Schweiz

Zürich ZH: 82-jährige Fussgängerin stirbt nach Tramkollision – Polizei sucht Zeugen

Die Frau, die am 27. Mai 2026 im Kreis 12 bei einer Kollision mit einem Tram schwer verletzt worden war, ist leider im Spital verstorben. Die Stadtpolizei Zürich sucht weiterhin Zeugen.

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Grabs SG: Motorradfahrer bei Überholmanöver mit abbiegendem Auto kollidiert

Am Montagmittag (25.05.2026), kurz vor 11:30 Uhr, ist es auf der Staatsstrasse, Höhe Storchenbadstrasse, zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht zur Klärung des Unfallhergangs Zeugen.

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Mellingen AG: „Wheelie“ misslingt – Motorrad-Neulenker schwer verletzt

Beim unnötigen Fahren auf dem Hinterrad stürzte ein Motorrad-Neulenker in Mellingen und verletzte sich mittelschwer. Bei einer Probefahrt auf einer nicht eingelösten Maschine kam in Niederlenz ein weiterer Motorradfahrer zu Fall. Er kam mit leichten Verletzungen davon.

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Kanton Genf: Betrüger verschicken Fake-Post mit erfundenen Straftatvorwürfen

Achtung: Aktuell kursiert ein neuer Fall von Phishing. Unter dem Anschein einer offiziellen Post werfen Betrüger ihren Empfängern schwere Straftaten vor und drohen mit einer bevorstehenden Festnahme, wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden per E-Mail antworten.

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Gurtnellen UR: Nachtsperrungen wegen Bauarbeiten an der Gotthardstrasse

In den zwei Nächten von Montag, 1. Juni 2026, auf Dienstag, 2. Juni 2026, und von Dienstag, 2. Juni 2026, auf Mittwoch, 3. Juni 2026, muss die Gotthardstrasse bei der Fellitobel-Brücke in der Gemeinde Gurtnellen im Bereich Wassnerwald jeweils von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr gesperrt werden. Der Busbetrieb ist davon nicht betroffen.

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Kerenzerberg GL: A3-Tunnel wegen Bauarbeiten tagelang komplett gesperrt

Sowohl die Instandsetzung der Escherkanalbrücke als auch diverse Abbruch- und Betonarbeiten im Tunnel machen während mehrerer Wochen durchgehende Sperrungen des Kerenzerbergtunnels erforderlich. Der Verkehr wird während der Sperrungen im Gegenverkehr über die Seestrecke umgeleitet.

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Näfels GL: Albaner mit rund einem Kilo Heroin und Bargeld festgenommen

Am Freitag, 8. Mai 2026, führten Ermittler der Kantonspolizei Glarus im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen mutmasslichen Betäubungsmittelhandels eine Hausdurchsuchung bei einem 20-jährigen albanischen Staatsangehörigen durch. Dabei konnten rund ein Kilogramm Heroin sowie Bargeld in der Höhe von rund 1'700 Franken sichergestellt werden.

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Kanton Uri: Baustelle am Klausenpass sorgt monatelang für Verkehrsbehinderungen

Von Montag, 1. Juni, bis Freitag, 2. Oktober 2026, werden an der Klausenpassstrasse in der Kurve im Bereich „Balmerbach“ unterhalb des Hotels Klausenpass zwei Arbeiten ausgeführt. Einerseits wird der Durchlass instand gestellt, andererseits wird der Belag ersetzt.

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Stein am Rhein SH: Reisecar bleibt in Altstadtgasse stecken – Fahrer flüchtet

Am Mittwochnachmittag (27.05.2026) blieb ein Reisecar in einer Gasse in Stein am Rhein stecken. Dabei beschädigte der Car eine Hausecke. In der Folge entfernte sich der Carchauffeur pflichtwidrig von der Unfallstelle, konnte aber von der Schaffhauser Polizei ermittelt werden.

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Luzern LU: Polizei warnt vor dubiosen Goldankäufern an der Haustür

Alle gewerbsmässigen Ankäufe von Altedelmetallen unterstehen seit 2023 einer Registrierungspflicht. Die Luzerner Polizei stellte in den jüngsten Tagen vermehrt Händler fest, die direkt an der Haustüre agieren.

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Mit Handy und Kopfhörern unterwegs: Risiken auf dem Schulweg

Musik hören, Nachrichten schreiben oder kurz durch Social Media scrollen, Smartphone und Kopfhörer gehören für viele Kinder und Jugendliche einfach dazu. Auf dem Schulweg kann das jedoch schnell gefährlich werden. Fahrzeuge, Velos, Fussgänger, Kreuzungen oder Baustellen erfordern ständige Wahrnehmung und schnelle Reaktionen. Schon wenige Sekunden Unachtsamkeit reichen aus, um eine Situation falsch einzuschätzen. Der folgende Beitrag zeigt, warum Handys und Kopfhörer auf dem Schulweg Risiken erhöhen und wie Eltern Kinder dabei unterstützen können, sich sicherer im Verkehr zu bewegen.

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Wädenswil ZH: 73-Jähriger kippt mit Mähtraktor um und wird schwer verletzt

Bei Mäharbeiten ist am Mittwochmittag (27.5.2026) in Wädenswil ein Mann mit seinem Mähtraktor verunfallt und dabei schwer verletzt worden. Der 73-Jährige musste mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.

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Liestal BL: Dutzende Interessierte blicken hinter die Kulissen der Polizei

Am vergangenen Samstag öffnete die Polizei Basel-Landschaft in der Gutsmatte in Liestal ihre Türen für alle, die sich für den Polizeiberuf interessieren. Rund 60 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, spannende Einblicke in die Ausbildung zur Polizistin beziehungsweise zum Polizisten zu erhalten, Fragen zu stellen und den Polizeialltag hautnah kennenzulernen.

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Obwalden: Polizei zieht nach ereignisreichem Pfingstwochenende Bilanz

Rückblick auf das Pfingstwochenende 2026: Ereignisreiche Tage für unsere Patrouillen. Die Kantonspolizei Obwalden rückte über die Feiertage zu mehreren Verkehrsunfällen und alkoholbedingten Einsätzen aus.

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Luzerner Polizei: Hund „Carlos“ kämpft im Kanal ums Überleben – Polizist greift ein

Uns erreichte die Meldung, dass ein Hund in einen Kanal gefallen ist. Die Besitzerin, hochschwanger, konnte nicht zu ihm und der Hund schaffte es nicht mehr alleine ans Ufer.

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Rüti bei Riggisberg BE: 19-jährige Töfffahrerin stirbt nach Unfall und Brand

Am Dienstagabend ist es in Rüti bei Riggisberg zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Eine Motorradlenkerin wurde in kritischem Zustand ins Spital gebracht und erlag später ihren Verletzungen. Zur Klärung des Unfallherganges werden Zeugen gesucht.

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Schweiz: Cyberkriminelle locken mit Fake-Ticket-Gewinnspielen auf Social Media

Auf Social Media kursieren gefälschte Ticket-Gewinnspiele für aktuelle Events. Die Beiträge erscheinen auf gefälschten Profilen im Namen bekannter Firmen.

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Kanton Luzern: Marion Gredig wird neue Kommunikationschefin der Polizei

Die Luzerner Polizei erhält per 1. September 2026 eine neue Chefin Kommunikation und Prävention. Die 52-jährige Marion Gredig bringt eine breite Erfahrung aus der Medien- und Kommunikationsbranche mit.

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Walzenhausen AR: Gerüstbauer stürzt bei Arbeitsunfall drei Meter in die Tiefe

Am Dienstag, 26. Mai 2026, ist es in Walzenhausen zu einem Arbeitsunfall gekommen. Ein Bauarbeiter stürzte von einem Gerüst. Er verletzte sich dabei unbestimmt.

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Zürich ZH: Velofahrer prallt frontal in VBZ-Bus und wird schwer verletzt

Am Mittwochvormittag, 27. Mai 2026, kollidierte ein Velo im Kreis 10 frontal mit einem Bus der VBZ. Der Lenker des Fahrrades wurde schwer verletzt. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen.

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Rüttenen SO: Feuerwehr verhindert nach Garagebrand grösseres Feuer im Wohnhaus

In einer angebauten Garage bei einem Einfamilienhaus in Rüttenen kam es am Mittwochmorgen, 27. Mai 2026, aus noch zu klärenden Gründen zu einem Brand. Dank des raschen Löscheinsatzes durch Angehörige der Feuerwehren Rüttenen und Solothurn konnte das Feuer, das auch auf das Wohnhaus übergriff, schnell unter Kontrolle gebracht und schliesslich vollständig gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

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Zürich ZH: Fussgängerin übersieht Tram und wird schwer verletzt (Zeugenaufruf)

Am Mittwochmorgen, 27. Mai 2026, kollidierte im Kreis 12 ein Tram mit einer Fussgängerin. Sie wurde schwer verletzt. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen.

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Ablenkung im Tunnel: Warum Sekunden entscheidend sind

Ein kurzer Blick aufs Handy, eine schnelle Eingabe ins Navigationssystem oder ein Gespräch mit Mitfahrern, im Seelisbergtunnel können schon kleine Unaufmerksamkeiten gefährlich werden. Im Tunnel wirken sich Fehler oft schneller aus als auf offener Strecke. Der folgende Beitrag zeigt, warum Ablenkung im Tunnel besonders riskant ist und wie Sie typische Fehler vermeiden können.

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Gais AR: 77-jähriger E-Bike-Fahrer nach Kollision im Kreisel verletzt

Am Dienstag, 26. Mai 2026, ist es in Gais zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem E-Bike gekommen. Dabei verletzte sich eine Person leicht. Es entstand Sachschaden.

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Gossau SG: Fahrunfähiger Autofahrer rammt Fahrzeuge und wird in Handschellen gelegt

Am Dienstagnachmittag (26.05.2026) hat ein 50-jähriger Mann innert kurzer Zeit mit seinem Auto zwei Auffahrunfälle verursacht und parkierte Autos beschädigt. Er fuhr jeweils davon und wurde später als fahrunfähig eingestuft. Gegenüber den Polizisten verhielt er sich unkooperativ.

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Wil SG: Hecke gerät bei Unkrautarbeiten plötzlich in Brand

Am Dienstagnachmittag (26.05.2026) hat an der Neulandstrasse eine Hecke gebrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Verletzt wurde niemand. Die Hecke dürfte beim Abbrennen von Unkraut in Brand geraten sein.

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Montlingen SG: Drei Fahrzeuge kollidieren im Feierabendverkehr auf der A13

Am Dienstag (26.05.2026) hat sich auf der Autobahn A13 zwischen Oberriet und Kriessern eine Auffahrkollision ereignet. Verletzt wurde niemand, jedoch bildete sich im Feierabendverkehr ein beträchtlicher Stau.

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Kanton Nidwalden: Kein Anstieg bei Graffitis und Vandalismus festgestellt

Graffitis und Vandalismus bei öffentlichem Eigentum und an touristischen Infrastrukturen stehen im Fokus einer Interpellation. Der Regierungsrat hält in seiner Antwort auf den Vorstoss fest, dass sichtbare Sachbeschädigungen zwar eine erhebliche Wirkung entfalten können, im Kanton Nidwalden jedoch kein Anstieg von Vorfällen festzustellen ist.

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Eschlikon TG: Mann (63) stürzt bei Mäharbeiten Wiesenbord hinunter – Rega-Einsatz

Am Dienstagnachmittag musste in Eschlikon ein Mann nach einem Sturz von der Rega ins Spital geflogen werden. Gegen 15 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass ein Mann während Mäharbeiten ein Wiesenbord hinuntergestürzt sei.

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Schweiz: Schon 20 Grad machen parkierte Autos zur Todesfalle für Hunde

Die Schweiz erlebt derzeit ungewöhnlich früh heisse Tage mit Temperaturen über 30 Grad. Damit steigt auch die Verantwortung für Hundehalter, ihre Vierbeiner vor gefährlicher Überhitzung zu schützen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.