Schweiz

Neukirch TG: 24-jähriger Autofahrer alkoholisiert verunfallt

Ein alkoholisierter Autofahrer verursachte in der Nacht zum Sonntag in Neukirch einen Selbstunfall. Er wurde leicht verletzt und musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Kurz nach 4.15 Uhr fuhr ein 24-Jähriger auf der Nebenstrasse Erdhausen in Richtung Langgrüt. Ausgangs Dorf verlor er bei der Rechtskurve die Kontrolle über das Fahrzeug. Dabei geriet das Auto über die Gegenfahrbahn, kam von der Strasse ab und kollidierte mit einem Baum.

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Schmerikon SG: Brand in Kellerabteil eines Mehrfamilienhauses

Am Samstag (26.02.2022), kurz vor 21 Uhr, ist der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen Feuer und Rauch aus einem Mehrfamilienhaus an der Mürtschenstrasse gemeldet worden. Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand löschen. Rund zwei Dutzend Parteien, die in dem Mehrfamilienhaus sowie dem verbundenen Nachbargebäude wohnhaft sind, wurden von der Feuerwehr evakuiert oder konnten die Häuser selbstständig verlassen. Eine 28-jährige Frau wurde wegen des Verdachts Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht.

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Basel BS: Wohnungsbrand während Party

Am Sonntag, 27. Februar 2022, um circa 02.00 Uhr, hat die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel- Stadt in einer Liegenschaft im Westfeld bei der Burgfelderstrasse einen Brand löschen müssen. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte drei Personen wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung ins Spital. Während der Löscharbeiten sperrte die Kantonspolizei die Burgfelderstrasse zwischen Luzernerring und Ensisheimerstrasse.

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Tauglichkeit weiterhin hoch – Rekord bei der Rekrutierung von Frauen für die Armee

Im Jahr 2021 wurden in den sechs Rekrutierungszentren der Schweizer Armee total 31'246 Stellungspflichtige abschliessend beurteilt. 22'643 von ihnen konnten der Armee und 2'665 dem Zivilschutz zugeteilt werden. Die Tauglichkeit beträgt damit 81%. Ein neuer Rekord konnte bei der Gewinnung von Frauen erzielt werden: 546 Frauen wurden im Jahr 2021 der Armee zugeteilt. 2021 erhielten insgesamt 31'246 (100%) Stellungspflichtige einen definitiven Entscheid. Dabei wurden 22'643 (72.5%) als militärdiensttauglich, 2'665 (8.5%) als schutzdiensttauglich und 5'938 (19.0%) als medizinisch untauglich beurteilt. Weitere 1'478 Stellungspflichtige wurden aus verschiedenen Gründen zurückgestellt.

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Wil SG: Brand in Tiefgarage rasch gelöscht

Am Samstag (26.02.2022), kurz vor 11 Uhr, ist der Notrufzentrale der Kantonspolizei St.Gallen Rauch aus einer Tiefgarage an der Rosenstrasse gemeldet worden. Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Es entstand Rauch- und Russschaden von mehreren tausend Franken. Die Brandursache wird durch das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei St.Gallen untersucht.

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Wildhaus SG: Selbstunfall mit E-Bike – Fahrer (60) alkoholisiert

Am Samstag (26.02.2022), kurz vor 9 Uhr, ist auf der Steinrütistrasse ein E-Bike-Fahrer verunfallt. Der 60-jährige Mann zog sich dabei unbestimmte Verletzungen zu. Er war alkoholisiert. Der 60-jährige Mann fuhr auf seinem E-Bike die schneebedeckte Steinrütistrasse entlang in Richtung Dorfzentrum. Dabei kam er rechtsseitig von der Strasse ab und stürzte.

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Kanton Wallis: Fasnacht – Ratschläge für sicheres Feiern und Heimkommen

Die Fasnacht. Für viele gilt sie als die schönste Jahreszeit. Doch damit nur die schönen Momente in Erinnerung bleiben, gilt es einige Punkte zu beachten: Die Verkehrssicherheit ist und bleibt eine prioritäre Aufgabe der Kantonspolizei. Unsere Strategie konzentriert sich dabei auf präventive Massnahmen und gezielte Repressionen für Lenker, die andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

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Saanen BE: Fussgängerin (70) von Auto erfasst und verletzt

In Saanen ist am Donnerstagnachmittag eine Fussgängerin von einem Auto erfasst worden. Die Frau wurde verletzt ins Spital gebracht. Der Lenker setzte die Fahrt fort, konnte aber identifiziert und angehalten werden. Am Donnerstag, 24. Februar 2022, kurz vor 16.30 Uhr, hat sich auf der Dorfstrasse in Saanen eine Kollision zwischen einem Auto und einer Fussgängerin ereignet.

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Bubendorf BL: Lieferwagen kollidiert mit Personenwagen – drei Personen verletzt

Am Freitagabend, 25. Februar 2022, kurz nach 23.30 Uhr, kollidierte auf der Kantonsstrasse in Bubendorf BL ein Lieferwagen mit einem Personenwagen. Beim Unfall wurden drei Personen verletzt. Die Fahrzeuge erlitten Totalschaden. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr ein 33-jähriger Lieferwagenlenker auf der Kantonsstrasse von Bubendorf herkommend in Richtung Liestal.

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Neuer Leiter Kompetenzbereich Landsysteme

Bern, 25.02.2022 - Der Rüstungschef, Martin Sonderegger, hat Ivo Bravin als Nachfolger von Reto Maurer zum Leiter des Kompetenzbereichs Landsysteme von armasuisse ernannt. Ivo Bravin hat ursprünglich eine Lehre als Autoelektriker und anschliessend ein Elektroingenieur-Studium (HTL) sowie ein Wirtschaftsingenieur-Studium (FH) – beides in Bern – absolviert. Im 2008 schloss der sein Executive MBA Studium im Bereich International Leadership erfolgreich ab.

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Gundetswil ZH: Brand bei Hühnerzucht

Bei einem Brand neben einer Hühnerzucht ist am Freitagnachmittag (25.02.2022) in Gundetswil (Gemeindegebiet Wiesendangen) ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken entstanden. Weder Personen noch Tiere sind verletzt worden. Kurz vor 14 Uhr ging bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich die Meldung eines Brandes bei einer Hühnerzucht mit rund achtzehntausend Tieren ein. Die Rettungskräfte rückten mit einem Grossaufgebot aus.

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Kanton Bern: Weniger Stau im Oberaargau und im Raum Burgdorf

Zwei Verkehrssanierungen sollen die Situation entschärfen und die Lebensqualität und Sicherheit der Bevölkerung verbessern. Aarwangen soll durch eine Umfahrung vom Durchgangsverkehr entlastet und der Ortskern für alle Verkehrsteilnehmenden ruhiger und sicherer gestaltet werden. „Emmentalwärts“ will die Verkehrssituation im Raum Burgdorf – Oberburg – Hasle mit gleich 19 Massnahmen verbessern.

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Kernenried BE / A1: Verkehrsunfall auf der Autobahn – zwei verletzte Personen

In der Nacht auf Freitag ist auf der A1 bei Kernenried ein Auto zuerst mit einer Mittelleitplanke und anschliessend mit einem anderen Auto kollidiert. Die beiden Lenker wurden verletzt ins Spital gebracht. Der Kantonspolizei Bern wurde am Freitag, 25. Februar 2022, kurz vor 1.10 Uhr, gemeldet, dass sich auf der Autobahn A1 bei Kernenried ein Unfall ereignet habe.

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Wegenstetten AG: Zwei Führerausweise auf der Stelle abgenommen

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle mass die Kantonspolizei gestern bei Wegenstetten zwei Lenker, die so schnell fuhren, dass sie den Führerausweis auf der Stelle abgeben mussten. Mit einem Lasermessgerät führte die Kantonspolizei Aargau am Donnerstagnachmittag, 24. Februar 2022, auf der Hauptstrasse zwischen Wegenstetten und der Kantonsgrenze zum Baselbiet eine Geschwindigkeitskontrolle durch.

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Wettingen AG: 92-jähriger Automobilist kollidiert mit Mauer – zwei Verletzte

Auf einem Parkplatz verlor ein 92-jähriger Automobilist gestern die Herrschaft über seinen Wagen. Beim heftigen Aufprall verletzten sich er und seine Beifahrerin erheblich. Am Auto entstand Totalschaden. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, 24. Februar 2022, kurz nach 18 Uhr auf dem Parkplatz des Schlosses Schartenfels hoch über Wettingen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.