Schweiz

Aarau-Ost AG: Auto überschlägt sich mehrfach auf A1 und prallt in Notrufsäule

Gestern Nachmittag fuhr eine Autofahrerin neben die Fahrbahn und geriet auf die Randleitplanke. Dadurch überschlug sich das Auto mehrfach. Schlussendlich kam das Fahrzeug auf der Einfahrtsspur zum Stillstand. Die Lenkerin wurde leicht verletzt. Es entstand grosser Sachschaden.

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Gasel BE: Motorradfahrer bei Kollision mit Auto verletzt – Muhlernstrasse gesperrt

Am Samstagvormittag ist es in Gasel zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Beim Unfall wurde der Motorradfahrer verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Der betroffene Strassenabschnitt war für längere Zeit gesperrt. Der Unfall wird untersucht.

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Gadmen BE: Streifkollision zwischen Töffs auf Sustenstrasse – zwei Helieinsätze

Am Samstagnachmittag ist es in Gadmen zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Motorrädern gekommen. Ein schwer verletzter Motorradfahrer und seine leicht verletzte Mitfahrerin wurden ins Spital geflogen. Der andere Motorradfahrer verletzte sich leicht. Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.

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Därligen BE: Frontalkollision auf A8 – drei Verletzte, Rega-Einsatz und Vollsperrung

Am Samstagmittag ist es auf der A8 bei Därligen zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Beim Unfall verletzten sich drei Personen, eine davon wurde schwer verletzt mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen. Der Autobahnabschnitt war für längere Zeit gesperrt. Der Unfall wird untersucht.

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Seedorf UR: Wingsuit-Springer (24) prallt gegen Fels und stirbt – Zeugen gesucht

Am Samstag, 21. Juni 2025, kurz vor 12:00 Uhr, starteten drei Wingsuit-Flieger einen Sprung vom Gitschen auf rund 2400 Metern über Meer in Richtung Seedorf. Einer der Springer, ein 24-jähriger Mann aus Grossbritannien, kam kurz nach dem Absprung aus noch ungeklärten Gründen vom vorgesehenen Kurs ab und prallte auf rund 2100 Metern über Meer gegen einen Felsvorsprung.

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Kantonspolizei Basel-Stadt: Personenspürhund Omaro besteht Prüfung mit Bravour

Weitere Verstärkung auf vier Pfoten!  Wir freuen uns riesig: Unser Omaro und seine Diensthundeführerin haben die anspruchsvolle Prüfung zum dienstfähigen Personenspürhundeteam erfolgreich bestanden!

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Wetterbericht vom 22. Juni: Sommerhitze, Quellwolken und erste Gewitteranzeichen

Ein Sommertag, wie er im Buche steht: Die Schweiz startet mit viel Sonne in den längsten Tag des Jahres. Klare Morgenstunden laden zum frühen Aufbruch ein, bevor sich die Hitze breitmacht. Über den Alpen zeigen sich am Nachmittag erste Quellwolken – ein leiser Vorbote für die Wetteränderung, die am Abend aus Westen heranzieht. Bis dahin herrschen ideale Bedingungen für Ausflüge, Badespass und Gipfeltouren. Dabei wird es richtig heiss: In den Niederungen steigen die Temperaturen teils deutlich über 30 Grad, während die Nullgradgrenze auf über 4300 Meter klettert – eine Seltenheit selbst für den Juni. In den Bergen sorgt ein schwacher bis auffrischender Wind für etwas Bewegung in der Luft. Gegen Abend sind lokal Gewitter möglich, insbesondere in der Westschweiz und in alpinen Regionen.

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Stadt Wil SG: Diensthunde im Höhen-Einsatz – Weiterbildung in luftiger Höhe

Erfahrung in der Höhe – Hundeteams trainieren in Wil. Diese Woche nahmen acht einsatzfähige Diensthundeteams am jährlichen, zweitägigen Weiterbildungskurs der Kantonspolizei St.Gallen in Wil teil.

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Basel BS: Polizei warnt vor Hitzegefahr für Hunde – Asphalt, Auto und Sonne meiden

Kantonspolizei Basel-Stadt: Heisse Tage in Basel – denkt an eure Vierbeiner! Die Sonne brennt – herrlich für uns, aber gefährlich für unsere Hunde! Während wir schwitzen, drohen ihnen Hitzschlag oder verbrannte Pfoten. Deshalb denkt an die folgenden Punkte:

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Schwanden GL: E-Bike-Fahrerin kollidiert mit Zaun – bewusstlos und schwer verletzt

Am Samstag, 21. Juni 2025, ca. 14.00 Uhr, fuhr eine 68-jährige Velofahrerin mit ihrem E-Bike in Schwanden auf dem Linthweg Richtung Quartier Wyden. Aus unbekannten Gründen kollidierte die Fahrradlenkerin vor dem Bahnübergang mit dem rechtsseitigen Zaun und stürzte zu Boden.

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Stetten SH: 16-Jähriger stürzt mit Töff – verletzt ins Kantonsspital eingeliefert

Am Freitagnachmittag (20.06.2025) hat sich in Stetten ein Alleinunfall mit einem Motorrad ereignet. Dabei wurde der Motorradfahrer verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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La Chaux-de-Fonds NE: Auto erfasst 8-jährigen Buben zwischen parkierten Autos

Am Freitag, dem 20. Juni, gegen 17:00 Uhr, fuhr ein 28-jähriger Neuenburger auf der Rue de l'Hôtel-de-Ville in La Chaux-de-Fonds Richtung Stadtzentrum. An der Hausnummer 16 kam es zu einer Kollision mit einem 8-jährigen Neuenburger, der zwischen zwei stehenden Fahrzeugen die Strasse überquerte.

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Suhr AG: Fahrer betrunken und ohne Ausweis – während Fahrt Platz mit Beifahrerin getauscht

Gestern Nachmittag hielt eine Patrouille der Kantonspolizei ein Fahrzeug an, das zuvor von Dritten gemeldet worden war. Noch während der Fahrt tauschten der Fahrer und die Beifahrerin die Plätze. Der mutmassliche Lenker war stark alkoholisiert und verfügt über keinen Führerausweis.

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Wattwil SG: Betrunkener rammt Mauer und Pfosten – Auto landet im Wiesland

Am Freitag (20.06.2025), kurz nach 17 Uhr, ist es auf der Hembergerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Ein 37-jähriger Autofahrer ist mit seinem Auto in alkoholisiertem Zustand von der Fahrbahn abgekommen. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 10'000 Franken.

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Urnäsch AR: Traktor rammt Auto mit Fronthydraulik – Mutter und Kind ins Spital

In Urnäsch ist es am Freitagabend, 21. Juni 2025, zu einer Kollision zwischen einem Traktor und einem Auto gekommen. Die Mitfahrer im Auto wurden zur Kontrolle ins Spital gefahren. Am Personenwagen entstand erheblicher Sachschaden.

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Boningen SO: Frau kracht in Kurve frontal in Baum – Feuerwehr befreit Schwerverletzte

Auf der Fulenbacherstrasse zwischen Fulenbach und Boningen hat sich am Freitagnachmittag, 20. Juni 2025, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet. Die Autolenkerin hat sich dabei schwere Verletzungen zugezogen und musste mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden. Die Polizei sucht Zeugen.

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Neuenhof AG: Vier Autos brennen nach Crash auf A1 – Rauch, Sperrung, Spitaleinweisungen

Gestern Abend kollidierten auf der A1 in Fahrtrichtung Zürich mehrere Fahrzeuge miteinander. Dabei gerieten vier Fahrzeuge in Brand. Vier Personen wurden mit leichten Verletzungen in ein Spital eingeliefert. Die Autobahn war bis kurz vor 21 Uhr in beide Richtungen gesperrt.

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St.Gallen SG: Autofahrerin donnert nach Sekundenschlaf in Mittelinsel – fahrunfähig

Am frühen Samstagmorgen (21.06.2025) ist eine Autofahrerin mutmasslich aufgrund eines Sekundenschlafs mit einer Mittelinsel kollidiert. Verletzt wurde niemand, jedoch entstand Sachschaden. Die Einsatzkräfte beurteilten die Frau als fahrunfähig und sie musste ihren Führerausweis vorläufig abgeben.

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Bassecourt JU: Lenker eines Elektrorollstuhls stürzt – verletzt ins Spital gebracht

Eine Person mit eingeschränkter Mobilität fuhr am Freitag gegen 14.15 Uhr von Bassecourt in Richtung Courfaivre mit einem elektrischen Rollstuhl. Aus noch zu klärenden Gründen geriet der Lenker auf den rechten Grünstreifen neben der Fahrbahn und stürzte mit dem Fahrzeug.

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Schweiz: Haustürgeschäfte – woran Sie Betrüger erkennen und wie Sie sich schützen

Auch wenn es durchaus seriöse Haustürgeschäfte gibt, tauchen doch immer wieder einmal Betrügerinnen und Betrüger an der Haustüre auf, die mit dubiosen Haustürgeschäften Geld verdienen wollen. Man erkennt sie oft rasch an ihren Vorgehensweisen: Sie versuchen hartnäckig Einlass in die Wohnung des potentiellen Opfers zu bekommen, damit sie dieses alleine und ungestört um den Finger wickeln können. Die Betrüger und Betrügerinnen geben sich zum Beispiel als Hausiererin, Scheren- und Werkzeugschleifer, Teppich- oder Lederjackenverkäuferin aus, die an der Haustüre ein preislich interessantes Geschäft vorschlagen, wie z.B. ein besonders preiswerter Perserteppich.

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La Chaux-de-Fonds NE: Kettenreaktion bei Unfall – Töfffahrer und Mitfahrerin verletzt

Am Freitag, 20. Juni, gegen 23.10 Uhr, fuhr ein 28-jähriger französischer Staatsbürger aus dem Département Doubs mit seinem Auto auf der Rue de l'Helvétie in La Chaux-de-Fonds in westlicher Richtung. Auf Höhe der Hausnummer 93 prallte er gegen ein korrekt parkiertes Fahrzeug.

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Wetterbericht vom 21. Juni: Hochsommerliche Hitze mit teils heftigen Gewittern in den Bergen

Die Sommersonne zeigt sich von ihrer intensiven Seite: Der 21. Juni bringt hochsommerliche Temperaturen bis über 30 Grad und verbreitet sonniges Wetter. Doch die Hitze bleibt nicht ohne Folgen – vor allem in den Bergen sowie regional auch im Flachland muss ab dem Mittag mit lokalen, teils kräftigen Gewittern gerechnet werden. Sturmböen und hohe Niederschlagsmengen sind möglich. Nachfolgend die Wetterprognosen für die verschiedenen Regionen der Schweiz.

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Corminboeuf FR: Strasse "Le Bugnon" für Sanierung komplett gesperrt

Im Rahmen von Sanierungsarbeiten auf der Kantonsstrasse "Le Bugnon" in Corminboeuf, wird der Strassenabschnitt zwischen dem Kreisverkehr an der Route de Matran und dem Kreisverkehr an der Route du Bugnon, vom Dienstag, 24. Juni um 8.30 Uhr, bis Mittwoch, 25. Juni um 5.00 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Eine Umleitung wird über Corminboeuf – Belfaux – Givisiez und umgekehrt eingerichtet.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.