Die Baslerinnen und Basler waren im vergangenen Jahr wieder deutlich öfter mit dem Velo unterwegs. Allerdings nahm auch der Autoverkehr auf den Stadtstrassen zu. Grund hierfür ist die Baustelle auf der Osttangente, die zu Ausweichverkehr von der Autobahn in die Stadt führte. Insgesamt ging der Autoverkehr auf dem Kantonsgebiet um 3 Prozent zum Vorjahr zurück. Auf den Stadtstrassen waren hingegen mehr Autos unterwegs als im Vorjahr. Der öffentliche Verkehr und der Fussverkehr konnten leicht zulegen.
In der Zeit vom 13. - 15. Mai 2026 haben damals Unbekannte an der Tribschen- und Industriestrasse in der Stadt Luzern Baustellenmagazine und Container aufgebrochen und insbesondere Baumaschinen, Baumaterial und Messgeräte entwendet. Der Gesamtdeliktsbetrag beläuft sich auf mindestens 50'000 Franken.
Am Dienstagmorgen (19.05.2026) ist es auf der Neugonzenbach zu einem Verkehrsunfall mit fünf beteiligten Autos gekommen. Verletzt wurde niemand. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.
Am Dienstagmittag (19.05.2026) ist es auf der Buchserstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Linienbus gekommen. Der 72-jährige Autofahrer war alkoholisiert.
Auf der Berthastrasse in Solothurn hat sich am Dienstagmorgen, 19. Mai 2026, eine Kollision zwischen einem Auto und einer Fussgängerin ereignet. Dabei wurde die Rentnerin schwer verletzt. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen.
Die Kantonspolizei St.Gallen führt am Samstag (06.06.2026) auf dem Polizeistützpunkt Oberbüren einen "Camper Day" durch. Fahrerinnen und Fahrer von Wohnmobilen können das Leergewicht ihrer Fahrzeuge wägen lassen, um so die zulässige Restzuladung zu ermitteln. Das Ziel dieser Präventionsaktion ist, Risiken im Strassenverkehr durch überladene Wohnmobile zu minimieren.
Ein Untersuchungsteam aus vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälten mit Expertise in Medizinalstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Beamtendelikten arbeitet die Vorkommnisse an der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsspitals (USZ) strafrechtlich auf. Am 5. Mai 2026 hat der Spitalrat des Universitätsspitals Zürich (USZ) den Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission UK 16/20 zu den Vorkommnissen an der Klinik für Herzchirurgie des USZ im Zeitraum von 2016 bis 2020 vorgestellt.
Am Dienstagabend, 19. Mai 2026, ist eine Frau an der Tösstalstrasse in Winterthur von einem Hund gebissen und verletzt worden. Sie musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Nebst anderen Polizeikorps hat auch die Kantonspolizei Nidwalden die Velo-Vignette als Präventionsmassnahme gegen Fahrraddiebstähle eingeführt. Für Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Nidwalden ist diese kostenlos. Die Aufkleber können beim Polizeiposten in Stans bezogen werden.
In der Nacht auf Dienstag hat die Kantonspolizei Bern in Höchstetten drei mutmassliche Täter nach einem versuchten Einbruchdiebstahl in ein Verkaufsgeschäft angehalten. Die Ermittlungen sind im Gang.
Am Dienstag stiessen in Wohlen ein Velofahrer und eine Frau auf einem E-Scooter zusammen. Der Fahrradlenker stürzte und verletzte sich. Die andere Unfallbeteiligte fuhr weiter und wird gesucht.
Die Kantonspolizei Genf hat ihre traditionelle Abschiedszeremonie 2026 durchgeführt. Die Veranstaltung würdigte den beruflichen Werdegang und das Engagement der Mitarbeitenden im Dienst der Genfer Bevölkerung.
Am Mittwoch liegt die Schweiz in einer mässigen Westströmung. Dabei überquert am Morgen eine Störung die Alpennordseite ostwärts. Dahinter trocknet die Luftmasse in der Westschweiz im Tagesverlauf ab und stabilisiert sich. Zur Ostschweiz und zu den Alpen hin bleibt die Luft instabiler und neigt am Nachmittag und frühen Abend nochmals zu Schauern und Gewittern.
In der Nacht von Sonntag auf Montag, 17. / 18. Mai 2026, kurz vor 04.00 Uhr, wurde in eine Autogarage an der Lausenerstrasse in Liestal BL eingebrochen. Die Polizei Basel-Landschaft konnte drei verdächtige Personen festnehmen.
Auf der Autobahn A2 bei Sempach ist heute Morgen ein Sachentransportanhänger ins Schlingern geraten und auf die Seite gekippt. Eines der drei transportierten Tiere wurde leicht verletzt. Der Unfall führte Verkehrsbehinderungen.
In der Nacht von Montag auf Dienstag (19.05.2026) ist es an der Heiligkreuzstrasse zu einem Brand mit neun verletzten Personen gekommen. Zwei Personen wurden vermisst. Die Kantonspolizei St.Gallen berichtete. Inzwischen konnten alle vermissten Personen aufgefunden werden.
Am Montagmorgen, 11. Mai 2026, kurz vor 05.30 Uhr, kam es beim Avec-Shop an der Bahnhofstrasse in Laufen BL zu einem Raubüberfall. Personen wurden dabei keine verletzt. Ein Tatverdächtiger konnte zwischenzeitlich ermittelt und festgenommen werden.
Die Kantonspolizei Zürich führte an den vergangenen zwei Wochenenden im Limmattal Verkehrskontrollen mit dem Fokus auf lärmverursachende Autos durch. Wegen gravierender Verstösse gegen die technischen Anforderungen mussten 18 vorwiegend leistungsstarke Personenwagen ausser Verkehr gesetzt werden.
Am Dienstagnachmittag gegen 15.15 Uhr ist ein Grossaufgebot an Einsatzkräften in den Kreis 1 an die Bahnhofstrasse ausgerückt. Grund dafür war der Austritt von Kältemittel. Zwölf Personen wurden vor Ort medizinisch versorgt, vier davon durch den Rettungsdienst hospitalisiert.
Nach einem Einbruchversuch in einem Mehrfamilienhaus sind zwei Jugendliche festgenommen worden. Die beiden Mädchen wurden der Jugendanwaltschaft zugeführt.
Wegen Unterhaltsarbeiten ist die Strecke Solothurn–Oensingen am Pfingstwochenende für den Bahnverkehr gesperrt. Die IC5- und die IR55-Züge werden vom 23. Mai bis und mit 25. Mai 2026 zwischen Solothurn und Olten über die Bahn-2000-Strecke umgeleitet, die S20 fällt zwischen Solothurn und Oensingen aus. Es verkehren Bahnersatzbusse.
Gestern Nachmittag ist in Alberswil eine Autofahrerin von der Strasse abgekommen und frontal gegen einen Strommast geprallt. Beim Unfall wurde niemand verletzt.
Am frühen Montagabend ist es in Belp zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Beide Fahrzeuglenkenden wurden dabei schwer verletzt und mussten in ein Spital gefahren werden. Der Unfall wird untersucht.
Am Sonntag, 24. Mai 2026, bestreitet der FC St.Gallen 1879 in Bern den Cupfinal. Bei einem Sieg ist am Abend eine Cupfeier in der St.Galler Innenstadt vorgesehen. Der Stadtrat hat dafür eine gastgewerbliche Freinacht für die Innenbereiche der Lokale bewilligt. Es ist mit einem sehr grossen Personenaufkommen sowie mit Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt bis zum Hauptbahnhof zu rechnen.
Gestern Montag, 18. Mai 2026, kurz nach 17.30 Uhr, beabsichtigte der Lenker eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern von der Obriedenstrasse herkommend in Richtung Bürglen Dorf zu fahren. Beim Abbiegemanöver in die Klausenstrasse übersah der Autofahrer einen in Richtung Unterschächen fahrenden Velofahrer, weshalb es zu einer seitlich frontalen Kollision kam.
Bei den beiden Tunneln Schallberg und Kulm auf der Nordseite der A9 Simplon werden die Videokameras ersetzt. Dafür wird der Verkehr nachts einspurig geführt.
Die Tunnels entlang der Nationalstrassen werden periodisch gereinigt. Dabei werden auch Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Diese Arbeiten tragen zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. In den nächsten Wochen werden verschiedene Tunnels im Berner Oberland diesen Arbeiten unterzogen, wozu es zu Sperrungen kommt.
In der Nacht von Montag auf Dienstag (19.05.2026) ist es in einem Mehrfamilienhaus zu einem Küchenbrand gekommen. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Die SBB baut den Bahnhof Oberrieden Dorf stufenfrei aus. Die Bauarbeiten beginnen am 21. Mai 2026 und dauern voraussichtlich bis Herbst 2029. In mehreren Etappen entstehen neue, hindernisfreie Zugänge zu den Perrons. Die SBB verbessert damit den Komfort für alle Reisenden und erfüllt die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes BehiG.
Ein Autofahrer ist von der Strasse abgekommen und in einen Baum geprallt. Mit leichten Verletzungen musste der Lenker zur Kontrolle ins Spital eingeliefert werden.
Nachdem Anfang Mai in Erlen ein gewildertes Reh aufgefunden wurde, bittet die Kantonspolizei Thurgau um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Verdächtige Beobachtungen sollen umgehend gemeldet werden.
Die Baudirektion Uri investiert weiter in die Sicherheit der Kantonsstrasse ins Isenthal. Deshalb wird bei der zweiten Kurve von unten in Richtung Isenthal auf rund 80 Metern der Belag ersetzt.
In der Nacht auf Dienstag (19.05.2026) ist es an der Heiligkreuzstrasse zu einem Vollbrand eines Mehrfamilienhauses gekommen. Neun Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Der Einsatz vor Ort ist nach wie vor im Gange.
Die Kantonspolizei gab bekannt, dass heute Morgen kurz vor 2:00 Uhr in der Tiefgarage an der Via al Fiume in Viganello, die drei Gebäude verbindet, ein Feuer ausgebrochen ist. Laut ersten Ermittlungen entstand das Feuer in einem der geparkten Autos, wodurch dichter Rauch auftrat und auf weitere Fahrzeuge in der Nähe übergriff.
Am Montagnachmittag (18. Mai 2026, kurz vor 14:00 Uhr) geriet auf dem D4-Areal in Root die Fassade eines Gebäudes in Brand. Im Einsatz standen die Feuerwehren Root und Stadt Luzern. Das Gebäude wurde vorsorglich vollständig evakuiert. Verletzt wurde niemand. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden.
Maximale Sichtbarkeit, wenn’s zählt. Für die Rettung Chur durften wir die Flotte weiter ausbauen und zusätzliche Fahrzeuge mit unserer Level 2.1-Technik veredeln.
Auch wenn das Gefühl auf zwei Rädern nach Freiheit riecht - überschätzt euch nicht, denkt an eure Mitmenschen, haltet euch an die Regeln und passt eure Fahrweise den Gegebenheiten an. Wir wünschen euch allzeit gute Fahrt.
Die Stadtpolizei Chur hat einen E-Scooter Fahrer angehalten, dessen Fahrzeug für den Strassenverkehr nicht zugelassen war. Am Montag (18.05.2026) ist im Stadtzentrum von Chur ein 31-jähriger Lenker mit seinem E-Scooter für eine Kontrolle angehalten worden.
Einige Polizistinnen und Polizisten haben ein altes Foto, auf dem sie als Kind einmal auf einem Polizeitöff sassen. Ob dieses Kind auch einmal das hier entstandene Bild in den Händen hält, wenn es frisch vereidigt wurde?
Ein umfangreiches Tief hat sein Zentrum nordwestlich der Britischen Inseln. Eine dazugehörende Warmfront zieht von Frankreich nach Mitteleuropa und streift dabei die Schweiz. Dahinter fliesst aus Westen zwar weniger feuchte, aber zunehmend instabil geschichtete Luft zur Alpennordseite. Auf Donnerstag baut sich ein kräftiges Hoch über Mitteuropa auf, welches zu einer Abtrocknung und markanten Erwärmung der Luftmasse führt. Das Hoch bestimmt auch in den kommenden Tagen das Wetter im Alpenraum.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.