Schweiz

Kanton Bern: Meldepflicht soll Ausbreitung der Quaggamuschel in Gewässern stoppen

Der Kanton Bern will verhindern, dass sich invasive gebietsfremde Tiere und Pflanzen wie beispielsweise die Quaggamuschel in den Berner Gewässern weiter ausbreiten. Die Quaggamuscheln vermehren sich rasant und können enorme ökologische und ökonomische Schäden verursachen.

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A2/Kriens LU: Technische Störung blockiert Durchfahrt im Tunnel Schlund

Im Tunnel Schlund auf der Autobahn A2 auf Gemeindegebiet von Kriens führte am Dienstag (29. April 2025, ca. 16:50 Uhr) eine technische Störung an der Brandmeldeanlage zu zusätzlichen Verkehrsbehinderungen. Aufgrund der technischen Störung wurde die Durchfahrt des Tunnels automatisch kurzzeitig blockiert.

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A2/Kriens LU: Automobilist kollidiert im Tunnel Sonnenberg mit Lieferwagen und flüchtet

Ein Lieferwagenfahrer fuhr am Dienstag (29. April 2025, ca. 16:15 Uhr) auf der Autobahn A2 in Richtung Norden. Im Bereich der Einfahrt Luzern-Kriens, Eingangs Tunnel Sonnenberg, kam es aus noch ungeklärten Gründen zur Kollision mit einem Auto, welches auf die Autobahn einbog.

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St.Gallen SG: Martina Brassel wird neue Kommunikationschefin der Kantonspolizei

Per 1. November 2025 übernimmt Martina Brassel die Leitung der Kommunikation der Kantonspolizei St.Gallen. Sie wird Einsitz in der Geschäftsleitung nehmen und folgt auf Hanspeter Krüsi, der nach 17 Jahren in Frühpension geht.

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Kantonspolizei St.Gallen: Fachtagung zum Schutz vor Partnerschaftsgewalt und Stalking

Die Kantonspolizei St.Gallen, und speziell das Bedrohungs- und Risikomanagement, engagieren sich täglich für den Schutz vor Gewalt in Ehe und Partnerschaft und Stalking. An der zweiten Fachtagung Bedrohungsmanagement am 23. April 2025 trafen sich rund 250 Fachpersonen zum interdisziplinären Austausch.

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Zuger Polizei beim Sächsilüüte 2025 in Zürich: Gemeinsam durch die festliche Innenstadt

Sächsilüüte 2025 – mittendrin statt nur dabei Gestern durfte eine Delegation der Zuger Polizei Teil des farbenfrohen und traditionsreichen Sächsilüüte-Umzugs 2025 in Zürich sein. Bei strahlendem Sonnenschein zogen wir vom Gastkanton Zug gemeinsam mit Zünftern, Reiterformationen, Musikkorps und vielen weiteren Teilnehmenden durch die festlich geschmückten Strassen der Zürcher Innenstadt – begleitet von zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern und mit ganz vielen Blumen.

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Realp UR: Reussbrücke wird saniert – Verkehr bis Oktober 2025 einspurig

Die Baudirektion investiert in den Unterhalt und die Sicherheit des Urner Strassennetzes. Zu diesem Auftrag gehört auch die Sanierung von Brücken. Aus diesem Grund wird die aus den 1970er-Jahren stammende Reussbrücke bei Realp während sechs Monaten einer umfassenden Sanierung unterzogen. Die auf 1.4 Mio. Franken veranschlagten Arbeiten starten ...

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Thayngen SH: 72-jährige Fussgängerin bei Kollision mit Elektromobil verletzt

Am Dienstagnachmittag (29.04.2025) hat sich Thayngen eine Kollision zwischen einer Fussgängerin und einem Elektromobil ereignet. Dabei wurde die Fussgängerin verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen.

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Schaffhausen SH: E-Bike-Fahrerin bei Sturz verletzt – fast 1 mg/l Alkohol im Atem

Am Dienstagnachmittag (29.04.2025) verletzte sich eine Velofahrerin bei einem Alleinunfall leicht. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest der Schaffhauser Polizei bei der verunfallten Frau ergab einen Alkoholwert von 0.92 mg/l (Milligramm pro Liter).

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Schweizer Armee: Austausch mit Österreich und Deutschland bei Auslandübung

Der Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Bundesrat Martin Pfister, trifft sich am 1. Mai 2025 im Rahmen seines Besuchs der Truppenübung „TRIAS 25“ mit der österreichischen Bundesministerin für Landesverteidigung, Mag. Klaudia Tanner. Das bilaterale Gespräch unterstreicht die enge sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Österreich.

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Lyss BE: Frau tot in Pflegeheim – verdächtiger Ehemann ebenfalls leblos aufgefunden

Am Sonntagabend ist in Lyss eine Frau leblos in einem Pflegeheim aufgefunden worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand muss von einem Tötungsdelikt ausgegangen werden. In diesem Zusammenhang wurde aktiv nach ihrem Ehemann gesucht, der am Montagnachmittag verstorben aufgefunden wurde. Es ist von einer Selbsthandlung auszugehen. Umfassende Ermittlungen sind im Gang.

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Rotkreuz ZG: 22-Jähriger in Hinterhalt gelockt und schwer verletzt – mehrere Festnahmen

Ein 22-jähriger Mann wurde unter einem Vorwand in einen Hinterhalt gelockt und dort von einer Tätergruppierung mit Faustschlägen und Fusstritten traktiert. Dabei wurde das Opfer erheblich verletzt und musste ins Spital eingeliefert werden. Noch vor Ort konnte ein tatbeteiligter Jugendlicher festgenommen werden. Dank intensiven Ermittlungen konnten acht weitere Tatbeteiligte anlässlich einer koordinierten Polizeiaktion festgenommen und zwei weitere Beschuldigte identifiziert werden.

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Les Geneveys-sur-Coffrane NE: Unfallfahrer gesucht – Polizei ruft Zeugen zur Mithilfe auf

In Les Geneveys-sur-Coffrane kam es am Dienstag, 29. April 2025, vermutlich in den frühen Morgenstunden zu einem Verkehrsunfall. Ein Fahrzeuglenker war auf der Route des Carabiniers unterwegs und kollidierte dabei mit Verkehrssignalen.

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Schweizer Armee: Neue Open-Source-Software „Loom“ für sichere Datenauswertung

Das Kommando Cyber veröffentlicht erstmals eine selbst entwickelte Software. Diese ermöglicht eine effiziente und benutzerfreundlichen Suche in grossen Datenmengen. Die Anwendung "Loom" kann mit einer Vielzahl verschiedener Dateitypen umgehen und hilft den Benutzenden, sich schnell einen Überblick über den Datensatz zu verschaffen. Bei der Auswertung helfen beispielsweise die KI-basierte Übersetzung und Zusammenfassung von Texten.

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Schweiz: Sicher in die Motorradsaison starten – Tipps und neues Quiz der BFU

Fehlende Routine und wenig Übung: Nach der langen Winterpause wieder mit dem Töff loszufahren, ist auch mit Risiken verbunden. Ein neues, interaktives Quiz der BFU hilft, Gefahren frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit zu erhöhen.

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Bellinzona TI: Baustelle auf der A2 zwischen Bellinzona-Süd und Biasca – Behinderungen

Zwischen Juni und Juli 2025 kommt es auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Gotthard zwischen Bellinzona-Süd und Biasca (TI) aufgrund von Bauarbeiten zu Verkehrsbehinderungen. Die Baustelle erstreckt sich über eine Länge von 2,9 Kilometern. Die Fahrbahnbreite wird vorübergehend auf 6,85 Meter reduziert, zudem wird die Verkehrsführung angepasst.

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Genf GE: Öffentliche Versteigerung von Räumungsgut und Lagerbeständen

Der Dienst für bewegliche Güter der Polizei, Bereich Räumungen und Möbellager (SAMP), organisiert über das Büro von Frau Caroline TRONCHET (Gerichtsvollzieherin) eine öffentliche Versteigerung (ohne Garantie). Versteigert werden Haushaltsgeräte, Kleidung, Möbel, Werkzeuge, Restaurantbedarf (Tische, Stühle), Velos, Weinkühlschrank, Ikea-Möbel, Comics, Spielzeugautos und vieles mehr.

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Zürich ZH: 74-jähriger Gleitschirmpilot stürzt in Leimbach ab und stirbt

Am Montagnachmittag, 28. April 2025, stürzte im Kreis 2 ein 74-jähriger Gleitschirmpilot ab und erlitt tödliche Verletzungen. Gegen 15.15 Uhr erhielt die Stadtpolizei Zürich via Kantonspolizei die Meldung, dass die Rettungsflugwacht (Rega) unterwegs nach Zürich-Leimbach zu einem verunglückten Gleitschirmpilot sei.

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Hochdorf LU: Auto prallt beim Wenden gegen Stein – 15'000 Franken Schaden

Am Samstag (26. April 2025, kurz nach Mitternacht) fuhr ein Autofahrer auf der Sempacherstrasse von Hochdorf Richtung Hildisrieden. Im Bereich der Einmündung Urswilstrasse beabsichtige der Autofahrer sein Fahrzeug zu wenden, dabei brach das Heck aus, das Auto drehte sich und prallte gegen einen Stein auf dem Grünstreifen.

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Rothenburg LU: Gartenhaus in Vollbrand – Polizei sucht Zeugen

Am Montag (28. April 2025, kurz nach 02:00 Uhr) wurde der Polizei gemeldet, dass in Rothenburg ein Gartenhaus brenne. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gartenhaus in Vollbrand. Die Feuerwehr Rothenburg konnte verhindern, dass das Feuer auf das Wohnhaus übergreift. Verletzt wurde niemand.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.