Am Donnerstag, 2. Juli 2026, kurz vor 21.00 Uhr, fuhr der Lenker eines E-Bikes auf einem Verbindungsweg von der Bresteneggstrasse in Richtung Schachengasse.
Unmittelbar am Ende des Verbindungswegs kollidierte der 49-jährige Velofahrer aus derzeit unbekannten Gründen mit der rechten Seite des Lenkers mit einem Metallpfosten.
Gestern Donnerstag, 2. Juli 2026, kurz vor 19.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Motorrads mit Schwyzer Kontrollschild auf der Gotthardstrasse von Norden herkommend in Richtung Wassen.
Ausgangs Gurtnellen Dorf beabsichtigte der 27-jährige Lenker, einen vor ihm fahrenden Linienbus zu überholen.
Seit 2022 nehmen Betrugsfälle mit falschen Polizistinnen und Polizisten in der Westschweiz massiv zu: Mehr als 5'000 Fälle und über 18 Millionen Franken Schaden gehen auf das Konto krimineller Netzwerke, die hauptsächlich von Frankreich aus operieren.
Die Westschweizer Polizeikorps und das Bundesamt für Polizei (fedpol) bündeln ihre Kräfte, um die Hintermänner zu verfolgen und die ausführenden Täter gezielt zu bekämpfen.
Die Schaffhauser Polizei hat am Freitagmorgen (3.7.2026) den Bereich rund um die Fulachbrücke in der Stadt Schaffhausen grossräumig gesperrt.
Grund dafür war eine Drohung gegen die dort ansässige Moschee.
Am Donnerstagabend, 2. Juli 2026, fuhr ein 39-jähriger Mann mit einem Quad auf der Zürichstrasse von Lachen in Richtung Wangen.
Kurz vor dem Gätzibach touchierte das Quad um 19.45 Uhr aus bislang ungeklärten Gründen den rechten Strassenrand.
Ein Abschnitt auf der Berner Seite des Brünigpasses kurz vor der Passhöhe soll voraussichtlich ab Herbst 2027 instand gesetzt werden.
Für Baugrunduntersuchungen werden Probepfähle gebohrt. Für das Bohren sowie die Prüfung der Pfähle kommt es zu kurzen Verkehrseinschränkungen.
Am Donnerstag, 2. Juli 2026, ist in Herisau eine Autolenkerin gegen einen Verkehrsteiler gefahren und mit dem Auto anschliessend unbeirrt weitergefahren.
Es entstand Sachschaden.
Am Donnerstagnachmittag (02.07.2026) hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem Dachstockbrand an der Poststrasse erhalten.
Die aufgebotenen Feuerwehren konnten den Brand löschen. Dazu waren jedoch Abbrucharbeiten am Haus notwendig. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.
Am Donnerstagmittag (02.07.2026) ist der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen ein Notfall im Seebad gemeldet worden.
Ein 81-jähriger Mann ist beim Gang ins Wasser zusammengebrochen. Trotz schneller Hilfe mussten die Rettungskräfte die Reanimation abbrechen. Der Mann verstarb noch vor Ort.
Am Donnerstagmittag (02.07.2026) ist ein 23-jähriger Motorradfahrer auf der Murgstrasse Richtung Mühlrüti verunfallt.
Der Fahrer stürzte in den angrenzenden Murgbach. Dort konnte er selbständig den Notruf verständigen. Er wurde von der Rega mit unbestimmten Verletzungen ins Spital geflogen.
Beim Überholen eines Velofahrers verlor eine Automobilistin die Kontrolle und kam von der Strasse ab.
Dabei überschlug sich der Wagen im angrenzenden Feld. Sie wurde leicht verletzt.
Am Donnerstag, 2. Juli 2026, von 06:30 Uhr bis 16:00 Uhr, führte die Kantonspolizei Nidwalden eine geplante Schwerverkehrskontrolle durch.
Dabei wurden insbesondere Lastwagen in Fahrtrichtung Norden von der Autobahn A2 in Stans zum Polizeigebäude geleitet und dort einer eingehenden Kontrolle unterzogen.
Am frühen Donnerstagnachmittag ist in Falera ein Senior mit einem dreirädrigen Elektromobil verunfallt.
Der Mann musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.
Der traditionelle Vorabend des Aarauer Maienzugs lockte erneut Tausende von feiernden Menschen in die Aarauer Innenstadt.
Bis auf einige Streitigkeiten und Schlägereien blieb der Grossanlass friedlich.
Zurückschneiden von Bäumen, Sträuchern und Hecken an Strassen, Trottoirs und Ausfahrten.
Gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz dürfen durch Bepflanzungen weder der Verkehr behindert oder gefährdet, noch der Bestand und die Sicherheit des Strassenkörpers beeinträchtigt werden (Art. 83 Planungs- und Baugesetz des Kantons Uri; RB 40.1111).
Die Kantonspolizei Basel-Stadt war am gestigen Nachmittag weiterhin im Einsatz aufgrund von zwei Personen, welche sich auf dem Dach der ehemals besetzten Liegenschaften an der Klybeckstrasse aufhielten.
Diese stellten Forderungen an die Polizei, welche sie nicht erfüllen konnte. Ihre Sicherheit und ihr Gesundheitszustand hatten Priorität.
Ein besonderer Meilenstein ist erreicht.
Die Luzerner Polizei gratuliert ihren Lernenden und Praktikanten herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Ein Ausläufer eines umfangreichen Hochs mit Kern nördlich der Azoren erstreckt sich heute bis nach Mitteleuropa und sorgt im Alpenraum für stabiles und trockenes Wetter. Am Freitag verlagert sich ein Tief von Norwegen zur Ostsee und lenkt aus Nordwesten eine schwache Störung über die Nord- und Ostschweiz.
Am Samstag wird das Atlantikhoch bereits wieder wetterbestimmend und aus Nordwesten gelangt trockene Luft zur Schweiz.
Vom 29. Juni bis 17. Juli 2026 findet ab dem Militärflugplatz Emmen das jährliche Ausbildungsmodul Inland mit F/A-18-Flugzeugen statt.
In dieser Zeit ist im Raum Emmen mit erhöhtem Flugbetrieb und entsprechender Lärmentwicklung zu rechnen.
Am 2. und 3. Juli 2026 besucht der Chef der Armee, Korpskommandant Benedikt Roos, die Armeeangehörigen, die in Kosovo und in Bosnien und Herzegowina einen Einsatz in der militärischen Friedensförderung leisten.
Bei dieser Gelegenheit trifft er auch den Kommandanten der Kosovo Force (KFOR) sowie den Kommandanten der Mission EUFOR ALTHEA.
Friedensförderung im internationalen Rahmen ist einer der drei Aufträge der Schweizer Armee.
Rund 300 Schweizerinnen und Schweizer stehen tagtäglich im freiwilligen Auslandeinsatz.
Hinter jedem Polizeieinsatz stehen auch Mitarbeitende, die nicht im Aussendienst sichtbar sind.
Logistik, Planung, Rechtsdienst und Empfang sorgen im Hintergrund dafür, dass die Kantonspolizei Genf ihre Aufgaben für die Bevölkerung erfüllen kann.
Die Waldbrandgefahr in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft ist aktuell gross (neu: Waldbrandgefahrenstufe 4).
Die zuständigen kantonalen Behörden haben deshalb ab Freitag, 3. Juli 2026, ein absolutes Feuerverbot im Wald sowie an Waldrändern erlassen. Feuer dürfen nur mit einem Mindestabstand von 50 Metern zum Waldrand entfacht werden.
Am frühen Donnerstagabend, 2. Juli 2026, kam es auf der Pragelstrasse in Muotathal zu einem Selbstunfall.
Rund 700 Meter unterhalb des Pragelpasses kam ein talwärts fahrender Personenwagen rechtsseitig von der Strasse ab, stürzte rund 60 Meter einen Hang hinunter und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. Beide Fahrzeuginsassen wurden dabei verletzt.
Am Donnerstagmittag (02. Juli 2026, nach 12:30 Uhr) hat sich in Eich ein schwerer Unfall ereignet.
Eine Person wurde tödlich verletzt – eine weitere Person erlitt Verletzungen.
Am Donnerstag ist es in Langenthal zu einem Brand auf einem Dach eines Mehrfamilienhauses gekommen.
Die ausgerückten Feuerwehren konnten das Feuer löschen. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens wurden aufgenommen.
Durch die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen ist die Waldbrandgefahr auf dem ganzen Kantonsgebiet angestiegen.
Die gewitterartigen Niederschläge der vergangenen Tage haben nicht für eine flächendeckende Entspannung der Situation gesorgt. Es besteht die Gefahr für Wald- und Flurbrände. Aufgrund dieser Beurteilung erlässt die Sicherheitsdirektion nach Rücksprache mit den Einwohnergemeinden ein Feuerverbot.
Im Rahmen einer heute durchgeführten Schwerverkehrskontrolle wurden verschiedene Widerhandlungen gegen die geltenden Strassenverkehrsvorschriften festgestellt.
Einem Lastwagenchauffeur wurde aus Gründen seiner Fahrunfähigkeit die Weiterfahrt verhindert.
Am Donnerstag, 2. Juli 2026, rückte die Feuerwehr Gemeinde Arth um 11.30 Uhr wegen einer Rauchentwicklung in einer Tiefgarage im Gebiet Georgsmatt in Arth aus.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte kein offenes Feuer fest.
Die Rettungsdienst Emmental-Oberaargau AG stellt ihre Führung neu auf.
Mit Rahel Brönnimann übernimmt eine erfahrene Führungspersönlichkeit die neu geschaffene Funktion als Chief Executive Officer (CEO). Thomas Giger wird künftig als Chief Operating Officer (COO) die operative Leitung des Rettungsdienstes verantworten.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwochnachmittag (1.7.2026) in Russikon mehrere Schnellfahrer angehalten und dreien den Führerausweis auf der Stelle abgenommen.
Verkehrspolizisten führten am Mittwochnachmittag ausserorts auf der Madetswilerstrasse in beiden Fahrtrichtungen eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Mittels Lasermessgerät legten sie den Fokus auf Fahrzeuglenkende, welche die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h in grober Weise missachteten.
Am Mittwochnachmittag begingen zwei Männer und eine Frau mehrere Einschleichdiebstähle.
Im Zuge der Fahndung konnten die drei Personen in Diessenhofen festgenommen und inhaftiert werden.
Polizeiarbeit beginnt nicht erst dann, wenn etwas passiert, sondern besteht zu einem grossen Teil auch aus Prävention.
Nebst präventiven Massnahmen wie Verkehrskontrollen oder Fusspatrouillen ist die Kantonspolizei St.Gallen auch in Schulen und Institutionen unterwegs.
Am Mittwoch (1. Juli 2026, kurz nach 18:00 Uhr) fuhr ein Motorradfahrer auf der Autobahn A2 in Luzern in Richtung Norden auf dem mittleren Fahrstreifen.
Zwischen dem Reussport-Tunnel und der Verzweigung Rotsee wechselte er auf den linken Fahrstreifen, wobei er einen Lieferwagen übersah, der sich bereits auf dem linken Fahrstreifen befand.
Am Mittwoch (1. Juli 2026, kurz nach 14:15 Uhr) fuhr der Lenker eines Sattelmotorfahrzeuges auf der Autobahn A2 in Kriens in Richtung Süden.
Aufgrund einer Panne musste er sein Fahrzeug im Schlund-Tunnel auf dem rechten Fahrstreifen anhalten und schaltete den Pannenblinker ein.
Am Mittwoch, 8. Juli 2026, wird um 20.15 Uhr die Sonderausgabe der TV-Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst" ausgestrahlt.
Die 90-minütige Sendung widmet sich Vermisstenfällen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei wird auch der Vermisstenfall der Luzernerin Alishia "Luca" Bucher thematisiert, die seit dem 22. April 2021 vermisst wird. Die bisherigen Ermittlungen haben zu keinem Erfolg geführt.
Der Regierungsrat hat Barbara Reifler zur neuen Oberjugendanwältin des Kantons Zürich gewählt.
Sie ergänzt das Team um den Leitenden Oberjugendanwalt Roland Zurkirchen und bringt viel Erfahrung in der Jugendstrafrechtspflege ein.
Beim Brand in einer Tiefgarage an der Steinwiesenstrasse ist in der Nacht auf Donnerstag (02.07.2026) in Schlieren ein grosser Sachschaden entstanden.
Verletzt wurde niemand.
Im Rahmen des La Tour Genève Triathlon informiert die Polizei über Verkehrsbehinderungen auf dem linken Genfer Seeufer.
Von Samstag, 4. Juli, ab 04.00 Uhr bis Sonntag, 5. Juli 2026, 17.00 Uhr, ist mit zahlreichen Sperrungen und Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Die Angehörigen der Sondereinheit der Kantonspolizei werden mit neuen ballistischen Schutzhelmen ausgerüstet.
Sicherheitsdirektor Mario Fehr hat die entsprechende Beschaffung bewilligt. Damit wird der Eigenschutz der Einsatzkräfte weiter gestärkt.
Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einer Motorradlenkerin am Mittwochabend (01.07.2026) in Bubikon sind beide Unfallbeteiligten verletzt worden.
Die Töfflenkerin erlitt schwere, der Autofahrer mittelschwere Verletzungen.
Die umfassenden Ermittlungen im Zusammenhang mit der am Freitag in Bern verstorben aufgefundenen Frau dauern weiter an.
Die Todesursache ist inzwischen geklärt. Derzeit werden zahlreiche Spuren ausgewertet, um insbesondere die genauen Umstände des Todes zu klären. Die Untersuchungshaft für den 35-Jährigen wurde bestätigt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.