Schweiz

Oberuzwil SG: Brand auf Sitzplatz verursacht Sachschaden von über 100'000 Franken

Am Sonntagabend (18.01.2026) ist es auf einem Sitzplatz eines Einfamilienhauses an der Feldholzstrasse zu einem Brand gekommen. Die Feuerwehr konnte das Feuer rasch löschen. Es entstand Sachschaden im Wert von über 100'000 Franken.

Weiterlesen

Davos GR: Grossaufgebot der Polizei zum Start des World Economic Forum

Vom 19. bis 23. Januar 2026 findet in Davos das World Economic Forum (WEF) statt, zu dem zahlreiche Staatschefinnen und Staatschefs sowie Ministerinnen und Minister erwartet werden. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) hat den Auftrag, in Zusammenarbeit mit den Kantonen die Sicherheitsmassnahmen für die völkerrechtlich geschützten Personen festzulegen.

Weiterlesen

Lugano TI: Mann bei Auseinandersetzung mit stumpfem Gegenstand schwer verletzt

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 18. Januar 2026 gegen 15:30 Uhr auf der Via Trevano in Lugano eine Auseinandersetzung zwischen vier Personen ausbrach. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde ein 50-jähriger Mann aus der Region Lugano mit einem stumpfen Gegenstand getroffen.

Weiterlesen

Rigi LU: Wanderer stürzt zwischen „Heiligchrüz“ und „Felsentor“ in den Tod

An der Rigi ist am Freitag ein lebloser Mann aufgefunden worden. Dieser war zuvor aus noch ungeklärten Gründen im Gebiet zwischen „Heiligchrüz“ und „Felsentor“ vom Wanderweg abgekommen und in die Tiefe gestürzt.

Weiterlesen

Hasle LU: Frontalkollision schleudert Auto in parkierte Fahrzeuge – hoher Schaden

Am Samstagmittag (17. Januar 2026, kurz vor 13:15 Uhr) kam es im Gebiet "Bodnig" in Hasle zu einer Kollision zwischen zwei entgegenkommenden Autos. Ein 22-jähriger Lenker geriet aus noch ungeklärten Gründen mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und verursachte den Unfall.

Weiterlesen

Hildisrieden LU: 90-jähriger Autofahrer prallt gegen Mauer und verliert Führerausweis

Am Sonntagabend (18. Januar 2026, ca. 17:45 Uhr) ereignete sich im Gebiet Mülacher in Hildisrieden ein Selbstunfall. Ein 90-jähriger Lenker fuhr mit seinem Auto von Rain in Richtung Hildisrieden.

Weiterlesen

Kapo Zürich: Polizeihündin Bagira trainiert konzentriert Spurensuche bei Schnee und Eis

Bagira vom Schneehof übt mit ihrer Hundeführerin, eine menschliche Spur zu verfolgen. Das Training muss auch bei winterlichen Bedingungen zuverlässig funktionieren.

Weiterlesen

Bellinzona TI: Verdächtiger Gegenstand bei Postauto-Haltestelle löst Grosseinsatz aus

Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz nach 20.30 Uhr bei der Gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) die Meldung über einen verdächtigen Gegenstand in einem Abfallkübel neben einer Postauto-Haltestelle an der Via Franco Zorzi in Bellinzona eingegangen ist. In der Folge wurde gemäss den üblichen Abläufen bei ähnlichen Ereignissen ein Sicherheitsdispositiv ausgelöst.

Weiterlesen

Wetter am Montag, 19.01.2026: Nebel, Föhn und Sonne – regional auch etwas Schnee

Die Schweiz liegt zwischen einer Tiefdruckzone über dem westlichen Mittelmeer und einem kräftigen, blockierenden Hoch über Osteuropa in einer südöstlichen Höhenströmung. Auf der Alpensüdseite hat sich dadurch eine schwache Staulage und in den Alpen eine schwache bis mässige Föhnströmung eingestellt. Über den Niederungen der Alpennordseite hält sich weiterhin ein feuchter Kaltluftsee. In den kommenden Tagen wird das Hoch über Osteuropa allmählich flacher und auch der Einfluss des Tiefs auf den Stau der Alpensüdseite lässt nach. Am Donnerstag steuert ein Tief über Nordwesteuropa eine sich deutlich abschwächende Störungszone von Frankreich her zur Schweiz.

Weiterlesen

Saint-Ursanne JU: Kaminbrand in Wohnhaus – Feuerwehr mit 30 Leuten im Einsatz

Am Sonntag, dem 18. Januar 2026, gegen 13:40 Uhr, brach in der Rue du Clos de la Gindrée in Saint-Ursanne ein Kaminbrand aus. Die alarmierten Feuerwehren Clos-du-Doubs und Porrentruy begaben sich zum Einsatzort und konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen.

Weiterlesen

Polizei.news – das meistgelesene Polizeiportal der Schweiz und Europas

Polizei.news ist eines der reichweitenstärksten und meistgelesenen Online-Portale für Polizeimeldungen in der Schweiz und im deutschsprachigen Europa. Zusammen mit dem ältesten Schweizer Polizeinews-Portal polizeinews.ch bildet es das grösste Netzwerk für Polizeiberichte, das täglich aktuelle Informationen aus mehreren Ländern zentral bündelt.

Weiterlesen

Solothurn SO: Mann mit Kind beim K Kiosk überfallen – Polizei sucht Zeugen

Am Hauptbahnhof Solothurn wurde am Samstagabend, 17. Januar 2026, ein Mann beim K Kiosk überfallen. Die unbekannte Täterschaft flüchtete in Richtung McDonalds. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen aufgenommen und suchen in diesem Zusammenhang Zeugen.

Weiterlesen

Leutwil AG: Junglenker (18) crasht mit BMW in Baum – Beifahrerin verletzt

In Leutwil verlor ein 18-jähriger Automobilist am Samstag in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen einen Baum. Eine nicht angepasste Geschwindigkeit dürfte zum Unfall geführt haben.

Weiterlesen

Hallau SH: Lieferwagen kracht in Baum – Lenkerin verletzt, Totalschaden am Fahrzeug

Am frühen Sonntagmorgen (18.01.2026) kam es in Hallau zu einem Alleinunfall mit einem Lieferwagen. Die Lenkerin kam in einer Linkskurve mit dem Fahrzeug von der Strasse ab und dieses kollidierte in der Folge mit einem Baum. Dabei wurde die Frau verletzt und am Lieferwagen entstand Totalschaden.

Weiterlesen

Buchs SG: Drei alkoholisierte Autofahrer innert fünf Stunden gestoppt – zwei verlieren Ausweis

In Buchs wurde am Sonntag, kurz nach Mitternacht, auf der Rheinstrasse ein 44-jähriger Mann in seinem Auto angehalten und kontrolliert. Die Polizeipatrouille stufte den Mann als fahrunfähig ein und ordnete eine Blut- und Urinprobe an. Der Mann musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben.

Weiterlesen

Mels SG: 20-Jähriger flüchtet vor Polizei – ohne Ausweis und fahrunfähig auf dem Töff

In Mels beabsichtigte eine Polizeipatrouille am Samstag kurz vor 14:30 Uhr, einen Motorradfahrer zur Kontrolle anzuhalten. Auf das Haltezeichen der Polizei reagierte er nicht und fuhr stattdessen davon, konnte jedoch kurz danach angehalten werden.

Weiterlesen

Wangs SG: Lenker übersieht stehendes Auto – Polizei verhängt Fahrverbot nach Alkoholtest

Am Samstag um 13 Uhr fuhr ein 42-Jähriger mit seinem Auto auf der Wolfrietstrasse von Wangs Richtung Mels. Vor ihm fuhr ein 44-Jähriger mit seinem Auto in die gleiche Richtung. Höhe Valeiscenter bremste er sein Auto verkehrsbedingt bis zum Stillstand ab.

Weiterlesen

Bern BE: Ab Dezember 2026 fährt Linie 10 mit Doppelgelenk-Trolleybussen nach Köniz

Die Bauarbeiten zur Umstellung der Buslinie 10 auf Doppelgelenk-Trolleybusse sind auf Kurs. Gemäss aktueller Planung werden die neuen, umweltfreundlichen Busse ab Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2026 zwischen Bern Bahnhof und Köniz Schliern verkehren. Die Buslinie 10 wird auf diesen Zeitpunkt am Bahnhof Bern getrennt.

Weiterlesen

Solothurn SO: Frontalkollision nach medizinischem Notfall – zwei Fahrer verletzt

Auf der Weissensteinstrasse in Solothurn hat sich am Samstagabend, 17. Januar 2026, eine Frontalkollision zwischen zwei Autos ereignet. Beide Fahrer wurden dabei leicht verletzt. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein medizinisches Problem als Unfallursache im Vordergrund stehen.

Weiterlesen

Biberist SO: Auto kracht in Gleisbett – Lenker hatte kurz nicht aufgepasst

Auf einer Quartierstrasse in Biberist kam ein Auto von der Strasse ab und fuhr in ein Gleisbett. Verletzt wurde dabei niemand. Das Auto wurde mittels Seilwinde geborgen. Der Bahnverkehr war nicht beeinträchtigt. Als Unfallursache steht eine kurze Unaufmerksamkeit des Autolenkers im Vordergrund.

Weiterlesen

Wetter am Sonntag, 18.01.2026: Föhnige Alpen, Nebel im Mittelland, Schnee im Süden

Die Schweiz liegt in den kommenden Tagen zwischen einer Tiefdruckzone über Westeuropa und einem kräftigen, blockierenden Hoch über Russland. Der Alpenraum befindet sich dadurch in einer milden südlichen bis südöstlichen Strömung, die auf der Alpensüdseite eine mehrtägige schwache Staulage und in den Alpen eine schwache bis mässige Föhnströmung auslöst. Über den Niederungen der Alpennordseite liegt ein feuchter Kaltluftsee.

Weiterlesen

Schweizer Armee: NATO-Workshop in Thun BE zu Täuschungstechnologien der Zukunft

Am 14. und 15. Januar 2026 führte das Bundesamt für Rüstung armasuisse gemeinsam mit der NATO Science and Technology Organisation (STO) einen Workshop zu Technologien über militärische Täuschung durch. Über 90 nationale und internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Verteidigung diskutierten über den aktuellen technologischen Stand sowie zukünftige Herausforderungen.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.