Schweiz

Sissach BL: Brutaler Angriff nach Fasnachts-Veranstaltung – mit Augenverletzung im Spital

In der Nacht von Sonntag auf Montag, 9. / 10. März 2025, kurz nach 04.00 Uhr, kam es bei der Bahnhofstrasse in Sissach BL zu einem tätlichen Angriff. Dabei wurde ein Mann von einer unbekannten Täterschaft angegriffen und verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Rapperswil SG: Überholversuch auf A15 endet in Crash – zwei Autos beschädigt

Am Freitagmorgen (14.03.2025), kurz vor 06:10 Uhr, ist es auf der Autostrasse A15 auf Höhe Anschlusswerk Rapperswil zu einem Unfall zwischen zwei Autos gekommen. Durch den Unfall wurde niemand verletzt. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren zehntausend Franken.

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Rehetobel AR: Lenkerin (47) kollidiert mit Strassenpfahl und parkiertem Auto

Am Donnerstagabend, 13. März 2025, ist es in Rehetobel zu einem Selbstunfall mit Drittschaden gekommen. Die Lenkerin setzte die Fahrt fort und konnte später in Walzenhausen angehalten werden. Personen wurden keine verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Näfels GL: Unfall in Kletterhalle – 16-Jähriger fällt beim Klettern und schlägt mit dem Kopf auf

Am Donnerstagabend, ca. 18.45 Uhr, befand sich eine Gruppe Jugendlicher unter Aufsicht eines Erwachsenen aus dem Kanton St. Gallen beim Klettern in der lintharena ag in Näfels. Dabei sicherte ein 14-jähriger Jugendlicher seinen 16-jährigen Kollegen, welcher die Wand hochkletterte.

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Kanton Obwalden: Warnung vor Schockanrufen – Betrüger geben sich als Polizei aus!

ACHTUNG SCHOCKANRUFE: Derzeit gehen viele Meldungen bei der Kantonspolizei Obwalden wegen Schockanrufen von falschen Polizisten und Polizistinnen ein. Macht eure Eltern, Grosseltern und sonstige Verwandte und Bekanntenauf diese Problematik aufmerksam.

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Reichenburg SZ: Feuer im Dachstock – Wohnhaus stark beschädigt

Am Donnerstag, 13. März 2025, kurz vor 16 Uhr, erhielt die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz mehrere Meldungen, wonach Feuer in einem Haus an der Bahnhofstrasse in Reichenburg ausgebrochen sei. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stellten sie Feuer im Dachstock des Gebäudes fest.

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Kantonspolizei Zürich: Eröffnung des Polizeipostens Rafzerfeld – feiern Sie mit!

Eröffnung des neuen Polizeipostens Rafzerfeld in Hüntwangen: Am 15. März ab 10 Uhr feiern wir die Eröffnung unseres neuen Polizeipostens Rafzerfeld beim Bahnhof Hüntwangen. Wir laden Sie herzlich ein, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit zu werfen!

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Kantonspolizei Bern: Bedrohungsmanagement – frühes Eingreifen bei Gewalt und Bedrohung

Häusliche Gewalt, Drohungen oder Radikalisierung – wenn aus Warnzeichen ernsthafte Gefahren werden könnten, ist schnelles und gezieltes Handeln gefragt. Unser Fachbereich Gewaltschutz erkennt und beurteilt Risiken, trifft gezielte Massnahmen zur Gefahrenabwehr und gewährleistet so die Sicherheit der Menschen im Kanton Bern.

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Le Vaud VD: Einbruch mit wilder Flucht – vier ausländische Täter nach Kollision gefasst

Am 12. März 2025 meldeten Zeugen der Polizei, dass in der Gemeinde Le Vaud Einbrecher am Werk seien. Eine Patrouille der Gendarmerie, die sich auf dem Weg zum Einsatzort befand, entdeckte ein Fahrzeug, das mit den Verdächtigen in Verbindung gebracht wurde, und versuchte, es zu stoppen.

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Hospental UR: Unbekannte demolieren parkierten Peugeot 3008 – Polizei sucht Zeugen

Letzten Samstag, 8. März 2025, wurde die Kantonspolizei Uri über eine Sachbeschädigung durch Vandalismus informiert. Zwischen dem 3. März 2025 um 09.00 Uhr und dem 6. März 2025 um 08.15 Uhr brach eine unbekannte Täterschaft in einen Personenwagen mit belgischen Nummernschildern, welcher an der Furkastrasse auf dem Abstellplatz Walenboden parkiert war, ein.

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Schaffhausen SH: Asylsuchender Somalier (22) masturbiert vor Frauen im Zug – Festnahme

Die Schaffhauser Polizei hat am Donnerstagmorgen (13.03.2025) einen Exhibitionisten verhaftet, der sich im Zug von Thayngen nach Schaffhausen vor zwei Passagierinnen entblösst und masturbiert hat. Eine Frau meldete sich am Donnerstagmorgen (13.02.3025) bei der Schaffhauser Polizei und gab an, dass sie, seit sie in Thayngen in den Zug gestiegen sei, von einem Mann verfolgt werde.

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Kloten ZH: Rollerfahrer (19) kollidiert frontal mit abbiegendem Auto – schwer verletzt

Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorroller ist am Donnerstagnachmittag (13.03.2025) in Kloten der Zweiradfahrer schwer verletzt worden. Um 16.45 Uhr fuhr ein 34-jähriger Mann mit seinem Personenwagen auf der Schaffhauserstrasse in Richtung Glattbrugg.

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Bern BE: Flucht nach Einbruch – Fahrer steuert Auto auf Polizisten zu, Velo mitgeschleift

Am Montag flüchteten drei Personen, die kurz zuvor mutmasslich an einem Einbruchdiebstahl beteiligt gewesen waren, mit einem Auto vor der Polizei. Zwei Frauen konnten kurze Zeit später im Rahmen einer umfassenden Nachsuche angehalten werden. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

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Haslen GL: Lenker (81) weicht aus – Auto überschlägt sich und landet auf der Seite

Am Donnerstag, 13. März 2025, ca. 08.30h, geriet auf der Strasse in Haslen auf der Tannenbergstrasse bei der Wendeplatte Brandegg ein talwärts fahrender, 81-jähriger Fahrzeuglenker mit seinem Fahrzeug von der Strasse ab. Er wollte einem von Haslen kommenden Fahrzeug das Kreuzen ermöglichen, fuhr dafür rückwärts zur Ausweichstelle zurück und geriet bei diesem Manöver von der Strasse ab.

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Schweizer Armee: ICT Warrior Academy sucht Talente für Cyber- und IT-Sicherheit

Die ICT Warrior Academy bildet ICT-Systemspezialistinnen und -spezialisten aus. Auch 2025 suchen wir qualifizierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Lehrgang ICT-Systemspezialist/in Junior, welcher am 1. November startet. Dich erwartet eine einzigartige Ausbildung, voller Lohn, ein cooles Team und eine moderne Arbeitsumgebung! Setze auf deine Zukunft und werde IT- und Cyber-Profi.

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Schweiz: Totwinkel-Unfälle vermeiden – Nationalrätin fordert Schritttempo für Lkw

Jedes Jahr werden in der Schweiz etwa 60 Fussgänger oder Velofahrer bei Unfällen mit Lastwagen schwer verletzt oder getötet. In einer Interpellation fordert die Präsidentin von Pro Velo, Delphine Klopfenstein Broggini, den Bundesrat auf, dem Beispiel von Österreich und Deutschland zu folgen, und für schwere Fahrzeuge beim Abbiegen Schritttempo vorzuschreiben.

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Kanton Schaffhausen: Polizei beschlagnahmt Drogen im Wert von über 100'000 Franken

Am Montag (10.03.2025) hat die Schaffhauser Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen in mehreren Gemeinden des Kantons Schaffhausen Hausdurchsuchungen wegen Verdachts auf Drogendelikte durchgeführt und dabei fünf Männer verhaftet. Neben grossen Mengen Haschisch, Marihuana und Drogenhanf wurden auch über 1'000 Hanfpflanzen beschlagnahmt.

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Chez-Le-Bart NE: 87-jähriger Autofahrer erfasst 19-jährigen Jogger – tödlicher Unfall

Ein Jogger ist am Mittwochabend auf einem Nebenweg in Chez-Le-Bart/NE ums Leben gekommen. Aus bislang ungeklärten Gründen geriet das Opfer unter ein Fahrzeug, das gerade aus einem Privatgrundstück fuhr. Trotz sofortiger Rettungsmassnahmen überlebte die Person den Unfall nicht.

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St.Gallen SG: 56-Jähriger stürzt schwer mit Velo – Unfallhergang noch unklar

Am Mittwoch (12.03.25) ist an der Vadianstrasse ein Velofahrer gestürzt, als ein Mann aus einem parkierten Auto aussteigen wollte. Der Velofahrer erlitt dabei mittelschwere Verletzungen. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar und wird durch die Stadtpolizei St.Gallen abgeklärt.

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Heiden AR: Thuja fängt Feuer durch Bunsenbrenner – Feuerwehr löscht Brand rasch

Am Mittwochnachmittag kurz vor 16.00 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass ein Thuja-Baum in einem Garten in Heiden Feuer gefangen hat. Eine 50-jährige Frau brannte im Steingarten ihres Wohnortes mit einem Bunsenbrenner Unkraut ab.

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Schweiz: Verkehrsunfälle 2024 fordern 250 Tote – höchste Zahl seit 2015

Im letzten Jahr haben in der Schweiz 250 Menschen bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren und 3792 Menschen wurden schwer verletzt. Damit hat die Zahl der Getöteten im Vorjahresvergleich zugenommen.

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Fehraltorf ZH: Streit zwischen Vater und Sohn eskaliert – beide verletzt im Spital

Bei einer Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn sind am Donnerstagmorgen (13.03.2025) in Fehraltorf beide Männer unbestimmten Grades verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es kurz vor 04.00 Uhr zwischen einem 64-jährigen Mann und seinem 30-jährigen Sohn in deren Wohnung zu einem Streit.

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St.Gallen SG: Geräteschuppen auf Dachterrasse brennt – Sachschaden in tausender Höhe

Am Mittwochabend, kurz vor 19:30 Uhr, ist aus noch unbekannten Gründen ein Geräteschuppen auf einer Dachterrasse an der Oberstrasse in Brand geraten. Der Brand konnte bereits durch Anwohnende grösstenteils eingedämmt und durch die Feuerwehr schliesslich gelöscht werden.

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Lucelle JU: Autofahrerin prallt frontal gegen Baum – Rettungseinsatz vor Ort

Am Mittwoch, 12. März 2025, gegen 12:50 Uhr, war eine Autofahrerin alleine unterwegs auf der Kantonsstrasse zwischen Lucelle und Charmoille. In einer leichten Rechtskurve kam das Fahrzeug nach links von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Aufgrund der Wucht des Aufpralls wurde die Fahrerin verletzt.

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Schweizer Armee: Luzern 2025 – Internationale Militärweltspiele starten am 24. März

Die Schweiz ist Austragungsort und Gastgeberin der 5. Winter-Militärweltspiele des International Military Sports Council (CISM). Dafür rücken in diesen Tagen mehr als 1800 Armeeangehörige ein. Sie machen das freundschaftliche Kräftemessen von 1400 Teilnehmenden aus 44 Ländern, darunter 850 Athletinnen und Athleten, möglich.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.