Schweiz

Schweizer Armee: Neue Berufsoffiziere diplomiert – ETH Zürich feiert Absolventen

An der ETH Zürich fand am Freitag, 14. März 2025, die Diplomfeier des Bachelorlehrgangs und des Diplomlehrgangs statt. Brigadier Hugo Roux, Kommandant der Militärakademie, überreichte die Diplome an die zukünftigen Leader der Schweizer Armee. Unter den Diplomierten befanden sich nebst den 31 Schweizer Absolventinnen und Absolventen auch zwei Teilnehmer aus Deutschland und Südkorea.

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Basel BS: Neue Brandmeldeanlagen für Tunnel – Nachtarbeiten starten am 23. März

Die heute bestehenden Brandmeldeanlagen in den Tunneln St. Johann, Dreirosenbrücke und Horburg haben ihr Lebensende erreicht und müssen ersetzt werden.  Das derzeitige Überwachungssystem wird mit einer Anlage auf dem neusten technischen Stand ersetzt. Die entsprechenden Bauarbeiten beginnen am 23. März 2025 und erfolgen jeweils in der Nacht.

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Uznach SG: Auffahrunfall auf Zürcherstrasse – Motorradfahrer kollidiert mit Autoheck

Am Mittwoch (19.03.2025), um 12:50 Uhr, ist es auf der Zürcherstrasse zu einem Unfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Der 66-jährige Motorradfahrer wurde durch die Kollision leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Franken.

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Thal/Rorschacherberg SG: Schleichwege gesperrt – Polizei kontrolliert Verbote ab April

Seit Mitte Februar laufen die Vorbereitungsarbeiten zur Sanierung der Bahnunterführung Buriet. Das Tiefbauamt des Kantons St.Gallen berichtete. Im Zuge dieser Bauarbeiten hat die Kantonspolizei St.Gallen eine befristete Verkehrsanordnung mit diversen Begleitmassnahmen wie beispielsweise Fahrverboten auf diversen Strassen und Umfahrungsrouten erlassen. Während einer Kulanzfrist von einem Monat verweist ein Verkehrsdienst die Verkehrsteilnehmenden, die besagte Strassen trotzdem befahren wollen, auf den richtigen Weg. Danach wird die Kantonspolizei St.Gallen Kontrollen durchführen und Verkehrsteilnehmende büssen.

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Mörschwil SG: Verkehrsaufkommen führt zu Kollision – Lastwagen rammt bremsendes Auto

Am Mittwoch (19.03.2025), kurz vor 12:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 auf Höhe Verzweigung Meggenhus zu einer Auffahrkollision zwischen einem Lastwagen und einem Auto gekommen. Der 54-jährige Autofahrer wurde durch die Kollision leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Franken.

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Mörschwil SG: 76-Jähriger rammt Zaun, Haus und Lieferwagen – Führerausweis eingezogen

Am Mittwoch (19.03.2025), kurz vor 16:20 Uhr, ist es auf der Horchentalstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Der 76-jährige Fahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden von über 100'000 Franken.

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Saharastaub und Föhnsturm – Wie lange bleibt es frühlingshaft?

Die Schweiz erlebt heute viel Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Doch mit der zunehmenden Südwestströmung wird Saharastaub in die Alpenregion transportiert und sorgt für eine markante Trübung des Himmels. Während der Föhn in den Alpentälern für Wärme sorgt, nimmt er in den Bergen deutlich an Stärke zu. Am Freitag zieht eine Wetterfront auf und bringt erste Schauer. Wo bleibt es noch sonnig, und wo kündigt sich der Wetterumschwung an?

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Bennau SZ: 11 Abfallsäcke illegal im Wald entsorgt – Polizei sucht Fahrzeug und Zeugen

Eine aufmerksame Bürgerin meldete am Mittwoch, 19. März 2025 der Kantonspolizei Schwyz, dass in einem Waldstück im Gebiet Schwantenau in Bennau mehrere gefüllte Abfallsäcke illegal deponiert wurden. Die vor Ort ausgerückte Polizeipatrouille konnte insgesamt elf mit Hausmüll gefüllte Abfallsäcke feststellen.

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St. Gallen SG: Kantonspolizei lädt zur OFFA ein – spannende Einblicke und Karrierechancen

Wir sind an der OFFA Messe: Vom 9. bis 13. April 2025! An unserem Stand erwarten dich spannende Highlights wie interaktive Quizze und packende Erfahrungsberichte. Spüre die Faszination des Polizeiberufs! Komm in die Halle 3.1, an unserem Stand 3.1.60 vorbei und teste, ob du das Zeug hast, Teil unseres Teams zu werden.

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Lauchernalp VS: Sessellift von Windenseil erfasst – Bahnmitarbeiter (23) stürzt in die Tiefe

Am Mittwoch, 19. März 2025 gegen 19:35 Uhr, ereignete sich auf der Lauchernalp ein schwerer Arbeitsunfall, bei dem ein Mitarbeiter der Lauchernalp Bergbahnen durch einen Sturz aus grosser Höhe schwer verletzt wurde. Zuvor kam es zu einer Kollision zwischen einem Windenseil eines Pistenfahrzeugs und dem Sessellift.

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St. Gallen SG: Motorradfahrerin rast mit 90 km/h durch Stadt – Anzeige folgt

Am Mittwoch (19.03.2025) stellte eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen auf der Zürcher Strasse eine Motorradfahrerin fest, die mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Sie konnte wenig später angehalten werden. Die Frau wird zur Anzeige gebracht.

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Schaffhausen SH: Kollision mit Lastenrad an Kreuzung – Polizei sucht flüchtigen Autofahrer

Am Donnerstagabend kam es bei der Verzweigung Grubenstrasse / Emmersbergstrasse zu einem Verkehrsunfall, als ein Personenwagenlenker beim Abbiegen ein Lastenrad übersah und dieses touchierte. Die Schaffhauser Polizei bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zum Verkehrsunfall geben können, sich zu melden.

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Schweiz: Betrüger locken Dating-Opfer mit Fake-Tickets in die Falle

Sie lernen eine sympathische Person auf einer Dating-Plattform kennen, die schnell Interesse zeigt. Nach ein paar Gesprächen schlägt Ihr neuer Flirt ein gemeinsames Theatererlebnis vor – klingt vielversprechend, oder? Doch Vorsicht: Hinter der Einladung könnte ein perfider Betrug stecken.

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Basel-Landschaft BL: Temposünder mit kreativer Ausrede? Polizei bleibt konsequent

Die Polizei Basel-Landschaft hat auf Facebook einen humorvollen Beitrag veröffentlicht, der zeigt, wie ein Temposünder versucht, sich mit einer ausgefallenen Erklärung herauszureden.

„Manchmal sind Ausreden so kreativ, dass sie das ganze Universum umfassen. Doch am Ende zählt nur eins: Zu schnell ist zu schnell“, schreibt die Polizei in ihrem Posting.

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Pieterlen BE: Reisecar-Insassen mit Vergiftungserscheinungen – Norovirus

Am Mittwochnachmittag sind mehrere Insassen eines Reisecars mit Vergiftungserscheinungen ins Spital gebracht worden. Bei zwei betroffenen Personen konnte das Norovirus nachgewiesen werden. Die Raststätte Pieterlen musste aufgrund des Einsatzes während mehreren Stunden gesperrt werden.

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Laufenburg/Herznach AG: Polizei stoppt Handy-Sünder – Kontrollen an Fussgängerstreifen

Am 19. März 2025 wurden durch die Polizei Oberes Fricktal in Laufenburg und Herznach Verkehrskontrollen mit Schwerpunkt Ablenkung im Bereich von Fussgängerstreifen durchgeführt. Dabei mussten mehrere Fahrzeuglenkende wegen der Bedienung von Handys während der Fahrt und wegen des Telefonierens ohne Freisprecheinrichtung verzeigt werden.

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Beromünster LU: Auto schleudert quer über beide Fahrstreifen auf die Wiese

Am Mittwoch (19. März 2025, kurz nach 04:30 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Surseestrasse von Rickenbach herkommend in Richtung Sursee. Im Gebiet der Liegenschaft Holdern geriet das Fahrzeug aus noch ungeklärten Gründen rechts über den Fahrbahnrand hinaus und schleuderte quer über beide Fahrstreifen auf die Wiese.

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Littau LU: Wagen prallt gegen Granitstein und kippt – CHF 15'000 Schaden

Am Dienstag (18. März 2025, kurz vor 14:00 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Thorenbergstrasse in Littau von Malters Richtung Luzern. Aus noch ungeklärten Gründen geriet das Fahrzeug mit dem linken Vorderrad gegen die Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte.

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A2/Egerkingen SO: Fahrzeug nach Kollision mit Sattelmotorfahrzeug eingeklemmt

Auf der Autobahn A2 bei Egerkingen hat sich am Mittwochmorgen, 19. März 2025, eine Kollision zwischen einem Auto und einem Sattelmotorfahrzeug ereignet. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt und in ein Spital gebracht.

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Mühlau AG: Auto prallt gegen Strassenlampe und kippt – Fahrerin (63) verletzt

Eine Automobilistin prallte heute Mittag in Mühlau gegen eine Strassenlampe und kippte auf die Seite. Die Feuerwehr musste die 63-Jährige aus dem stark beschädigten Wagen bergen. Eine Ambulanz brachte sie verletzt ins Spital.

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Schaffhausen SH: Betrunkener Fahrer (49) flüchtet vor Polizei – Stopp am Engekreisel

Ein 49-jähriger Autofahrer war in der Nacht auf Mittwoch (19.03.2025) alkoholisiert unterwegs und missachtete eine Verkehrskontrolle in der Stadt Schaffhausen. Die Schaffhauser Polizei stoppte ihn schliesslich beim Engekreisel und entzog ihm den Führerausweis.

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Autobahn A5/Neuchâtel: Kollision im Osttunnel – Beifahrerin verletzt ins Spital gebracht

Am Mittwoch, 19. März, gegen 08:00 Uhr fuhr ein 26-jähriger Bewohner von Savagnier mit seinem Auto auf den Anschluss der A5 bei Vauseyon, um den Osttunnel in Richtung Biel zu nehmen. Im Tunnel wechselte er direkt auf die linke Spur.

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Winterthur ZH: 26-Jähriger Schweizer nach Pyrofackel-Wurf im Stadion angeklagt

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich hat Mitte März 2025 beim Bezirksgericht Winterthur Anklage gegen einen Mann wegen versuchter schwerer Körperverletzung und weiterer Straftaten erhoben. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, Ende April 2024 nach einem Fussball-Cupspiel in Winterthur eine brennende Pyrofackel ins Publikum geworfen zu haben.

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Bevaix NE: 9-Jähriger von Auto erfasst und ins Spital gebracht

Am Mittwoch, 19. März, gegen 07:50 Uhr, fuhr ein 50-jähriger Bewohner von Bevaix mit seinem Auto auf der Rue de la Gare in Bevaix in nordöstlicher Richtung. An der Kreuzung mit der Rue du Temple kam es zu einer Kollision mit einem 9-jährigen Jungen aus Bevaix, der rennend auf die Strasse lief.

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Graubünden: Mehr Unfälle durch Ablenkung und Alkohol trotz verstärkter Kontrollen

Auf den Strassen Graubündens gab es im Jahr 2024 insgesamt 2.445 Verkehrsunfälle. Dabei kamen 10 Personen ums Leben und 582 Personen wurden verletzt. Die Zahl der Motorradunfälle ist erneut gesunken. Allerdings gab es einen Anstieg der Unfälle unter Alkoholeinfluss.

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Bargen SH: Alkoholisierter Deutscher (55) prallt gegen Leitplanke – Führerausweis entzogen

Am Dienstagabend (18.03.2025) ist ein alkoholisierter Mann auf der H4 zwischen Schaffhausen und Bargen mit einem Auto mit einer Leitplanke kollidiert und beschädigte diese erheblich. Der Autofahrer wurde dabei nicht verletzt

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Stadtpolizei Zürich: Grossrazzia nach Fussballkrawallen – Tatverdächtige identifiziert

Die Stadtpolizei Zürich hat in Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften Zürich-Limmat und Zürich-Sihl rund zwei Dutzend Personen ermittelt, die im Oktober 2024 eine S-Bahn stürmten sowie auf der Hardbrücke mehrere Personen angriffen und teilweise beraubten. Am Samstagnachmittag, 19. Oktober 2024, kam es vor dem Fussballderby GC – FCZ am Bahnhof Hardbrücke zu einer Auseinandersetzung zwischen Anhängern der beiden Fussballklubs, als rund 50 vermummte Personen die S9 stürmten (>>Polizei.news berichtete<<).

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Kantonspolizei Zürich: Warnung vor Ablenkung im Strassenverkehr durch Handynutzung

App-Gelenkt? Seien Sie aufmerksam und lassen Sie sich im Strassenverkehr nicht ablenken - auch wenn Sie zu Fuss unterwegs sind.

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Boudevilliers NE: Kollision beim Auffahren auf die N20 – Zeugenaufruf

Am Dienstag, 18. März 2025, gegen 18:10 Uhr, fuhr ein Auto auf die Einfahrtsspur der Autobahn N20 bei Valangin in Richtung La Chaux-de-Fonds. Beim Wechsel auf die rechte Fahrspur der Autobahn kam es zu einer Kollision mit einem Fahrzeug, das sich auf der linken Spur in Richtung La Chaux-de-Fonds bewegte.

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Bottmingen BL: Bewaffneter Mann löst Polizeieinsatz am Bruderholzspital aus

Am Dienstagabend, 18. März 2025, kurz nach 17.15 Uhr, musste die Polizei Basel-Landschaft nach Bottmingen BL zum Kantonsspital Bruderholz ausrücken. Ein mit einer Gasdruckpistole bewaffneter Mann löste einen Grosseinsatz der Polizei Basel-Landschaft aus.  Der Mann konnte angehalten werden. Es wurde niemand verletzt.

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Altdorf SH: Starke Rauchentwicklung nach vergessener Pfanne – Feuerwehr im Einsatz

In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Altdorf kam es am Dienstagnachmittag (18.03.2025) zu einer starken Rauchentwicklung, nachdem ein Bewohner eine Pfanne auf dem Herd unbeaufsichtigt liess und einschlief. Gegen 15:15 Uhr am Dienstagnachmittag (18.03.2025) erreichte die Schaffhauser Polizei die Meldung, dass Rauch aus dem Dach eines Mehrfamilienhauses in Altdorf steige.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.