Schweiz

Gams SG: Schüsse auf Schulhaus – 28-Jähriger gesteht Tat mit Waffe

Am Dienstagmorgen (21.04.2026) wurde an der Unterstufe Gams ein Einschussloch in einem Fenster sowie ein Projektil in einem Klassenzimmer gefunden. Die Kantonspolizei St.Gallen berichtete. Am gleichen Tag meldete ein Bewohner einer Liegenschaft am Dorfbach ebenfalls ein Einschussloch in seinem Fenster. Die Kantonspolizei St.Gallen hat nun einen Beschuldigten ermittelt.

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St.Gallen SG: Gewalt in Mehrfamilienhaus – 49-jähriger Schweizer lebensbedrohlich verletzt

Am Dienstagmorgen (28.04.2026) ist es in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses zu einer Auseinandersetzung zwischen einer 40-jährigen Frau und einem 49-jährigen Mann gekommen. Dabei wurde der Mann lebensbedrohlich verletzt und musste mit dem Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Die 40-Jährige wurde festgenommen. Die Kantonspolizei St.Gallen hat unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen die Ermittlungen zum Hergang und den Hintergründen aufgenommen.

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Metzerlen SO: Arbeiter von Auto erfasst – 59-Jähriger schwer verletzt

Auf der Challstrasse in Metzerlen ist am Dienstagmorgen, 28. April 2026, ein Arbeiter aus noch zu klärenden Gründen von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn haben umgehend Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen und suchen in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Tschugg BE: Auto erfasst Fussgänger – Rega fliegt Schwerverletzten ins Spital

Am Dienstagmorgen ist in Tschugg ein Fussgänger von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde er mit der Rega ins Spital geflogen. Die Autolenkerin wurde ebenfalls verletzt und ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen.

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Zürich ZH: Flucht mit gestohlenem BMW endet im Crash – Marokkaner und Schweden gefasst

Am Dienstagmorgen, 28. April 2026, entzog sich ein Fahrzeuglenker in einem entwendeten BMW im Kreis 3 einer Polizeikontrolle. Nach kurzer Flucht kollidierte er mit einem parkierten Fahrzeug. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen.

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Der Heimweg von der Schule: Risiken erkennen und sicher handeln

Der erste Schulweg am Morgen ist für viele Familien gut vorbereitet. Die Route wird gemeinsam geübt, Gefahrenstellen werden besprochen und Abläufe sind klar. Anders sieht es häufig beim Heimweg aus. Dieser erfolgt oft unter anderen Bedingungen und wird weniger bewusst geplant. Dabei ist gerade der Rückweg für Kinder oft anspruchsvoller. Müdigkeit, Ablenkung oder spontane Situationen verändern das Verhalten. Was am Morgen noch sicher funktioniert, kann am Nachmittag zur Herausforderung werden.

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Visperterminen VS: Abschuss bewilligt – Wolf reisst mehrere Nutztiere

Der Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Bildung (DVB), Christophe Darbellay, hat den Abschuss eines Wolfs in der Region Visperterminen angeordnet. Das Grossraubtier hat sieben Nutztiere auf geschützten landwirtschaftlichen Nutzflächen (LN) gerissen. Damit sind die Voraussetzungen für die Anordnung eines Abschusses gemäss der Verordnung zum Bundesgesetz über die Jagd (JSV) erfüllt. Diese erlaubt den Einzelabschuss eines Wolfs ab sechs getöteten Schafen oder Ziegen innerhalb von vier Monaten.

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Blatten VS: Millionenprojekt gestartet – neue Strasse und Seilbahn sichern Zugang

Die Bauarbeiten für die neue Kantonsstrasse von Wiler nach Blatten haben begonnen, ebenso wie die Arbeiten für die provisorische Seilbahn zwischen Wiler und Weissenried. Der offizielle Spatenstich wurde von Staatsrat Franz Ruppen, dem Gemeindepräsidenten von Blatten Matthias Bellwald, dem Chef der Dienststelle für Mobilität Sylvain Dumoulin und dem Adjunkt Stefan Luggen vorgenommen. Diese beiden Infrastrukturen sind von entscheidender Bedeutung, um die Zugänglichkeit von Blatten rasch und dauerhaft wiederherzustellen.

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Glarus GL: Polizei öffnet Türen – Infoabend zu Berufsalltag und Ausbildung

Einblick in einen Beruf mit Verantwortung: Infoanlass bei der Kantonspolizei Glarus Die Kantonspolizei Glarus öffnet ihre Türen: Am Dienstag, 12. Mai 2025, um 19.00 Uhr sind interessierte Frauen und Männer zu einem Informationsanlass rund um den Polizeiberuf eingeladen.

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Dornach SO: Velounterstand brennt komplett aus – Batterie als Brandursache vermutet

In Dornach ist in der Nacht von Montag auf Dienstag, 27./28. April 2026, ein freistehender Fahrradunterstand in Brand geraten und dabei vollständig zerstört worden. Verletzt wurde niemand. Als Brandursache steht ein technischer Defekt an einer im Unterstand deponierten Fahrzeugbatterie im Vordergrund.

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Baden AG: Urteil nach Mord- und Vergewaltigungsversuch – 4 Jahre Haft

Das Jugendgericht Baden hat am 21. April 2026 in einem Indizienprozess das Urteil über einen heute rund zwanzigjährigen Schweizer gesprochen, dem die Jugendanwaltschaft vorgeworfen hatte, im September 2023 nachts in ein Einfamilienhaus in der Nachbarschaft eingedrungen zu sein, in der Absicht ein Mädchen zu vergewaltigen. Er soll dabei in Kauf genommen haben, das Opfer lebensgefährlich zu verletzen oder auch zu töten. Der Beschuldigte wurde gestört und flüchtete. Das Opfer erlitt Verletzungen und wurde traumatisiert.

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Lenzburg AG: Auffahrcrash legt A1 lahm – beide Spuren im Morgenverkehr blockiert

Auf der A1 in Richtung Bern kam es vor der Ausfahrt Aarau Ost zu einer Auffahrkollision mit mehreren Fahrzeugen. Weil beide Fahrstreifen blockiert waren, kam es im Morgenverkehr zu grossen Verkehrsbehinderungen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

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Stans/Ennetbürgen NW: Flugzeuge kreuzen Strasse – Tempo wird auf 60 km/h gesenkt

Die Sicherheit bei der Strassenquerung von Flugzeugen zwischen Stans und Ennetbürgen soll verbessert werden. Hierzu wird die Signalisation verstärkt und die Geschwindigkeitslimite auf 60 km/h gesenkt. Die Massnahmen gehen auf einen Bericht der nationalen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST zurück.

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Engwang TG: Mordverdacht – Schweizer (50) festgenommen, Polizei im Grosseinsatz

Auf einem Grundstück in Engwang findet derzeit ein grossangelegter Einsatz der Kantonspolizei Thurgau statt. Die Staatsanwaltschaft Thurgau führt ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung gegen einen 50-jährigen Schweizer, der festgenommen wurde.

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Reinach BL: Einbrecher auf frischer Tat ertappt – Polizei nimmt Serben (38) fest

In der Montagnacht, 27. April 2026, kurz nach 22.30 Uhr, wurde in eine Gewerbeliegenschaft an der Sternenhofstrasse in Reinach BL eingebrochen. Die Polizei Basel-Landschaft konnte in der Folge einen mutmasslichen Einbrecher festnehmen. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet.

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Eschenbach LU: Töfffahrer stürzt nach Crash im Kreisel – Rettungsdienst im Einsatz

Am Montagabend (27. April 2026, ca. 20:00 Uhr) kam es im Kreisverkehr Rothli in Eschenbach zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad. Der Motorradfahrer stürzte und wurde vom Rettungsdienst 144 zur Kontrolle ins Spital gebracht. Im Einsatz stand auch die Feuerwehr Oberseetal.

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Martigny VS: Nachtsperren auf A21 – Tunnel Mont-Chemin wird für Arbeiten geschlossen

Die Tunnel der Nationalstrassen werden regelmässig gereinigt und bei dieser Gelegenheit werden auch Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Diese Arbeiten tragen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. Nächste Woche wird der Tunnel Mont-Chemin auf der A21 in Martigny von diesen Arbeiten betroffen sein. Nachtsperrungen werden notwendig sein.

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Spiez BE: Autobahn-Werkhof wird komplett neu gebaut – Baustart frühestens ab 2030 geplant

Der Autobahnwerkhof Gesigen an der A6 zwischen Thun und Spiez soll durch einen Neubau ersetzt werden. Der Neubau soll hohen architektonischen und landschaftlichen Ansprüchen und den Anforderungen der heutigen sowie der künftigen betrieblichen Abläufe entsprechen.

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Kanton Zug: Wechsel an der Spitze – Signe Ghelfi wird Chefin der Kommandoabteilung

Das Kommando der Zuger Polizei hat Signe Ghelfi zur neuen Chefin der Kommandoabteilung ernannt. Sie tritt am 1. Mai 2026 die Nachfolge von Wolfgang Moos an, der innerhalb der Zuger Polizei eine neue Aufgabe übernimmt.

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Tübach SG: Fahrzeugbrand in Garage setzt Haus in Brand – Gebäude unbewohnbar

In der Dienstagnacht (28.04.2026) ist es an der Ruhebergstrasse zu einem Brand eines Doppeleinfamilienhauses gekommen. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar, es entstand Sachschaden im Wert von mehreren hunderttausend Franken. Verletzt wurde niemand.

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Oftringen AG: Motorrad erfasst Fussgängerin – 54-Jährige stirbt nach tragischem Unfall

Ein junger Motorradfahrer stiess am Montagnachmittag in Oftringen mit einer Fussgängerin zusammen. Diese wurde so schwer verletzt, dass sie später im Spital verstarb.

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Wohlen AG: 83-Jähriger missachtet Vortritt – Töfffahrerin bei Crash erheblich verletzt

Am Montagmorgen kollidierte ein Automobilist frontal-seitlich mit einer Motorradfahrerin. Dabei wurde die Motorradfahrerin erheblich verletzt. Sie musste mit einem Rettungswagen in ein Spital gebracht werden. Dem Automobilisten wurde der Führerausweis abgenommen.

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Niederrohrdorf AG: Rückwärtsmanöver endet dramatisch – Mähdrescher überschlägt sich

Am Montagnachmittag fuhr ein Lenker eines Mähdreschers zu weit nach hinten und geriet dadurch in einen Hang. In der Folge fuhr er mit dem Gefährt den Hang hinunter, wobei es den Mähdrescher überschlug. Der Lenker begab sich selbständig in ein Spital. Er erlitt leichte Verletzungen.

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Sarnen OW: Grosser Blaulicht-Event begeistert Besucher mit Einblicken in Einsatzberufe

Wir sagen DANKE! Am 25.04.2026 durften wir gemeinsam mit dem Rettungsdienst Sarnen, dem Zivilschutz, der Stützpunktfeuerwehr Sarnen und der Chance Armee euch die verschiedenen Berufe und Tätigkeiten näherbringen.

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Schaffhausen SH: Bratöl löst Küchenbrand aus – Mutter und Sohn leicht verletzt

Am Montagabend (27.04.2026) kam es in der Stadt Schaffhausen zu einem Brand in der Küche einer Wohnung, wobei zwei Personen leicht verletzt wurden. In der betroffenen Wohnung entstand Sachschaden.

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Wetter am Dienstag, 28.04.2026: Wechselhaft, lokal Schauer und Gewitter

Ein umfangreiches Hochdruckgebiet erstreckt sich von den Britischen Inseln über Mitteleuropa bis in den Mittelmeerraum und bestimmt mit trockener und milder Luft das Wetter in der Schweiz. Am Dienstag gelangt aus Südwesten vorübergehend feuchtere Luft insbesondere zu den westlichen und südlichen Landesteilen. Am Mittwoch bleibt die feuchtere Luft über den Alpen und auf der Alpensüdseite liegen, während nördlich der Alpen eine kräftige Bisenströmung wieder für trockene Luft sorgt.

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Schiers GR: Frontalkollision mit Lastwagen – zwei Verletzte nach Crash

Auf der Nationalstrasse N28 in Schiers ist es am frühen Montagnachmittag zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen und einem Lastwagen gekommen. Zwei Personen wurden dabei verletzt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.