Schweiz

Reichenburg SZ: Zwei Einbrecher (Franzosen) dank Diensthünden Quba geschnappt

Am frühen Donnerstagmorgen, 2. April 2026, wurden in Reichenburg zwei Einbrüche verübt. Zwei tatverdächtige Personen konnten dank Hinweisen aus der Bevölkerung und mit Unterstützung einer Diensthündin festgenommen werden.

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Göschenen UR: Stau vor Gotthard – 15 Kilometer und bis zu 2,5 Stunden Wartezeit

Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Luzern → Gotthard staut sich der Verkehr derzeit zwischen Erstfeld und Göschenen auf rund 15 Kilometern. Grund ist eine Überlastung der Strecke vor dem Nordportal des Gotthardtunnels, wodurch es zu einem Zeitverlust von bis zu 2 Stunden und 30 Minuten kommt.

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Rechthalten FR: Seriendieb auf frischer Tat ertappt – Polizei nimmt Tunesier fest

Ein Anwohner überrascht am vergangenen Dienstag in Rechthalten einen Mann auf frischer Tat, der im Verdacht steht, mehrere Diebstähle begangen zu haben. Die Kantonspolizei rückt sofort aus und nimmt den mutmasslichen Täter kurz darauf fest. Die Polizei zeigt ihn bei der Staatsanwaltschaft an.

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Bellinzona TI: Lehrer festgenommen – schwere Vorwürfe wegen sexueller Handlungen

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben die Einleitung eines Strafverfahrens gegen einen 37-jährigen Schweizer bekannt, der an einer Mittelschule im Raum Bellinzona unterrichtet. Die Ermittlungen, die sich noch in der Anfangsphase befinden, betreffen insbesondere mutmassliche Straftaten im Zusammenhang mit der Intimsphäre einiger Minderjähriger.

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Wolfenschiessen NW: Brutaler Überfall auf Garagisten – drei Personen angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Nidwalden hat die Untersuchung zum gewaltsamen Überfall auf einen Garagisten im April 2024 in Wolfenschiessen abgeschlossen. Gegen drei der fünf beschuldigten Personen wird beim Kantonsgericht Nidwalden Anklage erhoben. Ihnen wird unter anderem versuchter Raub vorgeworfen.

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Göschenen/Wassen UR: Autobahnzufahrten gesperrt – Stau am Gotthard

Im Kanton Uri sind die Autobahneinfahrten Göschenen und Wassen auf die A2 in Richtung Gotthard aktuell gesperrt. Die Sperrung ist Teil des Staumanagements: Ab etwa drei Kilometern Stau vor dem Gotthard-Nordportal werden die Einfahrten geschlossen, um Ausweichverkehr durch die Dörfer zu verhindern.

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Kanton Bern: Hochwasser und Lawinen – Notfallpläne sollen Bevölkerung schützen

Jede 500. Person im Kanton Bern wohnt in einer roten Gefahrenzone und ist bei grösseren Naturereignissen akut gefährdet. Für diese Gebiete hat der Kanton gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden Notfallplanungen erstellt.

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Kanton Tessin: Weniger Gewalt, mehr Raub – Kriminalitätszahlen 2025 im Überblick

Im Jahr 2025 bearbeiteten die Polizeistationen von Bellinzona, Locarno, Lugano und Mendrisio zahlreiche Fälle von mittelschwerer und schwerer Kriminalität. Zu den schwerwiegendsten Fällen zählte der Mord an einer Frau durch einen Mann, der sich Anfang des Jahres in Lodrino ereignete.

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Hochdruckeinfluss in der Schweiz – teils sonnig, lokal Hochnebel und kühl

Ein Hochdruckgebiet erstreckt sich von Atlantik über Deutschland bis ins Baltikum, über Süditalien liegt das Tief "Erminio". Dazwischen wird heute Donnerstag mit Bise kühle und etwas feuchtere Luft zur Schweiz geführt. Die Alpensüdseite bleibt mit Nordwind wetterbegünstigt. Am Freitag schwächt sich "Erminio" ab und die Strömung dreht auf Nordwest. In der Nacht auf Samstag streift eine Warmfront die Schweiz; dahinter fliesst sehr milde Luft aus Westen ein.

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Wölflinswil AG: Zwei Hennen und ein Hahn gefunden – Herkunft unklar

Am vergangenen Samstag wurden auf dem Chornberg, Gemeindegebiet Wölflinswil, durch eine Drittperson zwei Hennen und ein Hahn aufgefunden. Die Hühnervögel sind entweder aus einem Gehege ausgebüxt oder wurden ausgesetzt. Die Polizei Oberes Fricktal bittet um Hinweise zur Herkunft der Hühnervögel.

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St.Gallen SG: Neue Fanführung im Kybunpark – Strasse nach Spiel gesperrt

Die Stadtpolizei St.Gallen passt die Fanführung bei Fussballspielen rund um den Kybunpark an. Wegen eines Bauvorhabens beim Bahnhof Winkeln wird die Herisauer Strasse künftig 15 Minuten nach Spielende für Heimfans gesperrt, um eine sichere Fantrennung zu gewährleisten.

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Lausanne VD: Serien-Dieb (Afghane) gefasst – mutmasslich 80 Autoeinbrüche geklärt

Am 18. März 2026 wurde ein Mann, der verdächtigt wird, mehrere Diebstähle aus Fahrzeugen begangen zu haben, im Asylzentrum von Echallens festgenommen. Er könnte zwischen 2020 und 2026 in mehreren Städten des Kantons in Dutzende solcher Fälle verwickelt sein. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet.

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Lausanne VD: Hockey-Spiel eskaliert – Fans greifen Polizei mit Steinen an

Das sechste Playoff-Spiel zwischen dem Lausanne Hockey Club und dem Genève-Servette Hockey Club fand am Dienstag, 31. März, in der Vaudoise Arena statt. Nach Spielende kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei wurde mit Wurfgegenständen angegriffen und setzte Gummischrot sowie Tränengas ein, um die Ordnung wiederherzustellen.

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Schlierbach LU: Glatte Strasse führt zu Doppelunfall – zwei Autos beschädigt

Am Mittwoch (1. April 2026, kurz nach 07:00 Uhr) ereignete sich auf der Krumbachstrasse in Schlierbach ein Selbstunfall. Ein Autofahrer geriet in einer leichten Linkskurve auf der leicht schneebedeckten Fahrbahn nach rechts von der Strasse ab und prallte gegen ein ausserhalb der Fahrbahn parkiertes Auto.

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Gettnau LU: Motorradfahrer von Lastwagen erfasst – Verletzter nach Kollision

Am Mittwoch (1. April 2026, kurz nach 07:30 Uhr) fuhr ein Motorradfahrer auf der Dorfstrasse von Zell in Richtung Gettnau. In einer leichten Linkskurve verlor er aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam zu Fall.

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Schweiz: Fake-Mails im Namen von fedpol – Betrüger zielen auf Kreditkartendaten

Eine angeblich offene Busse vom Bundesamt für Polizei (fedpol) setzt Empfänger unter Druck und fordert zur sofortigen Zahlung auf. Dabei werden gezielt Kreditkartendaten abgephisht.

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Filzbach GL: Unfall im Ofeneggtunnel – Lenker verliert Kontrolle wegen Müdigkeit

Am 31. März 2026, gegen 15.20 Uhr, kam es auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Zürich zu einem Selbstunfall. Ein Personenwagenlenker verlor im Ofeneggtunnel (Gemeindegebiet Filzbach / Glarus Nord) die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit der linken Tunnelmauer.

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Regensdorf ZH: Bewaffneter Überfall auf Tankstelle – Täter flüchtet ohne Beute

Ein unbekannter Mann versuchte am frühen Mittwochmorgen (1.4.2026) in Regensdorf einen Tankstellenshop auszurauben. Er verliess den Tatort ohne Beute in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

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Zofingen AG: Brennender Lastwagen auf A1 – Mulde in Flammen sorgt für Stau

Am Dienstagnachmittag geriet auf der A1 in Richtung Bern der Inhalt einer Lastwagenmulde in Brand. Der Chauffeur bemerkte dies rechtzeitig, lenkte den Lastwagen auf den Pannenstreifen und lud die Mulde ab. Die Feuerwehr Zofingen löschte das Feuer. Verletzt wurde niemand. Der Verkehr war während rund zwei Stunden beeinträchtigt.

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Herisau AR: Neuer Diensthund im Training – Schäferhund Vocs verstärkt Polizei

Seit Ende März 2026 kann die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden auf ein neues Teammitglied setzen. Der Junghund Vocs wird sich von seinem Hundeführer zum Diensthund ausbilden lassen. Die Ausbildung wird voraussichtlich über drei Jahre dauern.

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Kanton Luzern: Überfüllte Haftanstalten – 26 Massnahmen sollen Lage entschärfen

Der Kanton Luzern will die angespannte Situation im Justizvollzug nachhaltig entschärfen und zukunftsfähig ausrichten. Dazu legt der Regierungsrat erstmals einen Planungsbericht «Zukunft Justizvollzug Luzern» mit 26 gestaffelten Massnahmen vor.

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Stäfa ZH: Polizeiposten feiert 20 Jahre – seit zwei Jahrzehnten im Einsatz

Seit dem 1. April 2006 ist die Kantonspolizei Zürich mit dem Polizeiposten Stäfa an der Bahnhofstrasse 26 für die Bevölkerung da. Von hier aus setzen sich unsere Mitarbeitenden täglich für die Sicherheit der Menschen in Stäfa, Hombrechtikon und Oetwil am See ein – persönlich, nah und zuverlässig.

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Kanton Tessin: Cannabis meist konsumierte Droge, gefolgt von Kokain und Heroin

Die Drogensituation in der Schweiz hat sich im Vergleich zu den Vorjahren im Wesentlichen nicht verändert, und die Lage im Tessin spiegelt den Trend auf Bundesebene wider. Die Rangfolge der meistkonsumierten Drogen blieb 2025 unverändert: Cannabis ist weiterhin die am weitesten verbreitete Substanz, gefolgt von Kokain und Heroin.

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Kreuzlingen TG: Nach wiederholten Unfällen – Feuerwehr verbietet Rückwärtsfahren im Depot

Die Feuerwehr Kreuzlingen sieht sich in der Verantwortung, die Sicherheit ihrer Einsatzkräfte sowie die Einsatzbereitschaft ihrer Fahrzeuge jederzeit bestmöglich zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wurde in der vergangenen Zeit eine wiederkehrende Problematik festgestellt, die nun eine klare und verbindliche Regelung erforderlich macht.

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Breitenbach SO: Sekundenschlaf führt zu Frontalcrash – zwei Verletzte im Spital

Auf der Brislachstrasse in Breitenbach hat sich am Dienstagnachmittag, 31. März 2026, eine seitlich-frontale Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Ursächlich dürfte ein Sekundenschlaf des in Richtung Breitenbach fahrenden Automobilisten sein. Der mutmassliche Unfallverursacher wie auch die Lenkerin des entgegenkommenden Autos wurden leicht verletzt. Beide wurden durch den Rettungsdienst zur Kontrolle in ein Spital gebracht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.