Schweiz

Schlieren ZH: Brutale Prügelei im Wohnquartier – Polizei setzt Destabilisierungsgerät ein

Die Kantonspolizei Zürich nahm am Dienstagnachmittag (3.3.2026) in Schlieren mehrere Männer fest, die auf offener Strasse aufeinander losgingen. Bei der Verhaftung musste ein Destabilisierungsgerät eingesetzt werden.

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Bern BE: Streit eskaliert – Angreifer schlägt mit Stuhl und Flasche zu

Am Montagabend wurde ein Mann in Bern tätlich angegangen und dabei schwer verletzt. Im Zuge der polizeilichen Intervention konnte die Kantonspolizei Bern in diesem Zusammenhang in Bern einen mutmasslichen Täter festnehmen. Die Ermittlungen sind im Gang.

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Martinach VS: Junger Autofahrer im Tunnel massiv zu schnell unterwegs

Am Samstag, 21. Februar 2026, beging ein Automobilist im Tunnel du Mont-Chemin in Martinach eine massive Geschwindigkeitsüberschreitung. Er wurde mit 173 km/h statt der erlaubten 80 km/h gemessen. Am Sonntag, 22. Februar 2026, wurde in Sitten zudem ein Fall von Kabotage aufgedeckt.

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Haag SG / A13: Pannenhilfe trifft Autofahrer (26) schlafend und fahrunfähig an

Am Mittwochmorgen (04.03.2026) traf der auf die Autobahn A13, Höhe Haag, gerufene Pannendienst auf einen in seinem Auto schlafenden Autofahrer. Nachdem die Panne des Autos behoben war, stellte der Mitarbeiter des Pannendienstes eine auffallend unsichere Fahrweise des Autofahrers fest. Die im Anschluss ausgerückte Patrouille stufte diesen als fahrunfähig ein.

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Kapo Wallis veranstaltet Präventionstag für junge Motorradfahrer mit vielfältigem Programm

Am Samstag, 25. April 2026, organisiert die Kantonspolizei Wallis gemeinsam mit Partnern der Verkehrsprävention einen kostenlosen Ausbildungstag für junge und neue Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer an den Standorten St-Maurice und Visp. Eine praxisnahe und konkrete Ausbildung

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Weinfelden TG: Fahrunfähig Parkkollision verursacht und davongefahren

Ein fahrunfähiger Autofahrer verursachte am Dienstagabend in Weinfelden eine Parkkollision und entfernte sich vom Unfallort. Verletzt wurde niemand. Kurz vor 20 Uhr verursachte ein 61-jähriger Autofahrer auf dem östlichen Parkplatz der Sportanlage an der Lauligstrasse eine Parkkollision. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, fuhr der Mann nach Hause. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt einige hundert Franken.

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Stadt Basel BS: 45-jähriger Mann erleidet Schussverletzung – Zeugenaufruf

Am Montag, 2. März 2026, kurz nach 18.00 Uhr, hat ein Unbekannter einen 45-jährigen Mann in der Jungstrasse durch eine Schussabgabe verletzt. Der Täter flüchtete. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte den noch ansprechbaren Geschädigten ins Spital. Eine umgehend eingeleitete Fahndung nach dem unbekannten Täter durch die Kantonspolizei Basel-Stadt verlief bislang erfolglos.

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Wetter am Mittwoch, 04.03.2026: viel Sonne, lokal Nebel am Morgen, bis 18 Grad

Ein Hochdruckgebiet mit Kern über Osteuropa bestimmt am Dienstag und Mittwoch das Wetter in der Schweiz. Ein Kaltlufttropfen über den östlichen Alpen zieht nach Osten ab, womit auch im Süden die Luftmasse immer mehr abgetrocknet wird. Am Donnerstag gelangt mit einer schwachen süd-südwestlichen Strömung eine mit Saharastaub angereicherte Luftmasse den westlichen Alpenraum.

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Genf GE: Pyro-Exzesse im Stade de Genève – Nordtribüne gesperrt

Die Genfer Behörden verurteilen den weitverbreiteten Einsatz von Pyrotechnik und Rauchbomben, der sich am vergangenen Samstag im Stade de Genève ereignete. Trotz der für Servette FC verhängten Stufe-2-Maßnahme („Progresso“) für zwei Spiele, die nach Ausschreitungen und insbesondere dem Einsatz von Pyrotechnik am Bahnhof Lausanne am Sonntag, dem 15. Februar 2026, erfolgte, wurden die Auflagen der Genehmigung nicht erfüllt. Gemäß dem Stufenmodell von „Progresso“ ordneten die Behörden die Schließung der Nordtribüne für die Fans beim Heimspiel zwischen Servette FC und dem FC Zürich am Samstag, dem 7. März, an. Diese Maßnahme gilt zunächst für drei Spiele.

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Kanton Basel-Stadt: Regierung organisiert Spital- und Gefängnisseelsorge neu

Die bisherige Seelsorgetätigkeit in Spitälern und Gefängnissen im Kanton Basel-Stadt soll neu organisiert werden. Dafür wird eine Trägerschaft gegründet. Der Kanton Basel-Stadt unterstützt die seelsorgerische Tätigkeit – neu auch in den Privatspitälern – mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von 1.6 Mio. Franken. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Vorlage zuhanden des Parlaments verabschiedet.

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Rorschach SG: Fahrunfähige Lenkerin baut Crash direkt vor Polizeistation

Am Dienstagvormittag (03.03.2026) ist es direkt vor der Polizeistation Rorschach zu einer Kollision zweier Autos gekommen. Dabei wurde niemand verletzt, doch wurde eine Autofahrerin als fahrunfähig eingestuft. Die Frau steht in Verdacht, zuvor mit ihrem Auto bereits einen Unfall verursacht und diesen nicht gemeldet zu haben.

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Kanton Schaffhausen: Polizei warnt – Betrüger geben sich als Spitex und Behörden aus

In den vergangenen Tagen sind bei der Schaffhauser Polizei mehrere Dutzend Meldungen zu betrügerischen Anrufen von vermeintlichen Banken, Polizeibehörden oder Spitexverbänden eingegangen. Hierbei hat die Täterschaft stets versucht Daten zu erfragen, unterschiedliche Dienstleitungen anzubieten oder Termine für Gesundheitskontrollen zu vereinbaren. Die Schaffhauser Polizei rät zur Vorsicht.

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Kantons St.Gallen: Bedrohungsmanagement greift 2025 in 168 Fällen ein

Die Abteilung Bedrohungs- und Risikomanagement (BRM) der Kantonspolizei St.Gallen ist im Gewaltschutz präventiv und proaktiv tätig. Das Verhindern von schwerer, zielgerichteter Gewalt ist das Ziel ihrer Arbeit.

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Steinen SZ: Selbstunfall am frühen Abend – Rollerfahrer (90) schwer verletzt

Am Montag, 2. März 2026, fuhr ein 90-jähriger Rollerfahrer kurz nach 17 Uhr auf der Goldauerstrasse in Richtung Steinen. Aus noch unbekannten Gründen verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, touchierte den Randstein und stürzte.

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Appenzell AI: Unbekannte hämmern auf Schaufenster ein – Polizei sucht Zeugen

Am frühen Dienstagmorgen (03.03.2026), kurz nach 03.00 Uhr, versuchten bisher unbekannte Täter die Schaufensterscheibe eines Goldschmiedegeschäfts an der Poststrasse in Appenzell einzuschlagen. Trotz massiver Gewaltanwendung gelang es der Täterschaft nicht, die Scheibe zu zerstören.

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Kantone ZH/BL/SG: Falsche Handwerker rauben ältere Menschen aus – 60 Monate Haft gefordert

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Ende Februar 2026 beim Bezirksgericht Meilen Anklage gegen zwei Männer erhoben wegen banden- und gewerbsmässigen Diebstahls sowie Raubs. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich in 18 Fällen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in mehreren Kantonen Zutritt zu den Liegenschaften von älteren Menschen verschafft und Wertsachen im Umfang von insgesamt knapp 300’000 Franken entwendet zu haben.

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Küttigen AG: Sportwagen schleudert nach Frontalkollision die Böschung hinab

Auf der Staffeleggstrasse verlor ein Automobilist die Kontrolle über den Wagen und prallte heftig gegen ein entgegenkommendes Auto. Anschliessend landete er in der Wiese. Ein Beteiligter wurde leicht verletzt.

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Männedorf ZH: Staatsanwaltschaft wertet Tötung als Mord – Täter schuldunfähig

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich hat die Strafuntersuchung im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt vom Mai 2024 in Männedorf abgeschlossen. Sie qualifiziert das Tötungsdelikt als Mord und beantragt dem zuständigen Bezirksgericht Meilen eine freiheitsentziehende therapeutische Massnahme für eine schuldunfähige Person.

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Isenthal UR: Isenthalerstrasse nachts gesperrt – Sicherheitsarbeiten im Kehrtunnel

Die Baudirektion Uri führt im März während zehn Nächten an der Isenthalerstrasse Sicherheitsmassnahmen aus. Die Arbeiten – Erstellung von drei Versuchsankern und Felssicherungen an drei Objekten – werden auf dem Abschnitt Kehrtunnel bis Chäppelicher jeweils zwischen 20.00 Uhr und 04.30 Uhr ausgeführt.

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Emmenbrücke LU: Polizei sprengt Kokainring – sechs Festnahmen und 9 Kilo sichergestellt

Am Freitag (27. Februar 2026) führten Einsatzkräfte mehrerer Polizeikorps unter der Leitung der Staatsanwaltschaft 4 des Kantons Luzern in den Kantonen Luzern und Zürich koordinierte Zugriffe durch. Dabei wurden insgesamt sechs Personen festgenommen und neun Kilogramm Kokain sichergestellt.

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Wetter am Dienstag, 03.03.2026: Sonnig mit Nebel am Morgen, mild am Nachmittag

Ein Hochdruckgebiet mit Kern über Osteuropa bestimmt das Wetter in der Schweiz. In der Nacht auf Dienstag ist die Luft auf der Alpensüdseite noch angefeuchtet, wobei es in Verbindung mit einem Kaltlufttropfen über dem Alpenraum zu letzten Schauern kommt. Am Dienstag zieht der Kaltlufttropfen ostwärts und auch im Süden wird die Luft trockener. Bis auf Weiteres bleibt unser Wetter hochdruckbestimmt.

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Giubiasco TI: 21 Polizeianwärter starten Ausbildung im fünften Bezirk

Die Polizeiakademie des Fünften Bezirks (SCP 2026) nahm heute um 8:00 Uhr in Giubiasco ihren Betrieb auf. Claudio Zali, Direktor der Territorialabteilung, Hauptmann Christophe Cerinotti, Leiter der Ausbildungsabteilung, und Andrea Pronzini, Direktor des Polizeiausbildungszentrums (CFP), begrüssten die neuen Auszubildenden mit offiziellen Ansprachen.

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Flüelen UR: Lieferwagen gerät im Tunnel auf Gegenfahrbahn – drei Verletzte

Heute Montag, 2. März 2026, kurz nach 06.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Lieferwagens mit Zürcher Kontrollschildern im Flüelertunnel in Fahrtrichtung Süden. Gleichzeitig fuhr die Lenkerin eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern in Fahrtrichtung Norden.

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Olten SO: Männer mutmasslich nordafrikanischer Herkunft rauben Halskette

Mehrere derzeit unbekannte Männer haben am Samstag, 28. Februar 2026, beim Bahnhof Olten Hammer einen Mann tätlich angegangen und ihm dabei seine Halskette entwendet. Die Kantonspolizei Solothurn hat umgehend Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Zürich ZH: Flucht durch Kreis 4 – Diensthund "Gin" schnappt Raser

Am Samstagabend, 28. Februar 2026, entzog sich ein Autolenker einer Polizeikontrolle im Kreis 4. Mithilfe des Diensthundes «Gin» konnte die Stadtpolizei Zürich den flüchtenden Mann ausfindig machen und festnehmen.

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Emmen LU: Lieferwagen fährt 10-Jährige auf Velo an – Fahrer begeht Fahrerflucht

Am Freitag (27. Februar 2026, 12:00 Uhr) fuhr ein 10-jähjriges Mädchen auf der Seetalstrasse in Emmen mit dem Velo auf dem Radstreifen in Richtung Waldibrücke. Bei der Einmündung in die Meierhofstrasse bog ein unbekannter Lieferwagen ab und kollidierte mit dem Fahrrad.

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Kottwil LU: Frontalkollision nach Überfahren der Sicherheitslinie – 80'000 Franken Schaden

Am Freitag (27. Februar 2026, 16.30 Uhr) fuhr eine Autofahrerin von Ettiswil in Richtung Sursee. Ausgangs des Dorfes Kottwil geriet ihr Auto über die Sicherheitslinie und kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug.

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Hüttlingen TG: 39-Jährige kracht auf A7 durch Planken und Wildzaun

Eine Autofahrerin wurde am Montagmorgen bei einem Selbstunfall auf der A7 bei Hüttlingen leicht verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Eine 39-Jährige verlor um 7 Uhr in Fahrtrichtung Zürich die Kontrolle über ihr Auto.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.