Schweiz

Ebnat-Kappel SG: Rollerfahrer verletzt junge Frau (21) und flüchtet – Polizei sucht Zeugen

Am Sonntag (21.09.2025), um ca. 0:20 Uhr, hat ein unbekannter Rollerfahrer auf der Howartstrasse, Höhe Verzweigung Howartweg, eine 21-jährige Fussgängerin angefahren und diese dabei verletzt. Nach dem Unfall entfernte sich der Rollerfahrer von der Unfallstelle. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Herisau AR: Bauarbeiten am Gutenbergzentrum – Fussgängerstreifen wird verschoben

Das Gutenbergzentrum an der Kasernenstrasse in Herisau wird derzeit umgebaut. Dabei wird der Eingang ins Einkaufsgebäude verlegt. Damit die Fusswege auch nach dem Umbau direkt und sicher sind, wird der Fussgängerübergang auf der Kantonsstrasse ebenfalls verschoben. Die Bauarbeiten starten Ende September.

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Neuhausen SH: Fahrverbot missachtet – betrunkener Velofahrer prallt in Touristin

Am frühen Samstagabend (20.09.2025) hat sich in Neuhausen am Rheinfall beim Rheinfallquai eine Kollision zwischen einem Radfahrer und einer Fussgängerin im Fahrverbot ereignet. Dabei wurde die Fussgängerin leicht verletzt und an ihren persönlichen Effekten entstand Sachschaden.

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St.Gallen SG: Senior (85) missachtet Vortritt – zwei Autos kollidieren, hoher Sachschaden

Ein Autofahrer hat am Samstagabend (20.09.2025) bei der Verzweigung Speicherstrasse/St.Georgen-Strasse den Vortritt missachtet. Darauf kam es zu einer Kollision mit einem anderen Auto. Es wurde niemand verletzt, jedoch entstand grösserer Sachschaden.

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Liesberg BL: BMW (18) prallt frontal in Felswand – Beifahrer (17) eingeklemmt

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 20./21. September, kurz nach 01.15 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker in Liesberg BL auf der Baselstrasse in Fahrtrichtung Laufen einen Selbstunfall. Dabei wurden zwei Personen verletzt. Die Feuerwehr und ein Rettungshelikopter standen im Einsatz. Das Fahrzeug erlitt beim Unfall Totalschaden.

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Malters LU: Grosseinsatz bei Übung auf Schnellstrasse – über 100 Kräfte beteiligt

Heute fand unsere grosse Übung auf der Schnellstrasse Malters – Wolhusen statt. Über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr Emmen, Feuerwehr Wolhusen, Feuerwehr Malters-Schachen, Polizei, Rettungsdienst und der Zivilschutzorganisation Emme standen im Einsatz.

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St-Blaise NE: Autofahrer (45) kracht auf A5 in Ausfahrtsbereich – verletzt ins Spital

Am Sonntag, 21. September 2025, gegen 05.10 Uhr, war ein 45-jähriger Autofahrer vom Littoral auf der A5 in Richtung Lausanne unterwegs. Auf Höhe der Ausfahrt St-Blaise prallte er gegen die Schutzbarriere, welche die Fahrbahn von der Ausfahrtsrampe trennt.

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Wetter am Sonntag, 21.09.2025: Föhn bringt milde Alpenluft – abends Regen und Gewitter

Das Hoch über Südosteuropa schwächt sich allmählich ab. Am Sonntag gelangt die Schweiz in den Einflussbereich einer Tiefdruckzone über Nordwesteuropa. Mit der zunehmenden südwestlichen Höhenströmung verstärkt sich der Föhn in den Alpen vorübergehend. Gegen Abend erfasst von Westen her eine aktive Kaltfront die Schweiz. Am Montag liegt die Schweiz auf der Vorderseite eines Höhentiefs über Frankreich. Dabei fliesst aus Süden sehr feuchte Mittelmeerluft zur Alpensüdseite und über die Alpen. Nördlich der Alpen führt eine mässige Bise in den unteren Luftschichten gleichzeitig deutlich kältere Luft zur Alpennordseite.

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Laupen ZH: Flarzhaus in Vollbrand – Feuerwehr verhindert Ausbreitung, hoher Sachschaden

Kurz nach 14 Uhr ist bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich die Meldung über ein Feuer in einem Flarzhaus an der Neuhausstrasse eingegangen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand ein Hausteil des Gebäudes in Vollbrand. Die Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle und konnte ein Übergreifen der Flammen auf die übrigen Wohnungen verhindern.

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Schaffhausen SH: Unfall ohne Verletzte – Geburtstagskuchen bei Kollision beschädigt

Am frühen Samstagmittag (20.09.2025) hat sich ein Verkehrsunfall zwischen zwei Autos in der Stadt Schaffhausen ereignet. Es wurde niemand verletzt. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden. Ein mitgeführter, selbstgebackener Geburtstagskuchen wurde ebenfalls beschädigt.

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Erstfeld UR: Polizei kontrolliert 24 Reisebusse – Anzeigen, Stilllegungen und Bussen

Gestern Freitag, 19. September 2025, führte die Kantonspolizei Uri im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld eine gezielte Kontrolle von Reisebussen durch. Während rund sieben Stunden wurden 24 Gesellschaftswagen in Fahrtrichtung Süden überprüft – darunter acht aus der Schweiz, 14 aus EU-Ländern und zwei aus Drittstaaten.

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Herisau AR: Raser (31) kracht in parkiertes Auto, durchbricht Zaun und landet auf Dach

Am Samstagmorgen, 20. September 2025, ist es in Herisau zu einem Selbstunfall gekommen. Der Autofahrer wurde leicht verletzt. Es entstand sehr hoher Sachschaden.

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Gossau SG: Auffahrunfall auf A1 – Autofahrer (55 und 85) verletzt, 18'000 Fr. Schaden

Am Freitag (19.09.2025), um 21:45 Uhr, hat sich auf der Autobahn A1 ein Auffahrunfall mit zwei beteiligten Autos ereignet. Die beiden Autofahrer wurden durch den Unfall leicht verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. An den Autos entstand Sachschaden von rund 18'000 Franken.

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Tuggen SZ: Motorradfahrer (72) überschlägt sich vor Jonerwaldtunnel – schwer verletzt

Am Freitag (19.09.2025), kurz vor 17:10 Uhr, ist ein 72-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Autobahn A15 in Fahrtrichtung Hinwil, vor dem Jonerwaldtunnel, verunfallt. Beim Abbremsen überschlug sich das Motorrad und landete auf dem zu Boden fallenden Motorradfahrer.

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Bernhardzell SG: Drei Autos kollidieren beim Abbiegen – 46-jähriger Lenker leicht verletzt

Am Freitag (19.09.2025), kurz nach 8 Uhr, ist es auf der St. Gallerstrasse, bei der Verzweigung Schachen, zu einem Unfall mit drei beteiligten Autos gekommen. Ein 46-jähriger Mann wurde dabei leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 70'000 Franken.

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Mogelsberg SG: Motorrad fängt beim Starten Feuer – Feuerwehr löscht Brand

Am Freitag (19.09.2025), kurz vor 16 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem brennenden Motorrad neben der Hauptstrasse erhalten. Ein 73-jähriger Motorradfahrer hatte während der Fahrt von Mogelsberg herkommend technische Probleme bemerkt und das Motorrad auf einem Kiesplatz abgestellt.

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Bellinzona TI: Mobile und semi-stationäre Geschwindigkeitskontrollen im Tessin

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Unfälle ist – mit teilweise schweren oder gar tödlichen Folgen. Daher appellieren die Behörden an alle Fahrzeuglenkerinnen und -lenker, die Tempolimiten einzuhalten – zum Schutz der eigenen und der fremden Sicherheit im Strassenverkehr.

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Engelberg OW: Speedflyer prallt in Stahlseil – 26-Jähriger stürzt 40 Meter in Tiefe

Am Donnerstag, 18.09.2025, ca. 19:15 Uhr, ereignete sich im Gebiet Brunni in Engelberg ein schwerer Gleitschirmunfall. Ein 26-jähriger Speedflyerpilot kollidierte im Bereich Schonegg frontal mit dem Stahlseil der Lawinensprengbahn und stürzte aus ca. 40 Metern Höhe in eine Geröllhalde.

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Oensingen SO: Solothurner Polizeianwärter meistern 28-Stunden-Durchhalteübung

20 Polizeianwärterinnen und -anwärter der Kantonspolizei Solothurn absolvieren die jährliche Durchhalteübung. Die 28 Stunden lange DUHA führt dieses Jahr von Oensingen bis in den Bucheggberg und bringt die Teilnehmenden physisch wie psychisch an ihre Grenzen.

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Cham ZG: Nach Absturz – Wasserflugzeug in stundenlanger Aktion aus Zugersee geborgen

Bei einer Flugveranstaltung ist ein Wasserflugzeug in den Zugersee gestürzt und gesunken. Am Freitagabend (19. September 2025) konnte das Flugzeug geborgen und abtransportiert werden. An der Bergung, die mehrere Stunden dauerte, waren zahlreiche Spezialisten beteiligt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.