Schweiz

Oftringen AG: VW rast über Rastplatz & kracht gegen Baum – Motorblock herausgerissen

Am Abend des 1. August fuhr eine Automobilistin unkontrolliert über den Rastplatz Oftringen. Dabei kollidierte sie zunächst frontal mit einem Abfalleimer und schliesslich mit voller Wucht mit einem Baum. Die Lenkerin wurde mit einem Rettungswagen in ein Spital transportiert. Ihr wurde der Führerausweis entzogen.

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St.Gallen SG: Dach eingestürzt – Statiker warnt vor weiterer Einsturzgefahr

Am Samstagabend (01.08.2026) ist an der Rorschacher Strasse das Dach einer unbewohnten Liegenschaft eingestürzt. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Zudem mussten Bereiche um die Liegenschaft abgesperrt werden, da das Risiko, dass weitere Dachteile herunterstürzen, als hoch eingestuft wurde.

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Wolfhalden AR: Töfffahrer rutscht auf nasser Strasse in entgegenkommendes Auto

In Wolfhalden befuhr um 17.00 Uhr ein 25-Jähriger mit seinem Motorrad die Hauptstrasse talwärts in Richtung Lutzenberg. Der Motorradfahrer wurde bei einem Selbstunfall leicht verletzt und ins Spital gebracht.

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Urnäsch AR: 33-jähriger Töfffahrer prallt nach Sturz gegen Stützmauer

Um 11.25 Uhr lenkte ein Motorradfahrer sein Zweirad auf der Schwägalpstrasse von Urnäsch in Richtung Schwägalp. Der 33-Jährige verletzte sich bei einem Selbstunfall und wurde ins Spital gebracht.

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Kanton Basel-Landschaft: Polizei zieht nach Feuerwerksverbot am 1. August positive Bilanz

Die Polizei Basel-Landschaft zieht nach dem Nationalfeiertag eine positive Bilanz zum kantonal angeordneten Feuer- und Feuerwerksverbot. Am 1. August kam es zu elf Einsätzen im Zusammenhang mit den geltenden Bestimmungen.

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Schaffhausen SH: Brand bei Photovoltaikanlage verursacht hohen Sachschaden

Am Samstagvormittag (01.08.2026) stand in der Stadt Schaffhausen das Dach eines Reihenfamilienhauses in Brand. Die Brandursache dürfte gemäss ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt sein. Es entstand erheblicher Sachschaden, Personen wurden keine verletzt.

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Unteriberg SZ: Auto stürzt 40 Meter Abhang hinunter – zwei Seniorinnen verletzt

Heute Morgen, kurz vor 11 Uhr, kam auf der Chäserenstrasse in Unteriberg ein Personenwagen aus bislang ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug stürzte rund 40 Meter einen steilen Abhang hinunter, überschlug sich mehrfach und kam in einem Bachbett zum Stillstand.

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Wetter am Sonntag, 02.08.2026: Viel Sonne, später einzelne Gewitter

Ein umfangreiches Tiefdrucksystem mit Kern über dem Nordmeer hat die Ausläufer einer Kaltfront zur Schweiz gesteuert, und es ist etwas weniger heisse Luft eingeflossen. Die Luftmasse im Alpenraum bleibt heute und in den kommenden Tagen labil geschichtet, und die Gewitterneigung ist insbesondere entlang der Alpen erhöht. Mit einer Südwestströmung gelangt am Sonntag und Montag wieder sukzessive heissere Luft zu unserem Land.

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Kaltbrunn SG: 65-jähriger Rennvelofahrer stirbt nach Sturz vor Bahnübergang

Am Samstagmorgen (01.08.2026) ist ein 65-jähriger Mann während einer Fahrt mit seinem Rennvelo gestürzt. Trotz der umgehend durch anwesende Drittpersonen eingeleiteten Reanimation sowie der anschliessenden medizinischen Versorgung durch medizinisches Fachpersonal verstarb der Mann später im Spital. Die genaue Ursache des Sturzes ist derzeit unklar.

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Sargans SG: Blitzeinschlag setzt Wald am Gonzen in Brand – Feuer am Morgen gelöscht

Am Freitagabend (31.07.2026) ist es am Gonzen im Gebiet Ghutlet zu einem Waldbrand gekommen. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund des unwegsamen Geländes aufwendig und schwierig. Der Brand konnte erst am Samstagmorgen vollständig gelöscht werden. Als Brandursache steht ein Blitzeinschlag im Vordergrund.

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Ittigen BE: Mann stirbt nach Wohnungsbrand – drei Personen mit Rauchvergiftung

Am Samstagmorgen ist in einer Wohnung in Ittigen ein Brand ausgebrochen. Die ausgerückte Feuerwehr konnte das Feuer rasch löschen. Eine bewusstlose Person wurde ins Spital gebracht und verstarb kurze Zeit später. Die Ermittlungen zur Brandursache und zur Todesursache des Verstorbenen sind im Gang.

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Innertkirchen BE: Töfffahrer stirbt nach Kollision mit Leitplanke bei Überholmanöver

Am Samstagmorgen ist es in Innertkirchen zu einem tödlichen Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen. Der betroffene Strassenabschnitt wurde für mehrere Stunden vollständig gesperrt. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Siders VS: Nach Grossbrand fahndet Polizei nach zwei jungen Männern

Am Montagabend, 27. Juli 2026, brach in einem Schuppen an der Route du Simplon in Siders ein Feuer aus. Der Brand griff rasch auf die angrenzenden Gebäude über, die vollständig zerstört wurden. Es wurden keine Personen verletzt. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei veröffentlichen einen Zeugenaufruf.

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Jaberg BE: 77-jähriger Velofahrer stirbt nach Selbstunfall – medizinischer Notfall vermutet

Am Freitagmorgen ist es in Jaberg zu einem Selbstunfall eines Velolenkers gekommen. Er wurde in kritischem Zustand ins Spital gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb. Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen, ein medizinisches Geschehen steht als Ursache im Vordergrund.

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Luzern: Feuerverbot und Feuerwerksverzicht zum 1. August erneut bekräftigt

Der 1. August gehört zur Schweizer Tradition – wegen der grossen Waldbrandgefahr gelten dieses Jahr jedoch besondere Regeln. Die Luzerner Polizei ruft die Bevölkerung auf, das Feuerverbot einzuhalten und auf Feuerwerk zu verzichten.

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Rapperswil-Jona SG: Frau unsittlich angefasst – Eritreer schlägt Polizisten mit Bilderrahmen

In der Nacht von Freitag auf Samstag (01.08.2026) hat ein 31-jähriger Mann an der Halsgasse eine Frau unsittlich angefasst. Als die Kantonspolizei St.Gallen den Mann an seinem Wohnort anhalten wollte, griff er einen der beiden Polizisten an. Trotz heftiger Gegenwehr und des Einsatzes eines Destabilisierungsgeräts (Taser) konnte der Mann schliesslich festgenommen werden. Zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt.

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Staad SG: E-Scooter-Fahrer (64) stürzt beim Wechsel auf Fahrbahn – Blutprobe angeordnet

In der Nacht von Freitag auf Samstag (01.08.2026) ist ein 64-jähriger Mann mit einem E-Scooter auf der Hauptstrasse verunfallt. Er wurde dabei leicht verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Der Mann wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Walensee GL: Zwei vermisste SUP-Fahrer trugen keine Schwimmwesten – Suche läuft

Die Suche nach zwei vermissten Stand-up-Paddle-Fahrern auf dem Walensee dauert weiterhin an. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand muss davon ausgegangen werden, dass die beiden Männer während des Sturmereignisses ins Wasser fielen und ertranken.

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Pfyn TG: Töff prallt in Fussgängergruppe – zwei Tote und ein Schwerverletzter

Bei einer Kollision eines Motorradfahrers mit einer Fussgängergruppe sind in der Nacht auf Samstag zwei Männer verstorben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Basel-Stadt: Bundesfeier verläuft friedlich – nur wenige Einsätze für Blaulichtorganisationen

Die trotz fehlendem Feuerwerk sehr gut besuchte Bundesfeier am Rhein verlief aus Sicht der Blaulichtorganisationen ohne grössere Zwischenfälle. Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Basel-Stadt sowie der Sanität und der Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt waren im Einsatz, aus Sicht der Rettungskräfte darf jedoch ein insgesamt ruhiges Jahr bilanziert werden. Erfreulicherweise wurden das allgemeine Feuerverbot und das Feuerwerksverbot grossmehrheitlich gut eingehalten.

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Neunkirch SH: Milchtanklastwagen kippt mit Anhänger ins Bachbett – Chauffeur verletzt

Am Freitagnachmittag (31.07.2026) hat sich in Neunkirch auf der Schaffhauserstrasse (H13) ein Selbstunfall mit einem Milchtanklastwagen und Anhänger ereignet. Die leere Fahrzeugkombination kam von der Fahrbahn ab und kippte in ein Bachbett. Der Chauffeur wurde dabei leicht verletzt.

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Basel BS: Lenker (77) erfasst Fussgängerin auf Fussgängerstreifen – 42-Jährige stirbt

Am Samstag, 1. August 2026, kam es kurz nach Mitternacht an der Elisabethenstrasse zu einem Verkehrsunfall. Eine Fussgängerin wurde auf dem Fussgängerstreifen von einem Auto erfasst. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation – anfangs durch Mitarbeitende der Kantonspolizei, später durch die Sanität Basel-Stadt, die mit einem Notarzt an die Unfallstelle ausgerückt war – verstarb die Fussgängerin noch am Unfallsort.

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Brienz BE: Bewaffneter Mann löst Grosseinsatz aus – zwei Bankangestellte festgehalten

Am Freitagnachmittag ist es in Brienz zur Festhaltung zweier Angestellter in einer Bank gekommen. Die Bankmitarbeitenden konnten die Räumlichkeiten verlassen und der mutmassliche Täter in der Folge angehalten werden. Es wurde niemand verletzt. Ermittlungen zum genauen Hergang und zu den Hintergründen des Ereignisses sind im Gang.

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Luzern LU: Polizei gibt wichtige Tipps für sicheres Baden und Bootfahren auf Flüssen

Abkühlung im Fluss? Mit dem richtigen Wissen noch besser. Ob im Wasser oder mit dem Boot: Wer auf dem Fluss unterwegs ist, sollte die wichtigsten Sicherheitsregeln kennen.

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Wetter am Samstag, 01.08.2026: Viel Sonne, später lokale Gewitter und bis 34 Grad

Der Alpenraum liegt südlich eines Tiefs mit Kern über dem Nordmeer in einer flachen Druckverteilung. Mit südwestlicher Höhenströmung gelangt weiterhin heisse, zunehmend aber auch feuchte und instabil geschichtete Subtropikluft zur Schweiz. Heute und am Samstag streifen uns die Ausläufer einer von Frankreich herannahenden Kaltfront und die Gewitterneigung nimmt zu. Ab Sonntag stabilisiert sich die Luftmasse wieder, und die Gewitterneigung nimmt vor allem im Flachland ab.

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Freiburg FR: Ferienpass begeistert Kinder – Polizeiberuf bleibt ein Publikumsmagnet

Der Polizeiberuf fasziniert auch in diesem Jahr zahlreiche Kinder im Rahmen des Ferienpasses der Stadt Freiburg. Die Kantonspolizei Freiburg gewährte den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern spannende Einblicke in ihren Berufsalltag.

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Seedorf UR: Traktor kippt bei Ausweichmanöver wegen Postfahrzeug auf die Seite

Heute Freitag, 31. Juli 2026, kurz vor 09.00 Uhr, parkierte der Lenker eines Postfahrzeugs an der Seestrasse in Seedorf, im Bereich des Freiburgerstegs, um die Post auszutragen. Der dahinter folgende Fahrzeuglenker bemerkte dies und bremste sein Fahrzeug ab.

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Bern BE: Jugendlicher bedroht Ladendetektive mit Messer und flüchtet durch Innenstadt

Am Donnerstagvormittag wollte ein Jugendlicher in einem Verkaufsgeschäft in der Berner Innenstadt einen Ladendiebstahl begehen. Als ihn Sicherheitsmitarbeitende anhalten wollten, bedrohte er sie mit einem Messer. Die zur Verhaftung ausgeschriebene Person konnte angehalten werden.

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Cheyres FR: Waldbrand – Benzinkanister und Abfälle am Brandort entdeckt

Gestern Nachmittag standen die Feuerwehr und die Kantonspolizei in Cheyres wegen eines Brandausbruchs im Wald im Einsatz. Das Feuer erfasste eine Fläche von rund 100 m² und konnte von der Feuerwehr rasch unter Kontrolle gebracht werden. In der Nähe des Brandherds fanden die Einsatzkräfte Abfälle sowie einen Kanister mit Benzinresten. Die Polizei ermittelt.

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Pfäffikon SZ: Polizeiposten Höfe zieht wegen Umbau vorübergehend um

Im Gebiet Roggenacker in Pfäffikon wird die Liegenschaft an der Eichenstrasse 6 in Pfäffikon in den kommenden Monaten umgebaut. Davon betroffen ist auch der Polizeiposten Höfe, der während der Umbauarbeiten vorübergehend in das benachbarte ehemalige Provisorium der Kantonsschule Ausserschwyz an der Eichenstrasse 15 umzieht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.