Schweiz

Näfels GL: Auffahrunfall auf Kantonsstrasse – Lkw kracht in haltenden Personenwagen

Am Freitag, 31. Januar 2025, ca. 17.45 Uhr, fuhr ein Personenwagenlenker auf der Kantonsstrasse in Näfels Richtung Glarus und stoppte sein Fahrzeug beim Fussgängerstreifen in der Nähe des Lebensmittelgeschäfts Prima, um einen Fussgänger passieren zu lassen. Der nachfolgende 39-jährige Lastwagenlenker bemerkte diesen Verkehrsvorgang nicht und prallte mit dem Lastwagen ins Heck des Personenwagens.

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Mollis GL: Traktor kracht frontal in Restaurantmauer – Fahrer (18) verletzt

Am Samstag, 01. Februar 2025, ca. 01.45 Uhr, fuhr der 18-jährige Lenker eines Traktors mit einem Kollegen in Mollis Richtung Näfels. Beim Restaurant Löwen wollte der Fahrzeuglenker angeblich einer Verkehrsinsel ausweichen, verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte in der Folge frontal ins Mauerwerk des Restaurants Löwen.

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Eysins VD: Jugendliche (16, 18) rasen durch Sperren – unter Drogen- und Alkoholeinfluss

In den frühen Morgenstunden hat eine Patrouille der Gendarmerie das verdächtige Verhalten zweier Personen bemerkt, die daraufhin mit ihrem Fahrzeug die Flucht ergriffen. Nach einer Verfolgungsjagd, die in Eysins endete, wurden die beiden Insassen festgenommen.

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Zürich ZH: Wasserrohrbruch legt Trams lahm – Geröll und Schutt blockieren Weinbergstrasse

An der Ottikerstrasse kam es zu einem Wasserrohrbruch grösseren Ausmasses. Das Wasser und der weggespülte Schutt verteilten sich über die tieferliegenden Strassen und fluteten mehrere Häuser. Auch drei Trams wurden blockiert und der Betrieb auf dem betroffenen Abschnitt der Weinbergstrasse eingestellt.

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Buchrain LU: Autofahrerin weicht aus und prallt in Leitplanke – Verursacher flüchten

Eine Autofahrerin ist am Mittwochmorgen auf der Autobahn A14 in Richtung Zug gefahren. Bei der Einfahrt Buchrain setzten zwei Autos, welche auf die Autobahn einbogen, direkt zum Überholen eines Lastwagens an.  Um eine Kollision zu vermeiden, bremste die Autofahrerin, lenkte nach links und kollidierte dabei mit der Mittelleitplanke. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.

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Zug ZG: Zwei Kollisionen und ein verletztes Kind – Polizei sucht Zeugen

An zwei verschiedenen Örtlichkeiten ist es zu einer seitlich/frontalen Kollision gekommen. Eine Person wurde dabei leicht verletzt. Weiter wurde ein Kind auf einem Fussgängerstreifen leicht von einem Auto angefahren.

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Zug ZG: Autofahrer touchiert 10-jähriges Mädchen auf Zebrastreifen und flüchtet

Weiter beabsichtigte ein 10-jähriges Mädchen am Freitagmittag (31. Januar 2025), um 12:15 Uhr, die Ägeristrasse auf dem Fussgängerstreifen bei der ZVB-Haltestelle "Burgbach" zu überqueren. Ein Auto, dass vom Kolinplatz kommend in Richtung Talacher fuhr, hielt zuerst an, fuhr anschliessend jedoch wieder los und touchierte dabei das Mädchen.

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Baar ZG: Auto kippt nach Kollision – 37-Jährige von Ersthelfern geborgen

Kurz nach 12:00 Uhr erreichte die Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei eine weitere Meldung aufgrund eines Verkehrsunfalls. Ein 63-jähriger Autofahrer fuhr aus einer Zufahrtsstrasse auf die Strasse "Am Rainbach" in der Gemeinde Baar und prallte dabei in die Fahrzeugseite einer 37-jährigen Autofahrerin.

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Holzhäusern ZG: 22-Jähriger übersieht Auto – Kollision mit hoher Sachschadenssumme

Der erste Unfall ereignete sich um 10:30 Uhr in Holzhäusern (Gemeinde Risch). Ein 22-jähriger Autofahrer beabsichtigte aus dem Parkplatz beim Golfplatz, über die Holzhäusernstrasse in die Blegistrasse zu fahren. Dabei übersah er das Fahrzeug einer 52-jährigen Lenkerin, die auf der Holzhäusernstrasse unterwegs war. In der Folge kam es zu einer seitlich-/frontalen Kollision.

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Freiburg FR: 19-Jähriger gesteht 15 Diebstähle – gestohlene Schusswaffe sichergestellt

Gestern Morgen hat die Kantonspolizei Freiburg, im Rahmen einer Ermittlung wegen verschiedenen Diebstahlfällen in Freiburg, die Anhaltung eines mutmasslichen Täters vorgenommen. Er wurde auf dem Polizeiposten einvernommen und gab mehr als 15 Fälle von Diebstahl zu, darunter den Diebstahl einer Schusswaffe.

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A2 Beckenried–Hergiswil: Neue Dosieranlage zur Stauvermeidung startet am 3. Februar

Die Geschwindigkeits-Harmonisierung und Gefahrenwarnung (GHGW) ist seit Anfang Dezember 2024 bereits aktiv. Nun wird das System auf der Autobahn A2 zwischen Beckenried und Hergiswil mit einer Dosieranlage für die Ein- und Ausfahrten ergänzt. Die Inbetriebnahme erfolgt am 3. Februar 2025.

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Lohn SH: Einbruch in Wohnhaus an der Hegaustrasse – Polizei sucht Zeugen

Eine unbekannte Täterschaft hat in der Nacht auf Freitag (31.01.2025) einen Einbruchdiebstahl in Lohn verübt. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall und verweist auf die aktuelle Präventionskampagne "Verdacht, ruf an – Polizeinotruf 117 – Gemeinsam gegen Einbruch."

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Kantonspolizei St.Gallen: Sicherheitstipps und Tempokontrollen im Überblick

Das Wochenende steht vor der Tür – eine gute Gelegenheit, den Alltagsstress hinter sich zu lassen und zu entspannen. Bitte achtet gerade in der dunklen Jahreszeit darauf, dass Türen und Fenster immer gut verschlossen sind. Sicherheit geht vor!

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Buchrain/Autobahn A14: Unfall an Ausfahrt – Frontalcrash mit Leitplanke sorgt für Sperrung

Ein Autofahrer ist am Donnerstagabend bei der Ausfahrt Buchrain frontal gegen eine Leitplanke gefahren. Verletzt wurde niemand. Wegen des Unfalls musste die Ausfahrt Buchrain aus Richtung Zug für rund zwei Stunden gesperrt werden.

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Saas-Fee VS: 77-jähriger Skifahrer bewusstlos aufgefunden – später im Spital verstorben

Am Mittwoch, 29. Januar 2025, wurde im Skigebiet von Saas-Fee ein bewusstloser Skifahrer aufgefunden. Gegen 12 Uhr haben Drittpersonen in Saas-Fee auf der Skipiste "Ritzi", unterhalb der Bahnstation Morenia, einen reglosen Skifahrer am Boden aufgefunden.

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Waffenabgabe leicht gemacht – Wissenswertes zur freiwilligen Waffenabgabe in der Schweiz

Die Möglichkeit, freiwillig Waffen abzugeben trägt zur öffentlichen Sicherheit bei. Obwohl die Schweiz eine lange Tradition im privaten Waffenbesitz hat, gibt es verschiedene Optionen für Bürgerinnen und Bürger, ihre Waffen legal und unkompliziert abzugeben. Wissenswertes und Tipps zur freiwilligen Waffenabgabe hat Polizei.news in Kooperation mit der NaturAktiv AG und waffenboerse.ch zusammengestellt.

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Zullwil SO: Brandursache (02.02.2024) geklärt – Kerze löste Feuer in Mehrfamilienhaus aus

In einem Mehrfamilienhaus in Zullwil kam es am Freitagnachmittag, 2. Februar 2024, zu einem Brand. Zwei Personen wurden dabei verletzt. In der Zwischenzeit konnten Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn die Brandursache klären. Demnach steht als Brandursache ein menschliches Fehlverhalten im Umgang mit einer Kerze im Vordergrund.

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Gurtnellen UR: Polizei stoppt zwei Temposünder auf der A2 – Höchstwert 151 km/h

Gestern Donnerstag, 30. Januar 2025, kurz vor 16.00 Uhr, konnte anlässlich einer mobilen Geschwindigkeitskontrolle ein Fahrzeug mit Urner Kontrollschildern festgestellt werden. Dieses hatte auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h massiv überschritten.

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Schweiz: Autobahn-Vignette ab 1. Februar erforderlich – klassisch oder elektronisch gültig

Ab dem 1. Februar gilt wieder die Vignettenpflicht auf allen Autobahnen der Schweiz. Ob klassisch auf der Windschutzscheibe oder elektronisch direkt auf das Kontrollschild registriert – eine gültige Vignette ist Pflicht.

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Muttenz BL/A2: Fahrerin (23) verliert Kontrolle bei Spurwechsel – mehrfache Kollision

Am Donnerstagabend, 30. Januar 2025, kurz nach 22.45 Uhr, verursachte eine Personenwagenlenkerin auf der Autobahn A2, in Fahrtrichtung Bern/Luzern, einen Selbstunfall. Verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug wurde beim Unfall stark beschädigt.

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Olten SO: 21-jähriger Algerier nach Autoaufbruch und Diebstahl festgenommen

Dank einem Hinweis aus der Bevölkerung konnte die Kantonspolizei Solothurn am Mittwoch, 29. Januar 2025, in Olten einen mutmasslichen Dieb anhalten. Dieser steht in Verdacht, einen Diebstahl aus einem parkierten Auto begangen zu haben. Er wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.

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Koblenz AG: 23-jähriger Tunesier stürzt mit gestohlenem Motorrad – Festnahme

Ein Mann entwendete in der Nacht ein Motorrad aus einer Tiefgarage. Er konnte, nach einem Selbstunfall, durch die Polizei verhaftet werden. In Koblenz kam es in der Nacht zu weiteren Einbrüchen. Aktuell werden Zusammenhänge geprüft.

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Stadtpolizei St.Gallen: Sporttest für angehende Polizistinnen und Polizisten üben (Video)

Wir bauen den Sporttest eins zu eins auf und geben interessierten Personen die Möglichkeit, diesen zu üben. Bei den Polizeikorps der Ostschweiz und der Landespolizei Liechtenstein wird ein einheitlicher Eignungstest durchgeführt. Wir bieten die Möglichkeit, den Sporttest zu üben.

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Schweizer Armee: Alternative Landezone für Luftwaffen-Helikopter während des WEF (Video)

Aufgrund des begrenzten Platzbedarfs auf dem Heliport Davos, bietet während des World Economic Forum (WEF) ein Aussenstandort Ausweichmöglichkeiten für Helikopter der Schweizer Luftwaffe. Dafür wurde im Einsatzraum ein hochmodernes Dispositiv aufgestellt, von dem aus die Flugbewegungen überwacht und koordiniert werden.

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Sarnen OW: Polizei fasst 23-jährigen Nordafrikaner nach versuchtem Autoaufbruch

Dank der Wachsamkeit einer aufmerksamen Zeugin konnte die Polizei in Sarnen einen mutmasslichen Autoplünderer festnehmen. Zwei unbekannte Männer wurden dabei beobachtet, wie sie sich am Dienstag, 28.01.2025, um 15:30 Uhr an Fahrzeugen in der Brünigstrasse zu schaffen machten.

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Vevey VD: Seniorin durchschaut Telefon-Betrug – Polizei fasst zwei 17-Jährige nach Verfolgung

Am Donnerstag, dem 23. Januar, kurz nach 21:00 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Frau aus Vevey einen Anruf von einem Mann, der sich als Bankangestellter ausgab. Er behauptete, dass auf ihrem Konto betrügerische Transaktionen vorgenommen worden seien, und kündigte an, zu ihr nach Hause zu kommen. Die Seniorin fand das Verhalten verdächtig und informierte die Polizei.

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Glarus GL: "Fällelermethode" – Polizei warnt vor Diebstählen aus unverschlossenen Autos

Im Verlauf des Donnerstags, 30. Januar 2025, gingen bei der Kantonspolizei in drei Fällen die Meldungen von Geschädigten ein, gemäss welchen unbekannte Täterschaft in der Nacht auf Donnerstag das jeweils öffentlich abgestellte, unverschlossene Fahrzeug öffnete und nach Deliktsgut durchsuchte. Ein Fall ereignete sich in Niederurnen, alte Gasse, zwei Fälle in Oberurnen in der Adlerstrasse bzw. im Giessen. Die Kantonspolizeit geht davon aus, dass es sich bei den drei Fällen um die gleiche Täterschaft handelt.

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Zermatt VS: 25-jähriger Skifahrer bewusstlos auf Piste aufgefunden, im Spital verstorben

Am Mittwoch, 29. Januar 2025, wurde im Skigebiet von Zermatt ein bewusstloser Skifahrer aufgefunden. Gegen 15 Uhr erhielt die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Wallis die Meldung, wonach Drittpersonen bei der Piste 9 zwischen Blauherd und Tuftern im Skigebiet von Zermatt einen bewusstlosen Skifahrer aufgefunden hatten.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.