Schweiz

Glarnerland GL/UR: Klausenstrasse wegen ESAF am 30. und 31. August gesperrt

Wie bereits am 30. Juni 2025 kommuniziert wurde, gibt es aufgrund des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests im Glarnerland am Samstag, 30. und Sonntag, 31. August 2025 zeitweise, beidseitige Sperrungen der Klausenstrasse. Nachfolgend sind die wichtigsten Informationen nochmals erwähnt.

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Lausanne VD: 17-Jähriger stirbt nach Rollerunfall bei Flucht vor Polizei

Am Sonntagmorgen ist in Lausanne ein 17-jähriger Rollerfahrer tödlich verunglückt. Trotz sofortiger Reanimation durch eine Patrouille der Stadtpolizei Lausanne konnte der Jugendliche nicht gerettet werden. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

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Worblaufen BE: 26-jährige Frau seit April vermisst – Polizei bittet um Hinweise

Bitte auf Facebook teilen, damit sie schnell gefunden wird! Seit April dieses Jahres wird in der Region Bern eine 26-jährige Frau vermisst. Trotz umfassender Suchmassnahmen und weiteren Ermittlungen konnte die Frau bisher nicht gefunden werden. Die Kantonspolizei Bern bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

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Ebikon LU: Öffentlichkeitsfahndung zurückgezogen – Tatverdächtiger meldet sich

Im März 2025 wurde in Ebikon ein 50-jähriger Mann erheblich verletzt. Die Staatsanwaltschaft suchte den mutmasslichen Täter mittels Öffentlichkeitsfahndung (>>Polizei.news berichtete<<). Diese wird revoziert, da sich der mutmassliche Täter über einen Rechtsanwalt bei der Polizei gemeldet hat.

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Rüdtligen-Alchenflüh BE: Autofahrer überschlägt sich auf A1 – schwer verletzt

Am frühen Sonntagabend ist es auf der A1 bei Rüdtligen-Alchenflüh zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Auto überschlug sich, der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Der Unfall wird untersucht.

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Sissach BL: Vier Männer stehlen Schmuck im Wert von Zehntausenden – Zeugen gesucht

Am Sonntagnachmittag, 24. August 2025, wurde kurz vor 14.30 Uhr ein Mann am Gottesackerweg in Sissach BL Opfer eines Diebstahls. Dabei wurde ihm von vier unbekannten Männern eine grössere Menge Schmuck gestohlen. Das Opfer wurde nicht verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Bad Zurzach AG: 74-Jähriger verursacht Selbstunfall – Kandelaber ausgerissen

Am Sonntagnachmittag geriet ein Automobilist mit seinem Fahrzeug auf einer geraden Strecke neben die Fahrbahn. Dabei fuhr er frontal in einen Randleitpfosten und einen Kandelaber. Der Lenker blieb unverletzt. Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden.

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Avegno TI: 58-jähriger E-Biker prallt ins Auto eines 84-Jährigen – schwer verletzt

Wie die Kantonspolizei mitteilte, ereignete sich am 22.08.2025 kurz nach 10:30 Uhr in der Gegend von Avegno ein Verkehrsunfall. Gemäss ersten Ermittlungen war ein 58-jähriger Schweizer aus der Gegend von Locarno mit einem E-Bike auf der Via Vallemaggia in Richtung Gordevio unterwegs.

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Aarau AG: Feuerwehr übt Absturzsicherung bei Schacht- und Dachrettungen

Wenn die Feuerwehr für die Rettung von Mensch und Tier aufgeboten wird, ist das "Gelände" oft schwierig und gefährlich. Bei steilen Abhängen, auf hohen Dächern oder in tiefen Schächten ist die professionelle Sicherung von Feuerwehrleuten und zu Rettende äusserst wichtig: Dafür sorgen die Spezialistinnen und Spezialisten der Absturzsicherung.

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Lugano TI: Georgischer Betrüger nach Casino-Manipulation ausgeliefert und inhaftiert

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass ein 39-jähriger georgischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Georgien seit dem 19. August 2025 im Tessin im Rahmen komplexer und detaillierter Ermittlungen zu einem Ende November 2024 im Casino von Lugano begangenen Betrug inhaftiert ist. Gegen ihn erging ein internationaler Haftbefehl der Tessiner Justiz. Nachdem er in Frankreich eine Haftstrafe wegen ähnlicher Delikte verbüsst hatte, wurde er an die Schweiz ausgeliefert.

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Wetter am Montag, 25.08.2025: Sonnig mit warmen Temperaturen und leichter Bise

Zwischen einem Hoch mit Kern über Benelux und einem Tief über Finnland liegt der Alpenraum unter einer nordwestlichen Höhenströmung. Am Südrand des Hochs gelangt mit einer schwachen Bisenströmung zunehmend trockene Luft zu uns. Zu Beginn der neuen Woche dominiert der Hochdruckeinfluss, dabei wird mit auf Südwest drehender Strömung zunehmend wärmere Luft zum Alpenraum geführt. Im Laufe des Dienstags nähert sich aus Westen ein Tief, welches in der zweiten Tageshälfte allmählich für eine Anfeuchtung der Luftmasse sorgt.

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Pratteln BL: Sieben Verletzte bei Auffahrunfall mit vier Autos auf der A2

Am Sonntagmittag, kurz vor 12.00 Uhr, kam es auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Basel, kurz nach dem Schweizerhalletunnel, zu einer Auffahrkollision mit insgesamt vier involvierten Fahrzeugen. Sieben Personen wurden verletzt.

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Seewen SZ: Deutscher Flugschüler prallt mit Gleitschirm aufs Dach – verletzt

Am Sonntagvormittag, 24. August 2025, startete ein 37-jähriger Flugschüler mit seinem Gleitschirm auf der Mostelegg. Beim Landeanflug im Gebiet Langfeld in Seewen touchierte der deutsche Staatsangehörige um 11 Uhr das Dach eines Wohnhauses und stürzte anschliessend ins Wiesland.

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Zermatt VS: Mit Night Vision Goggles in die Nacht – Air Zermatt im Rettungseinsatz

Die Sonne ist längst hinter den Bergen verschwunden. Unten im Tal flackern die letzten Lichter der Dörfer, doch weiter oben ist es stockdunkel. Plötzlich schrillt im Hangar das Handy der Rettungscrew. Ein Notruf. Wenige Minuten später startet die Crew der Air Zermatt in die Nacht.

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Zürich ZH: Neues Kranfahrzeug für Schutz & Rettung – mehr Power am Flughafen

Neues Kranfahrzeug: Das Fahrzeug ersetzt ein altes Wechselladerfahrzeug. Mit dem neuen Kran, welcher im Nahbereich 15 Tonnen und auf 23 Meter immer noch 850 Kilogramm heben kann, erweitert sich die Funktionalität um mehrere Sonderaufgaben am Flughafen.

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St.Gallen SG: Schmuckdiebstahl nach Wohnungseinbruch an Lämmlisbrunnenstrasse

Am Samstagnachmittag (23.08.2025), in der Zeit zwischen 13:15 Uhr und 15:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Lämmlisbrunnenstrasse eingebrochen. Die Täterschaft verschaffte sich durch die Wohnungstür gewaltsam Zutritt und durchsuchte die Wohnung.

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Mogelsberg SG: Zwei 14-Jährige betrunken mit E-Bike und Mofa unterwegs

Am Sonntag, um ca. 3:15 Uhr, wurde eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen in Mogelsberg auf ein E-Bike und ein Mofa aufmerksam. Bei den Kontrollen musste festgestellt werden, dass die beim 14-jährigen E-Bike-Fahrer durchgeführte Atemalkoholmessung einen zu hohen Wert anzeigte.

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Küssnacht SZ: Autofahrerin überschlägt sich und wird erheblich verletzt

Am Samstagabend, 23. August 2025, fuhr eine 36-jährige Autolenkerin kurz nach 19 Uhr auf der Luzernerstrasse von Küssnacht in Richtung Merlischachen. Dabei kollidierte sie mit der Stützmauer am rechten Strassenrand. In der Folge überschlug sich ihr PW und kam auf dem Dach zum Stillstand.

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Diessenhofen TG: Betrunkener Rumäne nach Unfall kontrolliert – Polizei sucht Zeugen

Am Sonntagmorgen kontrollierten Einsatzkräfte des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit und der Kantonspolizei Thurgau in Diessenhofen einen alkoholisierten Autofahrer, der zuvor verunfallte. Die Polizei sucht Zeugen.

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Solothurn SO: Paar von drei Männern südländischen Typs attackiert (Zeugenaufruf)

An der Niklaus Konrad-Strasse in Solothurn ist in der Nacht auf Sonntag, eine Frau und ein Mann durch drei derzeit unbekannte Männer verbal und tätlich angegangen und dabei verletzt worden. Die Polizei hat umgehend Ermittlungen zur Identität der Täterschaft aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.