Die Baudirektion setzt die Sanierung der Klausenstrasse auf dem Urnerboden fort. Von Montag, 20. April, bis Freitag, 12. Juni 2026, wird auf der Kantonsstrasse im Bereich "Argseeli" auf einer Länge von 600 Metern der Belag komplett ersetzt.
Im Kanton Bern kommt es seit anfangs Jahr vermehrt zu Einbruch- und Einschleichdiebstählen – insbesondere im Geschäftsbereich in der Region Seeland-Berner Jura. Die Kantonspolizei Bern ruft die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Beobachtungen sofort zu melden.
Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen zum Tod eines Mannes, der im Herbst 2024 auf Grund einer Stichverletzung verstorben ist, hat die regionale Staatsanwaltschaft Bern Jura-Seeland wegen Mordes Antrag auf Anordnung einer Massnahme für den Beschuldigten beim Regionalgericht Berner Jura-Seeland gestellt. Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen zum Tod eines Mannes von Ende Oktober 2024 reichte die regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland im Rahmen eines Verfahrens bei schuldunfähigen Personen Antrag auf Anordnung einer Massnahme (gemäss Art. 374 Strafprozessordnung) ein.
Am Donnerstag, dem 16. April 2026, gegen 21:20 Uhr, wurde die Kantonspolizei über einen Brand in einer Wohnung in der Rue de la Colombière 7 in Porrentruy informiert. Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort.
Die Kantonspolizei gab bekannt, dass es heute Abend kurz nach 21:00 Uhr in einem Firmengebäude in der Via Laveggio in Stabio zu einem Ammoniakaustritt gekommen ist. Ersten Berichten zufolge wurde der Austritt aus noch ungeklärten Gründen durch ein geplatztes Rohr verursacht.
Ein Hochdruckgebiet dehnt sich von Spanien bis nach Norddeutschland aus und sorgt für eine Stabilisierung und Abtrocknung der Luftmasse über der Schweiz. In der Folge bleibt das Wetter hochdruckbestimmt. Ab Samstagabend erfolgt mit einer schwachen westlichen Höhenströmung eine allmähliche Anfeuchtung und Labilisierung der Luftmasse.
Auf der Autobahn-Ebene der Dreirosenbrücke müssen beschädigte Kabel ersetzt werden. Für die Arbeiten wird die A3 in Richtung Frankreich während mehrerer Wochen nachts gesperrt.
Am Donnerstagvormittag, 16. April 2026, ist es in Urnäsch in einer Privatwohnung zu einem schweren Gewaltdelikt gekommen. Zwei Personen sind am Ereignisort verstorben, zwei weitere Personen wurden durch den Rettungsdienst ins Spital eingeliefert.
Bei einem Sturz mit dem Velo erlitt eine 13-Jährige oberhalb von Bad Zurzach schwere Verletzungen. Ein Rettungshelikopter flog sie in kritischem Zustand ins Spital.
Ohne Führerausweis und mutmasslich unter Drogeneinfluss prallte ein Automobilist auf der A3 gegen die Leitplanke. Während er unverletzt blieb, entstand am Sportwagen Totalschaden.
Während der Brut- und Setzzeit der Wildtiere gilt vom 1. April bis 31. Juli 2026 eine Leinenpflicht für Hunde im Wald und am Waldrand. Freilaufende Hund können für am Boden brütende Vögel sowie für Wildtiere mit Jungtieren eine tödliche Gefahr darstellen.
Am Dienstagnachmittag (14.04.2026) hat sich in Wilchingen (Ortsteil Osterfingen) eine seitliche Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen ereignet. Dabei wurden beide Fahrzeuglenkenden leicht verletzt. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand Totalschaden.
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Trotz Fluchtversuchs ist es der Kantonspolizei Solothurn am Donnerstagmorgen, 16. April 2026, in Balsthal gelungen, einen Jugendlichen anzuhalten, welcher vorgängig in Laupersdorf einen Einschleichdiebstahl in ein Bauernhaus begangen haben dürfte. Der 16-jährige Algerier wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.
Die Sanierung des Abschnitts der A6 zwischen Gesigen und Spiez sowie des Zubringers Simmental laufen seit Anfang Jahr. Für verschiedene Arbeiten kommt es nächste Woche zu mehreren Sperrungen.
Am Dienstagabend, 7. April 2026, verursachte ein Autofahrer zwischen 22 Uhr und Mitternacht in Egg nach einer Kollision mit einem Stein eine rund zwei Kilometer lange Ölspur. Der PW-Lenker liess anschliessend sein Fahrzeug abschleppen und entfernte sich, ohne den Schaden zu melden.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 13. April 2026 im Rahmen einer Drogenermittlung ein 47-jähriger italienischer Staatsbürger aus der Region Locarno in Solduno festgenommen wurde. Der Mann steht im Verdacht, an einem grösseren Drogenhandel mit lokalen Kunden beteiligt gewesen zu sein und mehrere hundert Gramm Kokain per Auto eingeführt zu haben.
Am Tag, 14.4., steht jedes Jahr aufs Neue eine Nummer im Mittelpunkt, die Leben retten kann: 144. Diese spielt aber nicht nur an diesem besonderen Jahrestag eine Rolle, sondern jeden Tag. 365 Tage im Jahr. Ein Anruf genügt – und Hilfe ist unterwegs.
Dein vermeintlicher Bankberater nimmt die Sicherheit sehr ernst und fragt alle deine Login-Daten fürs E-Banking ab? Das klingt SUPER, ist es aber nicht.
Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Militärfahrzeug und einem Auto ist am Donnerstagmorgen (16.4.2026) in Illnau (Gemeinde Illnau-Effretikon) der Autofahrer mittelschwer verletzt worden.
Am Donnerstagvormittag, 16. April 2026, ist es in Urnäsch in einer Wohnung zu einem schweren Gewaltdelikt gekommen, in welchem mehrere Personen beteiligt sind. Zwei Personen sind am Ereignisort verstorben, zwei weitere Personen wurden durch den Rettungsdienst ins Spital eingeliefert.
In Rabius auf Gemeindegebiet von Sumvitg ist es am Mittwochabend zu einem Flurbrand gekommen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr verhinderten ein Ausbreiten des Feuers und löschten den Brand.
Der Jahresbericht 2025 ist online. Er gibt Einblick in Fälle, Operationen und Zahlen zur Arbeit des Bundesamts für Polizei (fedpol) – mit besonderem Fokus auf die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und ihrer verschiedenen Erscheinungsformen. Menschenhändler, die ihre Opfer unter anderem in der Sexarbeit ausbeuten; kriminelle Organisationen, die illegale Gelder waschen, indem sie in Immobilien und Luxusgüter investieren; Cyberkriminelle, die gezielt Schweizer Webseiten angreifen und Jugendliche, die über soziale Medien für Straftaten rekrutiert werden. Die Organisierte Kriminalität (OK) hat viele Gesichter - fedpol geht entschieden dagegen vor.
Erneut sind im Aargau Telefonbetrüger aktiv, die sich als Polizisten oder Bankangestellte ausgeben. Allein in den letzten Tagen erbeuteten die Kriminellen mehrere zehntausend Franken.
Am Mittwochnachmittag (15.04.2026) ist es auf der St.Gallerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Postauto gekommen. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Mit der Rückkehr des schönen Wetters sind die Schweizerinnen und Schweizer wieder vermehrt unterwegs, sei es mit dem Auto, dem Wohnmobil oder auf zwei Rädern. Diese Übergangszeit ist von milden Temperaturen geprägt, erfordert jedoch einige Vorsichtsmassnahmen.
Eine Fussgängerin wurde am Mittwochnachmittag bei einem Zusammenstoss mit einem Auto in Müllheim leicht bis mittelschwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital.
Die Polizeiwache Lauterbrunnen bezieht Ende April 2026 in neue Räumlichkeiten. Ab dem 23. April befindet sie sich am Greifenbach 455 und ist dort für die Bevölkerung erreichbar.
Ein elfjähriger Knabe auf einem E-Trottinett wurde am frühen Mittwochabend in Fislisbach von einem Auto erfasst. Ein Rettungshelikopter flog ihn schwer verletzt ins Spital.
Ein Hochdruckgebiet dehnt sich von Spanien bis nach Norddeutschland aus und sorgt in der Schweiz für eine Stabilisierung und Abtrocknung der Luftmasse. In der Folge bleibt das Wetter bis am Samstag hochdruckbestimmt.
Am späten Dienstagabend (14.04.2026) hat sich auf der Staatsstrasse Richtung Hulftegg ein Selbstunfall ereignet. Dabei entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Am Mittwochvormittag (15.04.2026) hat sich an der Hammerstrasse ein Arbeitsunfall ereignet. Ein 42-jähriger Mann ist von einem Dach gefallen und hat sich dadurch eher schwere Verletzungen zugezogen.
Am Mittwochvormittag (15.04.2026) ist bei einem Tanklastwagen an der Hinter-Gasse während eines Betankungsvorgangs Heizöl ausgetreten. Der Schaden konnte eingedämmt werden.
Am Dienstag, 14. April 2026, konnte die Kantonspolizei Schwyz im Bezirk March einen 36-jährigen Schweizer nach längeren Ermittlungen wegen des Verdachts auf Handel mit mehreren Kilogramm Kokain festnehmen. Im Zuge von Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler eine grössere Menge Kokain, Utensilien für den Betäubungsmittelhandel sowie zwei Schusswaffen mit Munition sicher.
Am Montagabend, 13. April 2026, nahm die Stadtpolizei Zürich einen mutmasslichen Drogendealer im Kreis 3 fest und stellte über 900 Gramm Kokain sicher. Betäubungsmittelfahnder der Stadtpolizei Zürich beobachteten kurz nach 19.15 Uhr eine mögliche Drogenübergabe an der Birmensdorferstrasse.
Seit Montag, 6. April 2026, wird die 39-jährige Eugenia Becker aus Dornach vermisst. Die Kantonspolizei Solothurn bittet die Bevölkerung bei der Suche nach der Vermissten um Mithilfe.
Am Mittwoch (15.04.2026) haben sich zwei Männer in einem Auto einer Polizeikontrolle entzogen und ergriffen die Flucht Richtung Sennwald. In einem Industriegebiet konnte einer beiden Männer festgenommen werden.
Ein ansprechendes Wohnungsinserat auf einer echten Immobilienplattform führt Interessierte auf eine gefälschte Webseite. Dort sollen sie im Rahmen einer angeblichen Bewerbung zahlreiche persönliche Daten und Dokumente einreichen.
Am späten Freitagabend, 10. April 2026, ereignete sich im Kabinentrakt der 1. Mannschaft des FC Basel 1893 im St. Jakob-Park aus noch nicht vollständig geklärten Gründen ein Brand. Die ersten behördlichen Ermittlungen vor Ort haben bis am Dienstagvormittag, 14. April 2026, stattgefunden.
Für den Bahnhofumbau Davos Laret und den Umbau vom Bahnhofplatz Chur werden die Strecken Klosters Platz – Davos Platz und die Arosalinie der Rhätischen Bahn (RhB) für den Bahnverkehr gesperrt. Es verkehren Bahnersatzbusse.
Die Jugendkriminalität und die Jugendgewalt sind im Jahr 2025 im Kanton Zürich erneut zurückgegangen. Das zeigen neue Zahlen, welche die Oberjugendanwaltschaft heute an einem Medienanlass im Massnahmenzentrum Uitikon präsentiert hat.
Mit steigenden Temperaturen beginnt in der Schweiz die Zeckenzeit. Die Daten der Schweizer Unfallversicherer zeigen einen klaren Trend: In den letzten Jahren wurden deutlich mehr Zeckenstiche gemeldet.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.