Schweiz

Willisau LU: Mit 0,80 mg/l gegen Verkehrssignal geprallt – Autofahrer fährt einfach weiter

Am Donnerstag (20. August 2026, ca. 00:45 Uhr) beobachtete eine Polizeipatrouille wie ein Auto beim Kreisel Wydenmatt in Willisau mit einem Verkehrssignal kollidierte. Das Auto fuhr anschliessend, ohne anzuhalten, weiter durch den Kreisverkehr und in Richtung Willisau.

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Basel BS: Velofahrerin verletzt sich bei Kollision – Unfallverursacherin fährt weiter

Am Donnerstag, 20. August 2026, ereignete sich um 09.50 Uhr an der Verzweigung Bärenfelsenstrasse/Leuengasse in Basel ein Verkehrsunfall zwischen zwei Velofahrerinnen. Die Unfallverursacherin entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um die Verletzte zu kümmern.

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Basel BS: Dachbesetzer sollen rund 90’000 Franken Polizeikosten bezahlen

Die Kantonspolizei Basel-Stadt wird den beiden Personen, die sich Anfang Juli im Zuge einer Räumung während längerer Zeit auf einem Dach aufgehalten hatten, die durch ihr Verhalten verursachten Einsatzkosten auferlegen. Zudem konnte die Kantonspolizei den mutmasslichen Urheber der Sprayerei am Rathaus während der Demonstration am Abend der Räumung identifizieren.

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Appenzell AI: Lenker weicht aufs Bahntrassee aus und kracht in Bahnanlage und Auto

Am frühen Mittwochabend (19.08.2026) fuhr ein 62-jähriger Autolenker mit seinem schwarzen VW-Golf auf der Gaiserstrasse von Appenzell in Richtung Gais. In Meistersrüte bemerkte er zwei vor ihm stillstehende Fahrzeuge zu spät und wich deshalb nach rechts ins dortige Bahntrassee aus.

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Bern BE: Auto gerät auf Trottoir und Leitplanke – Lenker verletzt ins Spital gebracht

Am Donnerstagmorgen ist es in Bern zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Autolenker kollidierte mit einem Bord und musste verletzt mit einer Ambulanz ins Spital gebracht werden. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache aufgenommen.

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Solothurn SO: Mutmasslicher Sekundenschlaf – zwei Autos kollidieren, Lenker leicht verletzt

Auf der Weissensteinstrasse in Solothurn hat sich am Mittwochnachmittag, 19. August 2026, eine seitlich-frontale Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Dabei wurde ein Fahrzeuglenker leicht verletzt und zur ärztlichen Kontrolle in ein Spital gebracht.

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Tegerfelden AG: Fussgängerin am Hinterkopf verletzt – Polizei sucht E-Scooter-Fahrer

Am Mittwochabend waren zwei Fussgängerinnen auf dem Fuss- und Fahrradweg von Tegerfelden nach Döttingen unterwegs. Zeitgleich fuhr ein unbekannter E-Scooter-Fahrer in dieselbe Richtung. Beim Vorbeifahren wurde eine der Fussgängerinnen am Hinterkopf verletzt. Die Polizei sucht Augenzeugen.

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Staufen AG: Fussgängerin mutmasslich von Auto angefahren – Polizei sucht junge Lenkerin

Am Mittwochmorgen war eine Fussgängerin in Staufen im Bereich Gässli auf dem Trottoir in Richtung Zopfgasse unterwegs. Dabei wurde sie mutmasslich von einem Auto von hinten angefahren und stürzte. Sie verletzte sich leicht. Die Automobilistin hielt kurz an, entfernte sich dann jedoch vom Unfallort. Die Polizei sucht Augenzeugen.

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Kapo Aargau: Notruf 117 oder nicht? Polizei gibt Tipps für den Ernstfall (Video)

117 – wann ist es wirklich ein Notruf? Nicht jede unangenehme Situation ist ein Fall für die Notrufnummer. Wir erklären dir anhand von Alltagsbeispielen, wann die 117 der richtige Ansprechpartner ist – und wann nicht.

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Chevenez JU: Gestohlenes Luxusauto flüchtet bis Frankreich – vier Personen festgenommen

Ein in Biel gestohlenes Luxusauto, eine Flucht bis nach Frankreich. In der Nacht auf den 9. August wurden in Wolschwiller (F) vier Personen nach einer gefährlichen Verfolgungsfahrt mit einem in Biel als gestohlen gemeldeten Luxusfahrzeug festgenommen.

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Ignorante Gänse verursachen fast einen tragischen Unfall in Schaffhauser Miniaturwelt

In der Schaffhauser Miniaturwelt kam es gestern zu einem kuriosen Zwischenfall: Ein weisser Kleinwagen musste plötzlich abbremsen, als eine Gänseschar die Strasse blockierte. Nach Angaben von Augenzeugen führte der Wagen eine derart abrupte Vollbremsung durch, dass sich die Hinterreifen fast senkrecht vom Boden hoben.

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Luzern: POLI wünscht allen Kindern einen sicheren, fröhlichen Start ins neue Schuljahr

Ein neues Abenteuer beginnt! Heute ist ein ganz besonderer Tag.

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Wetter am Donnerstag, 20.08.2026: Schauer, Gewitter und lokal kräftiger Regen

Ein Zwischenhoch hat sich am Mittwoch zum Alpenraum ausgedehnt und führt mit Westwind vorübergehend nochmals heisse Luft zu uns. Am Donnerstag dreht die Strömung auf Südwest, wodurch feuchte und sehr labile Luft vor allem die Alpensüdseite erreicht. Im Verlauf des Freitags überquert eine Kaltfront die Alpennordseite. Sie sorgt verbreitet für Niederschlag und im Norden für eine weitere Abkühlung.

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Locarno TI: Seit Sonntag vermisster 72-Jähriger tot im Lago Maggiore aufgefunden

Die Kantonspolizei teilt mit, dass am 17.08.2026 kurz vor 15 Uhr im Bereich der Maggia-Mündung der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) das Verschwinden eines 72-jährigen Schweizer Bürgers mit Wohnsitz im Raum Locarno in den Gewässern des Lago Maggiore gemeldet wurde. An der Suche beteiligten sich Einsatzkräfte der Kantonspolizei und die Salvataggio Sub Gambarogno.

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Zofingen AG: Hecken und Äste müssen bis Ende September zurückgeschnitten werden

Überhängende Äste, Hecken und Sträucher können die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, indem sie Signale, Strassenbeleuchtungen oder Strassenbezeichnungen verdecken. Zudem erschweren sie die Arbeit der öffentlichen Dienste wie Strassenreinigung und Winterdienst und behindern Fussgänger, Fussgänger sowie Velofahrende.

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St.Gallen SG: Sicher mit dem SUP unterwegs – Kantonspolizei erklärt Regeln auf See und Fluss

Mit dem SUP unterwegs zu sein, gehört für viele zum Sommer dazu. Der neue Kapo-Ratgeber zeigt, welche Regeln gelten und worauf es für eine sichere Tour ankommt.

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Davos GR: 80-Jähriger übersieht Linienbus auf Promenade – acht Personen verletzt

Am Mittwoch ist es auf der Promenade zu einer Kollision zwischen einem Automobilisten und einem Linienbus gekommen. Dabei wurden acht Personen verletzt.

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Neuhausen am Rheinfall SH: Einbruch in Hobbyräume – zwei Männer flüchten vom Tatort

In der Nacht von Montag (17.8.2026) auf Dienstag (18.8.2026) ist es in Neuhausen am Rheinfall bei der Verzweigung Zentral- und Weinbergstrasse zu einem Einbruch in Hobbyräume eines Mehrfamilienhauses gekommen. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu diesem Einbruch.

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Saint-Imier BE: Neue SBB-Haltestelle La Clef entsteht – Inbetriebnahme Ende 2027 geplant

Die Ortschaft Saint-Imier wird künftig von zwei SBB-Bahnhöfen erschlossen: Die Bauarbeiten für die neue Haltestelle St-Imier La Clef im gleichnamigen Industriegebiet beginnen im September. Die Kundschaft wird dort insbesondere über einen neuen Perron mit niveaugleichem Einstieg in die Züge sowie über eine Personenunterführung verfügen.

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Schweiz: Neue Phishing-Falle mit SBB-Billetten – Kriminelle kopieren Website fast 1:1

Kriminelle kopieren den Internetauftritt der SBB bis ins kleinste Detail und simulieren einen glaubwürdigen Billetkauf. Wer seine Daten preisgibt, riskiert, in die Falle zu tappen.

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Schweizer Armee: Bundesrat will 970 Millionen Franken für Luftverteidigung freigeben

Angesichts der verschärften Bedrohungslage und langer Lieferfristen bei Rüstungsgütern will der Bundesrat zentrale Investitionen in die Sicherheit beschleunigen. Um Liefertermine für die Beschaffungen zur Luftverteidigung gemäss Armeebotschaft 2026 zu sichern, wird er dem Parlament einen Nachtragskredit von 970 Millionen Franken beantragen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.