Schweiz

Urtenen-Schönbühl BE: Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen – fünf Verletzte

In Urtenen-Schönbühl kam es am Samstagvormittag zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Fünf Personen wurden verletzt und mussten mit Ambulanzen ins Spital gefahren werden. Der betroffene Strassenabschnitt war für mehrere Stunden gesperrt. Der Unfall wird untersucht.

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Zollikon ZH: Motorradfahrer (58) bei Verkehrsunfall verletzt

Bei einem Verkehrsunfall ist am Samstagvormittag (7.9.2024) in Zollikon ein Motorradfahrer mittelschwer verletzt worden. Kurz nach 10.45 Uhr fuhr ein Personenwagen von Zürich herkommend auf der Zollikerstrasse in den Kreisel beim Dufourplatz ein.

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Gadmen BE: Motorradlenker bei Selbstunfall verletzt - ins Spital geflogen

Am Samstagnachmittag ist in Gadmen ein Motorradlenker von der Strasse abgekommen, einen Strassengraben hinuntergestürzt und dabei verletzt worden. Der Mann wurde mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen. Der betroffene Strassenabschnitt war für rund zwei Stunden komplett gesperrt. Der Unfall wird untersucht.

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Regionalpolizei Zurzibiet: Wir gratulieren ganz herzlich

Wir gratulieren unserem Aspiranten Raphael Daasch zum erfolgreichen Bestehen der Eidg. Berufsprüfung und freuen uns, ihn definitiv ins Polizeikorps aufnehmen zu dürfen! Raphael Daasch absolvierte in den vergangenen 24 Monaten den Lehrgang zum Polizisten an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch und einige Praxismonate bei uns im aktiven Polizeidienst.

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Schutz und Rettung Bern: Unsere Korpsweiterbildung

Im Rahmen unserer jüngsten Korpsweiterbildung standen die Themen Stromunfälle, Tauchunfälle, Verbrennungen sowie der intraossäre Zugang (I.O.) und die Medikamentenverabreichung bei Kindern im Mittelpunkt. Beim I.O. Bohren, einer Methode, bei der ein Zugang in den Knochen zur Medikamentenverabreichung gelegt wird, konnten die Teilnehmenden ihre Fertigkeiten an einem Ei und einem Pouletschenkel trainieren, um den Ernstfall möglichst realitätsnah zu simulieren.

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Dietikon ZH: Fahrzeugeinbrecher (Algerier, 44) verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich verhaftete am Freitagmittag (6.9.2024) in Dietikon einen Mann, der dringend verdächtigt wird, in Fahrzeuge eingebrochen zu haben. Angehörige der Kantonspolizei Zürich kontrollierten zusammen mit der SBB Transportpolizei in der S12 von Zürich nach Brugg einen Mann. Die polizeilichen Abklärungen ergaben, dass sich der 44-jährige Algerier unrechtmässig in der Schweiz aufhielt.

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Oberriet SG: Velofahrerin (68) bei Unfall mit Lieferwagen verletzt

Am Freitag (06.09.2024), kurz vor 16:10 Uhr, sind auf der Staatsstrasse, Im Bereich der Einmündung der Alten Rötelbachstrasse, ein Lieferwagen und ein Velo zusammengestossen. Die 68-jährige Velofahrerin wurde dabei eher leicht verletzt. Der Rettungsdienst bracht sie ins Spital.

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Züberwangen SG: Auffahrunfall auf der Autobahn A1 - zwei Personen verletzt

Am Freitag (06.09.2024), kurz vor 16:30 Uhr, hat sich auf der Autobahn A1 zwischen Wil und der Raststätte Thurau Süd in Fahrtrichtung St.Gallen ein Auffahrunfall mit drei beteiligten Autos ereignet. Zwei Personen wurden verletzt. Es kam zu Rückstau im Feierabendverkehr.

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Rorschacherberg SG: Kollision zwischen Auto und Postauto – eine Person verletzt

Am Freitag (06.09.2024), kurz nach 19 Uhr, sind auf der Seebleichestrasse, Höhe Verzweigung Bachwiesstrasse, ein Auto und ein Postauto zusammengestossen. Eine 39-jährige Autofahrerin wurde dabei leicht verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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A2 / Sissach–Eptingen BL: Nachtsperrungen infolge Bauabschluss- und Markierungsarbeiten

Im Rahmen des Erhaltungsprojekts Sissach–Eptingen werden im September die diesjährigen Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen. Die Aufhebung des Baustellenbetriebs sowie die damit einhergehenden Markierungsarbeiten machen nächtliche Sperrungen nötig. Von den Sperrungen betroffen sind die Fahrbahnen in Fahrtrichtung Basel und Chiasso.

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Stadt Freiburg: Seniorin (70) landet mit Auto in der Saane

Gestern verlor eine 70-jährige Frau in der Unterstadt von Freiburg die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Das Auto und seine Insassin stürzten in die Saane und wurden von der Strömung mitgerissen. Die Seepolizei und die Feuerwehr kamen zum Einsatz, um die Fahrerin zu retten. Diese blieb unverletzt.

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Murg SG: Frau (35) bei Arbeitsunfall unter Strohballen geraten

Am Freitag (06.09.2024), kurz nach 09:35 Uhr, ist es in einem Landwirtschaftsbetrieb an der Bluembodenstrasse zu einem Arbeitsunfall gekommen. Eine 35-jährige Frau geriet unter einen Strohballen. Dabei wurde sie unbestimmt verletzt. Die Rega flog die Frau ins Spital.

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Andermatt UR: Motorradlenker (67) kollidiert mit Tunnelwand – erheblich verletzt

Heute Freitag, 6. September 2024, kurz vor 10.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Motorrads mit ungarischem Kontrollschild auf der Oberalpstrasse talwärts. Im Grindtunnel verlor der 67-jährige Motorradlenker die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte folglich mit der rechtsseitigen Tunnelwand.

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Rothenburg LU / A2: Lastwagenfahrerin (34) wird wegen mehreren Verstössen angezeigt

Auf der Autobahnraststätte Neuenkirch in Fahrtrichtung Norden ist am Donnerstagmittag eine Lastwagenfahrerin kontrolliert worden. Bei der Lenkerin fielen sowohl ein Atemalkohol- wie auch ein Drogenschnelltest positiv aus. Zudem wurden weitere Verstösse festgestellt.

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Hünenberg ZG: Falscher Polizist (Schweizer, 22) bei Geldübergabe festgenommen

Mit einem Schockanruf haben Betrüger von einem Rentner für die Freilassung seiner Tochter mehrere zehntausend Franken gefordert. Unter Schock stehend übergab der 84-Jährige einem ihm unbekannten Mann 12`000 Franken. Den Telefonbetrügern reichte dieser Geldbetrag jedoch nicht und sie forderten nochmals 40`000 Franken. Bei der zweiten Geldübergabe konnte ein 22-jähriger Mann festgenommen werden.

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Bahnstrecke St.Gallen St. Fiden–Goldach SG ab 30. September wieder verfügbar

Aufgrund der Sanierungsarbeiten im Nachgang zum Hangrutsch bei St. Gallen St. Fiden vom Mai 2024 läuft der Bahnverkehr seit dem 10. Juni nur eingleisig. Die Bauarbeiten schreiten voran, die Strecke steht ab 30. September 2024 wieder zweispurig zur Verfügung. Auf der S-Bahn-Linie S82 kommt es aufgrund der andauernden Bauarbeiten bis zum Fahrplanwechsel zu Einschränkungen.

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Stadt Schaffhausen SH: Zeugen von Sachbeschädigung gesucht

Zwischen Dienstagabend (03.09.2024) und Mittwochmorgen (04.09.2024) hat eine unbekannte Täterschaft eine Fernwärmepumpe in der Stadt Schaffhausen mutwillig beschädigt. Dabei verursachte sie einen Sachschaden von mehreren tausenden Franken. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu dieser Sachbeschädigung.

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Güttingen TG: 18-Jährige kracht nach Überholmanöver in entgegenkommendes Auto

Bei einem Verkehrsunfall mit drei Autos wurden am Donnerstagabend in Güttingen zwei Personen schwer verletzt. Eine Autofahrerin musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Ein Autofahrer wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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A13 / Anschluss Chur GR Nord, Bahnüberführung Haldenstein - Instandhaltung

Die Bahnüberführung Haldenstein über die Autobahn A13 in der Nähe der Ausfahrt Chur Nord hat sich als erdbebengefährdet erwiesen und weist Betonschäden an den Widerlagerbereichen auf. Ab dem 09. September 2024 wird das Bundesamt für Strassen ASTRA mit der Erdbebenverstärkung der Brücke und der Sanierung der Brückenwiderlager zu beginnen.

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Kapo Glarus: Achtung! Betrüger geben sich als Polizisten aus

In den letzten Tagen häufen sich im Kanton Glarus Betrugsversuche, bei denen sich Kriminelle als Polizisten ausgeben, um an das Geld und die Wertsachen von ahnungslosen Bürgerinnen und Bürgern zu gelangen. Die Täter behaupten, dass das Vermögen der Opfer in Gefahr sei, und fordern diese auf, grössere Geldbeträge abzuheben. Ein angeblicher Polizist würde dann die Vermögenswerte sicherstellen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.