Schweiz

Hinteregg ZH: Verunfallter Motorradlenker tot aufgefunden

Am Samstagnachmittag (18.12.2021) sind in einem an die Rällikonerstrasse grenzenden Waldstück in Hinteregg (Gemeindegebiet Egg) ein toter Motorradlenker sowie ein stark beschädigtes Motorrad aufgefunden worden. Höchstwahrscheinlich verunfallte der Mann vor mehreren Wochen mit seinem Motorrad auf der kurvenreichen Strecke und blieb im Wald liegen.

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Bezirke Bülach und Dielsdorf ZH: Mehrere Verstösse bei Clubkontrollen festgestellt

In der Nacht auf Samstag (18.12.2021) hat die Kantonspolizei Zürich, in Zusammenarbeit mit den Stadtpolizeien Bülach und Kloten, in den Bezirken Bülach und Dielsdorf diverse Club-, Bar- und Loungebetriebe kontrolliert und dabei mehrere Verstösse gegen diverse Gesetze festgestellt. Vier Lokale mussten wegen Verstössen gegen die Epidemiegesetzgebung verzeigt werden. Wegen weiterer Verstösse gegen die Ausländer- und Integrations-, Gastronomie- und Passivrauchergesetzgebung resultierten weitere Verzeigungen. In Bülach wurde eine zur Verhaftung ausgeschriebene 31-jährige Albanerin festgenommen.

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Affoltern am Albis und Horgen ZH: Einbrecher verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat am Freitagabend (17.12.2021) in Affoltern am Albis zwei mutmassliche Einbrecher sowie am Samstagabend (18.12.2021) in Horgen einen weiteren mutmasslichen Einbrecher verhaftet. Am Freitag gegen 22 Uhr meldete ein Mann aus Affoltern am Albis, dass er an der Schwandenstrasse zwei verdächtige Männer beobachten würde.

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Oberuzwil SG: Brand im Einfamilienhaus

Am Samstag (18.12.2021), kurz vor 14 Uhr, ist es an der Bahnhofstrasse zu einem Brand im Keller eines Einfamilienhauses gekommen. Schuld dürften nicht vollständig gelöschte Zigarettenstummel in einem Abfallsack sein. Die aufgebotene Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken.

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Stadt Winterthur ZH: Verkehrsunfälle über das Wochenende vom 18.12. - 19.12.2021

Am 19.12.2021, 05.55 Uhr, ereignete sich an der Zürcher-/Jäger-/Brühlbergstrasse ein Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden. Erste Ermittlungen ergaben, dass ein unbekannter Fahrzeuglenker, mutmasslich handelt es sich um ein Fahrzeug der Marke Honda, auf der Zürcherstrasse stadteinwärts gefahren ist und auf der Höhe der genannten Verzweigung gegen die Mittelinsel sowie das dortige Lichtsignal prallte.

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Saas-Fee VS / Alphubel: Helikopter von Air-Zermatt bei Landung beschädigt

Am 18. Dezember 2021 um 10:30, wurde ein Helikopter bei der Landung auf dem Gebirgslandeplatz Alphubel (3'782 m. ü M) beschädigt. Ein 34-jähriger Helikopterpilot startete zusammen mit drei Gästen in einem von der Helikoptergesellschaft Air-Zermatt gecharterten Hubschrauber des Typs LAMA (Immatrikulation HB-XII) vom Flugplatz Raron und beabsichtigte auf dem Gebirgslandeplatz Alphubel (3'782 m. ü M) in Saas-Fee zu landen. Bei der harten Landung wurde die Maschine stark beschädigt. Zwecks medizinischer Kontrolle wurde eine Person nach Visp geflogen. Sie konnte das Spital nach kurzer Zeit verlassen.

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Unteriberg SZ: Pilot klettert nach Helikopterabsturz selbst aus Wrack

Am Samstagnachmittag, 18. Dezember 2021, ist kurz nach 16.00 Uhr in Unteriberg ein ziviler Helikopter aus wenigen Metern ins schneebedeckte Wiesland abgestürzt. Der 47-jährige Pilot, welcher sich alleine im Flugzeug befand, erlitt dabei leichte Verletzungen und musste vom Rettungsdienst hospitalisiert werden. Der Helikopter wurde beim Absturz stark beschädigt.

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Basel-Stadt BS: Mann (38) mit Tritten und Schlägen von Unbekanntem verletzt

Am Samstag, 18.12.2021, kurz vor 02.00 Uhr, wurde in Basel in der Steinentorstrasse ein 38-Jähriger von einem Unbekannten verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt war der Körperverletzung ein verbaler Streit zwischen drei Männern und dem späteren Opfer bei der Tramhaltestelle Heuwaage vorausgegangen. Einer der Männer warf den 38-Jährigen zu Boden, trat und schlug auf ihn ein. Als ein unbeteiligter Dritter dem Opfer zu Hilfe eilte, flüchteten der Täter und seine beiden Begleiter.

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Erstfeld UR: Inpflichtnahmen und Beförderungen bei der Kantonspolizei Uri

Am Freitagnachmittag, 17. Dezember 2021, fanden in den Räumlichkeiten des Schwerverkehrszentrums in Erstfeld die Inpflichtnahmen und Beförderungen der Kantonspolizei Uri statt.

Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti nahm eine Polizistin und einen Polizisten offiziell in Pflicht, neun Polizeiangehörige wurden in einen höheren Dienstgrad befördert. Um die Schutzmassnahmen in Bezug auf COVID-19 einzuhalten, fand der Anlass ohne Gäste und in sehr kleinem Rahmen statt.

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Bern BE: Frau mit Messer angegriffen – mutmasslicher Täter in kritischem Zustand

Am Freitagnachmittag ist in Bern in einem Wohnblock eine Frau mit einem Messer schwer verletzt worden. Der mutmassliche Täter konnte in kritischem Zustand in einer verschlossenen Wohnung angetroffen werden. Er dürfte sich ersten Erkenntnissen zufolge die Verletzungen selbst zugefügt haben. Weitere Ermittlungen zu den Ereignissen sind im Gang. Am Freitag, 17. Dezember 2021, kurz vor 13.20 Uhr, erreichte die Kantonspolizei Bern eine Meldung, dass an der Jupiterstrasse in Bern in einem Wohnblock eine Frau angegriffen und schwer verletzt worden sei. Die Frau wurde durch ein umgehend ausgerücktes Ambulanzteam medizinisch erstversorgt und ins Spital gebracht.

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Nassenwil ZH: Kollision fordert zwei Verletzte (Video)

Bei einem Verkehrsunfall zwischen drei Personenwagen sind am Freitagnachmittag (17.12.2021) in Nassenwil (Gemeindegebiet Niederhasli) zwei Personen verletzt worden. Gegen 13 Uhr fuhr ein 77-jähriger Autolenker von Dielsdorf herkommend Richtung Adlikon. Aus bisher unbekannten Gründen geriet der Personenwagen auf die Gegenfahrbahn, streifte ein entgegenkommendes Fahrzeug und kollidierte anschliessend mit einem weiteren entgegenfahrenden Fahrzeug.

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Kanton SZ: Aktion für mehr Sichtbarkeit im Langsamverkehr durchgeführt

Im Strassenverkehr rechtzeitig gesehen zu werden, kann Unfälle verhindern. Die Kantonspolizei Schwyz hat während der vergangenen Wochen präventive Kontrollen durchgeführt und Verkehrsteilnehmende im Langsamverkehr auf die Wichtigkeit einer erhöhten Sichtbarkeit aufmerksam gemacht. Wer dunkle Kleidung trägt und nicht beleuchtet ist, wird im Strassenverkehr erst spät wahrgenommen. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten sowie bei schlechten Sichtverhältnissen führt dies vermehrt zu gefährlichen Situationen. Dunkel gekleidete Zweiradfahrer oder Fussgänger erkennt man erst in etwa 25 Metern Entfernung. Helle Kleidung- oder Neonfarben verbessern die Sichtbarkeit bereits auf 40 Meter, reflektierende Zusatzausrüstungen sogar auf 140 Meter. Dank besserer Sichtbarkeit bleibt den anderen Verkehrsteilnehmern also deutlich mehr Zeit zum Reagieren und Unfälle zu verhindern.

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Coronavirus: Bundesrat beschliesst weitergehende Massnahmen

Ab Montag, 20. Dezember 2021, gelten in der Schweiz verschärfte Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Zu Innenräumen von Restaurants, von Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltungen im Innern haben nur noch geimpfte und genesene Personen Zugang (2G). Damit wird das Risiko reduziert, dass nicht immunisierte Personen infiziert werden. Sie geben das Virus leichter weiter und erkranken viel häufiger schwer. Als zusätzlicher Schutz muss an diesen Orten eine Maske getragen und es darf nur im Sitzen gegessen und getrunken werden. Wo die Maske nicht getragen werden kann, wie bei Blasmusikproben, oder wo nicht im Sitzen konsumiert werden kann, wie in Discos und Bars, sind nur noch geimpfte und genesene Personen zugelassen, die zusätzlich ein negatives Testresultat vorweisen können (2G+).

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Biberist / Gerlafingen SO: Trickdiebe verschaffen sich Zutritt in Wohnungen

In Biberist und Gerlafingen wurden in den vergangenen Tagen mehrere Trickdiebstähle begangen. Dabei verschaffte sich die Täterschaft jeweils Zutritt zu Wohnungen und entwendete Bargeld. Die Polizei ruft zur Vorsicht auf. Bei der Kantonspolizei Solothurn gingen in den vergangenen Tagen mehrere Meldungen über Trickdiebstähle ein. Betroffen waren die Gemeinden Biberist und Gerlafingen.

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Pratteln BL: Massive Geschwindigkeitsübertretung geahndet

Am Samstagabend, 3. Juli 2021, fuhr ein Personenwagenlenker mit massiv übersetzter Geschwindigkeit durch die Schlossstrasse in Pratteln BL. Nachgelagerte Auswertungen von Bildmaterial ergaben eine Geschwindigkeitsübertretung von 92 km/h. Der Personenwagenlenker wurde entsprechend verzeigt. Unbeteiligte Drittpersonen meldeten der Polizei Basel-Landschaft, dass ein Personenwagenlenker mit einem gemieteten Fahrzeug mit massiv überhöhter Geschwindigkeit auf der Schlossstrasse umherfahre. Dies wurde durch die Drittperson auch auf Video festgehalten. Die Polizei Basel-Landschaft konnte kurze Zeit später den mutmasslichen Fahrzeuglenker anhalten und kontrollieren.

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Kanton BE: Vorsicht vor Betrugsversuchen durch „Schockanrufe“

Seit Anfang Dezember sind bei der Kantonspolizei Bern aus dem ganzen Kanton Meldungen zu Betrugsversuchen durch „Schockanrufe“ eingegangen. Dabei gaukeln Betrüger eine Notlage eines Familienmitglieds vor, für die sie einen hohen Geldbetrag benötigen. In einem Fall erbeutete die Täterschaft rund 40'000 Franken. Die Kantonspolizei Bern mahnt zur Vorsicht und gibt Tipps. Seit Anfang Dezember 2021 sind bei der Kantonspolizei Bern aus dem ganzen Kantonsgebiet, mehrheitlich aus Thun und Bern, rund 30 Meldungen zu versuchten „Schockanrufen“ eingegangen. Rund die Hälfte der Meldungen ging am Dienstag, 14. Dezember 2021 aus Thun ein.

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Niederwil SG / A1: Selbstunfall mit Anhänger

Am Donnerstagabend (16.12.2021), kurz vor 20:20 Uhr, ist auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung Oberbüren ein 46-jähriger Mann mit Lieferwagen und Anhänger gefahren. Vermutlich aufgrund Überlast geriet der Anhänger des Lieferwagens ins Schlingern und brach aus. Der Anhänger mitsamt Ladung überschlug und drehte sich daraufhin, kollidierte mit dem Lieferwagen und kam schlussendlich auf der Seite liegend zum Stillstand.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.