(Zürich ZH). Der Bauarbeiter, der am 16. September 2026, im Kreis 5 bei einem Bauunfall schwer verletzt worden war, ist im Spital verstorben.
Die Stadtpolizei Zürich teilte am Mittwoch, 16. September 2026 mit, dass es an der Hafnerstrasse zu einem schweren Bauunfall gekommen war, bei dem einer der Arbeiter noch vor Ort verstarb und ein zweiter schwer verletzt ins Spital gebracht worden war.
(Sion VS). Auf der A9 bei Sion und Sierre sind nächtliche Sperrungen erforderlich, um Tests an den elektronischen Ausrüstungen der Tunnel durchzuführen.
Betroffen sind der Tunnel Champsec in Sion und der Tunnel von Sierre.
(Courchapoix JU). Am Mittwoch, 16. September 2026, gegen 19.40 Uhr wurde die Kantonspolizei Jura über eine Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus in Courchapoix informiert.
Der Brand, der den Technikraum des Hauses stark schwärzte, konnte vom SIS Val Terbi mit Unterstützung des CRISD rasch unter Kontrolle gebracht werden.
Eine aktive Kaltfront liegt diagonal über den Alpen. Dahinter fliesst mit einer mässigen Nordwestströmung deutlich kühlere Luft zur Alpennordseite.
Am Donnerstag weitet sich ein Hochdruckkeil von Frankreich kommend langsam zur Schweiz aus und trocknet die Luftmasse im Flachland ab. Am Freitag zieht ein kleines Teiltief in der Höhe nördlich der Schweiz vorbei und reaktiviert die feuchtere Luftmasse im Süden und in den östlichen Alpen.
(Allschwil BL). Am Mittwochabend, 16. September 2026, kurz vor 19.00 Uhr, kam es auf dem Gelände einer Entsorgungsfirma an der Kiesstrasse in Allschwil BL zu einem Brandausbruch.
Personen wurden dabei keine verletzt. Der Brand führte zu einer starken Rauchentwicklung.
(Wädenswil ZH). Am Samstag, 19. September, lädt die Kantonspolizei Zürich gemeinsam mit dem Tiefbauamt des Kantons Zürich von 10 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür im Verkehrsstützpunkt Neubüel in Wädenswil ein.
Der Eintritt ist frei.
(Kanton Basel-Landschaft). Die Polizei Basel-Landschaft hat eine neue Liste der automatischen Kontrollanlagen veröffentlicht.
Vier semistationäre Radaranlagen befinden sich derzeit in Liestal, Liedertswil, Laufen und auf der Autobahn A18 bei Grellingen.
(Kanton Luzern). Die Luzerner Polizei weist aktuell drei Standorte mit semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen aus.
Die Anlagen befinden sich in Rothenburg, in der Stadt Luzern und auf der Autobahn A2 bei Neuenkirch.
(Olten SO). Im Jahr 2025 wurden die Strassen im Oltner Waldheimquartier saniert; anschliessend wurden die blauen Parkfelder – analog zum Zustand vor der Sanierung – wieder markiert.
Seit Anfang dieses Jahres gingen vermehrt Reklamationen von Anwohnerinnen und Anwohnern bei der Stadtverwaltung und der Polizei ein.
(Genf GE). 50 Jahre Querung der Genfer Bucht für die Genfer Kantonspolizei!
Für dieses Jubiläum hatten die Athletinnen und Athleten die Wahl zwischen zwei Disziplinen.
(Dübendorf ZH). Die Städte Dübendorf und Zürich haben am 16. September 2026 die neue Passerelle am Bahnhof Stettbach offiziell eröffnet.
Sie verbindet die Quartiere Hochbord und Mattenhof für den Fuss- und Veloverkehr und schafft einen zusätzlichen, stufenlosen Zugang zum Mittelperron.
(Lausanne VD). Seit dem 1. September tragen die Assistenzpersonen für öffentliche Sicherheit (ASP) eine komplett neue Uniform, die sich am „KEP“ für das Polizeipersonal orientiert.
Die ASP treten nun in ihren neuen Uniformen auf, die so gestaltet wurden, dass sie im Einsatz leicht erkennbar sind.
(Zürich ZH). Eine gefälschte Migros-Umfrage verspricht als Belohnung eine kostenlose Lebensmittelbox.
Wer die Umfrage ausfüllt und das vermeintliche Geschenk anfordert, wird auf eine betrügerische Bestellseite weitergeleitet.
(Nebikon LU). Aktuell sind betrügerische E-Mails im Umlauf, die im Namen von eTax.ch und kantonalen Steuerverwaltungen versendet werden.
Dabei werden der Name und das Erscheinungsbild von eTax.ch missbräuchlich verwendet.
(Sarnen OW). Anfang September kontrollierte die Kantonspolizei in Sarnen die Tätigkeit von Goldankäufern.
Dabei stellte sie betrügerische Praktiken fest. Mehrere Personen wurden verzeigt.
(Luzern LU). Am frühen Nachmittag kam es auf der Autobahn A2 in der Stadt Luzern zu einer Auffahrkollision zwischen einem Reisecar und einem Auto.
Verletzt wurde niemand. Es kam zwischenzeitlich zu grossen Verkehrsbehinderungen.
(Stansstad NW). Am Dienstag, 15. September 2026, kurz vor 17.00 Uhr, ereignete sich in Stansstad NW ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einer Kickboardfahrerin.
Die Jugendliche wurde dabei mittelschwer verletzt.
(Lugano TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 11 Uhr im Rahmen einer gemeinsam mit den italienischen Behörden durchgeführten Suchaktion im Gebiet Alpe Trevino auf dem Gemeindegebiet von Lugano die Leiche einer Frau gefunden wurde.
Die formelle Identifikation ist derzeit im Gange.
(Vals GR). In Vals konnten am Dienstag zwei Geldkuriere festgenommen werden.
Die Person, welche im Visier der Betrüger stand, hatte sich zuvor bei der Kantonspolizei Graubünden gemeldet.
(Leukerbad VS). Am Dienstag, 15. September 2026, stürzte ein Kleinflugzeug in der Region Fluhalp bei Leukerbad ab.
Dabei kamen drei Personen ums Leben.
(Rodersdorf SO). Die am 14. September 2026 durch die Kantonspolizei Solothurn als vermisst gemeldete Frau aus Rodersdorf wurde heute Mittwoch, 16. September 2026, nach einem Hinweis aus der Bevölkerung lebend aufgefunden.
Die öffentliche Suche nach der vermissten Person kann demzufolge eingestellt werden.
(Zollikerberg ZH). Bei einer Kollision zwischen einem Motorradlenker und einem Personenwagen hat sich der Zweiradlenker am Mittwochvormittag (16.09.2026) in Zollikerberg (Gemeindegebiet Zollikon) schwere Verletzungen zugezogen.
Der Automobilist ist leicht verletzt worden.
(Sils Baselgia GR). Auf der Malojastrasse bei Sils Baselgia werden vom 23. bis 25. September sowie vom 29. September bis 1. Oktober 2026 Felsräumungsarbeiten durchgeführt.
Aus Sicherheitsgründen ist die Strasse während der Arbeiten zeitweise gesperrt. Sie wird jeweils zur vollen Stunde für 15 Minuten für den Verkehr geöffnet.
(St.Gallen SG). Am Dienstagnachmittag (15.09.2026) ist der Kantonspolizei St.Gallen ein Telefonbetrug gemeldet worden.
Eine 87-jährige Frau war zuvor von einer unbekannten Täterschaft telefonisch kontaktiert und dazu gebracht worden, Bargeld bei ihrer Bank abzuheben.
(St.Gallen SG). Am Dienstagabend (15.09.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen einen 24-jährigen Mann festgenommen.
Er wird verdächtigt, wiederholt Esswaren und weitere Gegenstände aus einem Selbstbedienungsladen gestohlen zu haben.
(St.Gallen SG). Am Dienstagnachmittag (15.09.2026) ist es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen.
Ein 38-jähriger Velofahrer wurde schwer verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
(Zürich ZH/Schaffhausen SH). Auch Heu, Getreide und Gemüse passieren die Grenze nicht ohne Kontrolle.
Im August führten die Spezialistinnen und Spezialisten des Zolls Zürich und Schaffhausen gemeinsam eine Kontrolle im landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehr durch.
(Basel BS). Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat auf der Nordtangente Basel eine neue Brandmeldeanlage installiert.
Diese wurde nun in Betrieb genommen.
(Basel BS). Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat erste Anpassungen der gesetzlichen Grundlagen für die Reorganisation der Strafverfolgung im Kanton Basel-Stadt.
Im Zentrum dieser ersten Rechtsetzungsetappe stehen die Ermittlungskompetenzen der Kantonspolizei sowie der notwendige Datenaustausch zwischen Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft.
(Niederdorf/Reinach BL). Wir sind vor Ort – und haben Tipps für dich!
Der Infobus „mobil bi dir“ von Pro Senectute beider Basel macht Halt in verschiedenen Gemeinden im Baselbiet.
(Altnau TG). Die Kantonspolizei Thurgau zog am Dienstagabend einen Autofahrer aus dem Verkehr, der fahrunfähig und trotz Führerausweisentzug unterwegs war.
Der Mann wird bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
(Basel BS). Auf dem Gundeldingerrain, auf Höhe der Verzweigung Rehagstrasse, kam es zu einer Kollision zwischen einer Velofahrerin und einem Lieferwagen.
Dabei wurde die Velofahrerin verletzt.
(Allschwil BL). Am Dienstagabend, 15. September 2026, um ca. 18.30 Uhr, kam es in der Montagehalle eines Pharma-Ausrüsters an der Kreuzstrasse in Allschwil BL zu einem Brandausbruch.
Personen wurden keine verletzt.
(Kanton Luzern). Die anhaltende und durch wiederholte Hitzewellen sowie starke Winde verstärkte Trockenheit im Kanton Luzern setzt dem Wald und seinen vielfältigen Leistungen zu.
Durch den Wassermangel können Äste und Kronenteile austrocknen und unerwartet abbrechen. Einzelne Bäume können ganz absterben und in der Folge umstürzen.
(Tuggen SZ). Am Dienstag, 15. September 2026, kurz vor 17 Uhr, kollidierten auf der Linthstrasse in Tuggen ein Personenwagen und ein Lastwagen.
Die 50-jährige Personenwagenlenkerin wurde lebensbedrohlich verletzt und mit einem Rettungshelikopter in ein ausserkantonales Spital geflogen.
(St.Gallen SG). Im Jahr 2025 gingen im Kanton S.Gallen jeden Tag durchschnnittlich 392 Notrufe ein.
Aus diesen Notrufen entstanden insgesamt 74’702 Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
(Genf GE). Im Hintergrund macht die Koordination den Unterschied.
Vor Ort koordiniert der operative Sergeant-Major (SMO) die eingesetzten Kräfte und passt die Mittel den jeweiligen Bedürfnissen an.
(Schweiz). Der TCS hat in Crashtests untersucht, wie stark der Kopf bei einem Sturz belastet wird und welchen Unterschied ein Velohelm macht.
Die Versuche zeigen: Bei 20 km/h können enorme Kräfte auf den Kopf wirken.
(Basel BS). An der Verzweigung Spalenring/Birmannsgasse kollidierte ein Velofahrer mit einem weissen Lieferwagen und verletzte sich.
Die Polizei sucht Zeugen.
Der wetterbestimmende Höhenrücken zieht heute ostwärts ab. Eine aktive Kaltfront, die zu einem Tief über Skandinavien gehört, erfasst heute Mittwoch im Tagesverlauf von Westen her die Schweiz.
Am Donnerstag verbleibt die feuchte Luftmasse noch über den Alpen, während die Luft durch einen Hochdruckkeil im Flachland abgetrocknet wird. Am Freitag zieht ein kleines Teiltief in der Höhe nördlich der Schweiz vorbei und reaktiviert die feuchtere Luftmasse im Süden und in den östlichen Alpen.
(Lully FR). Am späten Nachmittag geriet ein Lastwagen auf dem Parkplatz der Raststätte Rose de la Broye in Lully in Brand.
Das Feuer griff auf weitere in der Nähe abgestellte Fahrzeuge über. Ein Mann wurde verletzt und in ein Spital gebracht. Die Brandursache ist unbekannt.
(Kriegstetten SO). Der Kantonspolizei Solothurn ist es am Dienstagmorgen, 15. September 2026, in Kriegstetten gelungen, zwei mutmassliche Autodiebe anzuhalten.
Diese stehen in dringendem Verdacht, im Verlauf der vergangenen Nacht im Kanton Schwyz einen Einbruch in eine Autogarage verübt und dabei zwei Autos gestohlen zu haben. Beim Versuch, die beiden flüchtigen Autos anzuhalten, wurde unter anderem ein Patrouillenfahrzeug beschädigt.
(Altstätten SG). Am Dienstagabend (15.09.2026) haben zwei Personen versucht, in ein Einfamilienhaus einzubrechen.
Sie konnten kurze Zeit später festgenommen werden. Die Kantonspolizei St.Gallen hat unter Leitung der Staatsanwaltschaft St.Gallen die Ermittlungen aufgenommen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.