Schweiz

28 Fahrzeuge bei Kontrolle geprüft – sechs Lenker werden angezeigt, zwei Töffs stillgelegt

(Altstätten SG). Am Sonntagnachmittag (13.09.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen im Raum Ruppen und Stoss eine technische Verkehrskontrolle durchgeführt. Insgesamt wurden 28 Fahrzeuge kontrolliert.

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Alkohol-Crash, brennender Oldtimer und schwere Bike-Unfälle halten Polizei auf Trab

(Sarnen OW). Diverse Unfälle sowie ein Fahrzeugbrand beschäftigten die Kantonspolizei Obwalden über das Wochende. Samstagnacht, 12.09.2026, 00:50 Uhr verursachte in Alpnachstad ein 36-jähriger Autolenker einen Selbstunfall.

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Freie Sicht auf Strassen und Wegen: Bäume und Sträucher jetzt zurückschneiden

(Magden AG). Sträucher und Bäume können die Sicht von Fussgänger / -innen sowie von allen anderen Verkehrsteilnehmenden stark beeinträchtigen. Helfen Sie rechtzeitig mit und schneiden Sie Bäume und Sträucher entlang von öffentlichen Strassen und Fusswegen bis Ende September soweit zurück, dass sie den Verkehr nicht behindern.

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Zollteams kontrollieren Busse und Autos im Aargau – Einsätze laufen 24/7 bei jedem Wetter

(Aargau). Diesen Sommer waren unsere Teams im Aargau unter anderem bei Strassen- und Buskontrollen im Einsatz. Vielen Dank an alle, die Tag und Nacht und bei jedem Wetter vor Ort im Einsatz sind.

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Zwei Raser an gleicher Stelle erwischt – einer mit 168 km/h, der andere mit 150 km/h

(Amsteg UR). Am Freitag, 11. September 2026, kurz nach 19.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit luxemburgischen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden. Dabei wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h massiv überschritten. Das Fahrzeug konnte bei Amsteg mit einer Nettogeschwindigkeit von 168 km/h gemessen werden.

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Zocken, chatten, scrollen: Polizei warnt vor Gefahren im Netz und gibt Eltern wichtige Tipps

(Liestal BL). Zocken, scrollen, chatten und recherchieren: Das Internet gehört zum Alltag unserer Kinder und Jugendlichen. Doch nicht alles, was online passiert, ist harmlos.

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Diensthund und Drohne stoppen drei Jugendliche nach Flucht aus Garagenbetrieb

(Winterthur ZH). Die Kantonspolizei Zürich hat zusammen mit der Stadtpolizei Winterthur in der Nacht auf Montag (14.09.2026) in Elsau drei Jugendliche festgenommen, die zuvor in einen Garagenbetrieb eingebrochen und anschliessend zu Fuss geflüchtet sind. Gegen 1.15 Uhr meldete ein Anwohner, dass soeben in einen Garagenbetrieb an der St. Gallerstrasse in Winterthur-Hegi eingebrochen werde.

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1,36 Promille: Auto kracht in Motorrad – Fahrer wird weggeschleudert und erheblich verletzt

(Pfaffnau LU). Ein alkoholisierter Autofahrer war am Sonntagmittag (13. September 2026, nach 11:00 Uhr) auf der Pfaffnauerstrasse in Richtung St. Urban unterwegs. Der 25-jährige Lenker geriet mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem entgegenkommenden Motorradfahrer.

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Zwei Autos krachen zusammen – eines überschlägt sich, acht Personen werden verletzt

(Entlebuch LU). Am Sonntagabend (13. September 2026, kurz vor 19:30 Uhr) ereignete sich auf der Hauptstrasse im Ortsteil Ebnet zu eine Kollision zwischen zwei Autos. Eines der beteiligten Fahrzeuge überschlug sich und kam auf dem Dach zum Stillstand.

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Schwerer E-Bike-Unfall: 72-Jähriger verletzt – Blutprobe angeordnet, Führerausweis weg

(Altstätten SG). Am Sonntagabend (13.09.2026) ist ein 72-jähriger Mann bei einem Selbstunfall schwer verletzt worden. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital.

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Wohnungsbrand richtet 200’000 Franken Schaden an – Wohnung nicht mehr bewohnbar

(Buchs SG). Am Sonntagnachmittag (13.09.2026) ist in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Die betroffene Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Es entstand Sachschaden von rund 200'000 Franken.

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Rekordklasse bei der Polizei: 30 Aspiranten starten – grösster Jahrgang seit 2012

(Basel BS). Am Montag, 14. September 2026, haben 30 Aspirantinnen und Aspiranten ihre Ausbildung bei der Kantonspolizei Basel-Stadt begonnen. Damit ist die Polizeischule 2026-2 seit mindestens 2012 die grösste Ausbildungsklasse des Korps.

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Belpstrasse soll schmaler und ruhiger werden – Tempo 30 und neue Velowege sind geplant

(Kehrsatz BE). Das Tiefbauamt legt das Projekt „Umgestaltung Belpstrasse“ in Kehrsatz vom 14. September 2026 bis am 30. Oktober 2026 öffentlich auf. Das Projekt soll die Voraussetzungen für die Neuorganisation des kantonalen und kommunalen Strassennetzes im Süden von Kehrsatz schaffen.

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Nach Feuer in Dachwohnung steht Ursache fest – Raucherwaren haben den Brand ausgelöst

(Solothurn SO). In Solothurn kam es am Samstagmorgen, 5. September 2026, in einer Dachwohnung eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand. Verletzt wurde niemand. Inzwischen konnten die Ermittlungen zur Brandursache abgeschlossen werden. Im Vordergrund steht ein fahrlässiger Umgang mit Raucherwaren, der zum Brand geführt haben dürfte.

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Ortsdurchfahrt wird weiter umgebaut – Verkehr während Bauzeit im Dorfzentrum beeinträchtigt

(Buochs NW). Für die laufende Umgestaltung und Instandsetzung der Ortsdurchfahrt Buochs zeichnet sich ein höherer Finanzbedarf ab als ursprünglich vorgesehen. Gründe dafür sind unter anderem zusätzliche Arbeiten aufgrund des baulichen Zustandes der Strasse und ein höherer Koordinationsaufwand bei der Planung.

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Trottinettfahrerin stürzt schwer – Rega fliegt sie in kritischem Zustand ins Spital

(Beatenberg BE). Am Sonntagmittag ist es in Beatenberg zu einem Selbstunfall gekommen. Eine Trottinettfahrerin wurde dabei schwer verletzt und wurde im kritischen Zustand ins Spital gebracht.

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Zoll erwischt 191 Fahrzeuge ohne Vignette – 111 davon mit Schweizer Kontrollschild unterwegs

(Basel BS). Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben am vergangenen Samstag an den Grenzübergängen Basel/St. Louis-Autobahn und Basel/Weil am Rhein-Autobahn kontrolliert, ob die ausreisenden Fahrzeuge über die erforderliche Vignette verfügten. Bei insgesamt 191 Fahrzeugen war dies nicht der Fall. Die fehlbaren Lenkerinnen und Lenker wurden gebüsst.

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Falscher Bankanruf kann täuschend echt wirken – Polizei warnt vor fieser Betrugsmasche

(Schweiz). Deine Bank ruft an – zumindest sieht es so aus. Kriminelle gelangen über gefälschte SMS oder E-Mails an persönliche Daten.

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Wetter am Montag, d. 14.09.2026: Von Westen zunehmend sonnig bei bis zu 28 Grad

Nach der Störung der Nacht macht sich heute von Westen her wieder Hochdruckeinfluss bemerkbar. Die Höhenströmung dreht von Nord allmählich auf Nordwest. Am Dienstag kommt der Hochdruckrücken direkt über dem Alpenraum zu liegen und die Höhenströmung dreht auf Südwest. Am Mittwoch geraten wir auf die Vorderseite eines Trogs über Frankreich und im Laufe des Tages zieht eine Kaltfront über die Schweiz. Vor allem auf der Alpensüdseite sind auch kräftige Gewitter möglich.

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Verkehrssicherheit für Kinder – besser sichtbar dank Leuchtwesten

(Kanton Thurgau). Wer im Strassenverkehr gut sichtbar ist, ist sicherer unterwegs. Das Sujet «Respekt» ziert in diesem Jahr die Leuchtwesten von «Verkehrssicherheit Thurgau». Erneut werden über 6000 Exemplare kostenlos an Schülerinnen und Schüler abgegeben. Das diesjährige Sujet wird durch ein Emoji dargestellt. Es bildet den zweiten Teil einer mehrjährigen Serie, die sich mit dem Miteinander und der gegenseitigen Rücksichtnahme im Strassenverkehr beschäftigt. Die Botschaft richtet sich nicht nur an Kinder, sondern an alle Verkehrsteilnehmer.

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Pyros und Mörser im Bahnhof: Rund 40 Fans greifen Polizei an – Gummischrot im Einsatz

(Lausanne VD). Am Sonntag, 13. September 2026, kam es anlässlich des Super-League-Spiels zwischen Lausanne-Sport und dem FC Servette am Bahnhof Lausanne zu Ausschreitungen. Nach dem Spiel setzten rund 40 Fans, darunter teilweise vermummte Personen, Pyrotechnik und Mörser gegen anwesende Polizisten ein.

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Nachtschicht endet im goldenen Morgenlicht – Polizei zeigt traumhafte Bilder

(Kanton Solothurn). Ein leuchtender Sonnenaufgang über einer menschenleeren Strasse und goldenes Morgenlicht über einem eindrücklichen Nebelmeer: Die Kantonspolizei Solothurn hat während ihrer Nachtschicht zwei besondere Stimmungsbilder festgehalten. Die beiden Aufnahmen wurden am Samstag, 12. September 2026, um 7.02 Uhr auf der Facebook-Seite der Kantonspolizei Solothurn veröffentlicht.

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Dramatische Gewitterkulisse – Polizeipatrouille fängt eindrücklichen Moment ein

(Kanton Zug). Dunkle Gewitterwolken ziehen über dem Zugersee auf, während der Himmel in einem intensiven Orange leuchtet: Eine Patrouille der Zuger Polizei hat während ihres Einsatzes eine aussergewöhnliche und beinahe unwirkliche Wetterkulisse festgehalten. Im Vordergrund steht ein Patrouillenfahrzeug der Zuger Polizei. Dahinter öffnet sich der Blick über die Stadt Zug und den Zugersee, über denen sich eine mächtige dunkle Wolkendecke ausbreitet.

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Flammen und schwarzer Rauch im 5. Stock – Feuerwehr löscht Brand über Drehleiter

(Bern BE). Am Sonntagnachmittag rückte der Löschzug der Berufsfeuerwehr von Schutz und Rettung Bern zu einem Wohnungsbrand im Kleefeld im Westen von Bern aus. Beim Eintreffen waren Flammen und schwarzer Rauch im 5. Stock auf dem Balkon eines Wohnblocks sichtbar.

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Polizei-Schweiz am 13. September 2026: Die fünf brisantesten Meldungen des Tages

Ein Mann stirbt nach einer Auseinandersetzung bei einer Tankstelle, zwei Arbeiter im Alter von 18 und 55 Jahren kommen bei einer Explosion in einem Wasserkraftwerk ums Leben und ein Grossbrand auf einem Bauernhof fordert rund 250 Tierleben: Der 13. September 2026 brachte mehrere besonders schwere Polizeimeldungen aus der Schweiz. Auch ein tödlicher Selbstunfall im Kanton St.Gallen sowie der rätselhafte Fund eines schwerst verletzten 26-Jährigen in einer Bahnhof-Unterführung beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.

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Kurve oder Vollbremsung: Schlecht gesicherte Ladung kann für andere zur Gefahr werden

(Schweiz). Ob in der Kurve oder bei einer abrupten Bremsung: Deine Ladung muss immer gut gesichert sein. Schlecht gesicherte Ladung kann zur Gefahr für dich und andere Verkehrsteilnehmende werden.

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Katze sitzt hilflos am Fluss fest – Feuerwehr rückt mit Hubretter zur tierischen Rettung aus

(Chur GR). In Chur hat ein Anwohner die Stadtpolizei Chur über eine hilflose Katze am Ufer der Plessur informiert. Am Sonntagnachmittag (13.09.2026) ging bei der Stadtpolizei Chur die Meldung über eine hilflose Katze am Ufer der Plessur ein.

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Wenn extreme Gedanken in Gewalt kippen: Polizei warnt vor Radikalisierung im Umfeld

(Schweiz). Wenn aus extremen Gedanken Gewalt werden könnte Radikalisierung kann unterschiedliche Formen annehmen und ist nicht immer sofort erkennbar.

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Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.