(Wattwil SG). Am Donnerstagabend (17.09.2026) ist es auf der Bahnhofstrasse zu einer Streifkollision zwischen einem Auto und einem Mofa gekommen.
Die 15-jährige Mofafahrerin stürzte, wurde dabei aber nicht verletzt.
(Mumpf AG). Am Donnerstagnachmittag fuhr ein Automobilist auf den A3-Rastplatz Mumpf und prallte dort mit grosser Wucht ins Heck eines Sattelzuges.
Für den Lenker kam jede Hilfe zu spät. Die Umstände sind noch unklar.
(Bern BE). Im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung anlässlich des Cupfinals 2025 ist ab sofort unverdecktes Bildmaterial veröffentlicht.
Die beiden gezeigten Personen werden dringend verdächtigt, Handlichtfackeln und Knallpetarden am Cupfinal 2025 gezündet und damit Menschen gefährdet zu haben.
(Herisau AR). Am Donnerstag, 17. September 2026, wurden eine Polizistin und ein Polizist im Kantonsratssaal in Herisau feierlich vereidigt und offiziell in das Korps der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden aufgenommen.
Regierungsrätin Katrin Alder nahm die Vereidigung vor. Anschliessend hiess Polizeikommandant Reto Cavelti die beiden neuen Korpsangehörigen willkommen.
(Alpstein AI). Die Alpsteinbesuchenden halten sich grossmehrheitlich an die geltenden Vorschriften.
Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden führte in den vergangenen Sommermonaten diverse Kontrollen in Uniform, aber auch in ziviler Kleidung durch.
(Volketswil ZH). Bei einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen in Volketswil ist der Motorradlenker am frühen Freitagmorgen (18.09.2026) schwer verletzt worden.
Gegen 4.50 Uhr fuhr ein Automobilist auf der Umfahrungsstrasse Richtung Gutenswil.
(Thayngen SH). Am späteren Donnerstagabend (17.09.2026) ereignete sich in Thayngen auf der Schaffhauserstrasse, Höhe "Chläpperegg", eine seitliche Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen.
Eine Person wurde dabei verletzt und an beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.
(Klosters GR). Auf der Prättigauerstrasse in Klosters hat sich am frühen Donnerstagabend ein Selbstunfall mit einem Personenwagen ereignet. Beide Insassen wurden dabei verletzt.
Das Ehepaar war kurz nach 17 Uhr unterwegs von Davos in Richtung Klosters.
(Frasnacht TG). Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben in der Nacht zum Freitag in Frasnacht einen Fälleler festgenommen.
Kurz vor 2 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass ein Mann im Quartier herumschleiche, parkierte Autos untersuche und soeben eine Scheune betreten habe.
(St.Gallen). Achtung, Radar. Jetzt ist die Zeit wo unter anderem Äpfel, Birnen, Kartoffeln und Zuckerrüben geerntet werden.
Damit sind im Kanton St.Gallen auch wieder mehr Traktoren und Erntemaschinen auf den Strassen unterwegs.
(Gandria TI). Unsere Kolleginnen und Kollegen, die letzten Donnerstag am Grenzübergang Gandria im Einsatz waren, hielten einen Mann an, der zwei Papageien mitführte, die durch das CITES-Übereinkommen geschützt sind.
Der Mann verfügte nicht über die erforderliche Einfuhrbewilligung.
(Liestal BL). Vorsicht vor gefälschten Rechnungen von SwissNova!
Aktuell erhalten zahlreiche Menschen in der Schweiz Rechnungen und Mahnungen von swissnovachat.com oder swissnovacare.com. Teilweise werden die Forderungen inzwischen auch über das Schweizer Inkassobüro Letterdata geltend gemacht.
Eine schwache Kaltfront, welche zu einem Tief mit Zentrum nördlich von Schottland gehört, streift heute die Schweiz. Zudem überquert ein Schub mit Höhenkaltluft die Alpen, was insbesondere zu einer Labilisierung der Luftmasse im Süden führt.
Auf Samstag bildet sich eine Hochdruckbrücke vom nahen Atlantik bis nach Osteuropa und sorgt für stabiles Wetter in der Schweiz. Am Sonntag verlagert das Hoch seinen Schwerpunkt zur Biskaya, bestimmt aber noch unser Wetter, bevor in der Nacht auf Montag eine schwache Kaltfront die Alpennordseite erreicht.
Eine Öffentlichkeitsfahndung nach den Pyro-Vorfällen am Cupfinal, ein Raser mit 226 km/h auf der A1 und ein tödlicher Bauunfall mit zwei Todesopfern: Der 17. September 2026 brachte mehrere besonders brisante Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein tödlicher Verkehrsunfall im Kanton Waadt sowie die Aufklärung einer Serie von insgesamt 81 Delikten beschäftigten die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(St.Gallen SG). Gemeinsam haben wir gestern, am Tag des Kindes, mit dem TCS St.Gallen - AI, Ost-CH Verein f. d. Kind und Veloplus auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht: Kindersicherheit im Strassenverkehr.
Kleine Passagiere. Grosse Verantwortung.
(Bern BE). Im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung nach den Pyro-Vorfällen am Cupfinal 2025 hat die Kantonspolizei Bern unverdeckte Bilder von zwei weiterhin unbekannten Personen veröffentlicht.
Die beiden Männer werden dringend verdächtigt, im Stadion Handlichtfackeln und Knallkörper mitten in der Menschenmenge gezündet und dadurch schwere Verletzungen anderer Personen in Kauf genommen zu haben.
(Tenero TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich heute kurz nach 17.30 Uhr auf der Autostrasse A13 auf dem Gemeindegebiet von Tenero ein Verkehrsunfall ereignet hat.
Nach ersten Erkenntnissen war ein 43-jähriger italienischer Staatsbürger mit Wohnsitz im Locarnese mit einem Scooter auf der A13 in Richtung Locarno unterwegs.
(Bern BE). Im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung anlässlich des Cupfinals 2025 ist ab sofort unverdecktes Bildmaterial veröffentlicht.
Die beiden gezeigten Personen werden dringend verdächtigt, Handlichtfackeln und Knallpetarden am Cupfinal 2025 gezündet und damit Menschen gefährdet zu haben.
(Bern BE). Im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung anlässlich des Cupfinals 2025 ist ab sofort unverdecktes Bildmaterial veröffentlicht.
Die beiden gezeigten Personen werden dringend verdächtigt, Handlichtfackeln und Knallpetarden am Cupfinal 2025 gezündet und damit Menschen gefährdet zu haben.
(Bülach ZH). Das Begehren des Stadtrats gegen den drohenden Abbau des öV-Angebots in Bülach zeigt Wirkung.
Der Fahrplanentwurf des Zürcher Verkehrsverbunds ZVV für die Jahre 2027/2028 wurde markant nachgebessert.
(Buchs SG). Noch bis 14. Oktober 2026 ist die Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs SG aufgrund von Bauarbeiten gesperrt.
Um die Arbeiten planmässig abzuschliessen und die Strecke wieder freizugeben, sind auch Arbeiten an Feiertagen notwendig.
(Lugano TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 14 Uhr in einem Mehrfamilienhaus am Corso Elvezia in Lugano ein Brand ausgebrochen ist.
Aus Gründen, die durch die polizeilichen Ermittlungen geklärt werden müssen, entwickelte sich das Feuer in der Küche einer Wohnung im vierten Stock.
(Flurlingen SH). Am Dienstag (15.09.2026) kurz nach 16:00 Uhr fuhr ein 33-jähriger türkischer Staatsangehöriger mit einem in Deutschland immatrikulierten Personenwagen beim Anschluss Flurlingen (Nr. 6) entgegen der Fahrtrichtung auf die Autostrasse A4 ein.
Beim anschliessenden Abbiegemanöver Richtung Schaffhausen kam es zu einer konkreten Gefährdung des korrekt fahrenden Verkehrs.
(Kanton Zürich). Am Montag, 17. August 2026 gingen im Kanton Zürich rund 30 000 Kinder zum ersten Mal in den Kindergarten oder in die Schule.
Für die Verkehrsteilnehmenden bedeutete dies „Luege – Bremse – Halte“. Die Zürcher Polizeikorps unterstützten die nationale Schulwegkampagne mit unterschiedlichen Aktionen und trugen so zu mehr Sicherheit auf dem Schulweg bei.
(Rougemont VD). Am Mittwoch, 16. September 2026, kurz nach 11.30 Uhr, ereignete sich auf dem Gemeindegebiet von Rougemont ein tödlicher Verkehrsunfall.
Allein am Steuer verlor eine Autofahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug, das eine Böschung hinunterstürzte und schliesslich gegen einen Heustadel prallte.
(Bern BE). Nach einem Einbruchdiebstahl in ein Lebensmittelgeschäft in Bern konnte Anfangs Februar 2026 ein mutmasslicher Täter in flagranti angehalten werden.
Im Zuge der Ermittlungen konnten dem Mann 81 Delikte zugeordnet werden. Weitere Ermittlungen sind im Gange.
(Grächen VS). Am 9. September 2026 ereignete sich auf einer Forststrasse oberhalb von Grächen, im Gebiet „Chleini Furgge“, ein Verkehrsunfall.
Ein Automobilist ist an den Folgen seiner schweren Verletzungen verstorben.
(Bern BE). Am Samstag findet in Bern das Meisterschaftsspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem Servette FC statt.
Im Grossraum Wankdorf ist mit Verkehrseinschränkungen und kurzzeitigen Strassensperrungen zu rechnen.
(Basel BS). Am Mittwoch, 16. September 2026, ereignete sich gegen 07.55 Uhr im Verzweigungsgebiet Margarethenstrasse/Dorenbachviadukt ein Verkehrsunfall, bei dem der Fahrer eines E-Rollers verletzt wurde.
Die Verkehrspolizei sucht Zeugen.
(Luzern). Die Luzerner Polizei erhält per 1. April 2027 einen neuen Chef Sicherheits- und Verkehrspolizei.
Regierungsrätin Ylfete Fanaj hat Andreas Portmann zum Nachfolger von Pius Ludin gewählt, der nach über 40 Jahren bei der Luzerner Polizei in den Ruhestand tritt.
(Villigen AG). Am Mittwoch, 21. Oktober 2026 findet ein Informationsabend der Feuerwehr statt.
Wie jedes Jahr suchen wir motivierte Personen, die bereit sind, in der Feuerwehr Geissberg engagiert mitzuarbeiten. – Treffpunkt für alle Interessierte ist um 19.30 Uhr im Feuerwehrmagazin in Villigen.
(Riedt bei Erlen TG). Bei einer Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Lastwagen entstand am Donnerstagmorgen in Riedt bei Erlen Sachschaden.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
(Schwyz). In Zusammenarbeit mit den Primarschulen und mit Unterstützung verschiedener Veloclubs hat die Kantonspolizei Schwyz zwischen dem 18. Mai und dem 17. September 2026 im ganzen Kanton insgesamt 20 Radfahrerprüfungen durchgeführt.
Sie sind wesentlicher Bestandteil in der Verkehrsbildung unserer Kinder und geniessen allseits einen hohen Stellenwert.
(Zürich ZH). Die MILAK-Herbsttagung 2026 rückte den Menschen ins Zentrum der Verteidigungsfähigkeit.
Entlang des Weges von der Rekrutierung bis zur einsatznahen Ausbildung wurde anhand von Einblicken in die erlebte Praxis sowie wissenschaftliche Forschung gezeigt, wie gezielte Selektion, gute Führung und forderndes Teamtraining dazu beitragen, dass Armeeangehörige auch unter Extrembedingungen leistungs- und handlungsfähig bleiben.
(Bern BE). Nach dem Ständerat stimmt auch der Nationalrat den Bundesbeschlüssen über das Rüstungsprogramm, über das Immobilienprogramm VBS und über die Finanzierung der F-35A-Mehrkosten ohne Änderungen zu.
Die Armeebotschaft 2026 ist somit bewilligt.
(St.Gallen SG). Am Donnerstag (17.09.2026) um Mitternacht wurde die Stadtpolizei wegen eines randalierenden Mannes in einem Treppenhaus aufgeboten.
Der 27-jährige war nur leicht bekleidet, blutverschmiert und äusserst aufgebracht.
(St.Gallen SG). Am frühen Mittwochmorgen (16.09.2026) ist eine Patrouille der Stadtpolizei aufgrund von Lärm in einer Wohnung ausgerückt.
Zwei Personen mussten in Gewahrsam genommen werden, nachdem es zu gewalttätigem und aggressivem Verhalten gegenüber den Einsatzkräften gekommen war.
(Reinach AG). Ein 72-jähriger Automobilist verlor am Mittwochnachmittag in Reinach die Kontrolle über seinen Wagen und landete in einem Bachbett.
Der Lenker blieb unverletzt, am Personenwagen entstand Totalschaden.
(Thun BE). Ende September starten die Bauarbeiten für die neue Busspur in der Unterführung Frutigenstrasse und der Ausbau der Fernwärme durch die Energie Thun AG.
Dies hat Verkehrseinschränkungen zur Folge.
(Glarus GL). Mit dem Schulbeginn am 10. August 2026 nahmen viele Kinder erstmals selbstständig am Strassenverkehr teil.
Sie müssen sich dabei neu und oft ohne Begleitung im Verkehr zurechtfinden.
(Basel BS). Die Belagsarbeiten auf der Basler Osttangente (A2) werden dieses Wochenende wie geplant fortgesetzt.
Die Wetterbedingungen sind günstig. In beiden Fahrtrichtungen ist mit Stau zu rechnen.
(Münchwilen TG). Die Kantonspolizei Thurgau hat einen Raser aus dem Verkehr gezogen, der am Dienstagabend auf der Autobahn bei Münchwilen mit 226 km/h unterwegs war.
Durch eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage der Kantonspolizei Thurgau wurde kurz nach 22.30 Uhr auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung St.Gallen ein Auto registriert, das mit einer Geschwindigkeit von 226 km/h unterwegs war.
(Chur GR). Die Kantonspolizei Graubünden hat zwei neue Polizistinnen und 23 neue Polizisten.
Nach zwei Ausbildungsjahren haben sie die eidgenössische Berufsprüfung erfolgreich bestanden.
(Murg SG). Am Donnerstagmorgen (17.09.2026) ist auf der Autobahn A3 ein Geisterfahrer unterwegs gewesen.
Nachdem mehrere Meldungen bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen eingegangen waren, konnte eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen das Auto im Tunnel Quarten anhalten.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.