Schweiz

Schweiz: Betrug mit KI-Sprachnachrichten – Cyberkriminelle imitieren Geschäftsleitungen

Mit dem Fortschritt der künstlichen Intelligenz (KI) verändern sich auch die Methoden der Cyberkriminellen. Anstelle der herkömmlichen Methode mit blossen E-Mails kommen nun auch realistisch klingende Sprachnachrichten zum Einsatz, um sich als Mitglied der Geschäftsleitung auszugeben und Geld zu ergaunern.

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Weinfelden TG: Polizei stoppt alkoholisierten Lieferwagenfahrer in der Nacht

Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben in der Nacht auf Donnerstag in Weinfelden einen alkoholisierten Lieferwagenfahrer aus dem Verkehr gezogen. Kurz nach 1.15 Uhr wurde durch eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau ein Lieferwagenfahrer in Weinfelden kontrolliert, der zuvor wegen seiner Fahrweise aufgefallen war.

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Subingen SO: Chilbi-Areal in Flammen – Brand zerstört gesamte Scooter-Anlage

In Subingen ist am Mittwochabend, 30. April 2025, eine Autoscooter-Anlage durch einen Brand komplett zerstört worden. Gemäss einer ersten Schätzung dürfte die Gesamtschadensumme mehrere 100'000 Franken betragen. Die Brandursache wird durch Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn abgeklärt.

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Schweiz: RUAG MRO investiert in Nitrochemie-Ausbau zur Sicherung der Armeeversorgung

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 30. April 2025 die strategischen Ziele für die RUAG MRO Holding AG (RUAG MRO) für die Jahre 2024 – 2027 angepasst. Er schafft damit die Voraussetzungen, dass sich RUAG MRO an der Kapazitätserweiterung der Nitrochemie-Gruppe (Nitrochemie) beteiligen und ihren Anteil halten kann.

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Schweiz: 1’200 Schwerverletzte und 50 Tote jährlich durch Ablenkung im Strassenverkehr

Ablenkung kostet Leben: Jedes Jahr gibt es in der Schweiz rund 1’200 Schwerverletzte und 50 Tote im Strassenverkehr – wegen Smartphone, Navi, Radio, Essen & Co. Bleib fokussiert.

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A1/Mägenwil AG: Nächtliche Sperrung der Ein- und Ausfahrt Richtung Zürich (Belagsarbeiten)

Für den Deckbelagsersatz auf der Nationalstrasse A1 zwischen der Verzwei- gung Birrfeld und dem Rastplatz Lenzburg muss der Anschluss Mägenwil, Fahrrichtung Zürich, während zwei Nächten gesperrt werden. Der bestehende Deckbelag zwischen der Verzweigung Birrfeld und dem Rastplatz Lenzburg wird auf einer Länge von rund 10 Kilometern ersetzt....

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A2/Basel BS: Nächtliche Sperrungen von Tunnel Schwarzwald und Brücke Bäumlihof im Mai

Im Rahmen der Erhaltungsmassnahmen auf der A2 werden der Tunnel Schwarzwald und die Brücke Bäumlihof in Fahrtrichtung Schweiz im Mai für insgesamt 12 Nächte gesperrt. Der Grund sind Montage- und Betoninstandsetzungsarbeiten. Speziell die Betonarbeiten verursachen Lärm und Vibrationen.

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Zürich ZH: Neue Sicherheitsassistenten für die Grenzkontrolle am Flughafen vereidigt

Sie kontrollieren die Identität und Dokumente der Flugreisenden auf ihre Echtheit und Gültigkeit. Sie stellen sicher, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden und tragen zur Sicherheit innerhalb der Schweiz bei.

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Oberriet SG: Arbeiter (44) stürzt bei Schalungsarbeiten zwei Meter von Leiter

Am Mittwoch (30.04.2025), kurz nach 7 Uhr, ist es auf einer Baustelle an der Staatsstrasse zu einem Arbeitsunfall gekommen. Ein 44-jähriger Mann stürzte beim Arbeiten an einer Schalung rund zwei Meter von einer Leiter und wurde dabei unbestimmt verletzt.

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Kanton St.Gallen: Mehrere fahrunfähige Lenker angehalten – Selbstunfälle und Kollisionen

Zwischen Dienstagmorgen und Mittwochmorgen (30.04.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen diverse Verkehrsteilnehmende angehalten. Diese waren entweder alkoholisiert oder fahrunfähig im Strassenverkehr unterwegs.

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Ramsen SH: 59-jähriger Autofahrer übersieht Motorrad – Kollision beim Abbiegen

Am Mittwochmorgen (30.04.2025) hat sich in Ramsen eine Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad ereignet. Personen wurden dabei keine verletzt. Unfallursache ist ein Nichtgewähren des Vortrittes bei einem Abbiegemanöver.

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Hägendorf SO: Nach gefährlicher Gleis-Aktion – Polizei ermittelt drei Jugendliche (12- 14)

In Hägendorf wurden während dem vergangenen Wochenende, 26./27. April 2025, durch eine vorerst unbekannte Täterschaft mehrere Gegenstände auf ein Bahngleis der SBB gelegt. In der Zwischenzeit konnte die Polizei die mutmasslichen Verursacher ermitteln.

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Allentsteig, NÖ: Bei Militärübung – 19-jähriger Soldat im Schlaf von Panzer überrollt

Ein 26-jähriger Schweizer Soldat lenkte am 29. April 2025, gegen 23.20 Uhr, einen Panzerwagen auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig im Bereich der sogenannten Öhlbreiten. Zur gleichen Zeit nächtige ein 19-jähriger Schweizer Armeeangehöriger in diesem Bereich in einem Schlafsack am Boden.

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Horgen ZH: Polizei warnt Seniorinnen und Senioren vor Telefon- und Internetbetrug

Immer häufiger kommt es zu Betrugsfällen am Telefon und im Internet. Dabei werden die Maschen der Betrügenden immer dreister und die präventive Polizeiarbeit immer wichtiger. Die Kantonspolizei Zürich setzt unter anderem auf Referate in Zielgruppen, in denen sie das Vorgehen der Kriminellen beleuchtet und mit einfachen Verhaltenstipps aufzeigt, wie man sich schützen kann.

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Schweiz: Stalking erkennen und stoppen – was Sie tun können

Wenn jemand nicht aufhört, Ihnen nachzustellen – sei es durch ständige Nachrichten, unangekündigtes Auftauchen oder subtile Drohungen –, dann ist das mehr als unangenehm. Es kann belastend sein, Angst machen und den Alltag völlig aus dem Gleichgewicht bringen. Genau hier beginnt Stalking. Viele Betroffene sind sich anfangs nicht sicher, ob das, was sie erleben, schon strafrechtlich relevant ist. Sie zweifeln, schweigen – und hoffen, dass es einfach wieder aufhört. Doch je früher man erkennt, was vor sich geht, desto besser lässt sich gegensteuern.

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Bern BE: Keine Sterilisation von Wölfen – Finanzkommission hält an Gegenvorschlag fest

Die Finanzkommission lässt die Idee der Sterilisation von Problemwölfen fallen. Dies, nachdem Sie die Ergebnisse der Vernehmlassung zum Gegenvorschlag zur Volksinitiative „Für einen Kanton Bern mit regulierbarem Grossraubtierbestand!“ geprüft hat.

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Bern BE: Data Hackdays 2025 bringen kreative Köpfe für digitale Lösungen zusammen

Unter dem Motto „Creating Public Value – Daten für das Gemeinwohl nutzen“ finden am 16. und 17. Mai 2025 die dritten Data Hackdays im Berner Rathaus statt. Die Hackdays werden gemeinsam vom Amt für Informatik und Organisation des Kantons Bern und dem Verein Opendata.ch organisiert. Partnerorganisationen sind die Stadt Bern, die Bedag Informatik AG, die Berner Fachhochschule und die Universität Bern.

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Bern BE: 30 Beratungen zu Radikalisierung – Fachstelle verzeichnet stabile Nachfrage

Die Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention der Stadt Bern hat im vergangenen Jahr 30 vertiefte Beratungsgespräche geführt. Die Zahlen bewegen sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Die systematische Erhebung der Beratungstätigkeit hilft der Fachstelle, Tendenzen und Veränderungen im Bedürfnis der Ratsuchenden noch besser zu erkennen und diesen Rechnung zu tragen.

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Waldkirch SG: 73-Jähriger stirbt bei Sturz aus Heukran auf Bauernbetrieb

Am Dienstag (29.04.2024), kurz vor 19 Uhr, ist es in einem Bauernbetrieb am Egelsee zu einem tödlichen Arbeitsunfall gekommen. Ein 73-jähriger Mann stürzte mehrere Meter von einem Kran in die Tiefe und verstarb noch auf der Unfallstelle.

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Bazenheid SG: Fussgänger bei Unfall verletzt – Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen

Am Montag (28.04.2025), kurz nach 21:30 Uhr, ist es in der Neugasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger gekommen. Ein 20-jähriger Mann wurde dabei unbestimmt verletzt. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Trimbach SO: Bub (9) auf Fussgängerstreifen von Auto erfasst – Rettungshelikopter-Einsatz

Auf der Baslerstrasse in Trimbach ist am Dienstag, 29. April 2025, ein Kind beim Überqueren der Strasse von einem Auto erfasst worden. Dabei wurde der Junge erheblich verletzt.

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Bern BE: Geldwäscher (42) festgenommen – Millionenbeträge und Sozialhilfebetrug

Die Kantonspolizei Bern hat im September 2024 im Zuge umfangreicher Ermittlungen im Zusammenhang mit Betäubungsmittelhandel einen Mann identifiziert und angehalten. Er hat als Mitglied einer professionell agierenden Tätergruppierung mutmasslich eine hohe Anzahl an Geldtransfers durchgeführt und Geldwäscherei in Millionenhöhe betrieben.

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Kanton Bern: Meldepflicht soll Ausbreitung der Quaggamuschel in Gewässern stoppen

Der Kanton Bern will verhindern, dass sich invasive gebietsfremde Tiere und Pflanzen wie beispielsweise die Quaggamuschel in den Berner Gewässern weiter ausbreiten. Die Quaggamuscheln vermehren sich rasant und können enorme ökologische und ökonomische Schäden verursachen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.