Gestern, Samstag, 13. Juni, fand im Kongresshaus Lugano die Zeremonie zur Erklärung der Treue zur Verfassung und zu den Gesetzen durch die Absolventinnen und Absolventen der Polizeischule des V. Prüfungsbezirks (SCP 2024) statt. Während der traditionellen Veranstaltung, die vom Leiter der Ausbildungssektion, Hauptmann Christophe Cerinotti, eröffnet wurde, sprachen der Vorsteher des Departements der Institutionen Norman Gobbi, der Kommandant der Kantonspolizei Matteo Cocchi sowie der Direktor des Polizeiausbildungszentrums (CFP) Andrea Pronzini.
Das Lindli Fäscht in der Stadt Schaffhausen ist aus Sicht der Schaffhauser Polizei grossmehrheitlich ruhig verlaufen. Die Polizei musste nur vereinzelt intervenieren. Schwerwiegende Zwischenfälle blieben aus.
Wegen einer Bedrohungslage musste am Sonntag ein Bereich des Hafenareals in Kreuzlingen evakuiert und für mehrere Stunden gesperrt werden. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Nicht eine Flaschenpost – aber etwas Ähnliches. 21 Glückwunschkarten mit Ballonen für ein Hochzeitspaar haben den Umweg über die Kantonspolizei Zürich gemacht.
Unsere Verkehrsinstruktion war am Velofest mit einem Stand präsent und suchte das Gespräch mit den kleinen und grossen Besuchenden. Die Schulpolizisten waren den meisten Leuten bestens bekannt, was den Austausch besonders einfach machte.
Am Sonntagmorgen ist in Belp ein Autofahrer vor einer Polizeikontrolle geflüchtet. Der Lenker fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit von Belp in Richtung Kehrsatz und wieder zurück, wo er in eine Gartenmauer prallte. Dabei wurde er verletzt und musste mit einer Ambulanz in ein Spital gebracht werden. Die Ermittlungen sind im Gang.
Ab dem 15. Juni 2026 werden die Trottoirs der Birsbrücke auf der Hinterfeldstrasse in Zwingen saniert. Die Beläge der Trottoirs müssen auf beiden Strassenseiten ersetzt werden, da sich im Verlauf der Jahre Blasen gebildet haben und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis am 7. August 2026.
Bei Mäharbeiten ist am Samstagabend (13.6.2026) in Rüti ein Mann mit seinem Traktor verunfallt und dabei schwer verletzt worden. Der 20-Jährige musste mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.
Am Samstagabend prallte in Warth-Weiningen ein Rollerfahrer frontal in ein Auto. Der Fahrer wurde so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb. Die Unfallursache ist noch unklar und wird durch die Kantonspolizei Thurgau abgeklärt.
Gestern Samstag, 13. Juni 2026, ca. 18.00 Uhr, fuhr ein Motorradfahrer mit niederländischem Kontrollschild vom Oberalppass in Richtung Andermatt. Am Ende des Grindtunnels verlor der Motorradlenker die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Gestern rückte die Kantonspolizei zu zwei Verkehrsunfällen mit Radfahrern in Farvagny und Vaulruz aus. Die Radfahrer wurden schwer verletzt und in Spitäler gebracht.
Am Samstag, 13. Juni 2026, ca. 18.09 Uhr kam es in Bilten, Holdernstrasse, zu einem Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge. Nach bisherigen Erkenntnissen bog ein 21-jähriger Mann mit einem Auto von der Landstrasse in die Holdernstrasse ein.
Auf der A3 bei Effingen ist ein Autofahrer im Bözbergtunnel schwer verletzt worden. Sein BMW Cabriolet kollidierte zunächst mit dem Randstein, stiess danach seitlich mit einem BMW X5 zusammen und prallte anschliessend gegen die Tunnelwand.
Am frühen Sonntagmorgen ist es zu einer Bedrohungslage auf dem 24-Stunden-Flohmarkt von Kreuzlingen / Konstanz gekommen. Das Gelände wurde evakuiert und ist derzeit abgesperrt.
Die Schweiz liegt heute am Rande eines Hochdruckgebiets mit Zentrum über Nordwesteuropa. Ein Tief mit Zentrum über der Ostsee steuert bis am Montag allmählich etwas weniger warme, aber dennoch recht trockene Luft zur Alpennordseite. Am Dienstag streift eine Warmfront die Alpennordseite. In der Folge gelangt von Südwesteuropa her zunehmend heisse Luft zum Alpenraum.
Bei einem Selbstunfall sind am Samstagabend (13.6.2026) in Hombrechtikon zwei Frauen verletzt worden. Die Oetwilerstrasse musste vorübergehend gesperrt werden.
Aufgrund des G7-Gipfels in Frankreich wird zwischen Sonntag, 14. und Mittwoch, 17. Juni, auf der Autobahn A1 Richtung Bardonnex (GE) mit Beeinträchtigungen gerechnet. Von Montag, 15. Juni, 00:01 Uhr bis Mittwoch, 17. Juni, 23:59 Uhr wird die Autobahn A1 für den Güterverkehr in Richtung Bardonnex gesperrt.
Bei einer Kontrolle in Gamsen (VS) überprüften unsere Teams aus dem Unter- und Oberwallis einen mit Schrott beladenen Lastwagen. Eine Kontrolle mit besonderen Herausforderungen, insbesondere weil die transportierten Paletten jeweils fast 900 kg wogen.
In der Nacht auf Samstag, 13. Juni 2026, haben unbekannte Täter einen Einbruchdiebstahl in ein Waffengeschäft in Ried verübt. Es wurden mehrere Waffen entwendet und grosser Sachschaden verursacht.
Das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich versteigert aus Anlass des aussergewöhnlichen Sportjahres 2026 das Kontrollschild "ZH 26". Die Auktion startete bereits am 11. Juni 2026 und endet am 17. Juni 2026 unmittelbar vor dem zweiten Gruppenspiel der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft.
Die Rega hat einen weiteren neuen Rettungshelikopter des Typs H145 D3 erhalten. Der Helikopter mit der Immatrikulation "HB-TIP" ist vor dem Rega-Center gelandet und wird nun für den Einsatz vorbereitet.
Bei einer Verkehrskontrolle mit Fokus auf Velofahrende hat die Kantonspolizei Basel-Stadt zahlreiche Verstösse gegen ein Fahrverbot festgestellt. Innert 50 Minuten wurden 21 Ordnungsbussen ausgestellt.
Die Stadtpolizei Uster übernimmt ab dem 1. Juli 2026 kommunalpolizeiliche Aufgaben für die Gemeinde Seegräben. Der Anschlussvertrag wurde nach der Zustimmung der Bevölkerung unterzeichnet. Der offizielle Auftakt der Zusammenarbeit hat bereits stattgefunden.
Das Kantonsgefängnis Biberbrugg verfügt heute über 29 Zellen für rund 38 Insassen. Nach Ansicht des Kantons reicht diese Kapazität nicht mehr aus. Deshalb werden zwei Ausbauvarianten geprüft.
Am Sonntag, 14. Juni 2026, ist die Kundgebung im Park Mon Repos ab 15.00 Uhr bewilligt. Die Veranstaltung muss spätestens um 22.30 Uhr beendet sein. Entlang der Demonstrationsroute ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Vom 12. bis 19. Juni 2026 nehmen 11 Angehörige der Schweizer Armee an der multinationalen Übung Vigorous Warrior 26 in Estland teil. Im Zentrum der Übung stehen die Ausbildung und Weiterentwicklung der Militärmedizin unter realitätsnahen Einsatzbedingungen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.
Am Samstag (13.06.2026) ist an der Rheinstrasse die Fassade eines Gebäudes in Brand geraten. Mutmasslich ist beim Verbrennen von Unkraut das Dämmmaterial der Fassade in Brand geraten. Die Feuerwehr brachte den Mottbrand rasch unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand.
Am Freitagabend, 12. Juni 2026, kurz vor 19.00 Uhr, verursachte ein E-Scooter-Fahrer auf dem Hegenheimermattweg in Allschwil BL einen Selbstunfall. Dabei wurde der Lenker und sein Mitfahrer verletzt.
In welchem Ausmass könnten vertrauens- und sicherheitsbildende Mechanismen zur Verringerung des Risikos unbeabsichtigter Eskalationen in der Arktis angewendet werden? Während die Militarisierung der Arktis und das daraus resultierende Sicherheitsdilemma in den vergangenen Jahren zunehmend wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten haben, wurde bislang kaum diskutiert, wie dieses Dilemma überwunden oder die daraus entstehenden Eskalationsrisiken gemindert werden könnten.
Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich am Donnerstag kurz nach 18 Uhr bei den Monti Rings Zora in Maggia ein tödlicher Unfall ereignet hat. Ein 60-jähriger Mann kam dabei ums Leben.
In der Freitagnacht, 12. Juni 2026, kurz vor 23.00 Uhr, konnte in Allschwil BL eine Person unmittelbar nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus angehalten und festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet.
Bei einem Wohnungsbrand sind am Freitag (12.6.2026) in einem Mehrfamilienhaus in Schlieren zwei Personen leicht verletzt worden. In einer Wohnung entstand erheblicher Sachschaden.
Am Freitagabend, 12. Juni 2026, um ca. 18.00 Uhr, wurde in Oberwil BL, im Bereich Hohlegasse / Hohestrasse, eine Fussgängerin durch drei unbekannte Personen angesprochen und ihr die Armbanduhr entrissen. Die Täterschaft flüchtete anschliessend mit einem Personenwagen in unbekannte Richtung.
Die Kantonspolizei Freiburg möchte Jugendliche, Eltern und Fachleute aus dem Bildungsbereich auf ein besorgniserregendes Phänomen aufmerksam machen, das in der Schweiz und in den Nachbarländern beobachtet wird: Die Rekrutierung von Minderjährigen und jungen Erwachsenen über soziale Netzwerke zur Teilnahme an kriminellen Aktivitäten. Soziale Netzwerke wie Snapchat, TikTok oder Telegram werden von kriminellen Organisationen zunehmend dazu genutzt, junge Menschen zu rekrutieren.
Zwischen Freitagabend und Samstagmorgen (13.06.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen sieben Verkehrsteilnehmende kontrolliert, die als fahrunfähig eingestuft wurden oder bei denen ein zu hoher Atemalkoholwert festgestellt wurde. Sechs von ihnen wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen oder aberkannt.
In Gebenstorf brannte in der Nacht auf Samstag ein parkiertes Auto. Das Feuer griff auf ein zweites Fahrzeug über. Verletzt wurde niemand. An beiden Autos entstand Totalschaden.
Am Freitagabend, 12. Juni 2026, kurz nach 18.00 Uhr, kam es auf der Schauenburgerstrasse in Pratteln BL zu einer seitlichen Frontalkollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad. Beide Fahrzeuglenker wurden verletzt.
Am Freitagmorgen (12.06.2026) hat sich in der Stadt Schaffhausen ein Arbeitsunfall mit einer CNC-Drehmaschine ereignet. Dabei wurde ein Arbeiter leicht verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen.
Die Schweiz liegt am östlichen Rand eines Hochdruckgebiets mit Zentrum über dem nahen Atlantik. Mit einer nordwestlichen Höhenströmung streift am Freitag eine Warmfront insbesondere die östlichen Landesteile. Am Samstag nimmt der Hochdruckeinfluss weiter zu. Am Sonntag nähert sich von Norden her eine seichte, kaum wetteraktive Kaltfront der Schweiz an.
Die Migros ruft vorsorglich das Migros Daily Sandwich Fried Chicken mit Tartare-Sauce zurück. Dieses könnte rohe Pouletanteile enthalten. Ein Gesundheitsrisiko kann nicht ausgeschlossen werden.
In Abstimmung mit den zuständigen Behörden ruft der Hersteller Rügenwalder Mühle vorsorglich vegane Cordon-Bleu-Produkte zurück. Der Rückruf erfolgt, weil in einzelnen Packungen transparente Plastikteilchen enthalten sein könnten.
Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen im Rahmen der Verkehrssicherheitsprävention darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle ist. Um schwere und tödliche Unfälle zu verhindern, werden vom 15. bis 21. Juni 2026 im Tessin mobile und semistationäre Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.