auseinandersetzung am 26. Januar 2025 kurz vor 5 Uhr in Lodrino (>>Polizei.news berichtete <<) gibt es eine tragische Entwicklung. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass der 27-jährige Schweizer aus der Region am 6. Februar 2025 seinen schweren Verletzungen erlegen ist.

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St.Gallen SG: Stadtpolizei stoppt mehrere Lenker unter Alkoholeinfluss

In der Nacht von Freitag (07.02.2025) auf Samstag (08.02.2025) hielt die Stadtpolizei St.Gallen anlässlich von Verkehrskontrollen drei Personen an, welche unter Alkoholeinfluss mit dem Auto unterwegs waren. Eine weitere Person wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Kantonspolizei Tessin: Jahresbericht thematisiert Personalmangel & Digitalisierung

In den vergangenen Tagen fand im Kantonalen Zentrum für Zivilschutz in Rivera die jährliche Corps-Berichterstattung der Kantonspolizei Tessin statt. Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, Bilanz über das vergangene Jahr zu ziehen, Neuerungen vorzustellen und zukünftige Herausforderungen zu diskutieren – insbesondere in Bezug auf den Generationenwechsel im Polizeikorps und strategische Organisationsfragen.

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Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden: Fundbüro auch online über Easyfind nutzbar

Fundbüro vom Kanton AI: Die verantwortliche Stelle für die Entgegennahme, Vermittlung und Aufbewahrung von Fundanzeigen und Fundgegenständen ist das Fundbüro der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden. Unsere Dienstleistungen werden mit dem Online-System Fundservice Schweiz ergänzt.

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Riehen BS: Bahnübergangsunfall – Schranken schliessen, Auto bleibt auf Gleisen stehen

Am Freitag, 7. Februar 2025, um 20.40 Uhr ereignete sich in Riehen am Bahnübergang Schmiedgasse ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Zug. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Bahn- und Individualverkehr musste bis 22.15 Uhr gesperrt werden.

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Neuenburg NE: Auto erfasst Radfahrerin – 27-Jährige auf Motorhaube geschleudert

Am Freitag, dem 7. Februar, kurz vor 19:00 Uhr, war ein 41-jähriger Einwohner von Neuenburg mit seinem Auto auf der Rue du Verger-Rond unterwegs und wollte in Richtung Pierre-à-Bot fahren. Im Kreisverkehr Cadolles kam es zur Kollision mit einer 27-jährigen Fahrradfahrerin aus Savagnier, die auf der Avenue des Cadolles in südlicher Richtung unterwegs war.

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Kanton Thurgau: Tierischer Besuch "blockiert" Einsatzfahrzeug – Katze wärmt sich auf

Diese Woche scheint bei uns unter dem Zeichen der Tiere zu stehen! Erst ein ausgebüxtes Pferd auf nächtlichem Spaziergang, dann die Begrüssung unseres neuen Polizeihundes – und nun diese kleine Samtpfote, die es sich auf der Motorhaube von Bodan 605 gemütlich gemacht hat.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.