Schweiz

Spurwechsel im Seelisbergtunnel: Risiken richtig einschätzen und sicher handeln

Täglich passieren zahlreiche Fahrzeuge den Seelisbergtunnel. Im gleichmässigem Verkehrsfluss sind Spurwechsel dabei selbstverständlich. Doch gerade beim Wechsel der Fahrspur kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Die Umgebung ist konstant, seitliche Orientierungspunkte fehlen und Abstände lassen sich schwerer einschätzen als auf offener Strecke. Der folgende Beitrag zeigt, warum Spurwechsel im Tunnel besonders riskant sind und worauf Sie achten sollten.

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Kapo Obwalden: Selbstunfall auf A8 – Frau prallt mehrfach in Leitplanken

Vorgestern (25.03.2025) kam es gegen 17:50 Uhr auf der A8 in Fahrtrichtung Luzern zu einem Selbstunfall. Die 32-jährige Fahrzeuglenkerin prallte zunächst mit der rechten Fahrzeugfront gegen die Leitplanke rechts neben dem Pannenstreifen und kollidierte ca. 42 Meter weiter mit der Mittelleitplanke.

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Wetter am Freitag, 27.03.2026: Kalt, teils sonnig, in den Alpen Schneefälle

Ein Zwischenhoch erstreckt sich vom Atlantik bis nach Mitteleuropa. Die Alpennordseite gelangt heute Freitag an dessen Südrand in eine Bisenströmung, welche weiterhin relativ kalte aber trockenere Luft heran führt. Am Samstag führt ein Tief mit Kern über dem Nordmeer eine okkludierte Front aus Nordwesten zur Schweiz, welche bis am Sonntagnachmittag nur langsam abzieht.

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Schaffhausen SH: Geisterfahrer auf A4 unterwegs – Polizei stoppt 26-Jährigen

Am frühen Mittwochmorgen (25.03.2026) fuhr ein Mann mit einem Auto rund einen Kilometer in der Stadt Schaffhausen auf der Autostrasse A4 auf der Gegenfahrbahn. Bei dieser "Geisterfahrt" wurde niemand verletzt. Der Beschuldigte wurde von der Schaffhauser Polizei gestoppt und zuhanden der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen verzeigt.

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Schaffhausen SH: Nach Bombendrohung Schulhaus durchsucht – Entwarnung

Aufgrund einer Bombendrohung hat die Schaffhauser Polizei am Donnerstag (26.03.2026) ein Schulhaus in der Stadt Schaffhausen evakuiert. Am späteren Nachmittag konnte eine vorübergehende Sperrung des Schulareals inkl. Schulhaus aufgehoben und Entwarnung gegeben werden.

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Mendrisio TI: Polizei kontrolliert 20 Personen am Bahnhof – Ermittlungen laufen

Die Kantonspolizei gibt bekannt, dass nach mehreren Anzeigen und zur Untersuchung möglicher Unregelmässigkeiten, insbesondere im Hinblick auf Verstösse gegen das Bundesgesetz über Betäubungsmittel und die öffentliche Ordnung, am 20. März 2026 eine Kontrolle im Bereich des Bahnhofs Mendrisio durchgeführt wurde. Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 20 Personen.

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Schweiz: Über 5'500 Fahrzeuge stillgelegt – Kontrollen decken Mängel auf

Bund und Kantone haben im Jahr 2025 insgesamt 124 877 Lastwagen, Busse und Lieferwagen kontrolliert. Damit blieb die Gesamtzahl der Kontrollen gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil (- 2 %). Dies geht aus der Statistik der Schwerverkehrskontrollen der Bundesämter für Strassen (ASTRA) und für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hervor.

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Ricken SG: Autofahrer mit Sommerpneus verunfallt auf winterlicher Strasse

Kurz nach 8:30 Uhr wurde eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen an einen Selbstunfall an der Uznacherstrasse in Ricken gerufen. Sie traf einen 20-jährigen Autofahrer an, der mit seinem Auto in Fahrtrichtung Wattwil rechtsseitig von der Strasse abgekommen ist.

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Schaffhausen SH: Bombendrohung in Schulhaus – Polizei nimmt Jugendlichen fest

Die Schaffhauser Polizei hat am Donnerstagvormittag (26.03.2026) in der Stadt Schaffhausen einen Jugendlichen festgenommen, nachdem er in einem Schulhaus eine Bombendrohung ausgesprochen haben soll. In der Folge wurde das Schulhaus in einem Grosseinsatz evakuiert. Personen sind bei diesem Vorfall keine verletzt worden.

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Altdorf UR: Trägerbalken bricht – Arbeiter stürzen auf Betonboden

Heute Donnerstag, 26. März 2026, kurz nach 10.15 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über einen Arbeitsunfall auf einer Baustelle in Altdorf informiert. Zum Zeitpunkt des Unfalls standen zwei Männer auf Schaltafeln, welche auf einem Trägerbalken aufgelegt waren.

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Zürich ZH: Hafenanlage stürzt in See – mehrere Boote unter Wasser

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 25./26. März 2026, versank aus noch ungeklärten Gründen ein Teil der Beton-Mole des Hafens Tiefenbrunnen im See. Dabei wurden Boote losgerissen oder gingen ebenfalls unter. Dadurch kam es zum Austritt von Treibstoff und/oder Öl.

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Kriens LU / A2: Crash im Feierabendverkehr – Verletzter nach Kollision auf Autobahn

Am Mittwoch (25. März 2026, kurz vor 15:45 Uhr) ereignete sich auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden im Bereich der Einfahrt Kriens eine Auffahrkollision. Beteiligt waren ein Lastwagen, ein Lieferwagen sowie ein Personenwagen mit angekoppeltem Sachentransportanhänger.

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Luzern LU: Autofahrer flüchtet nach Kollision mit Radfahrerin – Polizei sucht Zeugen

Am Donnerstag (26. März 2026, kurz nach 07:15 Uhr) war eine Radfahrerin in der Stadt Luzern auf der Sternmattstrasse in Richtung Geissensteinring unterwegs. Gleichzeitig fuhr ein dunkles Auto von der Sternmattstrasse her abwärts auf die Einmündung zu.

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Kloten ZH: Entscheid gefallen – Rega baut neue Jet-Basis am Flughafen

Die drei Rega-Ambulanzjets sowie die Mitarbeitenden der Jet-Operation sollen auch künftig am Flughafen Zürich stationiert sein. Im Westen des Flughafens Zürich soll eine neue Jet-Basis realisiert werden. Diesen Entscheid hat die Rega mit Blick auf die bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten getroffen.

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Kanton Aargau: Starker Wind sorgt für umgestürzte Bäume und Behinderungen

Am Mittwoch meldeten mehrere Personen bei der Polizei umgestürzte Bäume auf Strassen im Kanton Aargau. Auf der N1R kam es infolgedessen zu Verkehrsbehinderungen. Es gab keine Verletzten.

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Kanton Glarus: Untersuchung zu Tempokontrollen zeigt Fehler – keine Straftaten

Im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsmessungen auf der Kerenzberbergstrasse im Frühling 2021 ordnete der Polizeikommandant eine interne Untersuchung an. Diese ist nun abgeschlossen. Im entsprechenden Untersuchungsbericht werden keine straf-rechtlich relevanten Verstösse festgestellt.

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Zentralschweiz ZS: Polizei warnt zum Saisonstart vor Risiken mit E-Bike und E-Trotti

Mit steigenden Temperaturen beginnt in der Zentralschweiz wieder die Zweiradsaison. Neben Velos und E-Bikes sind auch immer mehr E-Trottis im Strassenverkehr unterwegs. Die Polizei ruft dazu auf, Fahrzeuge vor der ersten Fahrt zu überprüfen, besonders aufmerksam zu fahren und die Regeln einzuhalten.

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Frick AG: Lenker (68) missachtet Vortritt – 87-Jähriger bei Kollision mittelschwer verletzt

Auf der Hauptstrasse in Frick kam es am Mittwochnachmittag zu einer seitlich-frontalen Kollision zwischen zwei Autos. Ein Automobilist missachtete beim Einbiegen den Vortritt eines von links kommenden Autos. Eine Person verletzte sich mittelschwer und es entstand erheblicher Sachschaden.

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Kanton AR: Verkehrsunfallstatistik 2025 – Unfallzahlen auf Tiefstand

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden hat im Jahr 2025 insgesamt 379 Verkehrsunfälle registriert. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang um 62 Unfälle gegenüber dem Vorjahr (2024: 441) und stellt einen der tiefsten Werte der letzten zehn Jahre dar.

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Schweiz: TCS lanciert neue Weste für Kinder – mehr Sicherheit auf Schulweg

Ab dem Schuljahr 2026/27 werden Kinder, die im ersten HarmoS-Jahr in den Kindergarten eintreten, eine neue, vom TCS konzipierte Sicherheitsweste erhalten. Die Weste mit dem Namen LUMI wurde entwickelt, um die Sichtbarkeit von 4- bis 6-jährigen Kindern auf dem Schulweg bei Tag und Nacht zu verbessern.

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Suhr AG: Auto erfasst Fussgängerin und fährt weiter – Polizei sucht Zeugen

Am Mittwochabend fuhr ein Auto auf der Gränicherstrasse in Suhr. Die lenkende Person übersah dabei mutmasslich eine Fussgängerin, welche die Strasse überquerte. Sie fuhr weiter, ohne sich um die leicht verletzte Person zu kümmern. Die Kantonspolizei sucht Augenzeugen.

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Uster ZH: Generalversammlung des Kapo-Verbands mit prominenter Besetzung

An der Generalversammlung des Personalverbandes der Kantonspolizei Zürich führte Kantonsrat Markus Schaaf, Präsident des Verbands, souverän durch die Traktanden. Sicherheitsdirektor Mario Fehr betonte in seinem Grusswort die gute Zusammenarbeit mit dem Personalverband der Kantonspolizei Zürich und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz.

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Kollbrunn ZH: Tierschützer warnen – Kaninchen sind keine Ostergeschenke

Kaninchen sind keine Ostergeschenke! Viele Kinder wünschen sich zu Ostern ein Kaninchen.

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Kanton Schaffhausen: Mehr Straftaten und deutlicher Anstieg bei Gewalt im Jahr 2025

Am Mittwoch (25.03.2026) hat die Schaffhauser Polizei die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für den Kanton Schaffhausen publiziert. Im Bereich des Strafgesetzbuchs (StGB) wurden für das Berichtsjahr 2025 5'372 Straftaten registriert. Dies entspricht einer Zunahme zum Vorjahr um rund 1%.

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Stadt St.Gallen SG: 9-Jähriger bei Unfall mit Trottinett verletzt – Zeugen gesucht

Stadt St.Gallen: Am Dienstagnachmittag (24.03.2026) ist es auf der Haggenstrasse zu einem Unfall gekommen, bei welchem ein 9-jähriger Bub leicht verletzt wurde. Die Umstände sind unklar, weshalb die Stadtpolizei St.Gallen Zeugen sucht.

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Ein- und Ausfahrten auf dem Schulweg: Unterschätzte Gefahren für Kinder

Immer wieder kreuzen Kinder auf dem Schulweg Ein- und Ausfahrten von Wohnhäusern, Tiefgaragen oder Parkplätzen. Diese Stellen wirken auf den ersten Blick unauffällig. Tatsächlich entstehen hier häufig Situationen, die Kinder nur schwer einschätzen können. Fahrzeuge tauchen plötzlich auf, Sichtachsen sind eingeschränkt und Abläufe sind weniger klar als an einer Kreuzung oder Ampel. Der folgende Beitrag zeigt, warum Ein- und Ausfahrten für Kinder besonders riskant sind und wie Sie Ihr Kind gezielt darauf vorbereiten können.

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Schweiz: Betrüger greifen Ricardo-Nutzer an und stehlen TWINT-Daten

Cyberkriminelle nutzen gezielt Verkaufsinserate auf Ricardo.ch, um Inserierende mit einer Kombination aus echten und gefälschten Nachrichten zu täuschen. Dabei versuchen sie, an die TWINT-Nummer und den TWINT-PIN der Betroffenen zu gelangen, um missbräuchliche Zahlungen vorzunehmen.

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Oberentfelden AG: Heftiger Frontalcrash nach Spurwechsel – zwei Frauen schwer verletzt

Am Dienstagabend geriet eine Automobilistin auf der Suhrentalstrasse auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Personenwagen. Beide Lenkerinnen erlitten schwere Verletzungen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.