Schweiz

Schweiz: Neue Phishing-Falle mit SBB-Billetten – Kriminelle kopieren Website fast 1:1

Kriminelle kopieren den Internetauftritt der SBB bis ins kleinste Detail und simulieren einen glaubwürdigen Billetkauf. Wer seine Daten preisgibt, riskiert, in die Falle zu tappen.

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Schweizer Armee: Bundesrat will 970 Millionen Franken für Luftverteidigung freigeben

Angesichts der verschärften Bedrohungslage und langer Lieferfristen bei Rüstungsgütern will der Bundesrat zentrale Investitionen in die Sicherheit beschleunigen. Um Liefertermine für die Beschaffungen zur Luftverteidigung gemäss Armeebotschaft 2026 zu sichern, wird er dem Parlament einen Nachtragskredit von 970 Millionen Franken beantragen.

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Schweiz: Verkehrssicherheit auf dem Schulweg – diese Kindervelos schneiden stark ab

Für viele Kinder ist das Velo das erste Fahrzeug, mit dem sie selbstständig im Strassenverkehr unterwegs sind. Umso wichtiger sind ein kindgerechtes Gewicht und eine ergonomische Bauweise. Der TCS hat zehn Kindervelos mit 20-Zoll-Rädern getestet. Die Qualität der Modelle ist insgesamt hoch, dennoch zeigen sich Unterschiede bei Ergonomie, Handhabung und Ausstattung.

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St.Gallen SG: Selbstunfall im Schorentunnel – Auto prallt frontal gegen die Tunnelwand

Am Dienstagnachmittag (18.08.2026) ist eine 27-jährige Autofahrerin im Schorentunnel verunfallt. Sie wurde leicht verletzt und begab sich selbständig ins Spital. Für die Bergungs- und Reinigungsarbeiten musste der Schorentunnel in Fahrtrichtung Zürich während rund einer Stunde gesperrt werden. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Melide TI: 52-jährige Frau leblos im Luganersee gefunden – Reanimation bleibt erfolglos

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz nach 17.30 Uhr in Melide zu einem Ertrinkungsunfall gekommen ist. Gemäss einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, welche die polizeilichen Ermittlungen klären müssen, wurde eine 52-jährige Schweizerin mit Wohnsitz im Raum Lugano bewusstlos im Luganersee aufgefunden, einige Meter vom Ufer entfernt.

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Saas-Grund VS: Seit 34 Jahren vermisste Bergsteiger auf dem Triftgletscher gefunden

Am 26. Juli 2026 entdeckte ein Wanderer auf dem Triftgletscher Überreste von menschlichen Körpern, die durch das Abschmelzen des Gletschers freigelegt worden waren. DNA-Analysen haben nun ergeben, dass es sich um zwei Bergsteiger handelt, die seit 1992 vermisst wurden.

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Rapperswil-Jona SG: Junge Polizeihunde trainieren im Zoo zwischen Affen & Raubkatzen

Simon und Wega kennt ihr bereits. Dieses Mal haben uns die beiden ein paar Eindrücke von einer ganz besonderen Übung mit ihren Kolleginnen und Kollegen geschickt.

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Wetter am Mittwoch, 19.08.2026: Sonnig, am Abend einzelne Schauer und Gewitter

Ein Zwischenhoch dehnt sich von der Biskaya über Frankreich hinweg ostwärts zur Schweiz aus. In den höheren Luftschichten strömt warme und am Mittwoch noch mässig feuchte, morgen dann deutlich trockenere Luft zum Alpenraum. Am Donnerstag dreht die Strömung auf Südwest, wobei feuchte und sehr labile Luft vor allem die Alpensüdseite erfasst.

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Gland VD: 45-Jähriger stirbt nach schwerem Unfall auf A1 – drei weitere Personen verletzt

Am Montag, 17. August 2026, verlor ein Autofahrer auf der Autobahn A1 kurz vor der Ausfahrt Gland die Kontrolle über sein Fahrzeug. Einer der vier Insassen verstarb in der Nacht. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

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Glarus GL: Vier Gastro-Einbrüche innert zwei Tagen – Kantonspolizei ermittelt in allen Fällen

Am Montag, 17.08.2026 und Dienstag, 18.08.2026 wurden der Kantonspolizei Glarus insgesamt vier Einbruchdiebstähle in Gastronomiebetriebe gemeldet. In einem Take-Away wurde in den frühen Morgenstunden eine Kasse entwendet.

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Leserreporterin und Leserreporter: Videos, Bilder, Texte und Hinweise für Polizei.news

Unterwegs und plötzlich mitten im Geschehen – bei einem Polizeieinsatz, einem Unfall, einem Brand oder einem anderen aussergewöhnlichen Ereignis? Dann können aktuelle Videos, Bilder und Hinweise direkt an die Redaktion von Polizei.news übermittelt werden. Mit der grössten Polizei-Community der Schweiz möchten wir unsere Leserinnen und Leser noch stärker einbeziehen. Oft sind Menschen direkt vor Ort die Ersten, die ein Ereignis beobachten, Videos oder Bilder aufnehmen und wertvolle Hinweise liefern können.

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Pfäffikon SZ: Polizei fasst drei mutmassliche Einbrecher im Alter von 14 bis 22 Jahren

In der Nacht auf Dienstag, 18. August 2026, wurden in Altendorf drei Garagenboxen aufgebrochen. Die Kantonspolizei Schwyz konnte noch in der Nacht in Pfäffikon drei mutmassliche Täter festnehmen. Am Montagabend, 17. August 2026, erhielt die Kantonspolizei Schwyz um 23.40 Uhr die Meldung, dass unbekannte Personen an der Talbachstrasse in Altendorf die Scheibe eines Garagentores eingeschlagen hätten und anschliessend zu Fuss geflüchtet seien.

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Breitenbach SO: 17-jähriger Motorradlenker bei Selbstunfall mittelschwer verletzt

Auf der Birslachstrasse in Breitenbach hat sich am Montagnachmittag, 17. August 2026, ein Selbstunfall mit einem Motorrad ereignet. Dabei wurde der Motorradlenker verletzt. Zur Klärung des Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen.

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Steinhausen ZG: 64-Jähriger bei Arbeiten mit Transportkran erheblich verletzt

Am Montagnachmittag (17. August 2026) ist ein Mann bei Arbeiten mit einem Transportkran erheblich verletzt worden. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde er mit einem Rettungshelikopter in ein ausserkantonales Spital geflogen.

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Uri: Regierungsrat fordert mehr Tempo bei Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene

Der Regierungsrat begrüsst die vom Bund geplanten Massnahmen, die eine Rückverlagerung des Güterverkehrs auf die Strasse bremsen und den Schienengüterverkehr in einer schwierigen Phase stärken sollen. Gleichzeitig sieht er weiterhin erheblichen Handlungsbedarf, damit die vom Volk beschlossenen Verlagerungsziele langfristig erreicht werden.

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Zürich ZH: Nord-, Rousseau- und Imfeldstrasse wegen Belagsarbeiten zeitweise gesperrt

Von Montag, 24. August, 5 Uhr, bis Montag, 31. August 2026, 7 Uhr, ist die Nordstrasse im Abschnitt Rotbuchstrasse bis Nordstrasse 200 gesperrt. Von Montag, 31. August, 5 Uhr, bis Montag, 7. September 2026, 6 Uhr, sind zudem die Rousseaustrasse im Abschnitt Rotbuchstrasse bis Rousseaustrasse 94 sowie die Zufahrt in die Imfeldstrasse gesperrt.

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Kinder im Auto: Neue Warnsysteme bieten noch keinen sicheren Schutz

Immer mehr Autos sind mit Child Presence Detection-Systemen ausgerüstet, die warnen, wenn ein Kind im Auto verbleibt. Eine Untersuchung verschiedener Systeme zeigt auf, wie zuverlässig diese reagieren – gerade bei Neugeborenen zeigen sich noch Schwächen.

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Kriens LU: Auffahrunfall im Sonnenbergtunnel – zwei Personen ins Spital gebracht

Am Montagmittag (17. August 2026, kurz vor 13:00 Uhr) ereignete sich auf der Autobahn A2 in Kriens in Fahrtrichtung Norden bei der Einfahrt in den Sonnenbergtunnel ein Auffahrunfall. Beteiligt waren zwei Autos und ein Sattelmotorfahrzeug.

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Kapo Schwyz Seepolizei kontrolliert 80 Boote – alle halten sich ans Tempolimit

Geschwindigkeitskontrolle auf dem Zürichsee! Am vergangenen Samstag führte unsere Seepolizei zusammen mit dem Fachdienst Verkehr beim Durchstichkanal zwischen Hurden und Pfäffikon eine Kontrolle durch.

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Wetter am Dienstag, 18.08.2026: Erst sonnig, später dichtere hohe Wolkenfelder

Heute dehnt sich aus Westen ein Zwischenhoch zur Schweiz aus. Während an den zentralen und östlichen Alpen noch kompakte Restbewölkung der gestrigen Kaltfront hängt, ziehen in den übrigen Landesteilen im Tagesverlauf zunehmend dichtere hohe Wolkenfelder einer Warmfront auf. Am Mittwoch wird mit einer kräftigen Westströmung vorübergehend nochmals sehr warme Luft zur Schweiz geführt. Am Donnerstag dreht die Strömung auf Südwest und führt sehr feuchte Luft in den Alpenraum.

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Genf GE: Polizei verstärkt zum Schulstart Präsenz rund um Schulen im ganzen Kanton

Schulstart: Heute Morgen waren unsere Teams im Umfeld der Schulen präsent, um die Schülerinnen und Schüler zu begleiten und die Verkehrsteilnehmenden an das richtige Verhalten zu erinnern. Während der ganzen Woche verstärken wir gemeinsam mit den Gemeindepolizeien unsere Präsenz im Umfeld der Schulen.

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Castione TI: 52-jähriger Rollerfahrer stirbt nach schwerem Verkehrsunfall vom 11. August

Im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall, der sich am 11.08.2026 kurz nach 13 Uhr in Castione ereignet hat, gibt es neue Informationen. Die Kantonspolizei teilt mit, dass der 52-jährige Schweizer Rollerfahrer mit Wohnsitz im Bellinzonese verstorben ist.

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Magliaso TI: 64-jährige Zürcherin leblos in Pool gefunden – Reanimation erfolglos

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz vor 15 Uhr in Magliaso an der Via Bosconi bei einer Ferienresidenz zu einem Ertrinkungsunfall gekommen ist. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die durch die polizeilichen Ermittlungen noch geklärt werden müssen, wurde eine 64-jährige Schweizer Staatsangehörige mit Wohnsitz im Kanton Zürich bewusstlos im Schwimmbecken der Anlage aufgefunden.

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Reiden LU: Lieferwagen prallt frontal gegen Baum – 29-Jähriger mit 0.74 mg/l unterwegs

Am Freitag (14. August 2026, kurz vor 22:45 Uhr) fuhr der Lenker eines Lieferwagens in Reiden auf der Güterstrasse in Richtung Dorf. Im Gebiet Horlache geriet das Fahrzeug über den linken Fahrbahnrand hinaus und prallte frontal gegen einen Baum.

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Schüpfheim LU: Motorradfahrer kollidiert beim Überholen mit abbiegendem Auto – verletzt

Am Samstag (15. August 2026, kurz nach 11:30 Uhr) fuhr ein Autofahrer von Hasle in Richtung Schüpfheim. Er beabsichtigte, nach links in Richtung Südere abzubiegen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.