Schweiz

Lugano TI: 19-Jähriger bei Messerangriff lebensgefährlich verletzt – Italiener (20) gefasst

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass es heute, am 22.08.2026, kurz vor 2 Uhr in der Via Pelli in Lugano zu einer Messerattacke gekommen ist. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die durch die polizeilichen Ermittlungen geklärt werden müssen, verletzte eine Person einen 19-jährigen afghanischen Staatsbürger mit Wohnsitz in der Region mit einer Stichwaffe und ergriff anschliessend die Flucht.

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Kapo Aargau: Polizei erklärt Blinker und Warnblinker – und warnt vor falschem Parkieren

Wo ist eigentlich der Blinker – und was macht dieser „fancy Knopf“? Wir zeigen euch im Video, wie ihr den Blinker richtig bedient und wo ihr den Warnblinker findet.

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St.Gallen: Häusliche Gewalt bleibt oft verborgen – Polizei setzt auf Schutz und Prävention

Die Arbeit der Kantonspolizei St.Gallen beginnt bei häuslicher Gewalt immer dann, wenn ein Vorfall auch tatsächlich gemeldet wird. In diesem Fall existieren auf polizeilicher Seite Mechanismen für weitere Schritte und Schutzmassnahmen.

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Steckborn TG: Polizeikäfer und Einsatzfahrzeug Bodan682 zum Bergrennen herausgeputzt

Für das Bergrennen in Steckborn haben wir und der Polizeikäferverein Thurgau unsere Schmuckstücke herausgeputzt. Zwar fährt der Polizeikäfer selbst nicht am Bergrennen mit, aber er ist auch ausgestellt vor dem Polizeiposten Steckborn ein echter Hingucker.

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Schweiz: Neuer Rega-Helikopter H145 D3 ist für Einsätze in Stadt, Land und Bergen gerüstet

Stadt, Land oder Berg. Unser neuer Rettungshelikopter H145 D3 ist ein echter Allrounder und fühlt sich in jedem Einsatzgebiet zu Hause.

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Tessin: Polizei kündigt mobile und semi-stationäre Geschwindigkeitskontrollen an

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen im Rahmen der Verkehrssicherheitsprävention darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Unfälle ist, die teilweise schwere oder sogar tödliche Folgen haben. Die Fahrzeuglenkenden werden deshalb erneut aufgefordert, die Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Schutz der eigenen Sicherheit und jener der anderen Verkehrsteilnehmenden einzuhalten.

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Gossau SG: Autofahrer missachtet Rotlicht und prallt gegen Sattelschlepper – leicht verletzt

Am Freitagnachmittag (21.08.2026) ist es auf der Bischofszellerstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Sattelschlepper gekommen. Der 48-jährige Autofahrer wurde leicht verletzt und von der Rettung ins Spital gebracht.

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Kanton St.Gallen: Mehrere Einbrüche – Polizei nimmt 54-jährigen Schweizer in Tübach fest

Zwischen Donnerstagmorgen und Samstagmorgen (22.08.2026) ist es zu mehreren Einbruch- und Einschleichediebstähle im Kanton St.Gallen gekommen. Unbekannte Täterschaften brachen unter anderem in ein Materialmagazin einer Baustelle und in zwei Kellerabteile ein oder schlichen durch eine unverschlossene Garagentür in ein Einfamilienhaus. In Tübach wurde ein 54-jähriger mutmasslicher Einbrecher festgenommen.

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Kerzers FR: Explosion in Garage – 59-jähriger Mann mit schweren Verbrennungen ins Spital

Am frühen Freitagnachmittag kam es in einer Garage eines Wohnhauses in Kerzers zu einer Explosion. Ein 59-jähriger Mann wurde schwer verletzt und in ein Spital geflogen. Rund 30 Personen aus der Nachbarschaft wurden vorsorglich evakuiert. Eine Untersuchung zur Ermittlung der Ursache ist im Gange.

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Niederteufen AR: Auto kollidiert mit Motorrad – 20-jährige Lenkerin wird verletzt

Am Freitag, 21. August 2026, ist es in Niederteufen zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen gekommen. Die Motorradlenkerin wurde verletzt. Um 16.50 Uhr beabsichtigte ein 85-jähriger Mann von einem Vorplatz in die Steinerstrasse einzufahren.

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Zürich ZH: Telefonbetrug kann jeden treffen – Kantonspolizei warnt vor falscher Sicherheit

„Wie blöd kann man sein?“  Genau das denken viele, wenn sie von Telefonbetrug hören. Doch so einfach ist es nicht.

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Münchenstein BL: 39-Jähriger verliert Kontrolle über Pontiac – Lenker zur Kontrolle im Spital

Am Freitagabend, 21. August 2026, kurz nach 22.00 Uhr, ereignete sich auf der Bruderholzstrasse in Münchenstein ein Selbstunfall mit einem Personenwagen. Eine Person wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht.

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Kreuzlingen TG: Mann steigt in Wohnmobil ein – Polizei fasst Tunesier (29) mit Deliktsgut

Am späten Freitagabend wurde ein Mann in Kreuzlingen festgenommen, der zuvor Diebstähle aus mehreren Fahrzeugen begangen hat. Gegen 23.30 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass an der Langgartenstrasse ein Mann in ein Wohnmobil eingeschlichen sei.

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Riazzino TI: 31-jähriger Albaner mit Kokain, Heroin und mehreren Tausend Franken gefasst

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 18.08.2026 im Rahmen einer Drogenermittlung ein 31-jähriger albanischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Albanien festgenommen wurde. Der Mann steht im Verdacht, in einen bedeutenden Drogenhandel verwickelt zu sein.

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St.Gallen SG: Geflüchteter Motorradfahrer dank Zeugenhinweisen ausfindig gemacht

Dank Hinweisen infolge des Zeugenaufrufs „Motorradfahrer flüchtet vor Polizei“ vom 20. August 2026 konnte die Stadtpolizei zusammen mit der Kantonspolizei St.Gallen den Motorradfahrer ausfindig machen. Der 33-jährige Schweizer wird wegen diverser Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz angezeigt.

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Schwyz SZ: Sieben Polizei-Aspiranten bestehen Vorprüfung an der Polizeischule Hitzkirch

Herzliche Gratulation! Unsere zwei Aspirantinnen und fünf Aspiranten des Lehrgangs 25-2 haben die Vorprüfung an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch erfolgreich bestanden.

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Kapo Schwyz: Polizei beweist Humor – Ferienvertretung sorgt mit Content für Lacher

Die Kantonspolizei Schwyz sorgt mit einem augenzwinkernden Facebook-Beitrag für Unterhaltung. Weil die Social-Media-Managerin in den Ferien ist, musste offenbar jemand anderes für den nötigen „Content“ sorgen.

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Zermatt VS: Vermisster Bergsteiger am Zinalrothorn nach zwei Tagen leblos gefunden

Am 19. August 2026 wurde ein seit dem 17. August vermisster Bergsteiger im Gebiet des Zinalrothorns leblos aufgefunden. Zur Klärung der genauen Todesumstände wurde eine Untersuchung eingeleitet.

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Abblendlicht statt Tagfahrlicht: Sicher durch den Tunnel

Seit 2014 müssen Motorfahrzeuge in der Schweiz auch tagsüber mit Licht fahren. Viele moderne Fahrzeuge nutzen dafür automatisch das Tagfahrlicht. Für eine Tunnelfahrt reicht diese Beleuchtung jedoch nicht aus. Im Seelisbergtunnel ist Abblendlicht vorgeschrieben. Der folgende Beitrag erklärt, warum im Tunnel andere Anforderungen an die Fahrzeugbeleuchtung gelten, worin sich Tagfahrlicht und Abblendlicht unterscheiden und was bei automatischen Lichtsystemen zu beachten ist.

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Winterthur ZH: Mann in Ladeluke eingeklemmt – 55-Jähriger bei Arbeitsunfall schwer verletzt

Am Freitagvormittag, 21. August 2026, wurde ein Mann bei landwirtschaftlichen Arbeiten schwer verletzt. Der Betroffene wurde mit der Rega ins Spital geflogen. Der genaue Unfallhergang wird derzeit untersucht.

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Hitzkirch LU: Lehrgang G25-2 schliesst IPH erfolgreich ab – nächstes Ausbildungsjahr folgt

Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs 25-2 herzlich zum erfolgreichen Abschluss der IPH. Besonders freuen wir uns darauf, unsere Aspirantin und Aspirant im zweiten Ausbildungsjahr weiter begleiten zu dürfen.

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Schweizer Armee: 16 Massnahmen gegen sexualisierte Gewalt und Diskriminierung

Nach den Ergebnissen der 2024 vorgestellten Studie zu Diskriminierung und sexualisierter Gewalt in der Schweizer Armee hat die Armeeführung 16 zusätzliche Massnahmen beschlossen. Ein nun vorliegender Zwischenbericht zeigt: Alle 16 Massnahmen sind bearbeitet, 8 davon implementiert, 7 in Umsetzung. Eine Massnahme verzögert sich.

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Bavois VD: 17-jähriger Motorradfahrer kollidiert mit Lieferwagen und stirbt vor Ort

Am Donnerstag, 20. August 2026, kollidierte ein junger Motorradfahrer auf einer Strasse nach Bavois mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Er verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

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St.Gallen SG: Rollerfahrer (56) mutmasslich von Fernlicht geblendet – erheblich verletzt

Am Freitagmorgen (21.08.2026) verursachte ein Mann mit seinem Roller einen Selbstunfall und wurde dabei erheblich verletzt. Am Freitagmorgen, kurz nach 6 Uhr, fuhr ein Rollerfahrer auf der Rorschacher Strasse stadteinwärts und beabsichtigte, an der Kreuzung zur Schönbüelstrasse links abzubiegen.

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Mülligen ZH: Einblick in Postkontrollen – Zoll stärkt Zusammenarbeit mit Partnerbehörden

Am 12. August empfingen die Mitarbeitenden des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit im Sortierzentrum Mülligen eine Delegation des BAKOM unter der Leitung von Vizedirektor Olivier Pauchard sowie Vertreter aus Österreich. Die Zollteams stellten ihnen ihre Arbeit im internationalen Postverkehr und die verschiedenen Kontrollen vor Ort vor.

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Kapo St.Gallen: Kinder wieder auf dem Schulweg – Polizei ruft zu Vorsicht auf

Die Ferien sind zu Ende und seit zwei Woche gehören Kinder wieder zum morgendlichen Strassenbild. Den Schulweg selbständig zu meistern, kann Selbstbewusstsein und Selbständigkeit fördern.

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Wangen an der Aare BE: Reparaturen auf A1 nach Unwetterschäden fast abgeschlossen

Ein heftiges Gewitter mit starken Niederschlägen hat in der Nacht bei Wangen an der Aare zu einem Belagsschaden auf der A1 im Baustellenbereich in Fahrtrichtung Bern geführt. Die Reparaturarbeiten sind demnächst abgeschlossen; die Normalspur kann voraussichtlich in Kürze wieder freigegeben werden.

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Altdorf UR: Vier Polizei-Aspiranten bestehen Vorprüfung und starten ins 2. Ausbildungsjahr

Am 21. August 2026 haben Lukas Häseli, Lukas Regli, Marcelo Sanchez und Thomas van der Leije die Vorprüfung zum eidgenössischen Fachausweis Polizist an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch (IPH) erfolgreich abgeschlossen. Damit haben sie einen wichtigen Meilenstein ihrer Polizeiausbildung erreicht und sind bereit für den nächsten Schritt: das zweite, praxisorientierte Ausbildungsjahr bei der Kantonspolizei Uri.

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Rüti ZH: Unwetter sorgt für mehrere Einsätze gleichzeitig – Feuerwehr 3,5 Stunden gefordert

Am Donnerstagabend (20.08.2026) zog ein Unwetter über Rüti her. In kurzer Zeit bewältigte die Feuerwehr Rüti, die ab 19.05 Uhr im Einsatz war, mehrere Einsätze gleichzeitig, um so, weitere Schäden an den betroffenen Gebäuden zu verhindern und Gefahren auf der Strasse zu beseitigen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.