Eine gefälschte E-Mail im Namen des Hosting-Providers Webland behauptet, die hinterlegte Zahlungsmethode sei ungültig oder fehle.
Diese müsse umgehend über den enthaltenen Link aktualisiert werden.
Am Dienstagmittag ist ein Basejumper beim Tschingeleywald in Lütschental verunfallt und verstorben.
Eine Untersuchung unter der Leitung der Bundesanwaltschaft wurde eingeleitet.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 5. Juli 2026, kurz vor 17 Uhr, in Indemini ein Drohnenflug gemeldet wurde, während sich ein Helikopter der Rega im Anflug auf einen Rettungseinsatz befand.
Die Einsatzkräfte der Kantonspolizei und der Interkommunalen Polizei del Piano identifizierten den Drohnenpiloten, einen 25-jährigen australischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Australien.
Am Samstagnachmittag wurde am Gurnigel eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Es konnten mehrere Fahrzeuglenkende kontrolliert werden.
Drei Motorradlenkende und zwei Autofahrende wurden wegen Verkehrswiderhandlungen angezeigt. Die Kantonspolizei Bern gibt Tipps zum sicheren Motorradfahren.
In Chur ist es auf der Loëstrasse zu einer Kollision zwischen drei Fahrzeugen gekommen.
Eine Autofahrerin stiess mit zwei ordnungsgemäss parkierten Autos zusammen. Personen wurden nicht verletzt.
Am Mittwochmorgen (08.07.2026) ist es an der Neuendorfstrasse zu einem Arbeitsunfall gekommen.
Ein 19-jähriger Mann stürzte von einer Leiter und zog sich dabei eher schwere Verletzungen zu.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwochmorgen (08.07.2026) in Flaach drei Männer verhaftet, die zuvor in ein Waffengeschäft in Pfungen eingebrochen und anschliessend mit einem Personenwagen geflüchtet sind.
Gegen 5.15 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich die Meldung ein, dass in ein Waffengeschäft in Pfungen eingebrochen werde.
Am Dienstag (7. Juli 2026, kurz vor 11:30 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Münsterstrasse von Beromünster in Richtung Rickenbach.
Gleichzeitig war ein E-Bikefahrer auf einer Nebenstrasse unterwegs und überquerte am Ortsausgang von Rickenbach die Münsterstrasse.
Am Dienstag (7. Juli 2026, kurz vor 14:45 Uhr) parkierte ein Autofahrer sein Fahrzeug an der Taubenhausstrasse in Luzern.
Beim Wegfahren dürfte der 87-Jährige das Brems- mit dem Gaspedal verwechselt haben.
Am Dienstag (7. Juli 2026, ca. 11:45 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf dem Normalstreifen der Autobahn A2 von Sursee in Richtung Dagmersellen.
Aus noch ungeklärten Gründen geriet das Fahrzeug rechts von der Fahrbahn ab, überquerte den Pannenstreifen, fuhr auf die Leitplanke und gelangte ins angrenzende Wiesland.
In der Nacht auf Dienstag (7.7.2026) ist in Wetzikon durch einen aufmerksamen Fahrdienstleister ein Einbruch in eine Autogarage verhindert worden.
Die Kantonspolizei Zürich hat zwei Personen verhaftet.
Auf einem abgeernteten Getreidefeld in Stüsslingen ist am Dienstagnachmittag, 7. Juli 2026, eine Ballenpresse in Brand geraten.
Auf dem trockenen Boden konnte sich das Feuer schnell auf mehrere landwirtschaftliche Parzellen ausbreiten. Einsatzkräften der Feuerwehren Wartenfels und Schönenwerd gelang es schliesslich, die verschiedenen Brandstellen unter Kontrolle zu bringen und vollständig zu löschen. Verletzt wurde niemand.
Am frühen Mittwochmorgen (08.07.2026) ist in zwei Kellerabteile eingebrochen worden.
Die Kantonspolizei St.Gallen konnte noch während der Abklärungen vor Ort einen 25-jährigen Mann festnehmen.
Am Flüelapass ist am Dienstagnachmittag ein von Davos kommendes Fahrzeug in Brand geraten.
Die Feuerwehr löschte das Feuer und verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf andere Fahrzeuge und die Umgebung.
Weil ein Auto zu weit in der Strassenmitte fuhr, musste eine junge Rollerfahrerin ausweichen und kam zu Fall.
Sie und ihre Mitfahrerin verletzten sich leicht. Das Auto fuhr weiter und wird gesucht.
Der Alpenraum liegt an der Ostflanke eines Hochs über dem nahen Atlantik. Mit einer mässigen Nordwestströmung wird heisse und grundsätzlich trockene Luft zur Schweiz geführt. Am Mittwoch streift jedoch eine kaum aktive Kaltfront die östlichen Landesteile.
Sie bringt der Alpennordseite vorübergehend geringfügig tiefere Temperaturen. Auf der Alpensüdseite kommt Nordwind auf. Bis am Donnerstag verlagert sich das Hoch in Richtung Kontinent, auf der Alpennordseite kommt Bise auf. Am Freitag fliesst in den unteren Luftschichten feuchtlabile und etwas weniger heisse Luft zur Alpensüdseite.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt verzeichnet im Jahr 2026 eine aussergewöhnlich erfolgreiche Rekrutierung.
Insgesamt konnten 66 angehende Polizistinnen und Polizisten sowie Sicherheitsassistentinnen und Sicherheitsassistenten für eine Ausbildung gewonnen werden.
Bundesrat Martin Pfister, Chef Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS, empfängt am 6. Juli 2026 die österreichische Bundesministerin für Landesverteidigung, Klaudia Tanner, zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz.
Im Zentrum der Gespräche stehen die sicherheitspolitische Zusammenarbeit der beiden neutralen Staaten sowie aktuelle europäische Sicherheitsfragen.
armasuisse und Lockheed Martin konkretisieren mit einem Nachtrag zur bestehenden Offset-Vereinbarung weitere Vorhaben zur F-35A-Beschaffung. Diese Projekte stärken gezielt sicherheitsrelevante Schlüsseltechnologien, industrielle Fähigkeiten und die Resilienz der Schweiz. Bei erfolgreicher Umsetzung werden die Vorgaben deutlich übertroffen: Insgesamt werden voraussichtlich Offset-Geschäfte im Umfang von rund 73 Prozent des Vertragswerts erreicht – statt der verlangten 60 Prozent. Auch die regionalen Zielwerte werden klar übertroffen: In der Romandie liegt der erwartete Anteil rund 40 Prozent über der Vorgabe; in der italienischsprachigen Schweiz wird der Zielwert voraussichtlich sogar um rund 140 Prozent übererfüllt.
Offset-Geschäfte, auch Kompensationsgeschäfte genannt, sind Aufträge, Projekte oder Kooperationen, die ein ausländischer Lieferant im Rahmen einer Beschaffung mit Unternehmen, Hochschulen oder Forschungspartnern in der Schweiz umsetzt. Im Offset-Register sind im Zusammenhang mit der Beschaffung des neuen Kampfflugzeugs F-35A per 30. Juni 2026 bereits Geschäfte im Wert von 1,03 Milliarden US-Dollar aufgeführt, die Lockheed Martin angerechnet wurden. Dies entspricht rund einem Drittel der gesamten Offset-Verpflichtung. Nun kommt ein Paket weiterer Vorhaben hinzu, mit dem die Umsetzung der Offset-Verpflichtung planbarer, wirkungsvoller und stärker auf sicherheitsrelevante Fähigkeiten in der Schweiz ausgerichtet wird.
Am Dienstagnachmittag ist es in Guttannen zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen.
Der Lenker des Motorrads und seine Mitfahrerin wurden dabei schwer verletzt. Der Unfall wird untersucht.
Bis Ende August 2026 finden zwischen Deitingen und Flumenthal in mehreren Nächten Bauarbeiten statt.
Dabei werden die provisorischen Überführungen Luterbachstrasse und Schachenstrasse zurückgebaut sowie die Verkehrsführung auf der A1 und A5 etappenweise angepasst.
Am Dienstagnachmittag gegen 14.50 Uhr brach in einem Stoppelfeld in Soyhières vermutlich aufgrund eines technischen Defekts ein Brand aus.
Die Feuerwehr SIS Haut-Plateau sowie das Centre Renfort d'Incendie et de Secours de Delémont rückten aus, um das Feuer mit Unterstützung benachbarter Landwirte einzudämmen.
Im Zusammenhang mit dem Brand eines Vereinshauses an der Grotzenmühlestrasse in Einsiedeln in der Nacht auf Dienstag, 7. Juli 2026, bittet die Kantonspolizei Schwyz die Bevölkerung um Mithilfe.
Im Rahmen der laufenden Ermittlungen liegen Hinweise vor, dass sich am Montagabend, 6. Juli 2026, Personen in der Nähe des späteren Brandobjekts aufgehalten haben.
Der seit Montagabend, 06.07.2026, vermisste 19-jährige Schwimmer konnte am Dienstagvormittag nur noch leblos geborgen werden.
Am Dienstag, 07. Juli 2026, vor dem Mittag, konnte der seit Montagabend vermisste Schwimmer im Seealpsee, nach einer umfangreichen Suchaktion durch Spezialisten, lokalisiert und geborgen werden.
Im Rahmen des Schwerpunktes „Urbane Mobilität“ wurden in Städten und Agglomerationen im ganzen Kanton Verkehrskontrollen durchgeführt.
Im Fokus standen dabei insbesondere E-Bike-, Velo- und E-Trottinett-Lenker. Insgesamt wurden 650 Verstösse festgestellt.
In der Nacht vom Montag auf Dienstag, 6./7. Juli 2026, kam es beim Grimstenweg/Strickrain in Sissach BL zu einem Brand zweier Personenwagen.
Personen wurden nicht verletzt.
Ein Automobilist kam am Dienstagmittag in Murgenthal von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Strassenlampe.
Verletzt wurde niemand. Der Schaden ist indes gross. Der Unfall führte zu Verkehrsbehinderungen.
Am Dienstagmorgen (07.07.2026) ist es auf der Autobahn A1 zu zwei Unfällen gekommen.
Zuerst kam es in Fahrtrichtung Zürich zu einer Auffahrkollision mit drei Autos, wobei der linke Fahrstreifen für rund eine Stunde gesperrt werden musste.
Am Sonntagnachmittag (5.7.2026) hat die Kantonspolizei Zürich auf dem Albispass (Gemeinde Langnau am Albis) eine Motorradkontrolle durchgeführt.
Mehrere Fahrzeuge wiesen technische Mängel auf. Die Fahrer werden angezeigt.
Ein Brand in einer Küche eines Einfamilienhauses hat am Dienstagmorgen (7.7.2026) in Glattfelden zu einem grossen Sachschaden geführt und dieses unbewohnbar gemacht.
Verletzt wurde niemand.
Am Montagabend (06.07.2026) ist es bei der Verzweigung Zürcher Strasse / Fürstenlandstrasse zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen.
Die Fahrerin und der Fahrer der beteiligten Autos wurden verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.
In einem Mehrfamilienhaus in Zofingen brach in der Nacht ein Brand aus. Wegen des Rauchs mussten fünf Personen ins Spital gebracht werden. Die Kantonspolizei nahm den Bewohner der betroffenen Wohnung fest.
Schauplatz war ein älteres Mehrfamilienhaus an der Aarburgerstrasse in Zofingen. Weil sich plötzlich Rauch im Haus ausbreitete, alarmierte eine Bewohnerin am Dienstag, 7. Juli 2026, gegen vier Uhr die Feuerwehr.
Nach einem Sturz mit einem Velo auf einem Firmenareal in Tägerwilen musste ein Arbeiter am Montag mit mittelschweren Verletzungen durch die Rega ins Spital geflogen werden.
Gegen 16 Uhr war ein Arbeiter auf einem Firmenareal in Tägerwilen mit einem Velo unterwegs.
Am Montagabend kollidierte in Salmsach ein Motorradfahrer frontal mit einem Auto.
Er wurde so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb. Die Unfallursache wird abgeklärt. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Am Montagnachmittag ist es auf der Ofenbergstrasse zu einer Kollision zwischen zwei überholenden Fahrzeugen gekommen.
Dabei wurde ein Motorradfahrer verletzt.
Am Dienstag, 7. Juli 2026, gingen bei der Kantonspolizei Schwyz um 0:40 Uhr mehrere Meldungen ein, dass ein Haus an der Grotzenmühlestrasse in Einsiedeln brenne.
Als die ersten Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr Einsiedeln am Brandort eintrafen, drangen bereits meterhohe Flammen aus dem in Vollbrand stehenden Gebäude.
Seit Montagabend wird ein 19-jähriger Schwimmer vermisst.
Seit Montagabend, 06. Juli 2026, kurz vor 21.00 Uhr läuft im Alpstein eine Suchaktion nach einem 19-jährigen Mann.
Ein 20-jähriger Automobilist verlor in Bremgarten in einem Kreisel die Kontrolle über seinen Sportwagen.
Verletzt wurde niemand. An seinem Fahrzeug und an einem Verkehrssignal entstand hoher Sachschaden.
Zwischen Sils Maria und Plaun da Laj hat sich kürzlich ein abenteuerlustiger Bewohner kurzerhand eine Extrarunde gegönnt.
Die spontane "Sightseeing-Tour" konnte aber schnell beendet werden – unser VIP wurde wohlbehalten eingefangen und zurück auf die Weide begleitet.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.