Schweiz

Stadt Winterthur ZH: Einbruchdiebstahl in ein Schmuckgeschäft - Zeugenaufruf

Bei einem Einbruch in ein Schmuckgeschäft haben unbekannte Täter am frühen Montagmorgen (9.12.2024) in Winterthur Uhren und Schmuck entwendet. Eine unbekannte Täterschaft fuhr gegen 4.30 Uhr mit einem gestohlenen Personenwagen rückwärts gegen die Eingangstüre des Juweliergeschäftes.

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Neuchâtel NE: Zeugenaufruf nach Unfall mit Sachschaden

Der Fahrer eines Fahrzeugs, das zwischen Samstag, dem 7., und Montag, dem 9. Dezember auf der Rue Georges-Auguste-Matile in westlicher Richtung unterwegs war und dabei auf Höhe der Hausnummer 2 einen weissen Seat Ibiza, der in der blauen Zone am nördlichen Fahrbahnrand geparkt war, beschädigte, wird gebeten, sich bei der Polizei von Neuchâtel zu melden. Auch Zeugen dieses Unfalls werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 032.889.92.31 bei der Polizei zu melden.

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Develier JU: Verkehrsunfall bei winterlichen Bedingungen auf der Strecke nach Bourrignon

Am 9. Dezember 2024 ereignete sich ein Verkehrsunfall, der den Verkehr zwischen Develier und Bourrignon für eine Stunde beeinträchtigte. Aufgrund schlechter Strassenverhältnisse durch Schnee verlor ein Fahrzeug, das von Develier in Richtung Bourrignon unterwegs war, die Kontrolle. Das Auto geriet ins Schleudern, überquerte die Fahrbahn von rechts nach links und prallte frontal gegen ein korrekt entgegenkommendes Fahrzeug.

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Ecublens VD/Autobahn A1: Tödlicher Unfall zwischen Ecublens und Morges-Est

Am Samstag, den 7. Dezember 2024, ereignete sich gegen 20:20 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn A1 zwischen Ecublens und Morges-Est in Fahrtrichtung Genf. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte verstarb eine Autofahrerin noch am Unfallort. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls z...

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Cornol JU: Verkehrsunfall am Col des Rangiers führt zu Strassensperrung

Am Montag, 9. Dezember 2024, gegen 15:15 Uhr, war ein Fahrzeug von Develier kommend auf dem Col des Rangiers in Richtung Cornol unterwegs. In einer Linkskurve verlor der Fahrer aufgrund der Wetterbedingungen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Fahrzeug kam von der Strasse ab und landete auf dem Dach unterhalb der Fahrbahn. Der Col des Rangiers musste daraufhin für etwa zwei Stunden gesperrt werden.

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Kanton Luzern: Mehrere Lenker in fahrunfähigem Zustand angehalten

Über das Wochenende wurden mehrere Fahrzeuglenker festgestellt, welche alkoholisiert waren. In Kriens wurde ein 39-jähriger E-Bike-Fahrer (0.82 mg/l) gestoppt. Aufgrund eines positiven Drogenschnelltests wurde bei ihm zudem eine Blut- und Urinentnahme angeordnet, um die Fahrfähigkeit zu überprüfen.

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Dagmersellen LU / Autobahn A2: Auffahrkollision mit fünf beteiligten Fahrzeugen

Auf der Autobahn A2 geriet am Freitag (6. Dezember 2024, kurz vor 11:00 Uhr) der Verkehr auf der Höhe Dagmersellen ins Stocken. Ein Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und es kam zu einer Auffahrkollision, bei welcher letztlich fünf Autos involviert waren.

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Niederwil SG: Diesel in Bach gelangt

Am Sonntag (08.12.2024), kurz nach 11:20 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen eine Meldung über eine Gewässerverschmutzung im Niederwiler Dorfbach erhalten. Gemäss aktuellen Erkenntnissen gelangte eine grössere Menge Diesel im Umfeld zweier mobilen Heizungen durch einen Schacht in den Dorfbach.

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Urnäsch AR: 45-jähriger Autolenker kollidiert mit Stützmauer

Sachschaden ist am Sonntag, 8. Dezember 2024, bei einem Selbstunfall mit einem Personenwagen in Urnäsch entstanden. Ein 45-jähriger Lenker für um 22.00 Uhr mit ihrem Personenwagen von der Schwägalp kommend auf der schneebedeckten Schwägalpstrasse talwärts in Richtung Urnäsch.

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Herisau AR: Autofahrerin (34) prallt gegen Brückengeländer

Sachschaden ist am Sonntag, 8. Dezember 2024, bei einem Selbstunfall mit einem Personenwagen in Herisau entstanden. Eine mit ihrem Personenwagen auf der Degersheimerstrasse in Richtung Schwänlikreisel fahrende 34-jährige Lenkerin verlor um 21.00 Uhr die Herrschaft über ihr Fahrzeug, kam über das rechts an die Fahrbahn angrenzende Trottoir hinaus und kollidierte dort mit dem Brückengeländer.

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Herisau AR: Seitlich-frontale Kollision zwischen zwei Autos

Sachschaden ist am Sonntag, 8. Dezember 2024, bei einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Personenwagen in Herisau entstanden. Eine 26-jährige Lenkerin wollte um 18.40 Uhr mit ihrem Personenwagen von der Entsorgungsstelle in die Cilanderstrasse einbiegen und übersah dabei eine auf der Cilanderstrasse in Richtung Schwänlikreisel fahrende Personenwagenlenkerin.

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Herisau AR: Fussgängerin von Auto erfasst und mittelschwer verletzt

Mittelschwere Verletzungen hat sich eine Fussgängerin am Sonntag, 8. Dezember 2024, bei einer Kollision mit einem Personenwagen in Herisau zugezogen. Ein 60-jähriger Lenker fuhr kurz vor 18.00 Uhr mit seinem Personenwagen auf der Alpsteinstrasse in Richtung Waldstatt und übersah dabei eine Fussgängerin, welche die Alpsteinstrasse auf dem Fussgängerstreifen überqueren wollte.

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A9 / Visp VS: Sperrung Tunnel Visp

Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für die Inbetriebnahme der Südröhre des Tunnel Visp muss die Nordröhre, die bereits in Betrieb ist, für zwei Nächte gesperrt werden. Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für die Inbetriebnahme der Südröhre des Tunnel Visp werden in der Zwischendecke Brandschutzisolationen montiert. Dafür muss die Lüftung ausser Betrieb genommen werden.

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Bad Ragaz SG: Autofahrer (84) prallt gegen Mittelinsel und Kandelaber

Am Sonntag (08.12.2024), kurz nach 19:10 Uhr, ist es auf der Sarganserstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Ein 84-jähriger Mann wurde dabei leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn zur Kontrolle ins Spital. Es entstand Sachschaden von rund 14'000 Franken.

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Hünibach BE: Sprengung eines Geldautomaten – Täterschaft geflüchtet

In der Nacht auf Montag ist es in Hünibach zu einer Explosion gekommen. Eine unbekannte Täterschaft hat einen Geldautomaten aufgesprengt und ist anschliessend mit Beute geflüchtet. Umgehend wurden Fahndungsmassnahmen ergriffen. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeugen.

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St. Moritz GR: Alkoholisierter Autofahrer (28) verunfallt auf schneebedeckter Fahrbahn

Am frühen Sonntagmorgen ist ein alkoholisierter Personenwagenlenker in St. Moritz verunfallt. Es entstand Sachschaden. Um 02:30 befuhr in St. Moritz ein 28-Jähriger Personenwagenlenker die Via dal Bagn von St. Moritz Bad kommend in Richtung Dorfzentrum.

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Kantonspolizei Basel-Stadt: Frohe Adventszeit

Wir wünschen euch einen wunderbaren zweiten Advent und viele zauberhafte Momente auf dem Basler Weihnachtsmarkt! Damit euer Besuch rundum schön bleibt, möchten wir euch darauf hinweisen, ein wachsames Auge auf eure Wertsachen zu haben – gerade in der Vorweihnachtszeit sind Taschendiebe leider aktiv.

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Balerna TI: Raubüberfall auf Tankstelle in der Via San Gottardo - Zeugen gesucht

Die Kantonspolizei teilt mit, dass am 7.12.2024 kurz vor 19.30 Uhr ein Raubüberfall auf eine Tankstelle in der Via San Gottardo in Balerna stattgefunden hat. Nach ersten Erkenntnissen betraten drei maskierte Täter die Tankstelle und bedrohten eine Angestellte mit einer Waffe, um Bargeld zu erpressen. Anschliessend flüchteten sie mit einem Fahrzeug mit italienischen Kennzeichen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.