Schweiz

Novazzano TI: Bewaffneter Überfall auf Tankstelle – Kantonspolizei sucht Zeugen

Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 18:30 Uhr in der Via Casate in Novazzano eine Tankstelle überfallen wurde. Nach ersten Ermittlungen betraten zwei Männer die Tankstelle und bedrohten eine Mitarbeiterin mit einer Waffe, woraufhin sie das Geld aus der Kasse herausgeben musste. Anschliessend flohen die Täter in Richtung Italien in einem grauen Auto, in dem eine dritte Person auf sie wartete. Die Fahndung wurde sofort eingeleitet, jedoch bisher ohne Erfolg.

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498 Wehrmänner der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft feierlich aus Dienst entlassen

Mit der diesjährigen gemeinsamen Wehrmännerentlassung der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft ist für 498 Angehörige der Armee (AdA) die Dienstzeit offiziell zu Ende gegangen. Die Regierungsrätinnen Stephanie Eymann und Kathrin Schweizer sowie Kreiskommandant Dieter Aebersold entliessen die AdA und drückten ihnen ihre Wertschätzung aus.

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Tag des Lichts: Kantonspolizei Thurgau gibt Sicherheitstipps zur besseren Sichtbarkeit

Die Kantonspolizei Thurgau führt am 7. November anlässlich des Nationalen Tag des Lichts Standaktionen in Frauenfeld, Arbon und Rickenbach durch. Der Tag des Lichts findet am Donnerstag, 7. November bereits zum 18. Mal statt und erinnert daran, dass in der dunklen Jahreszeit das Unfallrisiko aufgrund der schlechteren Sichtbarkeit auf der Strasse höher ist. Dies gilt insbesondere für Personen, die zu Fuss, mit dem Velo, dem E-Bike oder einem Roller unterwegs sind.

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Massagno TI: Albanischer Staatsbürger mit 200 Gramm Heroin festgenommen

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass im Rahmen einer Drogenuntersuchung am 28.10.2024 in Zusammenarbeit mit Beamten der Stadtpolizei Lugano ein 42-jähriger albanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Albanien festgenommen wurde. Der Mann, der verdächtigt wird, in eine bedeutende Drogenhandelstätigkeit mit lokalen Kunden involviert zu sein, wurde im Gebiet von Massagno angehalten.

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La Neuveville BE: Mann nach Stichverletzung verstorben – Tatverdächtiger in Haft

Gemäss den rechtsmedizinischen Erkenntnissen ist der Mann, der am Montagmorgen in La Neuveville in einer Wohnung tödlich verletzt wurde, an den Folgen einer Stichverletzung verstorben. Der mutmassliche 24-jährige Täter befindet sich in Untersuchungshaft.

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Kanton Tessin: Nächtliche Verkehrskontrollen auf der A2 - Verstösse bei Alkohol und Drogen

Die Kantonspolizei teilt mit, dass in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November von 22:00 bis 03:00 Uhr eine Verkehrskontrolle auf der Autobahn A2 im Gebiet von Bissone (Richtung Süd-Nord) sowie auf der nahegelegenen Kantonsstrasse durchgeführt wurde, um die Einhaltung der Regeln zu überprüfen und Verkehrsdelikte zu verhindern, die die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährden könnten. Insgesamt wurden 66 Personen kontrolliert.

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Suhr AG: Fussgängerin bei Unfall mit Lastwagen tödlich verletzt

Am Morgen kam es zu einem fatalen Unfall in Suhr zwischen einem Lastwagen und einer Fussgängerin. Die Frau verstarb noch auf der Unfallstelle. Am Freitag, 01. November 2024, um 09.30 Uhr, ereignete sich in Suhr, an der Bahnhofstrasse ein Unfall zwischen einem Abfalllastwagen und einer Fussgängerin.

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Marsens FR: Fussgänger stirbt nach Zusammenstoss mit Auto auf der A12

Gestern Abend starb ein Fussgänger, nachdem er auf der Autobahn A12 auf der Höhe von Marsens von einem Fahrzeug erfasst worden war. Für den Einsatz wurde der Verkehr zwischen Rossens und Bulle während eines Teils der Nacht vollständig unterbrochen. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

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Flawil SG: Einbruch in Wohnung – Wertsachen gestohlen, Sachschaden entstanden

In der Zeit zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmittag (1.11.2024), ist eine unbekannte Täterschaft in eine Wohnung an der Weidegghaldenstrasse eingebrochen. Sie schlug eine Fensterscheibe im Hochparterre ein, verschaffte sich Zutritt zu der Wohnung und durchsuchte diese.

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Rapperswil-Jona SG: Einbruch in Restaurantbetrieb – Gutscheine entwendet

Im Zeitraum zwischen dem späten Donnerstagabend und Freitagmorgen (1.11.2024), ist eine unbekannte Täterschaft in einen Restaurantbetrieb an der Kreuzstrasse eingebrochen. Sie verschaffte sich über ein Toiletten – Fenster Zutritt zum Gebäude und brach die Tür zum Restaurantbereich auf.

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Frauenfeld TG: DACH-Fachgespräche zu militärischen Immobilien

Martin Stocker, Leiter armasuisse Immobilien, hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der militärischen Immobilienorgane aus Deutschland und Österreich in Frauenfeld (TG) begrüsst. Vom 29. bis am 31. Oktober 2024 fand ein intensiver fachlicher Austausch statt, der die Besichtigung des Waffenplatzes Auenfeld in Frauenfeld durch die Delegationen beinhaltete.

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Kanton St.Gallen: Kantonspolizei informiert über Standorte semistationärer Messanlagen

Die Kantonspolizei St.Gallen veröffentlicht als Massnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit die Standorte der semistationären Messanlagen im Kanton St.Gallen (ohne Stadt St.Gallen). Die Aktualität der Liste wird nicht garantiert. Es kann sein, dass einzelne Standorte zwischen den Publikationsdaten versetzt werden.

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Oberkulm AG: Schwerer Unfall bei Motorradgruppe – Zeugen gesucht

Auf der Hauptstrasse in Oberkulm verunfallten am Donnerstagabend drei junge Motorradfahrer. Ein Motorradlenker verletzte sich dabei schwer. Die Polizei sucht Zeugen. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, 31. Oktober 2024, kurz vor 21.00 Uhr, in Oberkulm.

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Winterthur ZH: Stadtpolizei meldet mehrere Einsätze und Raubüberfall in Halloween-Nacht

Zwischen Donnerstagabend, 31. Oktober 2024, und Freitagmorgen, 01. November 2024, rückte die Stadtpolizei Winterthur mehrmals aufgrund von Ereignissen im Zusammenhang mit Halloween aus. In der Halloween-Nacht rückte die Stadtpolizei Winterthur insgesamt 10-mal wegen verschiedener "Halloween-Vorfälle" aus.

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Tobel TG: Unbekannte sprengen Bancomaten – Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen

In der Nacht zum Freitag haben Unbekannte in Tobel einen Bancomaten gesprengt. Es wurde niemand verletzt. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen. Kurz nach 3 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale ein Einbruchalarm an der Hauptstrasse ein. Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau waren rasch an Ort.

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Schweizer Armee verstärkt Massnahmen gegen Diskriminierung und sexualisierte Gewalt

Die Armeeführung bekennt sich seit 2023 zu einer Nulltoleranz-Strategie. Eine Studie zu Diskriminierung und sexualisierter Gewalt in der Schweizer Armee zeigt nun weiteren Handlungsbedarf auf. Zusätzlich zur bereits bestehenden Diversity Strategie hat die Armeeführung daher ergänzende Massnahmen festgelegt. Damit will sie den Schutz der Armeeangehörigen stärken und den bereits eingeleiteten Kulturwandel in der Armee beschleunigen.

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Solothurn SO: „Swiss made“ – Jahreskonzert der Kantonspolizei mit Jodlerklub und Alphorn

Das Spiel der Kantonspolizei Solothurn lädt zum traditionellen Jahreskonzert in den Konzertsaal in Solothurn ein. Am 16. November 2024 darf sich das Publikum auf einen musikalischen Abend unter dem Motto „Swiss made“ freuen. Mit dabei ist der Jodlerklub Lyssach und die Alphornistin Anna Rudolf von Rohr.

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Kanton Zürich: Rund 50 Halloween-Einsätze wegen Sachbeschädigung und Ruhestörung

Im Zusammenhang mit Halloween sind Patrouillen der Kantonspolizei und der Kommunalpolizeien am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag (31.10./1.11.2024) zu rund fünfzig Einsätzen ausgerückt. Im ganzen Kantonsgebiet sind Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und Randalierer gemeldet worden.

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Kanton St.Gallen: Halloween-Nacht verläuft ruhig – Kantonspolizei zieht positive Bilanz

In der Halloween – Nacht auf Freitag (1.11.2024) waren viele Kinder und Jugendliche auf den Strassen und Quartieren unterwegs, um Halloween zu feiern. Die Kantonspolizei St.Gallen stand mit mehreren zusätzlichen Patrouillen im ganzen Kantonsgebiet im Einsatz. Es kann grundsätzlich eine positive Bilanz gezogen werden.

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St.Gallen SG: Polizei zieht positive Halloween-Bilanz – Keine grösseren Zwischenfälle

Am Donnerstagabend (31.10.2024) wurde in der Stadt St.Gallen Halloween gefeiert. Es gingen nur wenige Meldungen bei der Polizei ein und es kam zu keinen grösseren Zwischenfällen. Die Stadtpolizei St.Gallen zieht eine positive Bilanz.

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Kanton Aargau: Polizei bilanziert Halloween-Nacht – Weniger Vorfälle, aber Sachschäden

In der Halloween-Nacht war die Polizei im Aargau präsent und führte proaktiv Personenkontrollen durch. Im Vergleich zu Vorjahren gab es weniger Vorfälle. Trotzdem kam es auch wieder zu unnötigen Sachbeschädigungen.

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Zuchwil SO: Rund 20 Kellerabteile aufgebrochen – Zeugen gesucht

Eine derzeit unbekannte Täterschaft hat zwischen Mittwoch und Donnerstag, 30./31. Oktober 2024, an der Bechburgstrasse in Zuchwil in drei Mehrfamilienhäuser rund zwanzig Kellerabteile aufgebrochen und daraus diverse Gegenstände entwendet. Die Polizei hat umgehend Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Uri UR: Fahrzeuglenker kollidiert alkoholisiert mit Fahrbahnbegrenzung und Parkbank

Am Freitag, 01. November 2024, gegen 02:30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Schwyzer Kontrollschildern auf der Niederhofenstrasse von Süden in Richtung Norden. Bei der Durchfahrt der markanten Wasserrinne im Gebiet Hofstettli verlor der 21-jährige Fahrzeuglenker die Kontrolle über sein Fahrzeug.

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Luzern LU: Auseinandersetzung bei Tankstelle im Littauerboden – Flucht und Festnahmen

Am Montagabend ist es bei einer Tankstelle im Littauerboden zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen gekommen. In der Folge flüchteten die beteiligten Personen mit mehreren Fahrzeugen vom Tatort. Ein Fahrzeug konnte angehalten und zwei Personen konnten festgenommen werden. Die Polizei sucht Zeugen.

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Glarus Nord GL: Hangrutsch auf Deponiegelände verschüttet Linthdamm

Am Donnerstag, 31.10.2024, kam es auf einem Deponiegelände in der Gemeinde Glarus Nord zu einer Hangrutschung. Um ca. 19:15 Uhr lösten sich im oberen Bereich der Deponie mehrere Kubikmeter Deponiematerial und rutschten talwärts in den Linthkanal ab.

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Glarus GL: Fahrradunfall – 54-jährige Frau mit Kopfverletzungen ins Spital gebracht

Am Freitag, 01.11.2024, ca. 03.00 Uhr, ereignete sich an der Stampfgasse in Glarus ein Selbstunfall mit Verletzungsfolge. Eine 54-jährige Fahrradlenkerin stürzte nach kurzer Fahrt und ohne Fremdeinwirkung zu Boden und blieb bewusstlos liegen.

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Brunnen SZ: Schwerer Unfall im Mositunnel – Frontalkollision zwischen zwei Autos

Am 01. November 2024, kurz nach 03.30 Uhr, kam es im Mositunnel in Brunnen zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen. Dabei wurden drei Personen erheblich und zwei Personen leicht verletzt. Alle verletzten Personen wurden in umliegende Spitäler gebracht.

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Loppertunnel OW/NW: Einsatzübung zur Koordination bei Tunnelunfällen erfolgreich

Gestern Abend ist es auf der Autostrasse A8 im Loppertunnel zu einer Frontalkollision zwischen einem Lastwagen und einem Personenwagen gekommen. Zwei nachfolgende Fahrzeuge sind auf die beiden Unfallfahrzeug aufgefahren und ein weiterer Bus kollidierte mit der Tunnelwand.  Einzelne Automobilisten irrten im Tunnel umher. Dies war das Übungsszenario, das die Einsatzkräfte vorgefunden haben.

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Neuchâtel NE: Sperrung und Umleitung nach Verkehrsunfall am Autobahnkreuz Vauseyon

Am Mittwoch, den 30. Oktober 2024, gegen 13:40 Uhr, war ein Lieferfahrzeug auf der Autobahn N20 am Autobahnkreuz Vauseyon unterwegs, mit der Absicht, auf die Fahrbahn Richtung Biel der Autobahn A5 in Neuchâtel zu wechseln. Aufgrund von Bauarbeiten war die linke Spur des Autobahnkreuzes gesperrt, und das Lieferfahrzeug wechselte auf die rechte Spur.

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Crassier VD: Zeugenaufruf nach schwerem Unfall mit Fahrerflucht

Am Mittwoch, den 30. Oktober 2024, ereignete sich in Crassier ein Verkehrsunfall zwischen einem Radfahrer und einem Pkw, der anschliessend Fahrerflucht beging. Zudem waren bei Eintreffen der Polizei das Fahrrad und der Helm des Opfers verschwunden. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

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Kantonspolizei Tessin: Italiener (27) nach Hockey-Ausschreitungen festgenommen

In Bezug auf die Unruhen am Rande des Hockeyspiels Ambrì Piotta - Lugano vom 11.10.2024 und insbesondere auf das Werfen eines pyrotechnischen Gegenstands in der Gottardo Arena in Ambrì, teilen die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei mit, dass ein 27-jähriger italienischer Staatsbürger, wohnhaft im Luganese, festgenommen wurde. Die Festnahme erfolgte am 25.10.2024 infolge der durchgeführten Ermittlungen und Befragungen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.