Schweiz

Töss ZH: Defektes Gerät setzt Keller in Brand – Einsatz an der Rieterstrasse

Am Montag kurz vor 20.30 Uhr rückte die Stadtpolizei wegen eines Brandes in einem Keller in einem Einfamilienhaus an der Rieterstrasse aus. Die ebenfalls ausgerückte Feuerwehr von Schutz & Intervention Winterthur konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen und löschen.

Weiterlesen

Winterthur ZH: 75-Jähriger kollidiert mit Jugendlichem (15) auf Fussgängerstreifen

Oberwinterthur – Am Montag, 24. November, kam es kurz vor 17 Uhr an der Kreuzung Industriestrasse/Scheideggstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger. Gemäss ersten Erkenntnissen fuhr ein 75-jähriger Lenker stadtauswärts auf der Industriestrasse Richtung Brockenhaus Grüze.

Weiterlesen

Bilten GL: Auffahrkollision auf A3 – Rückstau im Feierabendverkehr, mehrere PW beschädigt

Am Montag, 24. November 2025, ca. 17:45 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 in der Ausfahrt Bilten in Fahrtrichtung Chur eine Auffahrkollision mit drei Fahrzeugen. In der Ausfahrt bildete sich aufgrund des Feierabendverkehrs ein Rückstau bis ans Ende der Einspurstrecke.

Weiterlesen

Oberiberg SZ: Bauarbeiter (43) stürzt bei Balkonarbeiten – Feuerwehr setzt Hubretter ein

Am Dienstagmorgen, 25. November 2025, ereignete sich um 07.45 Uhr an der Tschalunstrasse in Oberiberg ein Arbeitsunfall. Ein 43-jähriger Mann stürzte im Balkonbereich eines mehrstöckigen Hauses und zog sich dabei unbestimmte Rückenverletzungen zu.

Weiterlesen

Seelisbergtunnel - wichtige Verkehrsverbindung im Winter

Der Seelisbergtunnel zählt zu den zentralen Verbindungen im Schweizer Nationalstrassennetz. Auf der A2 gelegen, verbindet er die Zentralschweiz mit dem Kanton Uri und damit mit der wichtigsten Nord–Süd-Achse Richtung Gotthard. Während der Tunnel im Sommer vor allem für seine n gleichmässigen Verkehrsfluss geschätzt wird, zeigt sich seine volle Bedeutung im Winter. Schnee, Nebel und Glätte sorgen auf den offenen Abschnitten der A2 immer wieder für anspruchsvolle Situationen – umso wichtiger ist eine wettergeschützte Infrastruktur, die den Verkehr zuverlässig und sicher über die kritischen Zonen führt. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie der Seelisbergtunnel bei Winterwetter für Stabilität im Strassenverkehr sorgt und die Sicherheit für Verkehrsteilnehmende erhöht.

Weiterlesen

Bern BE: Polizei analysiert Täterverhalten mit System – Blick hinter die Datenkulisse

Wenn wir an Polizeiarbeit denken, stellen sich viele Blaulichtfahrten, Verfolgungsfahrten und Verhöre vor. Doch es gibt einen entscheidenden Bereich, der oft im Hintergrund bleibt – und ohne den manche Fälle ungelöst bleiben: die Kriminalanalyse. In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen die Kriminalanalyse genauer vor.

Weiterlesen

Aargau: Gewalt, Amokdrohungen, Radikalisierung – wie Schulen sicher bleiben

Wie können Aargauer Schulen auch in Zukunft sichere Lernorte bleiben? Diese Frage stand im Zentrum der diesjährigen Veranstaltungen des Departements Bildung, Kultur und Sport für Schulleitungen der Volksschule, der Mittelschulen und der Berufsfachschulen sowie für die Gemeinderatsmitglieder mit Ressort Bildung. Expertinnen und Experten der Kantonspolizei Aargau und des Departements sensibilisierten die Schulleitungen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit bedrohlichen Situationen. An einer der Veranstaltungen mit rund 150 Schulleiterinnen und Schulleitern der Volksschule kamen auch Landammann Dieter Egli, Bildungsdirektorin Martina Bircher und Polizeikommandant Michael Leupold zu Wort.

Weiterlesen

Degersheim SG: Mann attackiert Polizei mit Baseballschläger – Polizist verletzt

Am Montag (24.11.2025), kurz nach 8:15 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einer Drohung gegenüber einer Amtsperson erhalten. Die Kantonspolizei St.Gallen kontrollierte einen 36-jährigen Mann, welcher im Zuge der Kontrolle tätlich wurde und dabei einen Polizisten verletzte.

Weiterlesen

Kanton St.Gallen: Kantonspolizei bietet Job in der Forensik – Spurenauswertung im Fokus

Bereit für Neues? Unser Kompetenzzentrum Forensik und das Team des Kriminaltechnischen Dienst suchen eine neue Kriminaltechnikerin oder einen neuen Kriminaltechniker.

Weiterlesen

Basel BL: Polizei warnt vor Einbrechern – frühe Dunkelheit spielt Tätern in die Hände

Achtung Einbrecher: Sie sind wieder vermehrt unterwegs. Die Jahreszeit und das damit verbundene frühe Eindunkeln, macht es Einbrechern leichter, unerkannt in Objekte wie Häuser, Garagen, Keller oder Fahrzeuge einzudringen.

Weiterlesen

Schweizer Armee: OSZE inspiziert Militärpolizei an mehreren Standorten am 25. November

Auf Ersuchen der Niederlande und nach erfolgter Zustimmung der Schweiz findet am 25. November 2025 eine Überprüfung der Militärpolizei im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) statt. Die Inspizienten aus den Niederlanden, Belgien, Portugal sowie ein Gastinspektor des OSZE Kooperationspartners Südkorea werden an verschiedenen Standorten der Militärpolizei über deren Aufgaben und Tätigkeitsfelder informiert.

Weiterlesen

Glarus: Kanton startet Aktionswochen gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Departement Volkswirtschaft und Inneres • Die Koordinationsstelle Häusliche Gewalt und Gewaltprävention lanciert ab dem 25. November 2025 die Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen". Mit verschiedenen Aktionen im ganzen Kanton – darunter eine barrierefreie Frauenparty am 29. November – macht die Kampagne auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam und stärkt die Präventions- und Sensibilisierungsarbeit.

Weiterlesen

Kerns OW: 18-Jähriger kracht bei Glätte in Zaun – drei Unfälle übers Wochenende

Am Wochenende ereigneten sich aufgrund der winterlichen Verhältnisse mehrere Verkehrsunfälle mit Sachschaden. Freitagnacht, kurz vor Mitternacht, fuhr ein 18-jähriger Autolenker in Kerns auf der Stanserstrasse in Richtung Stans. Kurz vor dem Parkplatz Chabisstein geriet er auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dabei mit einen Metallzaun.

Weiterlesen

Wetter am Dienstag, 25.11.2025: Feuchte Kaltluft bringt Schnee bis in tiefere Lagen

Ein Höhentief zieht heute vom Nordosten Frankreichs über die Schweiz hinweg südostwärts. Mit einer Winddrehung auf Nordwest bis Nord gelangt feuchte und sukzessiv kältere Luft zur Alpennordseite und zu den Alpen. Während auf der Alpensüdseite Nordwind aufkommt, staut sich die feuchte Kaltluft am Alpennordhang. Am Mittwoch lässt die Feuchtezufuhr im Tagesverlauf vor allem im Flachland langsam nach. Am Donnerstag dehnt sich ein Ausläufer des Azorenhochs bis zum Alpenraum aus, damit erfolgt eine Abtrocknung der Luftmasse. Im Norden bleibt in der Grundschicht jedoch ausgedehnte Restfeuchte zurück.

Weiterlesen

Neuhausen am Rheinfall SH: Sattelschlepper verliert Doppelreifen – Tunnel gesperrt

Am Montagmorgen (24.11.2025) hat ein Sattelschlepper im Galgenbucktunnel einen doppelten Komplettreifen verloren. Der Tunnel musste daraufhin für knapp 2 ½ Stunden gesperrt werden. Verletzt wurde niemand.

Weiterlesen

Kanton Bern: Historischer Film zeigt Beeidigung der Sanitätspolizei in den 1960ern

Ein Blick zurück, der aktueller nicht sein könnte: Der feierliche Eintritt ins Korps – derselbe Schritt, den unsere neuen Kolleginnen und Kollegen letzten Freitag gemacht haben. In unserem Archiv haben wir einen seltenen Filmausschnitt der Beeidigung der damaligen Sanitätspolizei Bern aus den 1960er-Jahren gefunden.

Weiterlesen

Nottwil LU: Symposium „Retten und Lernen“ bringt Rettungsprofis aus 4 Ländern zusammen

Retten und Lernen 2025 – ein „Familientreffen“ der besonderen Art: Wer im Rettungswesen mit Bildungsthemen zu tun hat, der traf sich am vergangenen Freitag und Samstag am Symposium „Retten und Lernen“ in Nottwil. Für einen grossen Teil der Besucher aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz bietet das Symposium alle Jahre wieder eine Möglichkeit, sich auszutauschen, zu diskutieren, sich inspirieren zu lassen und sich in Workshops und persönlichen Gesprächen in aktuelle Bildungsthemen zu vertiefen.

Weiterlesen

Sempach LU: Luzerner Polizei informiert über Grossprojekte und Betriebskultur

Die Luzerner Polizei führte letzte Woche in Sempach einen Korpsrapport durch. Die Mitarbeitenden der Luzerner Polizei wurden über die aktuelle Planung des Sicherheitszentrums in Rothenburg orientiert. Ein zweiter Schwerpunkt bildete die Betriebskultur der Luzerner Polizei.

Weiterlesen

St.Gallen SG: Zwei Leichtverletzte bei Unfall auf A1 – langer Stau im Pendlerverkehr

Am Montag (24.11.2025), kurz vor 7 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen. Ein 37-jähriger und ein 28-jähriger Mann wurden eher leicht verletzt und durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden sowie langer Stau.

Weiterlesen

Bronschhofen SG: Selbstunfall endet in Böschung – 100’000 Fr. Schaden (Zeugenaufruf)

Am Sonntag (23.11.2025), kurz vor 18:15 Uhr, ist es auf der Mörikonerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Ein 31-jähriger Mann wurde leicht verletzt. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

Weiterlesen

Giswil OW: Brandursache geklärt – elektrisches Gerät löste Grossbrand vom 20.11.2025 aus

Der Brand der Werkhalle in Giswil vom Donnerstag, 20.11.2025, ist nach ersten Ermittlungsergebnissen aufgrund einer technischen Ursache ausgebrochen. In der Folge des Brandes in Giswil vom letzten Donnerstag (>>Polizei.news berichtete<<) wurden durch die Kantonspolizei Obwalden in Zusammenarbeit mit dem Forensischen Institut (FOR) Zürich und unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Obwalden Untersuchungen zur Brandursache aufgenommen.

Weiterlesen

Egg ZH: 14-Jähriger auf Fussgängerstreifen angefahren – Lenker begeht Fahrerflucht

Bei einer Kollision in Egg bei Zürich zwischen einem Fahrzeug und einem Knaben am Montagmorgen (24.11.2025) ist dieser leicht verletzt worden. Gegen 7.40 Uhr fuhr ein unbekannter Mann mit seinem Fahrzeug in einen 14-jährigen Jungen, welcher sich auf dem Weg in die Schule befand.

Weiterlesen

Sempach LU: Auffahrunfall auf A2 bei Sempach – eine Person verletzt ins Spital gebracht

Kurz vor 07.00 Uhr ereignete sich am Montagmorgen, 24. November 2025, auf der Autobahn A2 bei Sempach eine Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen. Eine Person wurde verletzt und zur Kontrolle ins Spital gebracht.

Weiterlesen

Root LU: Zwei Personen auf Fussgängerstreifen beim Bahnhof angefahren und verletzt

Am Montagmorgen (24. November 2025, zwischen 06.30 und 07.00 Uhr) kam es auf der Bahnhofstrasse in Root innerhalb kurzer Zeit zu zwei gleichartigen Verkehrsunfällen. In beiden Fällen überquerten Personen beim Bahnhof den Fussgängerstreifen und wurden von einem Auto erfasst.

Weiterlesen

Luzern LU: 74-Jähriger fährt Treppe beim Spital hinunter – Auto bleibt auf Stufen stecken

Am Montagmorgen, 24. November 2025, kurz vor 07.45 Uhr, übersah ein 74-jähriger Autofahrer bei der Einfahrt ins Parkhaus des Luzerner Kantonsspitals eine Treppe. Er fuhr versehentlich mit dem Auto die Stufen hinunter und blieb damit stecken.

Weiterlesen

Winterthur ZH: 26-Jähriger kracht mit Sportwagen in Baum – Verdacht auf Raserdelikt

Am Samstagabend, 22. November 2025, kam es an der Wülflingerstrasse zu einem Selbstunfall, bei dem ein Sportwagenlenker gegen einen Baum prallte. Der unverletzte Lenker wurde festgenommen und das Auto sichergestellt. Es besteht der Verdacht auf stark überhöhte Geschwindigkeit.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.