Schweiz

Langenthal BE: Autofahrer gerät auf Gegenfahrbahn und stirbt bei Kollision mit Lkw

Am Dienstagvormittag ist es in Langenthal zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Lastwagen gekommen. Der Autofahrer verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

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Wohlen AG: Mehrere Brände in einer Nacht – Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

In der vergangenen Nacht wurden der Notrufzentrale gleich mehrere Brände gemeldet. Es wird von grösserem Sachschaden ausgegangen. Aufgrund der vorgefundenen Umstände wurde eine Person am heutigen Morgen von der Kantonspolizei unter dringendem Tatverdacht festgenommen.

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Villmergen AG: Volvo-Lenker (23) fährt ungebremst über Kreuzung und rammt Masten

Am Montagmorgen fuhr ein 23-Jähriger mutmasslich ungebremst über eine Kreuzung in Villmergen. Er kollidierte mit einem Inselschutzpfosten und zwei Lichtsignalmasten, fuhr über ein Trottoir, durchschlug eine Umzäunung und blieb in einer Böschung stehen. Der Lenker wurde lediglich leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

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Kaiserstuhl AG: SBB baut Bahnhof barrierefrei um – Totalsperre ab 23. August

Die SBB baut den Bahnhof Kaiserstuhl so um, dass ein stufenfreies Einsteigen möglich ist und der Bahnhof den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) entspricht. Vom Umbau profitieren Reisende mit eingeschränkter Mobilität ebenso wie Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollkoffern oder Fahrrädern.

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Mendrisio TI: 14-Jähriger bei Kollision mit Auto schwer verletzt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es gestern (11.08.2025) kurz nach 15.30 Uhr in Mendrisio zu einem Verkehrsunfall gekommen ist. Eine 47-jährige italienische Autofahrerin fuhr auf der Via San Martino in Richtung Schwimmbad.

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Boncourt JU: Feuerwehr rückt zu Brand in Sonceboz-Fabrik aus – 70 Personen evakuiert

Am Montag, 11. August 2025, gegen 20.30 Uhr, brach in einer technischen Halle der Fabrik Sonceboz in Boncourt ein Brand aus. Die Evakuationsprozedur wurde ausgelöst, und das gesamte anwesende Personal – rund 70 Personen – konnte das Gebäude rasch verlassen. Dadurch gab es weder Opfer noch Verletzte bei diesem Vorfall.

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St.Gallen SG: Tragischer Unfall – 4-jähriger Bub stirbt nach Kollision mit Auto (Zeugenaufruf)

Am Montagabend (11.08.2025) ereignete sich auf der Stahlstrasse ein Verkehrsunfall, bei welchem ein Kind tödlich verletzt wurde. Das Kind wurde bei andauernder Reanimation ins Kinderspital verbracht. Rund zwei Stunden später verstarb es. Die Stadtpolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Wetter am Dienstag, 12.08.2025: Sonnig, warm und lokal Gewitter möglich

Ein Hoch mit Kern über Polen bestimmt heute Montag das Wetter im Alpenraum. In den unteren Schichten bleibt auf der Alpennordseite die schwache Bisenströmung bestehen, mit welcher warme und trockene Luft herangeführt wird. Am Dienstag verlagert sich das Hoch weiter ostwärts und über der Schweiz dreht der Wind auch in den unteren Schichten auf Südwest. Damit gelangt zur Wochenmitte etwas feuchtere und noch wärmere Luft in die Schweiz.

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Bern BE: 57 Temposünder in einer Nacht – 20 Anzeigen, Führerausweis abgenommen

Von Freitag auf Samstag hat die Kantonspolizei Bern an mehreren Kontrollpunkten in Bern gezielte Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Insgesamt waren 57 Fahrzeuge zu schnell unterwegs. 20 Lenkende werden aufgrund überhöhter Geschwindigkeit angezeigt.

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Schattdorf UR: 59-Jährige stürzt aus Fenster und verletzt sich erheblich

Am Sonntag, 10. August 2025, kurz vor 22.00 Uhr, ging bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Uri die Meldung ein, dass eine Frau in Schattdorf aus dem ersten Stock eines Gebäudes gefallen sei. Die ausgerückte Patrouille traf vor Ort auf eine verletzte Frau, die mutmasslich aus einem Fenster gefallen und mehrere Meter in die Tiefe gestürzt war.

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Bern BE: Messer-Streit bei Heiliggeistkirche – Festnahme mit Destabilisierungsgerät

Am Samstagmorgen ist es in Bern bei der Heiliggeistkirche zu einer Streiterei zwischen mehreren Personen gekommen. Zwei der involvierten Personen führten ein Messer mit sich. Ein Mann widersetzte sich in der Folge der Kontrolle und musste unter Einsatz des Destabilisierungsgerätes angehalten werden.

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Engollon NE: 90-jähriger Autofahrer stirbt bei Selbstunfall gegen Baum

Ein Autofahrer hat am Sonntagnachmittag bei einem Selbstunfall in der Nähe von Engollon sein Leben verloren. Am Sonntag, 10. August 2025, gegen 16.20 Uhr, fuhr ein Autofahrer auf der Strasse von Valangin nach Dombresson. Ausgangs einer Linkskurve geriet das Auto aus noch unbekannten Gründen nach rechts von der Fahrbahn, fuhr über eine Grasfläche und prallte gegen einen Baum.

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Luzern LU: Motorradfahrer bei Auffahrunfall am Rotlicht erheblich verletzt

Am Freitag (8. August 2025, kurz vor 21:30 Uhr) fuhr ein Motorradfahrer von der Reussbühlbrücke her Richtung Seetalplatz und musste wegen eines Rotlichts anhalten. Der nachfolgende Autofahrer übersah das stehende Motorrad und prallte mit der Front gegen den Motorradfahrer.

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Emmen LU: Alkoholisierter Autofahrer prallt gegen Betonmauer – hospitalisiert

Ein alkoholisierter Autofahrer fuhr am Samstag (9. August 2025, kurz vor 02:15 Uhr) in Emmenbrücke auf der Rüeggisingerstrasse Richtung Bahnunterführung. Aus noch ungeklärten Gründen kam das Auto von der Fahrbahn ab und prallte gegen die dortige Betonmauer.

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Salzstetten BW: Mann (37) tötet Ehefrau und verursacht Unfall mit Säugling und Kleinkind

Nach einem Tötungsdelikt am Sonntagabend (10.08.2025) flüchtet der mutmaßliche Täter mit dem Pkw und verursacht einen Frontalzusammenstoß. Bei diesem sterben zwei Personen und zwei werden schwer verletzt.

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Berg TG: Polizei stoppt 18-Jährigen mit gestohlenem Auto aus Bischofszell

Nach einem Diebstahl eines Autos in Bischofszell wurde in der Nacht auf Montag ein Tatverdächtiger in Berg festgenommen und inhaftiert. Kurz vor 4 Uhr kontrollierte eine Patrouille der Regionalpolizei an der Hauptstrasse einen Autofahrer, der zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen war.

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Winterthur ZH: Elf Fahrzeugeinbrüche seit 6. August – mutmasslicher Täter ermittelt

In den vergangenen Tagen wurden der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur insgesamt elf Fahrzeugeinbrüche sowie Diebstähle aus Fahrzeugen gemeldet. Seit Mittwoch, 6. August 2025, wurden der Stadtpolizei Winterthur insgesamt elf Fälle gemeldet, bei denen in ein Fahrzeug eingebrochen und Deliktsgut daraus entwendet wurde. Die meisten Diebstähle wurden in Wülflingen und Mattenbach begangen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.