Am kommenden Freitag, 31. Juli findet wie jedes Jahr die Bundesfeier am Rhein statt.
Dieses Jahr gilt ein absolutes Feuerentfachungs- und Feuerwerksverbot. Die Kantonspolizei Basel-Stadt empfiehlt insbesondere auswärtigen Gästen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Kantonspolizei Basel-Stadt, wird zusammen mit ihren Partnerorganisationen, insbesondere der Rettung Basel-Stadt, in der Innenstadt und im Festperimeter sichtbar präsent sein.
Die Stadtpolizei St.Gallen hat im Zeitraum zwischen Freitag, 24.07.2026, und Sonntag, 26.07.2026, sechs Personen verzeigt, die trotz des geltenden Feuer- und Feuerwerksverbots ein Feuer entfacht hatten.
Zwei weitere Personen wurden verwarnt.
Die Gefahr von grossflächigen Flur- und Waldbränden ist im ganzen Kantonsgebiet sehr hoch.
Seit Freitag, 17.07.2026, um 12 Uhr, gilt deshalb im ganzen Kanton ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot. Oberstes Ziel ist es, Menschen und Natur zu schützen. Die Fachleute des Kantons und der Blaulichtorganisationen überwachen die Lage.
Auf der Aarburgerstrasse in Olten hat sich am Sonntagnachmittag, 26. Juli 2026, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet.
Die Fahrzeuglenkerin blieb dabei unverletzt.
Nach einer Bauzeit von knapp drei Jahren (August 2023 bis Juli 2026) sind die Arbeiten am Hochwasserschutz und der Revitalisierung der Sense im Bereich zwischen der Sensebrücke und der Ferienhaussiedlung Noflen abgeschlossen.
Der Uferweg linksseitig der Sense wurde bereits im März 2026 für Fussgängerinnen und Fussgänger freigegeben. Ab Samstag, 1. August 2026, ist nun auch der Uferweg auf der rechten Senseseite, entlang der Bahnstrecke, für den Langsamverkehr (Zufussgehende und Velofahrende) wieder offen. Ab Anfang August 2026 werden auch die Wanderwege und Velorouten wieder über den Uferweg geführt und die grossräumigen Umleitungen aufgehoben.
Der Hochwasserschutz an der Engelbergeraa macht einen wichtigen Schritt: Ein Teil der Massnahmen der 5. und 6. Bauetappe wird vorgezogen.
So entsteht entlang der Kantonsstrasse in Wolfenschiessen auf rund 1,4 Kilometern ein neuer Schutzdamm.
Die Schweiz unterstützt Frankreich bei der Bekämpfung der schweren Waldbrände.
Auf Ersuchen des französischen Zivilschutzes stellt die Schweiz voraussichtlich zwei Super Puma Helikopter mit ihren Crews für einen Löscheinsatz zur Verfügung. Die Unterstützung wird durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zusammen mit dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) koordiniert.
Am Sonntag, 26. Juli 2026, gegen 15.15 Uhr, wurde ein Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall zwischen Soubey und Les Enfers schwer verletzt.
Der Schwerverletzte musste mit der Seilwinde geborgen und mit der Rega in ein Universitätsspital im Kanton Bern geflogen werden.
Die Bauarbeiten am Radweg zwischen Altdorf und Seedorf kommen gut voran.
Per Ende der letzten Woche konnte der rund 450 m lange Byfangweg, zwischen dem Kantonsbahnhof in Altdorf und der Einmündung in die Seedorferstrasse, wieder freigegeben werden.
In Solothurn kam es am Sonntagnachmittag, 26. Juli 2026, auf der Hans Huber-Strasse auf Höhe des Freibads zu einer seitlich-frontalen Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto.
Dabei wurde der Motorradlenker leicht verletzt.
Heute Abend drehen die Winde in allen Höhen auf Nordwest. Damit wird die Feuchtigkeit zuerst noch etwas am Alpennordhang gestaut, im Laufe des Montags wird die Luftmasse mit zunehmendem Hochdruckeinfluss von oben her abgetrocknet.
Am Dienstag liegt das Hoch über dem Alpenraum, die Luft ist trocken und zunehmend heiss.
In der Nacht auf Sonntag wurde ein Mann bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt und musste mit einer Ambulanz ins Spital gefahren werden.
Der mutmassliche Täter konnte kurz darauf angehalten werden. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht zur Klärung der Umstände Zeuginnen und Zeugen.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Samstagvormittag (25.07.2026) in Bassersdorf zwei Männer verhaftet, die versuchten, sich mittels Vorwänden Zutritt zu Wohnungen von älteren Personen zu verschaffen.
Die beiden Tatverdächtigen konnten nach einer Fahndung angehalten und festgenommen werden.
Am Samstagabend ist es in einem Zug zwischen Hasle-Rüegsau und Burgdorf zu einer Auseinandersetzung gekommen.
Im Zuge der Auseinandersetzung hat einer der Beteiligten einen Schuss aus einer Faustfeuerwaffe abgegeben. Ein Beteiligter verletzte sich leicht. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht aufgrund der unklaren Umstände Zeuginnen und Zeugen.
Heute Sonntag, 26. Juli 2026, kurz vor 4.00 Uhr, kam es in Wassen zu einem Brand in einer Garagenbox.
Die ausgerückten Feuerwehren standen mit rund 21 Feuerwehrleuten im Einsatz und konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen. Verletzt wurde niemand.
Am Freitag, 24. Juli und Samstag, 25. Juli 2026 hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Herisau eine technische Verkehrs- und eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt.
Mehrere Fahrzeugführer wurden zur Anzeige gebracht.
Bei einem Selbstunfall eines Automobilisten hat sich dieser am frühen Sonntagmorgen (26.07.2026) in Ottikon (Gemeinde Gossau) lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen.
Der 22-jährige Schweizer musste mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.
Am Sonntag, 26. Juli 2026, gegen 06.30 Uhr, fuhr ein Automobilist auf der A16 in der Galerie von Develier in Richtung Bassecourt (Fahrbahn Frankreich).
Aufgrund eines Sekundenschlafs prallte der Lenker mit der rechten Fahrzeugfront heftig gegen das linke Heck des vorausfahrenden Autos.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag (26.07.2026) hat sich ein Autofahrer einer Polizeikontrolle entzogen.
Dabei kam es zu einem Verkehrsunfall mit einem zivilen Einsatzfahrzeug der Stadtpolizei, wobei eine 24-jährige Polizistin und ein 25-jähriger Polizist verletzt wurden. Die mutmasslichen Fahrzeuginsassen konnten später festgenommen werden. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen. Insbesondere wird diejenige Person gesucht, welche im Bereich Kräzernstrasse / Sonnmattstrasse die Polizei auf das Fluchtfahrzeug aufmerksam gemacht hat.
Am Freitagnachmittag ist eine Seilschaft von zwei Männern beim Abstieg vom Blüemlisalphorn in eine Gletscherspalte gestürzt.
Einer der beiden Männer konnte nur noch tot geborgen werden. Der andere verletzte sich leicht. Der Unfallhergang wird untersucht.
Arisdorf BL / Autobahn A2. Am Samstag, 25. Juli 2026, gegen 12.00 Uhr, kam es auf der Autobahn A2 in Arisdorf zu einem Selbstunfall eines Personenwagens, welcher mit einem Anhänger unterwegs war.
Verletzt wurde niemand.
Am Samstagnachmittag hat auf der Autobahn A13 in Domat/Ems ein Automobilist Ladungsgegenstände aus einer Dachbox verloren.
Am Abend verlor ein Automobilist ein Fahrrad, welches auf dem Dach geladen war.
Gestern Samstag, 25. Juli 2026, um ca. 11.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Motorrads mit Urner Kontrollschild auf der Klausenstrasse talwärts in Richtung Urnerboden.
Kurz nach Jägerbalm verlor der Motorradlenker aus derzeit ungeklärten Gründen die Kontrolle über das Motorrad und stürzte.
Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 12 Uhr in einer Lagerhalle in der Nähe des Bahnhofs Ranzo-S. Abbondio ein Brand ausgebrochen ist.
Die Brandursache ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
„Ihr Konto wurde gesperrt.“ „Sie haben ein Paket verpasst.“ „Dringender Handlungsbedarf.“
Mit solchen Nachrichten versuchen Betrügerinnen und Betrüger an persönliche Daten zu gelangen.
Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einer Velolenkerin ist die Zweiradfahrerin am Samstagnachmittag (25.07.2026) in Riedikon (Gemeinde Uster) schwer verletzt worden.
Die 63-jährige Frau wurde nach der Erstversorgung ins Spital gebracht.
Ein Wasserrohrbruch hat am Samstag, 25. Juli 2026 die Rudolf Wackernagel-Strasse in Riehen teilweise unterspült und eine Baugrube mit Wasser gefüllt.
Da befürchtet wurde, dass der Baukran auf der betroffenen privaten Baustelle umstürzen könnte, sperrte die Kantonspolizei Basel-Stadt das Gebiet und liess umliegende Wohnhäuser vorsorglich evakuieren. Inzwischen konnte der Kran gesichert und die Sperrzone verkleinert werden.
Ein Autofahrer wurde am Samstagabend in Weinfelden bei einer Verkehrskontrolle als fahrunfähig beurteilt.
Der Mann wird bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
Nicht alle sehen unsere Warnungen – aber du kannst sie weitergeben!
Betrüger haben es besonders auf ältere Menschen abgesehen – diejenigen, die wir online nur schwer erreichen.
Eine seit Freitagabend vermisste Frau ist am Samstag in Waltensburg in einer umfangreichen Suchaktion tot aufgefunden worden.
Die Seniorin war in unwegsamem Gelände abgestürzt.
Heute bestimmt eine mässig aktive Tiefdruckrinne unser Wetter. Bis am Montag dreht der Höhenwind auf Nordwest, zunächst wird die Feuchtigkeit noch etwas am Alpennordhang gestaut, im Laufe des Montages wird die Luftmasse mit zunehmendem Hochdruckeinfluss von oben her abgetrocknet.
Am Dienstag liegt das Hoch über dem Alpenraum, die Luft ist trocken und zunehmend warm.
Heute, Samstag, 25. Juli, findet der Welttag zur Prävention des Ertrinkens statt.
Aus diesem Anlass erinnert die Genfer Kantonspolizei daran, dass bereits wenige einfache Verhaltensregeln Leben retten können.
Am Samstag, 25. Juli 2026, kurz vor 05:00 Uhr, erhielt die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung, wonach in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Siebnen Rauch festgestellt wurde.
Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte stellten bei ihrem Eintreffen beissenden Geruch von Plastik fest, worauf mehrere Wohnungen kurzfristig evakuiert werden mussten.
Am Samstagmorgen (25.07.2026) ist in Altstätten ein Mann mit seinem Auto in einen Betonpfeiler geprallt.
Danach schlief er im Auto ein. Die Polizisten stuften ihn als fahrunfähig ein.
Gestern Nachmittag wurde in Semsales ein Motorradfahrer bei einer Kollision mit einem Fahrzeug schwer verletzt.
Er wurde durch die Rettungskräfte versorgt und anschliessend mit einem Helikopter der REGA in ein Spital geflogen. Der Verkehr wurde während rund drei Stunden wechselseitig geführt. Die Polizei startet einen Zeugenaufruf.
Am Freitagnachmittag ist es in Biel zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gekommen.
Dabei wurde einer von ihnen leicht verletzt. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeuginnen und Zeugen.
In der Nacht von Freitag auf Samstag (25.07.2026) ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen.
Ein 25-jähriger Mann wurde festgenommen, eine 16-Jährige leicht verletzt.
In der Nacht von Freitag auf Samstag (25.07.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen zwei Männer festgenommen, die in eine Garage eingebrochen waren.
Sie hatten mutmasslich versucht, Autos zu stehlen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.