Schweiz

A1 / Lausanne VD – Genf GE: Die Mutter der Schweizer Autobahnen

Die Autobahn A1 zwischen Lausanne und Genf feiert am kommenden 23. April ihr 60-jähriges Bestehen. Das erste Autobahn-Teilstück zwischen zwei Schweizer Städten war ursprünglich auf 20’000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. 60 Jahre später wird dieser Abschnitt täglich von fünfmal mehr Fahrzeugen befahren und entlastet damit die Kantonalstrassen.

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Stadt Glarus: E-Scooter fährt viel zu schnell

Am Freitag, 12.04.2024, 18.00 Uhr, fiel der Kantonspolizei Glarus ein E-Scooter auf, welcher in Glarus augenscheinlich viel zu schnell unterwegs war. Bei der anschliessenden Kontrolle musste festgestellt werden, dass der E-Scooter über eine extreme Kraft und Beschleunigung verfügt. Das Fahrzeug wurde von der Polizei sichergestellt.

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Eich LU / A2: Anhänger kippt nach Kollision - eine Person verletzt

Am Mittwoch (17. April 2024, kurz nach 19:30 Uhr) fuhr ein Lieferwagen mit Anhänger auf dem rechten Fahrstreifen der Autobahn A2 in Richtung Süden. Kurz vor dem Rastplatz Inseli geriet die Fahrzeugkombination aus noch ungeklärten Gründen ins Schlingern und der Anhänger kollidierte mit einem Auto auf dem linken Fahrstreifen.

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Luzern LU: SBB erneuert Korrosionsschutz der Reussbrücke Geissmatt

Die Reussbrücke Geissmatt in Luzern muss instand gesetzt werden. Der Korrosionsschutz der Brücke mit Baujahr 1974 muss erneuert werden. Dazu wird die Brücke eingerüstet und eingehaust. Die Bauarbeiten dauern von April bis Oktober 2024. Vom 5. bis 22. Juli 2024 wird die Bahnstrecke zwischen Luzern und Küssnacht a.R. gesperrt.

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Kapo St.Gallen: Die Abteilung Technische Dienste sucht Verstärkung

Die Abteilung Technische Dienste der Kantonspolizei St.Gallen ist zuständig für die Planung, die Realisierung, den Betrieb und Unterhalt von technischen Einrichtungen und Spezialsystemen (Funk, Drohnen, Videosysteme, Notstrom, etc.), welche die Polizei zur Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben benötigt. Als Provider des Sicherheitsfunknetzes Polycom ist sie zudem für den sicheren Betrieb des Einsatzkommunikationsmittels der Blaulichtorganisationen der Kantone SG/AR/AI zuständig.

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Bättwil SO: Brand zerstört Jugendwerkstatt – technischer Defekt als Ursache

Die Jugendwerkstatt in Bättwil geriet am Mittwoch, 29. November 2023, in Vollbrand. In der Zwischenzeit konnten Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn die Brandursache klären. Demnach geriet ein Kühlschrank, aufgrund eines technischen Defekts innerhalb der elektrischen Installationen, in Brand.

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Stadt Basel BS: Grosskontrolle im und um den Bahnhof SBB

Unter der Leitung der Kantonspolizei Basel-Stadt fand im und um den Bahnhof SBB eine Grosskontrolle gegen Straftaten im öffentlichen Raum statt. Beteiligt waren verschiedene nationale und internationale Sicherheitsbehörden, darunter die französische Police aux frontières und die deutsche Bundespolizei.

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Berneck SG: Nach Verkehrsunfall mit Auto einfach geflüchtet – Zeugenaufruf

In der Zeit zwischen Dienstagabend kurz nach 19 Uhr und Mittwoch (17.04.2024), um 8:30 Uhr, ist eine unbekannte Person mit ihrem Auto in ein parkiertes Auto geprallt. Die Person hat sich anschliessend von der Unfallstelle entfernt, ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern. Es entstand Sachschaden von rund 10'000 Franken. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Der Finanzanlagen-Geheimtipp und andere Märchen

Würden Sie es merken, wenn Sie jemand betrügen will? Vermutlich schon, oder? Vieles haben Sie ja bereits gehört, gelesen und ¬gesehen und entsprechend gross ist das Misstrauen. Es gibt aber etwas, das dieses berechtigte Misstrauen auflösen kann, und das setzen die -Betrüger schamlos ein: Hoffnung und Vertrauen.

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Stadt Chur: Autofahrerin (21) will vor Polizei flüchten und kracht in Ampel

In Chur ist es auf Masanserstrasse zu einem Verkehrsunfall gekommen. Eine Autofahrerin versuchte sich einer Polizeikontrolle zu entziehen und kollidiert mit einer Ampel. In der Nacht auf Donnerstag (18.04.2024) kurz vor 01.00 Uhr, wollte die Stadtpolizei Chur auf dem Areal einer Tankstelle an der Masanserstrasse eine 21-jährige Frau, welche bei laufendem Motor hinter dem Steuer schlief, kontrollieren.

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Aathal-Seegräben ZH: Kollision zwischen Lastwagen und PW - zwei Personen verletzt

Bei einer Kollision zwischen einem Lastwagen und einem Personenwagen sind am Dienstagnachmittag (16.04.2024) in Aathal-Seegräben (Gemeinde Seegräben) zwei Personen verletzt worden. Kurz nach 14 Uhr fuhr ein 37-jähriger Chauffeur auf der Zürichstrasse in Richtung Uster. In der Gegenrichtung fuhr ein 42-jähriger Lenker mit seinem Personenwagen Richtung Wetzikon.

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Betrug: Phishing-Mail – Apple-ID gesperrt

Mit E-Mails, die angeblich von Apple stammen, täuschen die Betrüger eine vorübergehende Sperrung der Apple-ID vor. Zusätzlich zum Passwort haben es die Cyberkriminellen vor allem auf die Kreditkartendaten abgesehen.

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Münchenstein BL: Heftige Auffahrkollision zwischen zwei Autos

Am Dienstagabend, 16. April 2024, kurz vor 18.00 Uhr, ereignete sich auf der Bruderholzstrasse in Münchenstein BL, Höhe Park im Grünen, eine heftige Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen. In der Folge kollidierte einer der unfallbeteiligten Personenwagen mit einem weiteren Personenwagen.

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Stadt St.Gallen: Massnahmen gegen Ratten auf dem Kornhausplatz

Auf dem Kornhausplatz in St.Gallen halten sich seit mehreren Wochen Ratten auf. Die Situation wurde beobachtet und durch Fachleute beurteilt. Um eine weitere Vermehrung der Ratten und damit der Gefahr der Krankheitsübertragung vorzubeugen, wurde durch einen Schädlingsbekämpfer Rattengift eingesetzt. Eine Gefahr für Menschen besteht nicht, jedoch sollen allfällige tote Tiere nicht angefasst werden.

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Stadtpolizei St.Gallen: Bike Police ab sofort mit Blaulicht und Sirene unterwegs

Ab sofort ist die Bike Police der Stadtpolizei St.Gallen mit Blaulicht und Sirene auf ihren E-Bikes unterwegs. Vor zwei Jahren wurden die E-Bike-Patrouillen nach einem erfolgreichen Pilotversuch definitiv eingeführt. Neu werden die Polizistinnen und Polizisten auf ihren E-Bikes mit Blaulicht und Sirene in der Stadt unterwegs sein.

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Menznau LU: Anhänger mit Schweinen bei Selbstunfall gekippt

Heute Morgen ist es auf der Wolhuserstrasse zu einem Selbstunfall eines Lieferwagens mit angekoppeltem Anhänger gekommen. Der Anhänger war mit zehn Schweinen beladen und kippte zur Seite. Ein Tier musste von einem Tierarzt erlöst werden, die anderen blieben unverletzt. Personen kamen nicht zu Schaden.

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Stadt Basel BS: Brand in Wohn- und Pflegezentrum fordert einen Verletzten

Am Mittwoch, 17. April 2024, circa 07.15 Uhr, hat die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt zu einem Brand an der Rebgasse ausrücken müssen. Vor ihrem Eintreffen hatten Drittpersonen das Feuer gelöscht. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte eine verletzte Person ins Spital.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.